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Micaela Schäfer im Interview zu “Seed 2 – The New Breed”

Seit dem 25. Juli 2014 ist “Seed 2 – The New Breed” im deutschen Handel erhältlich. Die Fortsetzung zu Uwe Bolls kontrovers diskutierten Serienkillerstreifen stammt von dem deutschen Regisseur Marcel Walz, der auf Bolls Unterstützung als Produzent bauen konnte. Zudem sorgte ein Zufall für das internationale Filmdebüt von Deutschlands erfolgreichstem Erotik-Model Micaela Schäfer! Wir baten die sympathische Schauspiel-Novizin zu einem Interview über “Seed 2 – The New Breed”.

“Seed 2 – The New Breed” en detail

Seed 2 - The New Breed

“Seed 2 – The New Breed” Copyright: Splendid Film.

Olivia, Christine und Claire machen sich mit dem Wohnmobil auf den Weg nach Las Vegas, um einen Junggesellinnenab- schied zu feiern. Sie werden allerdings nie dort ankommen: Auf ihrer schicksalhaften Reise treffen sie auf den berüchtigten Serienkiller Max Seed (Nick Principe). Der Hüne mit der Maske landete einst auf dem elektrischen Stuhl, überlebte und wurde lebendig begraben. Dafür nahm er blutige Rache und zog sich danach samt kranker Familienbande in die Wüste von Nevada zurück. Und genau durch diesen Ort des Schreckens führt die Reise der jungen Freundinnen! Auf der Flucht vor dem irren Killer scheint ihnen nichts und niemand helfen zu können …

Max Seed ist zurück! Im von Uwe Boll produzierten “Seed 2 – The New Breed” durchkreuzt er die Partypläne einer ausge- lassenen Mädchenclique! Alle Genrekon- ventionen bedienend ist die Fortsetzung des Klassikers kompromissloses und brutales Horror-Kino. Zum überzeugenden Cast gehören Caroline Williams („Hatchet III“), Christa Campbell („Homefront“), Nick Principe („Laid to Rest“), Natalie Scheetz („Madison County“) und Deutschlands schärfster Erotik-Export: Micaela Schäfer. Die ebenso überzeugenden wie blutigen Spezialeffekte stammen von Ryan Nicholson („Final Destination“, „Blade – Trinity“).

Achtung: Der Film erscheint in Deutschland in zwei Fassungen! Nur die SPIO/JK freigegebene Fassung ist dabei ungeschnitten! Die beiden Fassungen sind leicht zu erkennen: Die gekürzte FSK 18 Fassung hat Micaela Schäfer mit Max Seed auf dem Cover. Die ungekürzte Version hat nur Max Seed auf dem Cover.

Micaela Schäfer und ihr Filmtod

Seed 2 - The New Breed

Micaela Schäfer muss in “Seed 2” dran glauben. Dass sie dabei nackt ist, versteht sich von selbst. Copyright: Splendid Film

In „Seed 2“ gibst Du dein Schau- spieldebüt in einer internationalen Produktion. Hier hast Du einen Auftritt als „frühes Opfer“ für Max Seed, die wuchtige Hauptfigur des Filmes. Hand aufs Herz, was ist es für ein Gefühl, sich selbst auf der Leinwand sterben zu sehen?

*lacht* Also erst einmal ist es ein ganz tolles Gefühl, wenn man sich überhaupt einmal auf einer großen Leinwand sieht. Das hatte ich bis jetzt noch nie. Die Premiere war Anfang des Jahres im Saarbrückener Cinestar und da habe ich den Film zum ersten Mal in Kinoqualität gesehen und das ist schon ein tolles Gefühl. Natürlich ist man in dem Moment auch sehr sehr kritisch mit sich selber. Man denkt dann doch: „Oh Gott, wie höre ich mich an und wie sehe ich denn aus?“

Und vor allen Dingen muss ich sagen – um auf die Frage zurückzukommen – dass meine Sterbeszene für meine Wahrnehmung sehr authentisch ist. Ich hatte mich wirklich selber erschrocken, als ich da gestorben bin, und musste mich natürlich immer auch an die Dreharbeiten zurückerinnern. Weil es ist natürlich gar nicht so einfach, zu sterben. Manch Außenstehender wird jetzt vielleicht denken: „Ach sterben, nichts leichter als das!“ Aber es ist schon sehr anstrengend, das überzeugend hinzubekommen.

Die Dreharbeiten zu „Seed 2“

Seed 2 - The New Breed

Micaela kennt sich aus mit gefährlichen Wesen. Da muss ein Max Seed schon harte Bandagen auffahren.

Kannst Du uns berichten, wie es dazu kam, dass Du für den Film verpflichtet wurdest?

Das war ein großer Zufall. Ich war damals – wir haben den Film letztes Jahr in Las Vegas gedreht – in Los Angeles und habe dort einen Tag vor den Dreharbeiten für den amerikanischen „Penthouse“ geshooted. Der deutsche „Penthouse“-Chef, der auch vor Ort war, kannte Marcel Walz, den Regisseur von „Seed 2“. Und zu ihm hat er einfach gesagt: „Marcel, ich bin hier gerade mit der Micaela, hast du nicht noch eine kleine Rolle für sie frei? Dann kommen wir sofort bei dir vorbei.“ Und Marcel Walz war da vollkommen offen und hat sofort gesagt: „Ja klar, machen wir, wir bauen da noch eine Rolle ein.“ Das lief alles super spontan und ich bin Marcel da auch total dankbar, dass er das so gemacht hat. Das war alles extrem spannend und eine coole Erfahrung für mich. Wir haben dann meine Szene in 2-3 Stunden in Las Vegas gedreht, bei 40 Grad im Schatten…

Damit wären wir direkt bei der nächsten Frage: Du bestreitest Deinen Auftritt im Evakostüm. Inmitten einer brütend heißen Wüste. Wie anstrengend waren die Dreharbeiten für Dich?

Das war schon ziemlich anstrengend. Ich fliehe in meiner Szene nackt vor dem Mörder und das muss schon alles irgendwo realistisch rüberkommen. Denn wenn man verfolgt wird, achtet man eben nicht darauf, wo man hintritt usw. Das musste ich dann auch so umsetzen. Dabei habe ich mir wirklich Brandblasen geholt, weil die Steine so heiß waren, die ich anfassen musste, und ich bin durch dichtes Gestrüpp gerannt…

Ich war während dem Dreh insgeheim froh, dass ich mein „Penthouse“-Shooting am Tag zuvor hatte und nicht nach den Dreharbeiten! Ich sah nämlich wirklich schlimm aus, habe geblutet, hatte Blasen, Schürfwunden,… Aber ich habe mir da einfach gesagt, dass das auch eine große Chance ist und ich wollte auch nicht wie das Model wirken, das sich zu fein ist, sich dreckig zu machen. Deshalb habe ich mich da wirklich zusammengerissen und habe dafür auch vom Regisseur sehr viel Lob bekommen.

Haben Dir die Dreharbeiten dennoch gefallen?

Seed 2 - The New Breed

Micaela Schäfer als Venus-Girl im Jahre 2013. Im Vergleich zu ihrem Schauspieldebüt ist sie hier fast schon winterlich gekleidet.

Ja, richtig gut! Es war meine erste Filmerfahrung und als solche war sie absolut grandios, auch wegen dem Drehort Las Vegas. Und ich durfte mit amerikanischen Schauspielern zusammenarbeiten. Es war einfach ein einmaliges Erlebnis und ich habe dann direkt in einem zweiten Film von Marcel Walz mitgespielt: „La Petite Mort 2“, der jetzt im September rauskommt. Und ich werde sicherlich noch in weiteren Produktionen von Marcel spielen.

Warst Du vor Deinen ersten Takes sehr nervös oder hat Dir die Tatsache geholfen, dass die Möglichkeit zu dem Dreh für Dich sehr überraschend kam und es mehr eine Art Abenteuer für Dich war?

Ich war natürlich trotzdem nervös. Klar. Auch wenn ich nur die Aufgabe hatte, ein Wort auswendig zu lernen – das war ‘Help’, mehr Text hatte ich nicht – und zu sterben, ist es ja trotzdem eine schauspielerische Leistung. Und das ist mir am Drehort so richtig bewusst geworden und seitdem habe ich vor jedem Schauspieler den höchsten Respekt. Egal ob er nur sterben muss, eine Sexszene hat, weinen muss oder verdutzt gucken soll. Es ist wirklich nicht einfach, das echt wirken zu lassen. Das kann schnell zu einer Lachnummer werden. Daher war es schon eine Herausforderung, egal wie klein mein Part auch sein mag.

Micaela Schäfer & die großen Namen hinter „Seed 2“

Bist Du Uwe Boll im Laufe der Produktion oder danach irgendwann begegnet?

Nein, bin ich nie…

Was kannst Du uns über Regisseur Marcel Walz und die Zusammenarbeit mit ihm berichten?

Die war ganz ganz toll. Super cool. Also ich habe von jeher einen ziemlichen Respekt vor Regisseuren, weil man nie weiß, ob sie vielleicht Exzentriker sind oder wie sie reagieren, wenn ihre Vision, die sie unbedingt umsetzen wollen, nicht dem entspricht, was man abliefern kann. Sie sind nun einmal die Bosse am Set. Da hatte ich natürlich schon ein wenig Angst, denn ich kannte Marcel Walz vorher nicht. Ich wusste nicht einmal, wie er aussieht oder wie alt er ist. Gar nichts. Und als ich ihn dann kennengelernt hatte, entpuppte er sich als echt coole Sau! Marcel weiß, was er da tut! Der erklärt einem die Szenen gut und er rastet nicht aus, weil man eine Szene verbockt hat. Ich muss echt sagen, dass er ein sehr guter Regisseur ist.

Seed 2 - The New Breed

Für “Seed 2” war etwas aufwändigeres Körper-Make-Up notwendig.

Die harten Maskeneffekte bestritt der für seine Filme berühmt berüchtigte Ryan Nicholson. Was an Maskenarbeit musstest Du am Set über Dich ergehen lassen?

Das war mal eine ganz andere Erfahrung. Ich kam vom „Penthouse“-Shooting. Top gestylt. Haare schön lockig. Tolles Make Up. Und da am Set hieß es: „Du musst richtig fertig aussehen!“ Die Haare sollten vor Blut triefen. Auf meinen Körper wurden Schrammen aufgebracht. Ein Brustnippel wurde „entfernt“, sprich, es sah aus, als ob er abgeschnitten worden wäre. Es war also das totale Gegenteil zu meinem Model-Alltag! Das war definitiv mal etwas anderes und es war auch superlustig, dem Ryan da zuzugucken, wie er diese Maskeneffekte umgesetzt hat. Er ist wirklich ein Künstler.

Kannst Du einschätzen, wie lange Du in der Maske gesessen hast?

Etwa zwei Stunden. Man musste letzten Endes ja nicht soviel machen: Make-Up und Haare gab es ja nicht *lacht*, weil ich eben so fertig aussehen sollte. Aber sie haben sehr lange an den Schürfwunden gearbeitet.

Micaela Schäfer und der Horrorfilm

Wie zufrieden bist Du mit Deiner Leistung in „Seed 2“?

Ich bin mit meinem Auftritt total zufrieden. Ich habe ihn mir bis jetzt einmal angeguckt. Die DVD ist ja nun auch seit kurzem im Handel (seit dem 25. Juli 2014) erhältlich. Dann werde ich mir den auch noch ein paar Mal anschauen und ein Auge auf meinem Auftritt haben. Aktuell jedoch bin ich zufrieden und kann nichts daran aussetzen.

Bist Du eigentlich ein Horrorfan?

Schon. Ich habe mir früher relativ viele Horrorfilme angeguckt. Allerdings meist Horrorfilme, die unrealistisch waren. Das heißt, Filme mit irgendwelche Monstren und Zombies. Da wusste ich immer, so etwas gibt es nicht. Und nach dem Filmgenuss konnte ich auch noch gut schlafen. Aber sobald ich Filme geguckt habe mit irgendwelchen Massenmördern, beispielsweise wie bei „Seed“, da hatte ich schon Angst. Immerhin beobachtet man da meist vermeintlich normale Menschen, die auf einmal ein Messer nehmen und jemanden abschlachten. Und so etwas gibt es ja leider in der Tat in unserer Welt. Da ist mir immer nicht so wohl bei, wenn ich solche Filme sehe. In diesen Fällen gucke ich dann auch mal weg oder schalte ab. Da bin ich dann doch ein kleiner Angsthase.

Hast Du nun Filmblut geleckt? Wird es in diese Richtung weitergehen?

Absolut. „La Petite Mort 2“ kommt wie erwähnt im September raus. Dann habe ich in dem Film „Ohne Konsequenz“ mitgespielt. Der kommt im Oktober und ist ein Kurzfilm. Dann habe ich noch zwei Filme in der Pipeline, die ich eventuell noch in diesem Jahr drehen werde. Danach lockt eventuell noch ein Auftritt in einer großen Serie, aber das ist alles noch nicht spruchreif.

Eine toughe Actionheldin namens Micaela Schäfer

Seed 2 - The New Breed

Die hübsche Micaela und der fette Freeman…

Als große Actionfans könnten wir uns Dich auch als toughe Actionheldin mit zwei schlagenden Argumenten sehr gut vorstellen. Wäre eine actionreiche, physisch herausfordernde Rolle auch etwas für Dich?

Auf jeden Fall! Ich würde immer lieber die Actionheldin oder gar den weiblichen Bösewicht spielen, anstatt die hilflose junge Frau. Nehmen wir Rollen wie in „Spiderman“, wo die Frauenrolle weitgehend nur kreischt und von einem Typ im Gummianzug gerettet werden muss. Klar, das würde ich auch spielen, ABER das hätte für mich prinzipiell keinen echten Reiz. Ich glaube, es ist schon toll, wenn man eine toughe Frau darstellen kann, die all das machen kann, was man im realen Leben nicht machen darf bzw. wofür man eingebuchtet werden würde. Das ist schon cool, wenn man das mal vor einer Kamera ausleben kann. Aber ich glaube, prinzipiell geht das allen Schauspielerinnen so, dass sie bei diversen seichten Rollen nur denken: Najaaaaa… Die Rolle nimmt man dann vielleicht auch an, aber ich glaube, wenn man die Rolle dann hat, bleiben die Luftsprünge eher aus.

Wir könnten Dich uns sehr gut als Lara Croft vorstellen…

Ahja, Lara Croft… das wäre freilich super schwer zu toppen, denn Angelina Jolie ist einmalig. Aber ja, so eine Actionheldin, warum nicht? Die überleben auch immer. Das finde ich toll. Immerhin muss es ja einen zweiten oder dritten Teil geben. *lacht* Und sie haben meist einen tollen Sexpartner. Meist haben sie ja mindestens einmal im Film Sex. Natürlich nur Sex, denn sie verlieben sich ja auch nie. Das kommt meinem Charakter schon sehr nah.

Wir danken für das Interview und wünschen weiterhin viel Erfolg im Filmbusiness!

In diesem Sinne:
freeman (Copyright aller Micaela Schäfer Bilder im Artikel!)

Weitere Informationen zum Interview

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