Die aktuellsten „Weihnachtsfilme“

Hohoho! Der Weihnachtsmann mordet in „Silent Night, Deadly Night“. Copyright: STUDIOCANAL
Der diesjährige große Film zu Weihnachten kommt von einem Regisseur, der unter Actionfreunden sehr beliebt ist: James Cameron. Leider hängt er seit Jahren in einer Welt voller blauer Wesen fest. Nein, nicht die Schlümpfe. Es geht freilich um die Na’vi, die im dritten Film des Avatar-Franchises, „Avatar: Fire & Ash“, spektakuläre Abenteuer erleben. Das ist für einen Kinobesuch sicherlich sehr unterhaltsam, aber eben nicht ganz das, was wir von Cameron sehen wollen. Aber vielleicht geschieht ja ein Weihnachtswunder und Cameron bekommt mal wieder Bock auf echte Action.
Weihnachtlicher, allerdings auf eine finstere und böse Art, geht es in „Silent Night, Deadly Night“ zu. In dem ebenfalls aktuell im Kino laufenden Horrofilm sorgt ein Mann im Weihnachtsmann-Kostüm für amtlichen Blutzoll und diverse abgehackte Körperteile. Das Kontrastprogramm zur besinnlichen Zeit also.
Weiter geht es mit der Videokritik zu einem Dolph-Lundgren-Film. Der Schwedenhammer spielt in „Pups Alone“ leider nicht den Weihnachtsmann, der die bösen Kinderlein bestraft. Stattdessen spielt er einen Lump, der einen Kollegen ausbooten will. Sein Endgegner: Ein cleverer Hund. Und Ewigkeiten nach unserer Rezension kann man den Film jetzt auch in deutschen Landen genießen. Hier heißt er „Hunde – Allein zu Haus“. So wie du jetzt hab ich auch geschaut.
Video: Kritik zu „Pups Alone“ mit Dolph Lundgren
Die (Anti-)Weihnachtsfilme
Draußen liegt der Schnee, die Stimmung ist besinnlich und die Familie rückt nicht nur räumlich, sondern auch emotional näher zusammen – zumindest wenn man den konventionellen Weihnachtsfilmen glauben darf. Familienzwiste, stressiges Weihnachtsshopping oder sonstige Gründe für schlechte Stimmung? Hier nicht und wenn dann nur im ganz kleinen Rahmen – zum obligatorischen Happy End müssen die Probleme allerdings beseitigt sein. Soviel Zuckerguss geht für viele Filmemacher (und auch Zuschauer) gar nicht und so gibt es auch die alternativen Weihnachtsfilme.

Für viele nach wie vor ein Geheimtipp: Das Actionriff „Tödliche Weihnachten“. Copyright: Warner Home Video
In Komödien wie “Bad Santa“, “Kevin – Allein zu Haus“ und “Schöne Bescherung“ werden schon mal anarchischere oder bösere Blicke auf das Fest geworfen, das Happy End gibt es aber trotzdem. Auch einige unserer Helden haben sich schon an der mehr oder weniger bissigen Weihnachtskomödie versucht, sei es Arnold Schwarzenegger mit “Versprochen ist versprochen“, Kurt Russell mit „The Christmas Chronicles„, Richard Donner mit “Die Geister, die ich rief…“, Joel Silver mit “Die Gebrüder Weihnachtsmann“, Jerry Bruckheimer mit “No Panic – Gute Geiseln sind selten“, Nicolas Cage mit „Schneesturm im Paradies“ oder Mel Gibson in dem ultraschwarzen „Fatman„. Sogar B-Stars wie Gary Daniels, Daniel Bernhardt und Cynthia Rothrock sagen nicht nein, wenn der Weihnachtsmann ruft. „Super Dogs Summer House“ heißt das wenig genießbare Ergebnis.
Dann gibt es da noch den Weihnachtshorror, beispielsweise in “Black Christmas“ (Original plus Remake plus Reimagining), in der “Silent Night, Deadly Night“-Reihe (fünf Originalfilme und das brutale Remake) oder “Santa’s Slay“. Wenn Mörder an Weihnachten ausrasten, dabei als Weihnachtsmann verkleidet oder gar der Weihnachtsmann selber sind, dann ist das höhnische Lachen vorprogrammiert – nicht nur beim weihnachtsmuffeligen Zuschauer.
Doch auch der Actionfilm hat seine Weihnachtsabteilung, was ja auch Sinn macht: Schließlich macht der Actionfilm nicht nur gerne materielle Sachen kaputt, sondern auch fragile Dinge wie die Weihnachtsstimmung.
Action zur Weihnachtszeit

Der Klassiker unter den Weihnachtsaction-Böllern: Stirb Langsam 1. Copyright: 20th Century Fox
Großen Spaß damit hat beispielsweise die Cannon-Produktion “Invasion U.S.A.“: Als ob der Vorweihnachtsstress nicht schon schlimm genug wäre, kreuzen ausgerechnet zum Fest der Liebe böse Terroristen auf und versuchen, die USA zu überrennen. Held Matt Hunter (Chuck Norris, wer sonst?) muss nun unter anderem einen Konsumtempel a.k.a. Einkaufszentrum von terroristischem Gesocks säubern. Die beste Weihnachtsszene ist allerdings die, in welcher Chefterrorist Rostov beim Weihnachtsessen sitzende Ami-Familien mittels Raketenwerfer wegballert – effektiver kann man das Fest der Liebe kaum kaputt machen.
Dennoch bleibt Weihnachten hier eher eine Randnotiz, wie auch in manch anderem Actionreißer: “Money Train“ spielt in der Vorweihnachtszeit, was aber keinen großen Einfluss auf den Film hat, das Christbaum-Idyll, in dem Frank Moses (Bruce Willis) zu Beginn von “RED – Härter, älter, besser“ untergetaucht ist, ist kaum von Wichtigkeit und obwohl Robert Clayton in “Der Staatsfeind Nr. 1“ belastendes Material beim Weihnachtseinkauf zugesteckt bekommt, hat das kaum Belang für den folgenden Film.
Ähnlich sieht es bei dem Action-Horror-Hybriden “Knight of the Apocalypse“ aus: Der Film spielt am Weihnachtstag des Jahres 1999, der allerdings eher auf den nahenden Jahrtausendwechsel hindeuten soll, während das Weihnachtliche an sich kaum eine Rolle spielt. Dergestalt stellt sich die Lage auch bei dem Kriegsactionreißer “Im Fadenkreuz – Allein gegen alle“ dar, in dem ein Kampfpilot bei einem Routineflug an Weihnachten abgeschossen wird, das Datum bei seinem folgenden Überlebenskampf aber kaum von Wichtigkeit ist.
Einen kleinen Weihnachtsbezug gibt es auch in “Run All Night“: Zu Beginn muss der heruntergekommene Hitman Jimmy Conlon (Liam Neeson) erniedrigenderweise für seinen Gangsterboss-Auftraggeber und dessen missratenen Sohn auf einer Party den Weihnachtsmann spielen. Ähnlich beginnt auch “Havoc“: Der abgewrackte Cop-Polizist Patrick Walker (Tom Hardy) kauft auf den letzten Drücker noch billigen Tand in einem Ramschladen als trauriges Weihnachtsgeschenk für seine sechsjährige Tochter, das trostlos in eine Plastiktüte verpackt wird. Festlich sind die Aussichten für ihn eh nicht: Die Ehefrau lebt in Trennung, will ihn nicht sehen und erklärt ihm auch, dass die Tochter eh schon schläft, wenn er mit der Schicht fertig ist.
Bei “Stirb langsam“, dem wohl größten aller Actionklassiker, ist Weihnachten freilich von essentieller Wichtigkeit: Schließlich kommt John McClane (wieder Bruce Willis) nur des Festes wegen nach Los Angeles und ist nur deswegen auf der Firmenweihnachtsfeier der Nakatomi Corporation, deren Gäste als Geiseln genommen werden. In “Stirb langsam 2“ will er Ehefrau Holly zum Fest vom Flughafen abholen, muss sich aber erneut mit schwerbewaffneten Verbrechern rumschlagen, die den Flughafen besetzen.
Diverse “Stirb langsam“-Rip-Offs spielen ebenfalls an Weihnachten: In “Blast!“ wird dies nur kurz erwähnt, in „Shadowchaser 2“ ist eine Weihnachtsfeier in einem Rakentensilo Ziel eines Terroristenangriffs und “Breakaway – Ein knallharter Coup“ trägt das Weihnachtsfest dagegen sogar im Originaltitel: “Christmas Rush“. “Stirb langsam – Jetzt erst recht“ und “Stirb langsam 4.0“ hingegen verzichten auf Weihnachtsszenarien, sieht man von dem Weihnachtsmann-Spruch im dritten Teil der Reihe ab. Könnte daran liegen, dass Produzent Joel Silver nicht mehr mit von der Partie war: “Lethal Weapon“, sein anderer großer Actionklassiker, spielt ebenfalls zur Weihnachtszeit und hat unter anderem eine Szene zu bieten, in der Fiesling Mr. Joshua in das Haus der Murtaughs rast und das weihnachtliche Wohnzimmer mit MG-Salven zu Kleinholz verarbeitet.

„Reindeer Games“ oder „Wild Christmas“ hat Charlize Theron, Ben Affleck und lauter tote Weihnachtsmänner auf der Habenseite zu verbuchen. Copyright: Studiocanal
“Lethal Weapon“ wurde noch dazu von einem anderen großen Weihnachtsfan geschrieben, der das Fest der Liebe immer wieder aufgegriffen hat: In “Last Boy Scout“ ist zwar nur durch die Erwähnung von Satan Clause etwas davon zu merken, doch in “Tödliche Weihnachten“ werden zum Fest Unmengen von Blei verschossen, während Shane Blacks Regiedebüt “Kiss Kiss Bang Bang“ ein etwas anderes Weihnachten zeigt, eines der Hollywoodvariante in Los Angeles, an dem knapp bekleidete Frauen mit Santa-Mützen in einem freakigen Club Drinks servieren.
Im Falle von “The Nice Guys“ gibt es lediglich eine kleine Referenz in der letzten Szene des Films, wenn die Helden im kalifornischen, schneefreien Weihnachten nach getaner Arbeit in einer entsprechend dekorierten Bar nach getaner Arbeit noch einen heben gehen. Auch Blacks jüngster Streich, “Play Dirty“ mit Mark Wahlberg, spielt mal wieder in der Weihnachtszeit. Trotz einigem Schnee beschränkt sich die Verortung auf einige kleine Verweise, etwa eine Kappe mit Santa-Schriftzug, die eine Figur hier trägt.
Im 2013 gestarteten “Iron Man 3“ von Shane Black spielt Weihnachten wieder eine kleine Rolle, denn gerade als Tony Stark das Weihnachtsfest (natürlich auf gewohnt dekadente Weise) begehen will, kündigen sich Übelwichte wie der Mandarin und mit dem Extremis-Virus behandelte Superkrieger an. Batman, ein anderer Comicheld, durfte sich ja in „Batmans Rückkehr“ mit der schurkischen Zirkusbande nicht nur feste, sondern auch zum Fest kloppen.
Ein ganzes Weihnachts-Special bekam dagegen eine Truppe aus dem Hause Marvel gewidmet: Im “Guardians of the Galaxy Holiday Special“ will die schräge Weltraumbande ihrem Anführer Peter Quill (Chris Pratt) alias Star-Lord zuliebe das Fest der Liebe feiern, weiß allerdings nicht genau, wie das funktioniert. Das Ganze gipfelt darin, dass Drax (Dave Bautista) und Mantis (Pom Klementieff) auf die Erde reisen, um Peter ein besonderes Geschenk zu besorgen: Seinen Jugendhelden Kevin Bacon. Bei der Entführung für einen guten Zweck müssen sich die beiden Aliens nicht mit Weihnachtsbräuchen, sondern auch mit Weihnachtsdeko auseinandersetzen.
Es gibt natürlich noch mehr Actionreißer mit Weihnachtsthematik: In “Turbulence“ bricht ein Verbrecher am Heiligabend aus, als er via Flugzeug transportiert wird. Eine Stewardess wird zum Objekt seiner Begierde und darf im weihnachtsdekorierten Flieger gegen den Killer kämpfen. Gary Daniels hingegen spielt den Helden von “Riot“ a.k.a. “Night of Terror“, der an Weihnachten in einem von Gangs überrannten Viertel nach einer entführten Botschaftertochter sucht. Auf RTL 2 lief der Film auch unter dem Alternativtitel “Lethal Christmas – Feuer in den Straßen“.
Auch Netflix wollte anno 2024 in das Geschäft mit den weihnachtlichen Actionthrillern einsteigen, mit “Carry-On“ von Jaume Collet-Serra, der von vielen der hier genannten Film inspiriert wurde, vor allem von “Stirb langsam 2“. Protagonist Ethan Kopek (Taron Egerton) arbeitet für den Sicherheitsdienst am Flughafen und springt für einen Kollegen während der Feiertage ein, als Schurken ihn erpressen und dazu zwingen wollen ein bestimmtes Gepäckstück durchzulassen. Weihnachten ist hier eher der Plotmotor, der den Hochbetrieb am Airport erklären soll, aber einige saisonale Songs verweisen immer wieder Festtage. Darunter auch “Last Christmas“ von Wham!, der während des vielleicht ausgefeiltesten Set Pieces läuft.
In „Bodies at Rest“ besinnt sich Renny Harlin nach „Stirb langsam 2“ und „Tödliche Weihnachten“ mal wieder auf das Fest der Liebe und lässt einen Gerichtsmediziner auf drei fiese Lumpen prallen, die im Leichenschauhaus munter Jagd auf ihn machen. Und natürlich John Frankenheimers Actionthriller “Wild Christmas“ a.k.a. „Reindeer Games“, in dem eine Gruppe von Gangstern einen Casino-Überfall in Weihnachtsmannkostümen begeht.

In Invasion USA macht Chuck an Weihnachten das Terroristenpack platt. Copyright: Eurovideo
“Wild Christmas“ beginnt bereits mit den Bildern erschossener und verbrannter Weihnachtsmänner, um dann in einer großen Rückblende zu erklären, wer sie sind, warum sie so endeten und wer das Blutbad überlebt – und zeigt so natürlich der Festtagsidylle auf rabenschwarze Weise den Finger.
In der Actionkomödie “Mr. No Pain“ kreuzt eine Horde von Bankräubern in Santa-Claus-Kostümen für einen Heist an Heiligabend auf, bei dem sie die Freundin des Helden als Geisel nehmen. Der jagt ihnen in diesem sonst wenig weihnachtlichen Film hinterher, der im sonnigen San Diego spielt.
Einen wahren Weihnachtsrausch erlebt Dolph Lundgren in „Dark Angel„. In dem Actionspaß landet ein extraterrestrischer Drogendealer in New York und will uns Menschen unser Endorphin stehlen, das in den Weiten des Alls für Glückszustände sorgt. Weihnachtlicher Schmuck in den Straßen, brennende Tannenbäume, im Fernsehen laufende Weihnachtsfilme und das eine oder andere von Jan Hammer in den Soundtrack eingebundene Weihnachtslied sorgen für festliche Atmosphäre.
Doch auch andere Reißer haben Spaß mit Weihnachtsinsignien: In “Shadowchaser 2“ wird ebenfalls ein verkleideter Weihnachtsmann niedergeballert, als Terroristen die Feier stürmen, nach einem Autounfall bricht die Protagonistin von “Tödliche Weihnachten“ einem Rentier das Genick und John McClane schickt die Leiche eines Terroristen erst via Aufzug an seine Kumpane, nachdem er diesem “Now I have a machine gun. Ho-ho-ho“ mit Blut auf die Brust geschrieben hat.
Doch nicht nur am Kaputtmachen, sondern auch am Zweckentfremden von weihnachtlichen Gegenständen hat der Actionfilm Spaß: Eine Lichterkette wird einem Bad Guy in “Riot“ zum Verhängnis, Charlene in “Tödliche Weihnachten“ benutzt Weihnachtsdeko und die Wagen einer Weihnachtsparade im Kampf gegen üble Wichte. Und in der ebenfalls zur Weihnachtszeit spielenden Actiongroteske „Everly“ dienen weihnachtliche Geschenkpakete sogar zum Verstauen von Leichenteilen.
Auch in dem fürs Fernsehen gedrehten Katastrophen-Action-Mix “Der Poseidon Anschlag“, in dem Terroristen ein Schiff überfallen, muss ein Weihnachtsbaum als Kletterhilfe herhalten. Apropos Katastrophe: In „Christmas Twister“ gerät Casper Van Dien in stürmische Winde. Die wirbeln zwar leider keine Schneemänner umher, aber wir könnten wetten, in einer Szene auch mal herumfliegendes Lametta gesehen zu haben.
Wesentlich schlechter ergeht es der Weihnachtsdeko in “Getaway“ aus dem Jahre 2013: Rennwagenfahrer Brent Mantegna muss mit einem gepanzerten Auto Aufgaben erfüllen, damit Schurken seine Frau am Leben und später wieder frei lassen. Die erste davon besteht darin, einen Weihnachtsmarkt mit lauter Deko zu Klump zu fahren, denn genau zu diesem Festtag steigt die Aktion, an deren Ende “Jingle Bells“ ertönt.

In Tommy Wirkolas schwarzhumorigem „Violent Night“ gibt David Harbour als Weihnachtsmann Gangstern Saures
In verfremdeter Form, nämlich als Heavy-Metal-Variante, ertönen verschiedene Weihnachtslieder in “Kalifornia Nightmare“, in dem Ex-Marshal Jack Coleman in einer noch nicht bezogenen Wohnsiedlung mit einer Gruppe von Verbrechern fertig werden muss, die dort eingedrungen sind. Neben festlicher Deko, komplett mit Kunstschnee und Weihnachtskitsch aus Plastik, gibt es noch einen weiteren Weihnachtsbezug: Die Schutzräume der acht Villen sind mit Codewörtern gesichert, welche den Namen der Rentiere an Santa Claus‘ Schlitten entsprechen.
Ein echter Santa Claus wird im schwarzhumorigen “Violent Night“ zum Actionhelden. Der Weihnachtsmann gerät in eine Geiselnahme und beweist Badass-Motherfucker-Qualitäten, wenn er eine Horde von sehr unartigen Söldnern mit weihnachtlichen Codenamen, deren Chef sich Scrooge nennt, auf tödliche Weise bestraft. Die Weihnachtsklassiker und Ideengeber “Stirb langsam“ und “Kevin – Allein zu Haus“ werden explizit im Dialog erwähnt, Weihnachtsinsignien wie Lichterketten, Zuckerstangen und Geschenke in den Nahkampfszenen zweckentfremdet. Auch Santas Eigenarten, von der Nice/Naughty-Liste über den Besuch durch den Kamin bis zu den fliegenden Rentieren vor dem Schlitten, werden allesamt untergebracht und teilweise sogar actiontauglich eingebaut.

In „Red One“ suchen Dwayne ‚The Rock‘ Johnson, Chris Evans und Lucy Liu den entführten Weihnachtsmann
In “Red One“ wiederum gibt J.K. Simmons zwar die Muskelpumper-Variante von Santa Claus und muss ordentlich Kalorien zu sich nehmen, weil er durch die Schwerstarbeit an Weihnachten sehr viele verbrennt, für die Action ist aber primär Dwayne ‚The Rock‘ Johnson zuständig, weil Santa entführt wird. Im Gegensatz zu “Violent Night“ fällt “Red One“ merklich familientauglicher aus. Doch auch hier ist Weihnachten zentraler Bestandteil der Handlung, denn schließlich wollen die Schurken das Fest der Liebe zerstören und die Helden es mitsamt Weihnachtsmann retten. Am Nordpol fertigen Fabelwesen Geschenke, während Santa sein Hauptquartier inklusive Powerschlitten dort hat. Zu den wichtigsten Ausrüstungsgegenständen seiner Helferlein gehört ein Ring, mit dem man Dinge schrumpfen oder wachsen lassen kann, wodurch Spielzeuge auch schon mal zu Fahrzeugen oder Kampfausrüstung aufgeblasen werden können – wodurch der Film gleich noch mal Werbung für bestimmte Spielzeughersteller macht, was sicherlich beim Zusammenkratzen des stattlichen Budgets half.
Ein witziger weihnachtlicher Seitenhieb ist in dem Actionhammer „The Expendables“ zu beobachten. Da deutet die Bemalung der Nase des Flugzeugs der Actionhelden um Barney Ross an, dass man bei einer Tour auch mal den Weihnachtsmann abgeräumt hat. Kann ja mal passieren. Des Weiteren heißt Barneys Co-Pilot Christmas mit Nachnamen. Selbiger wird von Jason Statham gegeben, der in „Wild Card“ ein Weihnachten der besonderen Art in Las Vegas erleben darf.
Actionserien mit speziellen Episoden zur Weihnachtszeit

In „Fatman“ gibt Mel Gibson einen etwas anderen Weihnachtsmann. Copyright: Splendid Film
Bei TV-Serien sind spezielle Episoden zu Feiertagen wie Halloween, dem Valentinstag oder Weihnachten Gang und Gäbe, vor allem wenn sie eher episodenhaft erzählt sind, was man bei diversen Sitcoms oder Police Procedurals merkt, während sich Serien mit einer fortlaufenden Handlung meist schwerer tun saisonale Episoden einzubauen. Ein paar Actionserien, die Folgen mit weihnachtlichem Inhalt aufbieten können, gibt es auch. Eines der obskureren Exponate ist die Weihnachtsfolge “A Star to Guide Them“ (Season 3, Episode 9) in der von Sam Raimi produzierten Fantasy-Klopperserie “Hercules“, welche Bezüge auf die biblische Weihnachtsgeschichte enthält. Bei “Alias“ spielt die Folge “Spirit“ (Season 1, Episode 10) an Weihnachten. Auch Christopher Chance durfte in “Human Target” mal einen weihnachtlichen Fall bearbeiten: In “The Other Side of the Mall” (Season 2, Episode 6) muss er einen Klienten an Weihnachten beschützen, wobei auch die titelgebende Mall in Mitleidenschaft gezogen wird, während Teile des Teams ihre Weihnachtsabneigung äußern.
Gleich mehrere Weihnachtseinsätze hatte “Chuck“. In “Chuck Versus Santa Claus“ (Season 2, Episode 11) steht Weihnachten im Buy-More-Markt an, wodurch die Belegschaft im festlichen Aufzug durch die Gegend hüpft, als Terroristen den Laden stürmen und ausgeschaltet werden müssen. wobei Chuck und seine Kumpane nicht nur den geschmückten Markt in ihr Tun einbeziehen, sondern auch ihre Agentenidentität vor den Buy-More-Kollegen verbergen müssen.
In “Chuck Versus the Santa Suit“ (Season 5, Episode 7) gibt es für den mittlerweile freischaffenden Spion einen ganz besonderen Auftrag: Er muss eine CIA-Basis infiltrieren und nutzt die Weihnachtsfeier dafür, was bedeutet, dass er zusammen mit General Beckman dorthin geht und ein Santa-Kostüm dabei anzieht. Und wie es bei Weihnachtsfeiern so ist, passiert dort auch die eine oder andere Sache, über die man später lieber Stillschweigen bewahren möchte. Außerdem bedroht ein Computervirus das Weihnachtsgeschäft im Buy More und Chucks Schwester Ellie schmiedet Weihnachtspläne, die natürlich mal wieder durch Chucks Tun in Gefahr sind.

Die gerne gerne mal splatternde Serie „Happy!“ spielt in Season 1 komplett zur Weihnachtszeit. Copyright: SyFy
Wer nicht nur einzelne Weihnachtsfolgen, sondern eine ganze Staffel mit Weihnachtsaction sehen will, der muss zu der durchgeknallten Comicadaption „Happy!“ greifen. Schon die Prämisse hat es in sich: Dem abgewrackten Ex-Cop Nick Sax, der sich inzwischen als Hitman durchschlägt, erscheint Happy, der imaginäre Freund seiner Tochter Hailey, von deren Existenz Nick bisher nichts wusste. Da das Mädchen entführt wurde, müssen sich der versoffene Ex-Bulle und das kunterbunte, fliegende Einhorn zusammenraufen. Die abgedrehte Serie fährt schrille Charaktere, tiefschwarzen Humor und derbe Kampfszenen auf. Und die erste Season spielt komplett zur Weihnachtszeit.
Doch Nick zerlegt seine Gegner nicht nur vor festtaglicher Kulisse, einer der Schurken hat klaren Weihnachtsbezug. Der Very Bad Santa, ein monströser, andauernd Süßigkeiten futternder Gegenentwurf zum Weihnachtsmann in entsprechendem Kostüm, der Kinder lieber entführt als ihnen Geschenke zu bringen. Wenn man bedenkt, dass ein Spitzname für Santa Clause „Saint Nick“ lautet, bekommt das Duell zwischen Held Nick und Very Bad Santa sogar eine weihnachtliche Meta-Note.
Wer also keine Lust auf harmlose Späßchen und familiäre Idylle zum Fest hat, der findet auch in seiner Actionsammlung mehr als nur einen Weihnachtskracher. Und damit euch allen und uns ein Rohes Fest – Hohoho!
Actionfilme im Free TV an Weihnachten
Wir haben für euch zusammengetragen, was an Weihnachten an Actionfilmen und an Filmen mit Actionstars im Free-TV läuft. Manches davon dürfte dank dem deutschen Jugendschutz nicht ungeschnitten laufen, als Kontrastprogramm zu „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ in der öffentlich rechtlichen Dauerschleife des Weihnachtsgrauens taugen die Filme aber alle mal.
Actionfilme am 24.12.2025
- Bud Spencer und Terrence Hill Filme von 05:50 bis 18:20 auf Kabel Eins
- Die Croods mit Nicolas Cage als Sprecher um 14:00 Uhr auf Sat1
- Last Christmas mit Michelle Yeoh um 14:55 auf RTL
- San Andreas mit The Rock um 18:20 Uhr auf Kabel Eins
- Bud Spencer und Terrence Hill Filme ab 20:15 bis 00:50 auf Kabel Eins
- Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs um 20:15 Uhr auf Pro7
- Stirb Langsam mit Bruce Willis um 20:15 Uhr (und sicherlich ungeschnitten um 03:00 Uhr) auf RTL II
- Blade mit Wesley Snipes um 22:55 Uhr auf RTL II
- The Professor and the Madman mit Mel Gibson um 23:30 Uhr auf One
- Violent Night um 00:00 Uhr auf Pro7
- Versprochen ist versprochen mitm Arnie um 00:15 Uhr auf Sat1
- Species I und II mit Natasha Henstridge und Michael Madsen ab 00:50 Uhr auf Kabel Eins
- Silent Night von John Woo um 01:15 Uhr auf RTL II
Actionfilme am 25.12.2025
- Bud Spencer und Terrence Hill Filme von 05:30 bis 15:15 auf Kabel Eins
- Last Christmas mit Michelle Yeoh um 07:15 Uhr auf RTL
- Versprochen ist versprochen mitm Arnie um 08:20 Uhr auf Sat 1
- Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs um 09:55 Uhr auf Pro7
- Bumblebee um 13:25 Uhr auf Pro7
- Zahnfee auf Bewährung mit The Rock um 14:30 Uhr auf Vox
- Transformers: Aufstieg der Bestien um 15:30 Uhr auf Pro7
- Red One: Alarmstufe Weihnachten mit The Rock um 17:50 Uhr auf Pro7
- Robin Hood – König der Diebe um 20:10 Uhr auf 3Sat
- Fast & Furious 10 um 20:15 Uhr auf Pro7
- Conan der Zerstörer mitm Arnie um 20:15 Uhr auf Tele 5
- The Professor and the Madman mit Mel Gibson um 20:15 Uhr auf One
- Stirb Langsam II mit Bruce Willis um 20:15 Uhr (Wiederholung um 02:35Uhr) auf RTLII
- Spiel mir das Lied vom Tod mit Charles Bronson um 21:45 Uhr auf HR/Hessen
- Escape Plan 3 mit Sly und Daniel Bernhardt um 22:50 Uhr auf Tele 5
- Blade II mit Wesley Snipes um 22:35 Uhr auf RTL II
- Die Geister, die ich rief von Richard Donner um 22:40 auf Sat1
- The Expendables II um 22:50 Uhr auf Vox
- Road House (Remake) um 22:50 Uhr auf Pro7
- Auf der Flucht um 00:00 Uhr auf RTL
- Highlander mit Christopher Lambert um 00:15 Uhr auf NDR
- Planet der Affen: Revolution um 00:30 Uhr auf Sat1
- Das Ende – Assault on Precinct 13 um 00:50 Uhr auf RTL II
- Need for Speed um 01:00 Uhr auf Pro7
- Momentum mit Olga Kurylenko um 02:15 Uhr auf RTL
- Jerry Maguire mit Tom Cruise um 02:35 Uhr auf Kabel Eins
- The Gunman um 02:45 Uhr auf Sat1
- Blade of the 47 Ronin mit Mark Dacascos um 03:15 Uhr auf Pro7
Actionfilme am 26.12.2025
- Wenn man vom Teufel spricht mit Bud Spencer um 04:50 auf Kabel Eins
- To the Wonder mit Olga Kurylenko um 05:10 Uhr auf WDR
- Indiana Jones (Vom „Jäger des verlorenen Schatzes“ bis „Rad des Schicksals“) ab 11:20 Uhr auf Pro7
- Die Geister, die ich rief von Richard Donner um 15:35 auf Sat1
- Robin Hood – König der Diebe um 16:30 Uhr auf 3Sat
- Besser geht’s nicht mit Keanu Reeves um 20:15 Uhr auf ZDF NEO
- Bud Spencer und Terence Hill Filme ab 20:15 bis 03:35 Uhr auf Kabel Eins
- Red One: Alarmstufe Weihnachten mit The Rock um 22:00 Uhr auf Sat1
- Alien Rubicon mit Michael Paré um 22:00 auf Tele 5
- Midway von Roland Emmerich um 23:25 Uhr auf Pro7
- Highlander mit Christopher Lambert um 23:35 Uhr auf HR / Hessen
- Tage des Donners mit Tom Cruise und von Tony Scott um 23:45 Uhr auf ZDF NEO
- Conan der Zerstörer mitm Arnie um 23:50 Uhr auf Tele 5
- Auf der Jagd mit Wesley Snipes um 00:00 Uhr auf RTL
- Planet der Affen: Revolution um 00:25 Uhr auf Pro7
- Irgendwann in Mexico um 01:25 Uhr auf ZDF NEO
- Escape Plan 3 mitm Sly um 01:45 Uhr auf Tele 5
- Road House (Remake) um 01:55 Uhr auf Pro7
- Lord of War mit Nicolas Cage um 02:15 Uhr auf RTL
- Blade mit Wesley Snipes um 02:25 Uhr auf RTL II
- Priest um 03:00 Uhr auf ZDF NEO
© Nils Bothmann (McClane)





