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Blowback – Time for Payback

Originaltitel: Blowback__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 2022__Regie: Tibor Takács__Darsteller: Randy Couture, Cam Gigandet, Chris Maher, Louis Mandylor, Ryan M. Shaw, Rafael Cabrera, Ego Mikitas, Sabrina Cofield, Carlo Mendez, Texas Battle u.a.
Blowback – Time for Payback DVD Cover

In “Blowback – Time for Payback” geht ein Vater für seine Tochter aufs Ganze.

Das Leben von Nicks Tochter kann nur mittels einer experimentellen Behandlungsmethode gerettet werden. Doch diese ist teuer. Zu teuer für Nick. Aber Nick hat zuletzt bereits seine Ehefrau verloren und er denkt gar nicht daran, seine Tochter kampflos Gevatter Tod zu überlassen. Also fädelt er einen Banküberfall ein. Um diesen durchziehen zu können, benötigt er die Hilfe des zwielichtigen Jack.

Jack willigt in den Bruch ein und stellt Nick ordentlich Manpower zu Seite. Der Banküberfall läuft dann auch wie am Schnürchen. Trotzdem landet Nick im Krankenhaus. Denn Jacks Crew übertölpelt ihn und pumpt ihn voll mit Blei. Als er in dem Krankenhaus wieder zu sich kommt, ist sofort klar: Er wird Jack und seine Henchmen zur Rechenschaft ziehen.

Dazu sichert er sich die Dienste des Mannes, den der Banküberfall am heftigsten getroffen hat. In einem Schließfach befand sich nämlich ein Koffer mit allen Grundlagen für eine neue Crypto-Währung. Nick versichert, den unendlichen Reichtum versprechenden Koffer wieder zu beschaffen – nebenbei will er seinen Rachegelüsten frönen.

Actionthriller mit Randy Couture

„Blowback – Time for Payback“ ist nach 30 Minuten Laufzeit komplett auserzählt. In den folgenden 60 Minuten gibt es keinerlei spannende Entwicklungen, keinerlei Überraschungen, keinerlei Gerüttel am Status Quo. Dass das für einen B-Actioner locker ausreichen kann, haben zig Filme bereits bewiesen. „Blowback – Time for Payback“ ist keiner dieser Filme. Er ist vielmehr ein stinklangweiliger Actionthriller-Wannabe, dem Kurzweiligkeit und ein ordentliches Unterhaltungspotential vollkommen abgehen.

Denn die vier!!! Drebuchautoren des Streifens liefern einfach nicht ab. Weder lassen sie den blassbackigen Nick von der Kette noch dürfen seine weitgehend nichtssagenden Antipoden richtig aufdrehen. Und weil zwei nicht funktionierende Parteien nicht reichen, wirft das Drehbuch einfach noch eine dritte in die Runde. Diese rekrutiert sich aus Cops, die den gesamten Film über weniger wissen als der Zuschauer und so nichts, aber auch gar nichts zur Spannung beitragen.

Wäre alles nicht gar so schlimm, wenn der versierte Tibor Takacs („Sabotage“) das machen dürfte, was er am besten kann: Action! Aber er darf nur im Showdown hinlangen und selbst da glänzt nichts von dem durch, was der B-Fachmann auf dem Kasten hat. Undynamisch wird ein wenig in der Gegend herumgeballert und die Gegner gehen mit CGI-Blutflecken zu Boden. Im Vorfeld wird das eine oder andere mal kurz geballert und gefoltert, aber zu sehen gibt es hier ebenfalls nichts Besonders. Was für eine Verschwendung.

Keine Story, keine geile Action, kann Takacs mit irgendetwas anderem von diesen Problemherden ablenken? Nope. Zumindest inszeniert er technisch ansprechend und liefert ordentliche Bilder – in denen halt nur nichts passiert. Zumindest sein Soundtrack-Maestro Corey Allen Jackson hatte das Ziel, einen Actionfilm zu bebildern. Infolgedessen gibt es ein paar wummernde Themen auf die Ohren. Nur die bildhafte Entsprechung fehlt.

Darstellerisch macht Cam Gigandet („In the Blood“) eigentlich einen sympathischen Eindruck, seine Figur ist nur leider keinen Pfifferling wert und hat nichts zu sagen. Dasselbe gilt für Randy Couture („The Expendables“) als Lump, der zumindest physisch wirken darf, ansonsten aber mehrfach die Frage aufkommen lässt, was ihn nun eigentlich zum Lump macht, so gelangweilt wie er durch die Kulissen stapft. In den Nebenrollen wird ähnlich „gut“ gespielt – wobei ehrlicherweise erwähnt werden muss, dass das Drehbuch auch den restlichen Cast komplett alleine lässt. Louis Mandylor („Pay Day“), der „Blowback – Time for Payback“ auch produzierte, hat sich als ermittelnder Cop ebenfalls keine sonderlich gute Rolle gesichert.

„Blowback – Time for Payback“ sollte eher „Time for Boredom“ heißen

Prinzipiell stehen nach den ersten 30 Minuten von „Blowback – Time for Payback“ die Zeichen gut für einen unterhaltsamen, harten, kleinen Thriller. Die bis hierhin generische, aber die Standards solide bedienende Story wirkt bereit zum Durchstarten. Doch es passiert… nichts. Der Film steht fortan nur noch auf der Bremse. Langweilt mit belanglosen, inhaltsleeren Dauerdialogen und öden Figuren. Zudem hat er keine Idee, wie er Spannung entwickeln soll und wirft dem Actionregisseur Tibor Takacs in einer Tour Knüppel zwischen die Beine. Das Ergebnis ist unerquicklich langweilig und quält sich höhepunktlos zu seinem lahmen Finish.

2 von 10

Der Trailer zu “Blowback”

Die deutsche DVD / Blu-ray erschien am 30. September 2022 von Dolphin Medien. Ungeschnitten mit einer FSK 16 Freigabe und ohne Extras zum Film. Der Film kann auch als VoD genossen werden.

In diesem Sinne:
freeman

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Copyright aller Filmbilder/Label: Dolphin Medien__Freigabe: FSK 16__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Ja/Ja

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