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Corrective Measures (Videokritik)

Originaltitel: Corrective Measures__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 2022__Regie: Sean Patrick O’Reilly__Darsteller: Bruce Willis, Michael Rooker, Dan Payne, Brennan Mejia, Tom Cavanagh, Kevin Zegers, Hayley Sales, Celia Aloma, Kat Ruston, Matthew Kevin Anderson u.a.

Videokritik: „Corrective Measures“ mit Bruce Willis und Michael Rooker

Wir haben die Comicverfilmung „Corrective Measures“ sowie den Actionthriller „Fortress: Sniper’s Eye“ für euch in einem Video besprochen. Obendrein schimpfen wir auf einen Mediabook-Anbieter.

Ein Superknast voller Superschurken

Corrective Measures Comicverfilmung mit Bruce Willis und Michael Rooker

“Corrective Measures” mit Bruce Willis basiert auf einer Graphic Novel.

Irgendwann in der Zukunft wird unsere Welt von einem Ereignis namens The Pulse vollkommen auf den Kopf stellt. Milliarden Menschen sterben an der Strahlung, die durch The Pulse freigesetzt wird. Während sich der große Rest der Überlebenden mit einem neuen postapokalyptischen Leben arrangieren muss, mutieren andere lustig vor sich hin und bekommen Superkräfte.

Manche entwickeln rein mentale Kräfte, andere physische und eine dritte Gruppe mutiert zu etwas vollkommen Anderem. Darunter Mensch-Tier-Hybride, Cyborgs und absurde, unbestimmbare Ausformungen irgendwo zwischen Mensch und Nicht-Definierbarem. Wie das bei uns Menschen so ist, nutzen die Mutanten ihre Kräfte nicht nur für das Gute.

Dementsprechend ist es natürlich notwendig, Gefängnisse zu errichten, die auf die mutierten Halunken zugeschnitten sind. Wie San Tiburon, ein Knast, an dem alles geheim ist, sogar sein Standort. In dieses Gefängnis für Superbösewichte werden die beiden Mutanten Payback und Diego eingeliefert. Von Payback wissen wir dank des Prologes, dass er seine Schmerzunempfindlichkeit und körperliche Power ausnutzte, um seine gemeuchelte Familie zu rächen.

Von Diego wissen wir so gut wie gar nichts, außer dass er mental begabt ist und zur wichtigen Spielfigur für die weiteren Ereignisse in dem Knast wird. Denn der steht vor gravierenden Veränderungen. Der abgefuckte Chef Devlin wird bald die Segel streichen. Unter seinen Arbeitnehmern hat der Kampf um die Nachfolge längst begonnen. Um es sich in der Rente gutgehen lassen zu können, heckt Devlin einen Plan aus, für den er die Hilfe von „The Lobe“ benötigt, gemeinhin der gefährlichste aller Mutanten, der in San Tiburon einsitzt.

Dessen Kräfte – und die aller anderen Mutanten in dem Knast – hält Devlin mit sogenannten Nullern unter Kontrolle. Gerätschaften, die im Zusammenwirken mit bestimmten Nahrungsmitteln und der im Knast zirkulierenden Luft die Fähigkeiten der Mutanten vollkommen neutralisieren. Doch was würde passieren, würden all diese Neutralisierungsmaßnahmen nicht mehr funktionieren? Wie wäre ein „The Lobe“ aufzuhalten?

Schaut in die Graphic-Novel-Verfilmung mit Bruce Willis hinein

Unterfinanziert, aber okay: „Corrective Measures“

Was am Ende bleibt, ist eine unterfinanzierte B-Comic-Verfilmung mit X-Men-Vibes, die weitaus unterhaltsamer geraten ist, als man das vermutlich gedacht hätte. Der Superknast für Superlumpen funktioniert, die Darsteller (Michael Rooker!, Dan Payne!!, Tom Cavanagh!!!) sind durchaus mit Spaß bei der Sache und auch wenn die Story und das Storytelling gewaltige Macken haben, wird es bis zum hübschen Showdown nicht langweilig. Der Showdown selber lässt aber leider auch einige Körner auf der Strecke liegen.

Im aktuellen Oeuvre von Bruce Willis („A Day to Die“) ist die Verfilmung einer Graphic Novel von Grant Chastain und Fran Moyano eine willkommene Abwechslung zu den zig Actionthrillern für Emmet, Furla und Oasis und zu den größtenteils viel zu geerdeten Science-Fiction-Filmen von 308 Ent. Willis selber spielt zudem durchaus brauchbar, auch wenn die Anlage seines Charakters leider hundertprozentig dem aktuellen Schema seiner letzten Rollen entspricht. Sprich, er hockt meist irgendwo rum und labert eine Menge daher.

Weshalb „Corrective Measures“ entgegen dem Eindruck vom britischen Cover erneut kein echter Bruce-Willis-Film ist. Aber unter all den aktuellen „Bruce Willis ist irgendwie auch dabei“-Filmen ist „Corrective Measures“ mit seinem gewollten Einschlag in Richtung abgefahrener Trash und seinem leicht aus der Zeit gefallen wirkenden Grundton einer der kurzweiligeren Vertreter.

5 von 10

Über eine deutsche Veröffentlichung ist noch nichts verlautbart wurden. Das Review basiert auf der britischen DVD von dem Label Dazzler. Der Streifen ist hier ab 15 freigegeben und kommt ohne jedwede Extras.

In diesem Sinne:
freeman

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Copyright aller Filmbilder/Label: DAZZLER__Freigabe: ab 15__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Nein/Ja

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