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Crossing Point

Originaltitel: Crossing Point__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 2016__Regie: Daniel Zirilli__Darsteller: Shawn Lock, Paulina Gaitan, Tom Sizemore, Jacob Vargas, María Gabriela de Faría, Rudy Youngblood, Luke Goss, Burton Perez, Damon Whitaker, Amador Granados u.a.
Crossing Point mit Luke Goss DVD Cover

Luke Goss und Tom Sizemore geben sich in “Crossing Point” die Ehre.

Michael macht mit Freunden und seiner großen Liebe Olivia Urlaub in Mexiko. Hier wollen sie die Seele baumeln lassen, Surfen und die Bars unsicher machen. Die jungen Leute genießen ihr Glück in vollen Zügen, als Olivia urplötzlich verschwindet. Einen Anruf von Olivias Entführern später weiß Michael, dass sich seine Olivia in den Händen fieser Lumpen befindet. Und nur er könne ihr das Leben retten.

Dazu müsse er „nur“ ein Päckchen Drogen über die Grenze nach San Diego bringen. Habe er das erledigt, werde Olivia wieder freigelassen. Allerdings dürfe er natürlich weder seine Freunde noch die Polizei irgendwie in Kenntnis setzen. Sofort hetzt Michael los. Zwar wird ihm wenig später sein Rucksack gestohlen, doch er kann die Diebin stellen und rettet ihr sogar das Leben. Deren Cousin nimmt sich nun des jungen Amerikaners an. Er offeriert ihm eine Möglichkeit, mittels Schleuser in die USA zu gelangen.

Denn mit einem Paket Drogen im Rucksack ist der gewohnte Grenzübergang mehr als nur gefährlich. Doch der empfohlene Schleuser entpuppt sich als windiger Betrüger. Zwar gelangt Michael zurück in die USA, aber die Drogen wurden gegen minderwertigen Stoff ausgetauscht. Nun ist guter Rat teuer…

Schaut in “Crossing Point” mit Luke Goss hinein

„Crossing Point“ vom „The Asian Connection“-Regisseur Daniel Zirilli hat zwei große Pluspunkte. Die dünne Story ist keiner davon. ABER der Regisseur verpasst dieser Ruine einer Story mit einem wahrhaft ordentlichen Tempo immer mal wieder ordentliche Adrenalinstöße, die das Interesse am Film oben halten und kaum Langeweile aufkommen lassen. Zwar muss sich „Crossing Point“ diverser 0815 Drehbuchklischees bedienen, um das Tempo so hoch zu halten, aber es funktioniert.

Der zweite große Pluspunkt: Hauptdarsteller Shawn Lock, der mit „Crossing Point“ sein Debüt als Autor, Produzent und Hauptdarsteller hinlegt, entwirft mit Michael einen kreuzsympathischen Charakter, mit dem man auf seiner Tour de Force durch Mexiko nur zu gerne mitfiebert. In Verbindung mit dem hohen Tempo kommt so sogar durchaus eine vernünftige Spannungskurve heraus.

Der Rest von „Crossing Point“ ist dann Durchschnitt pur. Die Optik ist erwartungsgemäß in Sepiafarben gehalten. Wie alle billigeren Filme mit lateinamerikanischen Handlungsort. Zwar müht sich Zirilli um einen dynamischen Look, aber die nervöse Handkamera und die Drohnen-Kameraflüge kennt man hinreichend aus anderen Produktionen. Der langweilige Score trägt ebenfalls nicht sonderlich zur Atmosphäre bei. Da war mehr drin. Und in der wenigen Action wird Zirilli deutlich zu hektisch. CGI-Mündungsfeuer und -Trefferwirkungen machen ebenfalls keinen wertigen Eindruck.

Vielleicht hätte man das Geld für manche Nebenrolle lieber für die Optik und aufwändigere Action aufsparen sollen? Denn außer fürs beliebte Name-Dropping taugen die „Stars“ in ihren Nebenrollen nichts. Tom Sizemore („Das Relikt“) ist als Schleuser vollkommen egal und macht auch gar keine Anstalten, sich beim Spielen erwischen zu lassen. Und Luke Goss („Your Move“) ist kaum länger als fünf Minuten im Film zu sehen und kann als amerikanischer Drogencop keinerlei Akzente setzen.

Einen soliden Job als mexikanischer Bulle macht Jacob Vargas („Beyond Skyline“), während María Gabriela de Faría als Olivia eine echte Wohltat fürs männliche Auge darstellt. Auch wenn die Entwicklungen um ihre Figur mehr als erwartbar ausfallen.

“Crossing Point” mit Luke Goss ist fürs einmalige Anschauen durchaus geeignet

Was am Ende bleibt, ist ein Actionthriller, der beständig in Bewegung ist und keinerlei Leerlauf aufkommen lässt. Gleichzeitig fehlt es „Crossing Point“ allerdings rundweg an aufwändigen und memorablen Szenen, um wirklich so etwas wie Relevanz zu entwickeln. Vor allem kommt viel zu selten Action abseits des zunehmend repetitiver werdenden Gerennes und Geflüchtes auf.

Im Ergebnis ist „Crossing Point“ solide Kost und für einen verregneten Nachmittag durchaus zu empfehlen, der Nährwert fällt allerdings deutlich zu gering aus, um dem Film jemals einen zweiten Turn zu gewähren. Zumindest müht sich der Hauptdarsteller, passt die grundlegende Spannung und hat man schon weitaus schlimmere Low-Budget-Produktionen mit lateinamerikanischen Bezug zu sehen bekommen.

4 von 10

In Deutschland gibt es mal wieder keinerlei Datenträger zum Film. Zumindest Streaming-Dienste wie Amazon Prime haben ihn aber im Sortiment und im TV lief er inzwischen auch schon. In Sachen DVD oder Blu-ray muss man gen USA blicken, wo der kaum brutale Film von dem Label Xlrator mit der Freigabe „Not Rated“ angeboten wird.

In diesem Sinne:
freeman

Was meint ihr zu dem Film?
Zur Filmdiskussion bei Liquid-Love

Copyright aller Filmbilder/Label der US-VÖ: Xlrator__Freigabe: Not Rated__Geschnitten: Nein__ Blu-ray/DVD: Ja/Ja

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