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Cyber Tracker 2

Originaltitel: Cyber Tracker 2__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 1995__Regie: Richard Pepin__Darsteller: Don ‘The Dragon’ Wilson, Stacie Foster, Tony Burton, Jim Maniaci, Anthony DeLongis, John Kassir, Stephen Rowe, Steve Burton, Stephen Quadros, Christopher Boyer u.a.
Cyber Tracker 2 mit Don Wilson

Don Wilson ballert sich durch “Cyber Tracker 2”.

Ein Jahr nach dem halbwegs gelungenen Vorgänger trommelten die Produzenten von Teil I erneut alle Mann zusammen, um dem „Cyber Tracker“ eine Fortsetzung zu bescheren. Eric Phillips arbeitet nach den Ereignissen in Teil I immer noch als Secret Service Agent. Mittlerweile hat er sich mit den Coretrackern arrangiert und sieht sie als sinnvolle Ergänzung im Kampf gegen die Kriminalität. Eric selber hat inzwischen eine kleine Familie gegründet und sich und seiner Frau ein nettes kleines Heim geschaffen. Eines Tages wird Eric live vorm TV Zeuge, wie seine Frau, die eigentlich als Reporterin arbeitet, einen Gouverneur vor laufender Kamera erschießt!

Eric ist sich allerdings sofort sicher, dass diese Frau nicht wirklich seine Frau war, sondern vermutlich ein Cyborg. Doch der neue Gouverneur lässt umgehend einen Tracker auf Erics Frau ansetzen. Höchste Eisenbahn also, dass Eric seine Frau findet, die Verantwortlichen hinter dem Attentat zur Rechenschaft zieht UND verhindert, dass der Tracker seine Frau vor ihm findet. Dass sich der Tracker auch noch als ein unkaputtbares Ebenbild von Eric erweist und ein Massaker bei der örtlichen Polizei anrichtet, trägt freilich wenig zur Entspannung bei.

Schaut in den Actioner mit Don Wilson hinein

Wie die I findet „Cyber Tracker 2“ schnell einen Weg, eine kleine Lawine an Ereignissen loszutreten, die dann die Grundlage bilden für die Aneinanderreihung mehr oder weniger gelungener Actionszenen. Dabei spult der Film sein Programm schnell und solide ab und lässt eigentlich keine Langeweile aufkommen. Dass dabei charakterintensive Momente ebenso wenig eine Rolle spielen wie Dialoge von Shakespeare-Format versteht sich eigentlich von selbst.

Rocken soll das Ding, und das tut es zumindest bedingt. Wie in Teil I gibt es dicke, brachiale Explosionen, blutige Shootouts und einiges an erneut recht solide inszenierter Wilson-Kickertechnik. Insbesondere bei den aufwändigeren Autostuntorgien hat man sich bei PM-Entertainment erneut nicht lumpen lassen und präsentiert einiges an hochfliegenden und sich überschlagenden Karossen.

Leider macht der Film den Fehler, einige der blutigeren Shootouts aus dem Vorgänger in Form von Stock Footage erneut in den Film einzubinden. Was sofort ins Auge fällt, zumal das Filmmaterial durchgehend dunkler erscheint. Obendrein wirkt eine Modellexplosion sehr unbeholfen bis trashig. Das hätte es wahrlich nicht gebraucht, denn die ansonsten selbst gemachte Action macht ordentlich Spaß, ist sehr angenehm über den Film verteilt und auch von der Menge her dem Vorgänger deutlich überlegen.

Schlimme Frise – In “Cyber Tracker 2” ist häufiger Bad Hair Day

Schauspielerisch hat sich im Vergleich zur Eins nichts geändert. Also abgesehen davon, dass Don ‘the Dragon’ Wilson („Lion Strike“) jetzt wieder einen toten Hund auf dem Kopf spazieren trägt. Ich glaube, der natürliche Feind des Don Wilson, ist in erster Linie die Zunft der Friseure. Anders sind seine Haarteile in seinen Filmen wahrlich nicht zu erklären. Was gefällt, ist, dass alle wichtigen Personen, die „Cyber Tracker“ überlebt haben, auch in „Cyber Tracker 2“ dabei sind und eine schnelle Orientierung ermöglichen. Dazugelernt haben aber auch sie in dem verstrichenen Jahr nichts.

Auch optisch hat sich im Vergleich nicht viel getan. Regisseur Richard Pepin („Hologram Man“) agiert erneut vor allem bei den Actionszenen sehr souverän und holt dank netter Perspektiven-Wahl das Maximum aus dem sicher nicht allzu großen Budget heraus.

Die Verortung des Filmes in der Zukunft klappt diesmal etwas besser als noch im Vorgänger. So tragen die Cops mittlerweile futuristisch anmutende Rüstungen und Helme, wird ab und an mit Laserwaffen geschossen, gibt es Virtual-Reality-Spielereien und wird auch der Coretracker deutlicher an Robocop angelehnt und obendrein mit einer Minigun statt einem Arm versehen. Auch das aus Teil I bekannte Computersystem Agnes hat nun ein Hologrammgesicht erhalten.

“Cyber Tracker 2” ist seinem Vorgänger leicht überlegen

Wie Teil I präsentiert sich „Cyber Tracker 2“ als sehr solide inszenierte, actionreiche und schnelle B-Filmkost, wie man sie wohl in dieser Form von einem Don-Wilson-Film eher weniger erwartet hätte.

06

Die beiden Streifen kommen in einem netten Digi und uncut von der Firma Starlight Films. Garniert mit wenigen Extras präsentieren sich die Filme qualitativ eher schwach auf den beiden DVDs. Soundtechnisch fehlt beispielsweise einiges an Präzision und Druck. Optisch scheint man fast beständig durch eine Art Milchglas zu schauen. Dadurch wirkt alles sehr flächig und kontrastarm. Obendrein übersteuern ab und an insbesondere Hauttöne enorm.

In diesem Sinne:
freeman

Was meint ihr zu dem Film?
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Copyright aller Filmbilder/Label: Starlight Film__Freigabe: FSK 18__Geschnitten: Nein__ Blu-ray/DVD: Nein/Ja

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