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Jason Statham

Es dauerte ziemlich lange, bis Jason Statham zum Film fand. Zum Glück für uns alle, hat er es dennoch irgendwann geschafft und erfreut uns nun als wahrer Charmebolzen und „Last Man Standing“ des Actiongenres in diversen adrenalingetränkten Gassenhauern wie „The Transporter“ oder „Crank“.

Jason Statham

Jason Statham als Lee Christmas in “Expendables 2“. © Splendid Film

Dabei sah es lange Zeit gar nicht danach aus, als sollte es jemals so weit kommen, denn der am 12. September 1967 in Shirebrook, ein Ort in der englischen Grafschaft Derbyshire, geborene Jason strebte in erster Linie eine reine Sportlerkarriere an. Der zweite Sohn eines Sängers und einer Tänzerin war Mitglied der englischen Turmspringer Nationalmannschaft und belegte bei den Weltmeisterschaften 1992 Rang 12! Zehn Jahre lang blieb er Mitglied der englischen Mannschaft und baute sich nebenbei ein weiteres Standbein als Model für diverse Werbekampagnen auf. In diesem Zeitraum aufkommende Phasen finanzieller Engpässe überbrückte er im übrigen mit Schwarzmarkthandel! Dennoch ebnete ihm vor allem seine Modelkarriere wichtige Wege in Richtung Schauspiel, denn seine erste Rolle in Guy Ritchies „Bube Dame König Gras“ (1998) verdankte er einer französischen Kleidungseinzelhandelsfirma namens „French Connection“, für die Jason eine Weile als Model gearbeitet hatte und die nun Guy Ritchies Gangsterstreifen zu weiten Teilen produzierte.

Laut Stathams Aussage suchte Guy Ritchie für seinen Film einen Typ, der “alten Damen gefälschte Cartier-Uhren andrehen kann. Und das hatte ich in der Londoner Argyle Street ja zur Genüge getan.” (Cinema 10/06) Statham und Ritchie hatten sich gesucht und dank der „French Connection“ gefunden. Jasons Filmdebüt mauserte sich zu einem Kulthit und fand in „Snatch“ (2000) seine locker lässige Quasi – Fortsetzung, die Jason Statham auf die Liste anderer Produzenten und Regisseure katapultierte. So folgten Filme wie John Carpenters Trashspektakel „Ghosts of Mars“ (2001), das Jet Li Vehikel „The One“ (2001) und der Knastsportfilm „Mean Machine“ (2001), die allesamt keine wirklichen Highlights in Stathams Filmographie darstellen, aber belegen, wie kontinuierlich und ausdauernd sich der Brite nach oben arbeitete. Diese Geduld sollte sich auszahlen, wurde er doch 2002 für die Luc Besson Produktion „The Transporter“ engagiert und begründete hiermit seinen Status als obercooler, wortkarger, lässiger und charmanter Actionheld, dem – dank unzweifelhaft vorhandener und sportgestählter körperlicher Vorzüge – die Frauen zu Füßen liegen und den die Männer ob seiner coolen Art gerne zum besten Freund hätten. „The Transporter“ wurde zwar erst durch das DVD Geschäft zu einem Hit, dennoch war ein neuer Actionheldenprototyp geboren, der sich dann 2005 in der Fortsetzung zum „Transporter“ deutlich erfolgreicher bewähren sollte.

Jason Statham

Jason Statham als Bankräuber in “Bank Job“. © Studiocanal

Dazwischen lagen veritable Erfolge wie „The Italian Job“ (2003), für den er laut verschiedenen Gerüchten von Formel 1 Weltmeister Damon Hill im schnellen Dahinrasen unterrichtet wurde, ein Miniauftritt in dem Michael Mann Meisterwerk „Collateral“ (2004) und eine Bad Ass Rolle in dem Handy Thriller „Cellular“ (2004). Seinem „Transporter II: The Mission“ ließ er dann wieder eher ungewöhnlichere Filme folgen, die nicht auf sein Actionimage abgestellt waren und eben aufzeigen sollten, dass er mehr konnte, als nur cool Löcher in die Luft zu stieren. Darunter „Revolver“ (2005), ein weiteres Projekt mit seinem “Entdecker” und Kumpel Guy Ritchie, das allerdings in der Fachpresse für heilloses Entsetzen sorgte. Der hyperdynamische Streifen „Crank“ geriet 2006 stante pede zum Kult und zog 2009 mit „Crank 2 – High Voltage“ eine noch überdrehtere und hemmungslosere Fortsetzung nach sich, in der Statham zu einer Art menschlicher Comicfigur mutierte und wahrlich durch nichts kaputt zu kriegen war. Ja, und einem solchen Typen konnte auch der eher schwach gelaufene Uwe Boll Streifen „Schwerter des Königs“ (2007) nichts anhaben. Im gleichen Jahr traf er erneut auf Jet Li in „War“ und setzte sich ein Jahr später erneut hinter ein Lenkrad und gab ordentlich Gummi. Gemeint ist zum einen natürlich Teil 3 der Transporter-Reihe und zum anderen sein cooler Auftritt in „Death Race“.

2010 war Jason endgültig im Olymp der Actiontitanen angekommen, immerhin spielte er dank der zweiten Hauptrolle neben Sylvester Stallone im Konzert der alten Actionheroen ganz vorne mit: „The Expendables“. Auch in Teil zwei hatte er als Lee Christmas eine der wichtigeren Rolle inne und harmonierte erneut prächtig mit großen Namen wie Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone oder Jean Claude Van Damme. Zwischen diesen beiden Großereignissen festigte Statham seinen Ruf als harter Hund in „The Mechanic“, „Blitz“, „Killer Elite“ oder den wuchtig brachialen „Safe – Todsicher“.

Auch 2013 ist Jason fleißig. Neben dem inzwischen vierten Versuch, die Krimiromanikone „Parker“ fürs Kino lebendig werden zu lassen, hat er noch die Projekte „Homefront“, „Hummingbird“ und „Heat“ in der Pipeline.

Jason Statham

Als Mann der Tat in “The Mechanic”, Regie führte Stathams “Expendables 2” Regisseur Simon West. © Studiocanal

Statham lebt heute in Los Angeles und war zuletzt mit dem Busenwunder Kelly Brook liiert, die ihn allerdings für Billy Zane – ein anderer Anhänger der luftigeren Kopfhaarmode – sitzen ließ. Model Rosie Huntington-Whiteley wurde ab 2010 häufiger an Stathams Seite gesehen. Weitere Informationen sind relativ schwer aufzutreiben, denn Statham hat noch nie ein großes Gewese um sein Privatleben gemacht. Und so ist auch nicht viel über den privaten Jason Statham bekannt. Doch versuchen wir es zumindest einmal: Da ist zunächst seine große Liebe zum Sport. Neben seinen Turmspringer- fähigkeiten ist Jason ein versierter Martial Artist, der am liebsten all seine Stunts selbst ausführt. Neben diesen beiden Sportarten begeistert er sich auch für Trampolinspringen, Hochsprung, Turnen, Tennis und Squash. Abseits des Sportes interessiert ihn vor allem die Fotographie und er liebt es mit seinen Kumpels Vinnie Jones und Jason Flemyng um die Häuser zu ziehen …

Jason Stathams Filmografie

1998 Bube, Dame, König, grAS
2000 Snatch
Turn it up
2001 Ghosts of Mars
The One
Mean Machine
2002 The Transporter
Red Faction 2 (Stimme von “Shrike” im Videospiel)
2003 Italian Job
Call of Duty (Stimme von Sergeant Waters im Videospiel)
2004 Collateral
Final Call
2005 Transporter: The Mission
London – Liebe des Lebens
Revolver
Chaos
2006 Der rosarote Panther
Crank
Schwerter des Königs
2007 War
2008 Bank Job
Death Race
Transporter 3
2009 Crank 2 – High Voltage
2010 13
The Expendables
2011 The Mechanic
Gnomeo und Julia (Stimme von Tybalt)
Blitz
Killer Elite
2012 Safe – Todsicher
The Expendables 2
2013 Parker
Homefront
Redemption – Stunde der Vergeltung aka. Hummingbird
Fast & Furious 6
2014 The Expendables 3
Wild Card
2015 Fast & Furious 7
Spy
2016 Mechanic: Resurrection
2017 Fast & Furious 8
2018 Meg

Jason Statham im WWW

Jason Statham bei der Pressekonferenz zu “The Expendables 3”

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Categorised in: Actionhelden, Die Actionstars

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