Wir zelebrieren Actionfilme, die rocken!

John Wick

Originaltitel: John Wick__Herstellungsland: China, Kanada, USA__Erscheinungsjahr: 2014__Regie: David Leitch, Chad Stahelski__Darsteller: Keanu Reeves, Michael Nyqvist, Alfie Allen, Willem Dafoe, Dean Winters, Adrianne Palicki, Daniel Bernhardt, Bridget Moynahan, John Leguizamo, Ian McShane u.a.
John Wick

Keanu Reeves auf Rachefeldzug in dem großartigen Actioner “John Wick”

Entscheidungen haben immer Konsequenzen. Das muss auch Iosef Tarasov auf die ganz harte Tour lernen. Sein größter Fehler ist, dass er sich entscheidet, eine kurze verbale Zurechtweisung durch einen ihm unbekannten Mann nicht einfach hinzunehmen. Vielmehr beschließt er, in die Wohnung des Kerls einzusteigen, ihn halbtot zu schlagen, seinen Hund zu töten und ihm auch noch die edle Nobelkarosse zu klauen. Welchen Fehler er damit begangen hat, erfährt er von seinem Vater Viggo.

Dieser verdankt seinen Reichtum und seine Macht über die Unterwelt der Stadt den Diensten von genau dem Typ, den Iosef gerade auf die ganz harte Tour abgezockt hat. John Wick heiße der Kerl und er sei so ziemlich die skrupelloseste und effektivste Tötungsmaschine, die die Menschheit je erlebt habe. Eindringlich bereitet Viggo seinen Sohn darauf vor, dass dessen dumme Entscheidung tödliche Konsequenzen für ihn haben wird…

Spätestens in dieser Sequenz, in der Viggo seinem Sohn erklärt, wer dieser unscheinbare Typ namens John Wick wirklich ist, was parallel geschnitten wird zu John Wick, der mit einem Vorschlaghammer den Betonboden seines Kellers zertrümmert und eine riesige Kiste mit Schusswaffen freilegt, fühlt man sich von dem hier vorliegenden Film als Old School Actionfan so richtig verstanden. Eindringlich und mit coolem Score versehen wird die Figur des John Wick hier total überhöht. Bisher erlebten wir den Kerl nur beim Trauern um seine Frau, bei eintönigen, zur Gewohnheit verkommenen Handlungen in seinem Heim, beim Umgang mit seinem Hund und bei einem Selbstmordversuch. Doch nach dieser Szene wissen wir, dass dieser Kerl mit der ganzen messianischen Kraft eines Rachegottes über den schmächtigen Iosef kommen und ganz sicher auch dessen Vater nicht verschonen wird.

Und genauso soll es auch kommen…

Überraschungen in Sachen Handlung gibt es ebenso wenig wie störende Schnörkel. „John Wick“ ist auf das Wesentlichste eingedampftes Actionkino alter Schule, das in flottem Tempo seine Ausgangssituation etabliert und danach Keanu Reeves („47 Ronin“) in den Rachemodus schalten lässt. Die Motivlage ist dabei so simpel wie effizient. Natürlich klingt es etwas seltsam, dass ein Mann einen Rachefeldzug startet, weil sein Hund getötet und sein Auto gestohlen wurde. Doch für John Wick sind diese beiden Sachen lebensnotwendig. Denn vor allem der Hund erinnert ihn an seine geliebte Frau. Wegen ihr stieg er einst aus dem Killer-Business aus, für sie wurde er ein anderer und dank ihr entdeckte er, was wirklich wichtig ist im Leben. Doch das Leben nahm ihm seine Frau. Der Hund, das letzte Geschenk von seiner Frau, sollte ihm helfen, über diesen Verlust hinwegzukommen. Und vor allem sollte er ihm helfen, nicht wieder in alte Muster zu verfallen. Als ihm Iosef diese letzte Verbindung zu einem „normalen“ Leben wegnimmt, passiert, was passieren muss.

John Wick

John Wick kennt sich mit jeder Waffengattung aus.

John Wick wird entfesselt. Genau wie der bis dahin mit kalten Farben und konzentrierten Einstellungen arbeitende Film. Als John in seinem Haus von einem Killerkommando attackiert wird, dreht er richtig auf. In tänzerisch leicht wirkender Choreographie verteilt er knochentrockene Kopfschüsse, bricht Knochen und Genicke und lässt Blutschwälle im hohen Bogen durch seine Designerwohnung flatschen. Dabei beeindrucken vor allem Keanu Reeves’ Bewegungsabläufe, die an eine effizientere Form der Gunkata aus „Equilibrium“ erinnern. 12 blutig brutale Kills später erleben wir zum meines Erachtens ersten Mal in einem Actionfilm mit, wie das Haus des Helden nach einer solchen Frontalattacke von den Spuren des Fights bereinigt wird. Normalerweise explodieren die Häuser ja am Ende einer solchen Sequenz oder der Held kehrt einfach nie wieder dahin zurück. Nicht so in John Wick…

Hier greift ein Reinigungsteam zu Mopp und Folie und wischt mal ordentlich durch. Der Zuschauer dagegen wird bei dieser Szene durchaus hellhörig. Zu Recht, denn der Film spannt nun mehr und mehr eine Art Parallelwelt auf. Eine Welt, in der Superkiller nach festen Kodexen leben, die nicht sie selbst für sich entwickelt haben, sondern die ihnen von anderen Superkillern aufgedrückt werden und allgemeingültiger Standard zu sein scheinen. Obendrein ist dies eine Welt, in der Killer wie John Wick mit einer eigenständigen Währung (Goldmünzen!) zahlen und in Hotels einkehren, in denen ausnahmslos Killer leben und sich in Räumlichkeiten, die in Komplementärfarben erstrahlen, die Kante geben oder neue Aufträge an Land ziehen. Selbst Polizisten machen um diese Parallelwelt einen großen Bogen und gehen den Akteuren vollumfänglich aus dem Weg. Hier wird der allgemein recht düstere Ton von „John Wick“ immer mal wieder durchbrochen und weicht einem sehr trockenen, eigenwilligen Humor, ohne dass sich dieser penetrant in den Vordergrund spielen würde.

John Wick

Wenn du im Weg stehst, stirbst du!

In dieser „Parallelwelt“ finden dann Darsteller wie Willem Dafoe („Bad Country“), Adrianne Palicki („G.I. Joe – Die Abrechnung“), Ian McShane („Hercules“) oder Wrestler Kevin Nash in den Film und befeuern „John Wick“ mit kernigen und zupackenden neuen Charakteren. Der Film selber prischt derweil heftig voran und zündet in einer Großraumdisco seine nächste Actionszene. Selbst auf der vollbesetzten Tanzfläche nietet John zielgerichtet seine Gegner um und lässt das Blut nur so spritzen. Da ein übermächtiger Rachegott aber langweilig ist, wird hier auch erstmals ein härterer Brocken für John Wick installiert. Kirill ist sein Name. Und gespielt wird er von B-Action-Held Daniel Bernhardt („Perfect Target“). Der darf wie in seinem letzten A-Movie Auftritt („Parker“), dem Helden der Chose ganz schweres Kopfzerbrechen bereiten und in einem brachial brutalen Fight ordentlich austeilen.

Und das Beste: Man begegnet sich sogar wieder! Denn Daniel Bernhardt darf sich John Wick noch einmal in den Weg stellen. Der Fight fällt noch derber und brutaler aus und zeigt auch auf, dass Keanu Reeves noch nichts von seinen Actionman-Qualitäten verloren hat. Inszeniert wurde er im Übrigen von Chad Stahelski, der Reeves einst bei den Dreharbeiten zu „Matrix“ fit gemacht und ihn ab und an sogar gedoubelt hatte. Er wusste also nur zu gut, was er bei Reeves abrufen konnte. Stahelski selbst, der bisher eher als 2nd Unit Regisseur in Erscheinung getreten war, setzt den ganzen Film hinweg auf einen kalten Look. Nur im Hotel der Superkiller setzt er wie bereits erwähnt auf comichaftere, farblich überzogene Bilder. In der Action ist seine Kamera sehr agil. Dennoch schafft er es, dass man immer den Überblick behält. Die sorgsam arrangierten und top durchgestylten Actionszenen verleiten Stahelski auch zu schrägeren Perspektiven und einigen sehr sehr wuchtigen Momenten, in denen Autos in andere einschlagen, während der Held des Streifens keine zwei Zentimeter davon entfernt steht oder gar von den Karossen getroffen und umher geschleudert wird. Kurzum: Die Action ist schon sehr sehr physisch ausgefallen und atmet eine enorme Härte. Einzig einige CGI-Blutwolken passen nicht so richtig ins Bild, stören aber auch nicht sonderlich. Witzig sind dynamische Untertitel für alle russischsprachigen Abschnitte, in denen die Übersetzungen überall im Bild auftauchen, nur nicht an den gewohnten Stellen.

John Wick

John Wick mag es heiß…

Gegen Ende verliert „John Wick“ etwas an Wucht. Es ist einfach zu offensichtlich geworden, dass gerade die Tarasovs für Wick nichts anderes als Fallobst darstellen. Zudem bekommen sowohl Alfie Allen als Iosef als auch Michael Nyqvist („Atemlos“) nach ihren guten Auftritten zu Beginn kaum noch Möglichkeiten, ihre Figuren auszubauen oder bedrohlich zu machen. Und so bleiben auch in Richtung Showdown die Action und der agile Keanu Reeves die Goalgetter des Streifens. Wenn letzterer in seinem Auto hockend seine Gegner förmlich austänzelt und nebenbei blaue Bohnen verteilt, ist das ganz großes, gewitztes Actionkino, mit genau dem richtigen Auge für spektakuläre Gunplay Einlagen. Was allerdings ein wenig fehlt, sind größer skalierte Actionszenen. Im Sinne von aufwändigen Materialschlachten. Dass Reeves etwa ein Faible für Mustangs hat, ist schon aus früheren Filmen bekannt, warum man ihn in „John Wick“ allerdings nur in eine arg kurze, sehr unspektakuläre Autoverfolgungsjagd stürzt, bleibt bis zum Ende fraglich. Und auch die einzigen Explosionen im Film drehen sich „nur“ um stehende!!! Autos. Hier bleibt für Fortsetzungen definitiv noch Luft nach oben…

Und das selbige kommen, kann man angesichts des hier besprochenen Filmes nur hoffen. „John Wick“ ist herrlich old schoolig erzähltes, auf das Wesentlichste herunter gebrochenes Actionkino, das sich trotzdem einige schräge Einlagen traut, ohne seine Grundprämisse zu verraten. Das wird dargereicht in durchgestylten, kalten Bildern, unter denen ein treibender Soundtrack wummert, der zudem einige grandiose Songs (unter anderem von Marilyn Manson) aufbietet. Dazu gibt es grandios choreographierte, einerseits tänzerisch und anderseits knallig brutal anmutende Action, die ordentlich Druck unterm Pony hat und in deren Zentrum ein supercooler Held steht, der von einem souveränen Keanu Reeves eindrucksvoll mit Leben erfüllt wird. Kleinere Problemchen, etwa das CGI Blut und wenig prägnante Antipoden, stehen der Höchstwertung noch im Weg, davon abgesehen ist „John Wick“ einfach mal saucool rockendes, smartes Actionkino!

Studiocanal bringt den Film am 29. Januar 2015 in die deutschen Kinos.

In diesem Sinne:
freeman



John Wick

John Wick im Nahkampf

Keanu Reeves‘ Comeback war kein leichtes: „Man of Tai Chi“ lief nur in wenigen Kinos und wurde parallel als video on demand verramscht, „47 Ronin“ wurde gar zum großen Flop. Ausgerechnet der mit dem für Hollywoodverhältnisse schmalen Budget von 20 Millionen gedrehte Old-School-Reißer „John Wick“ sollte dann bei Kritik und Publikum ankommen.

Dabei wirken die ersten 10 Minuten des Regiedebüts der beiden Stuntleute Chad Stahelski („The Expendables“) und David Leitch („Hänsel & Gretel – Hexenjäger“) noch etwas unbeholfen. Inszeniert als großer Flashback des (möglicherweise sterbenden) John Wick (Keanu Reeves) blenden sie zurück und spulen kurz dessen Vorgeschichte ab: Gattin Helen (Bridget Moynahan) starb an einer schweren Krankheit und hinterließ ihm einen kleinen Hund, damit er nach ihrem Tod etwas zum Lieben hat – außer seinem Auto, einem Mustang. Mit ausgesprochen groben Pinselstrichen etablieren die Regisseure, warum diese Sachen für John so wichtig sind, ohne große Feinheiten, aber dafür auch mit enormem Tempo, womit sich „John Wick“ vom an sich ähnlichen „The Equalizer“ unterscheidet, dessen Exposition ausgesprochen ausführlich gestaltet wurde.

Denn auch John hat ein düsteres Geheimnis, welches der Film offenbart, nachdem Iosef (Alfie Allen), der Sohn des russischen Mafiabosses Viggo Tarasov (Michael Nyqvist) und seine Crew den Witwer überfallen, dessen Auto stehlen und dessen Hund töten: Früher war John Viggos bester Mann, ein gefürchteter, unbarmherziger Killer, der zuliebe seiner Frau aussteigen wollte. Viggo gewährte John diese Bitte nur im Gegenzug für die Erledigung seiner Feind, einer unlösbaren Aufgabe, die John trotzdem bewältigte. Um das Können des Helden zu etablieren und zu rechtfertigen, geht „John Wick“ nicht den derzeit gängigen Weg des Realismus, sondern verleiht der Titelfigur eine mythische Note. Einer der Baba Yaga genannt wurde, nach dem schwarzen Mann russischer Volksmärchen.

In dem Wissen, dass das Leben seines Sohnes in höchster Gefahr ist, setzt Viggo seine Leute auf John an. Doch der ist der Beste seines Faches, hat nichts verlernt und beseitigt bereits die erste Killertruppe mit Leichtigkeit, während er die Verstecke des Syndikats nach Iosef absucht…

John Wick

Iosef Tasarov (Alfie Allen) hat keine Ahnung mit wem er sich einlässt

„John Wick“ ist ein aufs Wesentliche konzentrierter One-Man-Army-Film in der Tradition des klassischen Actionkinos, wie etwa „Zum Töten freigegeben“ oder „Phantom Kommando“, mit einem mit allen Wassern gewaschenen Spezialisten im Kampf gegen die Russenmafia, wie jüngst „Jack Reacher“ und „The Equalizer“. Dabei besticht „John Wick“ durch seine Geradlinigkeit: Der Titelheld verwandelt jede neue Location in ein Schlachtfeld, Iosef und seiner Crew bleibt da bestenfalls die Flucht, während der unaufhaltsame Killer wahre Leichenberge hinterlässt und sich normaler Henchmen, aber auch beinharter Profikiller erwehrt.

Denn das Drehbuch von Derek Kolstad („The Package“, „One in the Chamber“) mag zwar eine wenig originelle Geschichte erzählen, doch wie „John Wick“ seinen Plot erzählt ist umso faszinierender. Wenn der Titelheld in sein altes Leben zurückkehrt, steigt der Zuschauer ein in eine Parallelwelt der Verbrecher und Profikiller, in der professionelle Cleaner die Spuren von Verbrechen beseitigen, in denen Goldmünzen als Währung fernab von Dollars oder Bitcoins kursieren und in alle professionellen Assassinen in einem Hotel absteigen, in dem eine Nichtangriffsregel gilt. Zu der illustren Runde von Nebenfiguren gehören Powerfrau und Profikillerin Ms. Perkins (Adrianne Palicki), Johns alter Freund und Kollege Marcus (Willem Dafoe) und Hotelchef Winston (Ian McShane), bei denen man oft nicht weiß, ob sie ein doppeltes Spiel spielen, auf Viggos oder Johns Seite stehen, was immerhin für den einen oder anderen Plottwist sorgt.

John Wick

Ms. Perkins (Adrianne Palicki) widerlegt Klischees vom schwachen Geschlecht

Hauptsächlich geht es hier aber um die Action und da bringt „John Wick“ dem Genrefan die Geschenke: In furios choreographierten Gefechten kämpft und schießt sich John durch Gegnerhorden, rollend, springend, tötend, wechselt in fließenden Bewegungen zwischen Feuergefecht und Nahkampf und begibt sich auch mal in den Bereich des Grappling, wenn ein Gegner ihm zu nahe kommt. In unangepasster Härte werden da Kopfschüsse verteilt, Knochen gebrochen und Kontrahenten exekutiert, während John jede Waffe und jeden Gegenstand seiner Umgebung gegen die Gangster benutzt. Eine kleine Autojagd ist auch drin, die eine oder andere Explosion und es ist nur schade, dass das Finale nicht der Höhepunkt der Action ist – die beste Actionszene gibt es nämlich schon in der Mitte des Films zu bestaunen, wenn John Wick in einem Club der Mafia aufräumt und sich seiner Gegner dabei auch auf einer voll besetzten Tanzfläche erwehrt, vergleichbar mit „Collateral“.

Tatsächlich ist Michael Mann kein schlechtes Stichwort, wenn es um „John Wick“ geht. Der Reeves-Reißer mag zwar deutlich comichafter und unrealistischer als dessen nüchterne Männerfilme sein, als Stadtportrait, gerade mit Blick auf die Darstellung des pulsierende Nachtlebens, baut „John Wick“ aber eine durchaus ähnliche Atmosphäre auf. Hin und wieder lockert der Film sein blutiges Treiben auch mit lakonischem Humor auf, ebenso wie mit ein paar gut platzierten Charaktermomenten: Einem Gegner gibt John eine Chance um der alten Zeiten willen, an anderer Stelle muss eine Figur den Preis für den Bruch des Hausregeln des Hotels bezahlen – auch wenn es schön gewesen wäre, hätte man sich diese Figur noch für den Showdown aufgespart, in dem es John an ernsthaften Gegnern mangelt. Auch der Ausklang ist nicht ganz stimmig, wird aber ähnlich wie die Exposition flott über die Bühne gebracht.

John Wick

Herr des Hauses: Winston (Ian McShane) ist Chef des Hotels für Profikiller

Dabei profitiert „John Wick“ auch von seinem Hauptdarsteller, der sich als gereifter Actionheld in „Taken“-Tradition sehr gut schlägt und damit auch darstellerisch überzeugt. Willem Dafoe („Odd Thomas“), derzeit anscheinend in jedem zweiten Film zu sehen, spielt einen überraschend glaubwürdigen Hitman, Adrianne Palicki („Red Dawn“) als Killerin hat sichtlich Spaß an der Rolle und Ian McShane („Death Race“) reißt jede seiner Szenen förmlich an sich. Als bekanntes Gesicht taucht Lance Reddick („White House Down“) in der Rolle des Rezeptionisten des Hotels auf, während B-Actionstar Daniel Bernhardt („Perfect Target“) als Bodyguard und harter Kontrahent Johns vor allem seiner Austeilerfähigkeiten wegen an Bord ist, aber auch einen tollen Schurken der Rechte-Hand-Klasse abgibt. Eine launige Nebenrolle bestreitet John Leguizamo („Kick-Ass 2“), Bridget Moynahans („Lord of War“) Part dagegen ist extrem klein und kaum der Rede wert. Als verzogenes Söhnchen legt Alfie Allen seine „Game of Thrones“-Rolle nochmal auf, während Michael Nyqvist („Mission: Impossible – Ghost Protocol“) einen charismatischen Gangsterboss abgibt.

„John Wick“ mag keine Innovationspreise gewinnen, aber ein ausgesprochen geradliniger, herrlich altmodischer One-Man-Army-Reißer mit famosen Actionszenen und starker Besetzung ist den Regiedebütanten Stahelski und Leitch schon gelungen. Exposition und Abgang mögen ein wenig holpern, aber solche kleinen Unstimmigkeiten trüben den Spaß an diesem temporeichen Genrefilm kaum.

© Nils Bothmann (McClane)

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Copyright aller Filmbilder/Label: Studiocanal__Freigabe: ab 16__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Nein/Nein, ab 29. Januar in den deutschen Kinos

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