Wir zelebrieren Actionfilme, die rocken!

Peppermint – Angel of Vengeance

Originaltitel: Peppermint__Herstellungsland: USA/Hongkong__Erscheinungsjahr: 2018__Regie: Pierre Morel__Darsteller: Jennifer Garner, John Gallagher Jr., John Ortiz, Method Man, Juan Pablo Raba, Richard Cabral, Annie Ilonzeh, Tyson Ritter, Jeff Hephner, Erin Carufel, Edilsy Vargas, Pell James, Michael Mosley u.a.
Peppermint deutsches DVD Cover

Jennifer Garner als Racheengel in “Peppermint – Angel of Vengeance”.

Als Actionfan wird man mit weiblichen Actionheldinnen von der Filmindustrie ja nicht gerade zugeschmissen. Infolgedessen hatte ich aufgrund ihrer überzeugenden Performances in der zu Unrecht ein wenig in Vergessenheit geratenen Serie „Alias“, ihren netten Auftritten als Elektra (in „Elektra“ und „Daredevil“) und ihrem wuchtigen Auftritt in dem knackigen Actioner „Operation: Kingdom“ immer gehofft, Jennifer Garner könnte diese Lücke füllen. Doch leider ist die sympathische Schauspielerin, wie man so schön sagt, irgendwann „falsch abgebogen“.

Sie orientierte sich überdeutlich in Richtung seichter Komödien und Familienfilme und schob immer mal wieder ein paar gelungene Dramen dazwischen. Als Tough Cookie durften wir Jennifer Garner allerdings nicht mehr erleben. Vermutlich hatte sie dank der Ehe mit Ben Affleck genug „Action“ in ihrem Leben und orientierte sich darum auf der großen Leinwand lieber in Richtung Harmonie. Man weiß es nicht. Über zehn Jahre nach ihrem letzten actionreicheren Auftritt in „Operation: Kingdom“ meldet sich Jennifer Garner nun endlich an der Actionfront zurück. Und lässt sofort wieder Wehmut aufkommen. Denn Action, das kann Frau Garner!

Schaut in “Peppermint – Angel of Vengeance” hinein

Alles beginnt mit einer witzigen Szenerie. Wir sehen einen geparkten Cadillac, die Scheiben sind beschlagen, die gesamte Karosse wippt im Takt. Man kennt dieses Motiv aus zig Filmen. In dem Moment, in dem man meint, gleich klopfe ein Cop mit einer Taschenlampe gegen eine der Scheiben, was eine barbrüstige Frau einen spitzen Schrei des Erschreckens ausstoßen lässt, während ihr Freund eilig an seinem Hosenstall herumnestelt, bricht „Peppermint“ mit allen Erwartungen. Als die Kamera nämlich in das Auto schneidet, steigt hier ein heftiger Kampf auf Leben und Tod.

Dem Auto entsteigt Riley North. Frau eines liebenden Ehemannes und Mutter einer hinreißenden Tochter. Doch das ist längst Vergangenheit. Weil ihr Mann BEINAHE eine falsche Entscheidung getroffen hätte, wurden er und Rileys Tochter von ein paar Lumpen umgenietet. Deren Boss, ein schmieriger, aufsteigender Drogenhändler namens Diego Garcia, wollte ein Zeichen setzen. Zu seinem Pech überlebt Riley das Attentat und kann alle Täter identifizieren.

Peppermint mit Jennifer Garner als Riley North

Riley North dezimiert die Killer ihrer Familie.

Doch das amerikanische Rechtssystem macht nun ein paar Fehler zu viel. Vor Gericht fühlt sich die trauernde Mutter vorgeführt, die Cops scheinen nichts zu unternehmen und irgendwie wird sie das Gefühl nicht los, dass ihr Verlust niemanden tangiere. Riley taucht darum unter. Bereist die Welt und eignet sich alles an, was man wissen muss, um wie ein Racheengel in die Reihen des Abschaumes zu fahren. Fünf Jahre nach ihrem Verschwinden taucht Riley wieder in Los Angeles auf und in ihrem Umfeld beginnen sich die Leichen zu stapeln.

In seinen ersten Minuten funktioniert „Peppermint“ richtig prächtig und involviert den Zuschauer mit sympathisch gezeichneten Helden und fiesfressigen Lumpen komplett. Das gebotene Szenario um eine Familie in finanziellen Schwierigkeiten, der von keiner Seite irgendwelche Hilfe entgegenfliegt, funktioniert. Der sinnlose Gewaltakt aufgrund einer Tat, die noch gar nicht begangen wurde, schockiert. Das Versagen der Behörden und das gebotene Szenario aus Lug, Trug und geschmierten Entscheidern lässt die Wut weiter anschwellen. Kurzum: „Peppermint“ manipuliert den Zuschauer zwar überdeutlich und mit dem Holzhammer, ABER man ist richtig drin in dem Szenario.

Und dann enthält uns Regisseur Pierre Morel („Ghettogangz“) aus unerfindlichen Gründen die Bestrafung der meisten Lumpen vor. Wir sehen die Leichen irgendwo baumeln oder herumliegen. Aber wie es die Fieswichte erwischt und welche Genugtuung Riley dabei erfahren hat, bekommen wir nie zu sehen. Und plötzlich hat der Film seine Zuschauer wieder verloren. Warum Morel diesen Weg geht, man weiß es nicht. Dass es seinem Film nicht gut tut, das bekommt man zumindest zu spüren. Denn in dieser Phase läuft „Peppermint“ eher etwas holprig.

Peppermint mit Juan Pablo Raba als Bösewicht

Der Fieswicht mit dem fiesen Fieswichtnamen Diego Garcia.

Zum Glück fangen sich Regisseur, Drehbuch und Film ungefähr auf der Hälfte wieder und bekommt der Zuschauer, was er von einem im Deutschen mit „Angel of Vengeance“ untertitelten Film zu sehen bekommen möchte. Einen Racheengel auf einer Mission. Morel nutzt das für drei größere Actionszenen, von denen vor allem die ersten beiden überzeugen.

In Szene Nummer eins räumt Riley North in einem Piñata-Geschäft auf. Morel lässt seine Heldin genial kaltschnäuzig vorgehen. Klare, auf Effektivität ausgerichtete Aktionen und absolute Kaltblütigkeit bei den Kills beeindrucken. Diverse kleine Gewaltspitzen nimmt der actionhungrige Zuschauer immer gerne mit und vor allem das Waffenhandling von Frau Garner ist wunderbar anzuschauen. Die zweite starke Actionszene setzt den in der ersten Actionszene eingeschlagenen Kurs fort und präsentiert Riley im Stealth-Modus beim taktisch geschickten und mit einigen gelungenen Momenten aufwartenden Bösewichter-Killen.

Actionszene Nummer drei fällt dagegen ab, wirkt zerfahren. Sie bringt die ganze Story zwar rund, aber alles andere als glorreich zu Ende. Abgesehen von diesen Actionszenen gibt es maximal mal kleinere Scharmützel, die allerdings hier und da auch ihre Probleme haben. Genannt sei eine nicht sonderlich schöne Großexplosion auf der Filmmitte, die entweder komplett aus dem Rechenknecht stammt oder zumindest sehr ungünstig via CGI aufgeblasen wurde.

Zusammengehalten wird die Action von einer funktionalen, alles andere als neuen Story, die zudem aus ihrem Hauptansatz, eine FRAU geht auf Rachetour, nicht sonderlich viel herauszuholen versteht. „Peppermint“ hätte in der jetzigen Form auch mühelos als zuletzt so populäres „Alternder Schauspieler geht auf Rächertour“-Vehikel problemlos funktioniert. Eben weil der erhoffte weibliche Touch ausbleibt. Auch insofern, dass Drehbuch und Regie den Zuschauer nach starkem Beginn kaum an die Heldin heranlassen. Was eigentlich rundweg für alle Figuren gilt. Wo „Peppermint“ zu Beginn richtig in seine Story hineinzog, schaut man in der zweiten Hälfte nur noch zu.

Peppermint mit Jennifer Garner als Actionheldin

Jennifer Garner macht als Actionheldin eine gute Figur.

Das bekommt man am deutlichsten bei dem wirklich öden und vor Klischees förmlich erstickenden Bösewicht Diego Garcia zu spüren. Der darf obendrein nicht einmal fies sein und provoziert beim Zuschauer niemals mehr als ein gelangweiltes Schulterzucken. Was noch einmal unterstreicht, wie dumm es von „Peppermint“ war, zu Beginn des Rachefeldzuges von Riley das Killen der Henchmen (Killer und rechtsprechende Organe) zu umschiffen. Denn auf die hatte man im Vergleich zu dem Obermotz einen echten Hass.

Schauspielerisch gefordert wird Jennifer Garner („Draft Day“) von „Peppermint“ nie, überzeugt aber dennoch problemlos mit ihrer Performance. Man nimmt ihr sowohl das Muttertier als auch die toughe Rächerin immer ab. Auch das Waffenhandling und die physischen Seiten ihrer Rolle bringt sie glaubwürdig rüber. Daneben mühen sich die restlichen Darsteller mit ihren reichlich klischeeverseuchten Figuren ab und erbringen angesichts dessen zumindest ordentliche Leistungen.

Die technische Umsetzung von „Peppermint – Angel of Vengeance“ mutet sehr gelungen an. Die vornehmlich düsteren Bilderwelten überzeugen, die Bildsprache ist angenehm dynamisch. In der Action fühlte sich so manche Zeitlupeneinlage „falsch“ und ungünstig platziert an, davon abgesehen machte die Bebilderung der Actioneinlagen definitiv Laune. Der zu Beginn mit schweren Gitarren punktende Score von Simon Franglen verliert leider im Verlauf des Filmes deutlich an Kraft und Power und hätte vor allem in den Actionszenen deutlich mehr drücken dürfen.

“Peppermint – Angel of Vengeance” bleibt im Mittelmaß stecken

Was am Ende bleibt, ist solide Actionthriller-Kost, die sich nach vergurktem Einstieg in den Rachepart nach und nach eingroovt und dem Zuschauer in zumindest zwei coolen Actionszenen genau das präsentiert, was er sich von einem Rachefilm erwartet: Straighte, brutale und kaltschnäuzige Action. Dass die Story dabei kaum mehr macht, als gängige Klischees und Storyversatzstücke abzuhaken, geht dabei ebensowenig unter, wie die Tatsache, dass „Peppermint“ nichts aus seiner Grundidee einer weiblichen Rächerin herauszuholen versteht.

Zumindest macht Jennifer Garner eine gewohnt gute Figur als Actionheldin und lässt hoffen, dass man sie noch häufiger in actionbetonten Rollen zu sehen bekommen wird. Diese dürften dann aber gerne deutlich eigenständigere Merkmale aufweisen. Denn ob die Rolle in „Peppermint“ nun von Jennifer Garner gespielt wird oder beispielsweise von Liam Neeson, Pierce Brosnan oder sonst irgendeinem männlichen Star, würde in diesem Fall wirklich keinerlei erkennbaren Unterschied machen. Knappe:

6 von 10

In diesem Sinne:
freeman


……


Peppermint

Pierre Morel schickt Jennifer Garner in “Peppermint” auf einen Rachetrip

Dreht man heuer einen Selbstjustizactionfilm, dann sind seit „Taken“ eigentlich stets Altstars gefragt, die zeigen, dass sie es noch drauf haben (siehe „Tokarev“, „The November Man“, „Blood Father“ usw. usf.). Weibliches Vigilantentum ist dabei eher selten und auch wenn Jennifer Garner nicht in der Altersklasse eines Liam Neeson oder eines Mel Gibson ist, so schickt sie Pierre Morel, Regisseur des Trendsetters „Taken“, in „Peppermint“ auf einen ähnlich gepolten Rachetrip.

Dass Heldin Riley North (Jennifer Garner) ähnlich rabiat austeilen kann wie die Herren der Schöpfung, zeigt die für einen Schauwert eingestreute Auftaktsequenz, in der sie einen fiesen Lumpen im Nahkampf erledigt. Danach ist nämlich Rückblendenzeit angesagt, in der „Peppermint“ ausführlich von Rileys früherem Leben als Bankangestellte erzählt, die sich hingebungsvoll um ihre Tochter Carly (Cailey Fleming) kümmert, sich mit Schnöselmuttis wie Superbitch Peg (Pell James) rumschlägt und gemeinsam mit Ehemann Chris (Jeff Hephner) alles tut, um die Rechnungen zu bezahlen. Ein Kollege aus Chris‘ Werkstatt hat die grandiose Idee den lokalen Kingpin Diego Garcia (Juan Pablo Raba) um sein Geld zu erleichtern. Chris verweigert seine Mithilfe, doch Diego kriegt zwar den geplanten Raub spitz, nicht aber Chris‘ Weigerung, weshalb die Goons des Schurken nun die Norths mit Uzis über den Platz verteilen, als diese zu Carlys Geburtstag den Rummel besuchen.

Riley überlebt den Anschlag, Carly und Chris haben weniger Glück. Nachdem die Killer vor Gericht freikommen, windiger Anwälte wie Henderson (Michael Mosley) und korrupter Richter wie Stevens (Jeff Harlan) sei Dank, kriegt Riley erst einen Nervenzusammenbruch und verschwindet dann für knapp fünf Jahre. Die alte Mär vom versagenden bis korrupten Staatsapparat, so klischeehaft wie in B-Pictures wie „Vigilante“ in Szene gesetzt, aber ohne deren rohen Charme und Zeitgeist. Spätere Szenen enthüllen, dass Riley sich während des Untertauchens mit Training, Cagefights und ähnlichen Aktionen zur Kampfmaschine gestählt hat, weshalb auch das FBI in Form von Agentin Lisa Inman (Annie Ilonzeh) nach ihr sucht. Um Rileys Ausbildung wird dabei ein Riesengewese gemacht, das sich im Nachhinein als laues Lüftchen erweist, denn es hat keine Bewandtnis mehr für die Handlung.

Back in town knüpft sich Riley als erstes jene drei Handlanger vor, die ihre Familie erschossen, und hängt deren Leichen ans Riesenrad auf dem Rummel, pünktlich zum fünften Jahrestag des Mordes. Während Inman ebenso wie die ortsansässigen Cops Stan Carmichael (John Gallagher Jr.) und Moises Beltran (John Ortiz) nach ihr fahndet, mischt Riley Diegos Geschäft auf und macht Jagd auf ihn…

Peppermint

Riley North (Jennifer Garner) räumt in der Unterwelt auf

Man muss keine großen Ambitionen haben. Ein einfacher Rachefilm nach Schema F kann auch Spaß bereiten, wenn er gut gemacht ist. Dummerweise scheint „London Has Fallen“-Autor Chad St. John nicht darauf vertrauen zu wollen auch eine Frau mal so richtig hinlangen zu lassen. War die Exposition bei Filmen wie „Taken“ auf das Nötigste reduziert oder formte bei Filmen wie „The Equalizer“ ein bestechendes Portrait eines alternden Killers, so ist sie hier seifiger Kolportagekitsch, der mütterliches Leiden und schreiende Ungerechtigkeit überdeutlich herausstreicht, um zu zeigen warum Mutti nun den Kaffee auf hat. Dabei kamen männlich zentrierte Rachefilme prima ohne Derartiges aus. Auch der Mainplot versucht immer wieder darauf zu verweisen, dass Riley ja eine Frau ist, gibt ihr Visionen der toten Tochter, Gewissensbisse (auch an absurder Stelle) und mütterliche Verhaltensweisen auf den Weg, dass man sich fast schon fragt, ob diese Ungleichheit zum Männer-Rachefilm nun Feingefühl oder nicht doch eher Sexismus ist. Auf jeden Fall wirken all diese Momente als Bremser, verpassen der Figur keine zusätzliche Tiefe, sondern lassen sie im schlimmsten Fall inkonsistent wirken.

Nach „The Gunman“ stand zudem zu befürchten, dass Pierre Morel sein Gespür für Actioninszenierung verloren hat, doch zumindest in dem Punkt kann hier kann Entwarnung gegeben werden. Wenn es in „Peppermint“ zu Fäusteleien und Feuergefechten kommt, dann hat der Film ordentlich Druck. Ähnlich realistisch wie dereinst Bryan Mills schlägt, schlitzt und schießt sich auch Riley North durch die Gegner, bezieht geschickt ihre Umgebung mit ein und entpuppt sich als glaubwürdige Kampfmaschine, auch wenn ihr die coole Überlegenheit von Mills abgeht. Die Choreographie durch Don Lee („12 Strong“) ist ebenso wie Morels Inszenierung von hoher Qualität, bei der man auf allzu heftiges Kameragewackel oder zu schnelle Schnitte verzichtet. Und Jennifer Garner beweist als gestählte Heldin, dass sie seit „Alias“ und „Operation Kingdom“ nichts verlernt hat.

Peppermint

Diego Garcia (Juan Pablo Raba) hat den vielleicht generischsten aller Schurkennamen und sieht Rileys Treiben höchst ungern

Auch schauspielerisch ist Garner recht gut in der Hauptrolle, vor allem wenn das Script sie später als toughe Heldin mit Herz etabliert, die auch sozial Schwache beschützt oder in einer amüsanten Szene wieder auf Peg trifft, der sie deren Verfehlungen unters Hemd reiben darf. Ansonsten umgibt der Film seine Heldin mit ein paar markanten Gesichtern aus Hollywoods zweiter bis dritter Reihe und dem TV-Geschäft, in der vor allem John Gallagher Jr. („Das Belko Experiment“) und John Ortiz („The Cloverfield Paradox“) als Cops sowie Michael Mosley („Castle“) als sagenhaft schmieriger Rechtsverdreher Akzente setzen. Leider fehlt es ausgerechnet dem Oberschurken Juan Pablo Raba („Six“) an ähnlicher Markantheit, von seinem gesichtslosen, austauschbaren Fußvolk ganz zu schweigen.

Dementsprechend fehlt es „Peppermint“ an überzeugenden Schurkenfiguren, während der Film über weite Strecken nur 08/15-Rachekost der durchschnittlichen Sorte bietet. Das ändert sich im Finale – denn dort geht es noch eine Etage tiefer. Nach einem überraschend kurzen Scharmützel kommt der Bösewicht davon, es kommt zu einem Showdown, in dem Diego mit gefühlt 50 Atzen zum letzten Gefecht anrückt und sich damit die Mörder-Action ankündigt. Und was passiert? Riley killt drei oder vier seiner Schergen, dann kommt es zu einer Verhandlungssituation und schließlich greift auch noch die Kavallerie ein, ohne dass Riley viele der Schurken erledigt. Ein derart herber dramaturgischer Fauxpas ist schon schwer verzeihlich. Ein letzter Twist vorm Finale ist dagegen brauchbar, im Gegensatz zu den Schlussminuten, die schon ganz dreist ein mögliches Sequel vorbereiten.

Ob es dazu kommt, ist angesichts der mauen Einspielergebnisse fraglich, aber schade ist es nicht. „Peppermint“ ist althergebrachte Rachekost, deren Action zwar kompetent gemacht ist, aber viel zu selten auftritt, und noch dazu unter diversen Fehlentscheidungen des Drehbuchs leidet – nicht zuletzt jener, dass Autor Chad St. John seine Heldin nie so loslegen lässt wie ihre männlichen Kollegen. Ob da veraltete Geschlechterbilder eine Rolle spielen? Figuren wie Samantha Caine aus „Tödliche Weihnachten“, Hit-Girl aus „Kick-Ass“, die Braut aus „Kill Bill“ und Lorraine Broughton aus „Atomic Blonde“ zeigen jedenfalls wie solche Charaktere wesentlich zupackender und überzeugender gestaltet werden können.

Die deutsche DVD / Blu-ray zum Film erscheint am 12. April 2019 von Universum Film und ist mit einer Freigabe ab 16 ungeschnitten. Interviews zum Film und kleinere Featurettes erlauben ein paar Einblicke in die Entstehung des Filmes.

© Nils Bothmann (McClane)

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