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Perfect Target

Originaltitel: Perfect Target__Herstellungsland: Mexiko/USA__Erscheinungsjahr: 1997__Regie: Sheldon Lettich__Darsteller: Daniel Bernhardt, Brian Thompson, Robert Englund, Jim Pirri, Dara Tomanovich, Julieta Rosen u.a.
Perfect Target

Daniel Bernhardt kickt Ärsche in “Elite Fighter 3” aka Perfect Target

Lediglich mit „Double Impact“ gelang Regisseur Sheldon Lettich ein herausragender Film (und gerüchteweise war dies der Verdienst von Stunt Coordinator Vic Armstrong), der Rest seiner Werke wie z.B. „Perfect Target“ ist fast durchweg Mittelmaß.

David Benson (Daniel Bernhardt) ist ehemaliger CIA-Agent, hockt aber derweil arbeits- und sorgenlos in einem putzigen Land in Südamerika herum, trinkt und wettet auf Hahnenkämpfe. Doch dann fangen Einheimische eine Prügelei mit ihm an, verhaftet wird aber David … da ahnt der Genrefan bereits, dass da Fieses im Busch ist. Vor allem, wenn sein ehemaliger Kumpan Oxnard (Brian Thompson) auftaucht und ihm Freiheit für eine Gegenleistung anbietet.

Doch in der Situation bleibt David nicht viel anderes übrig, als das Angebot anzunehmen. Er und weitere ehemalige CIA-Leute sollen unter der Leitung von Colonel Shakwell (Robert Englund) den Präsidenten des Landes bei einer öffentlichen Rede vor Attentätern schützen. Da die Auftraggeber jedoch das finstere Pack sind, nach dem sie aussehen, erschießen sie den Würdenträger selbst und hängen den Mord David sowie dem einheimischen Polizisten Miguel Ramirez (Jim Pirri) an, ähnlich wie z.B. in „America’s Most Wanted“.

Jedoch wollen weder David noch Miguel als Bauernopfer dienen und flüchten in den Dschungel, wo sie sich Guerillas anschließen. Gemeinsam will man gegen die korrupte Regierung kämpfen…

„Perfect Target“ ist Standard von vorne bis hinten, die Plotte bereits x-mal da gewesen. Da fehlen auch massenweise Klischees nicht, erst der CIA-geschulte Ami kann den Wannabe-Revoluzzern den vernünftigen Umgang mit dem Schießprügel beibringen, der kalte Held entdeckt im Freiheitskampf seine Ideale wieder usw. Kleine Überraschungen, z.B. wer der wahre Drahtzieher ist oder welche Sympathiefigur auf der Strecke bleibt, machen die Story zwar geringfügig weniger vorhersehbar, aber wirklich spannend ist „Perfect Target“ zu keiner Zeit.

Immerhin kann Sheldon Lettich seinen Film inszenatorisch etwas aus der B-Masse herausragen lassen. Gerade die Kameraführung ist etwas einfallsreicher als in dem Genre gewohnt, die Dschungelatmosphäre bringt Lettich mit viel Flair rüber und auch sonst ist der Film so ordentlich in Szene gesetzt, dass die ausgelutschte Geschichte niemals wirklich übel auffällt.

Leider ist gerade Inszenierung der Actionszenen dann bloß wieder solider Standard. Nichts Herausragendes ist dabei zu sehen, gerade der Überfall auf das Waffenlager wirkt wie gelangweilte Routine. Zudem ist die Action etwas dünn gesät, erst gegen Ende des Films mehrt sich die Zahl der Konfrontationen. Geboten werden Fights und Shoot-Outs, die allesamt gut choreographiert sind (trotz der etwas uninspirierten Regie), gerade im Showdown geht es noch mal ordentlich rund, so dass „Perfect Target“ den Genrefan ganz passabel unterhalten kann.

Daniel Bernhardt spielt die Hauptrolle wie üblich ganz solide; es gibt bessere B-Darsteller, aber er macht doch einen guten Job. Robert Englund als Fiesling ist eine solide Bank, hat aber wenig Screentime, Brian Thompson hingegen kommt etwas unbeweglich und uncharismatisch rüber. Überzeugenden Support hingegen bieten Jim Pirri, Dara Tomanovich und Julieta Rosen in wichtigen Nebenrollen.

„Perfect Target“ ist weder besonders aufregend noch besonders schwach, er ist einfach Actionstandard und das in quasi jeder Beziehung. Für den Genrefan ganz nett, aber ein Film, den man schnell wieder vergisst.

In Deutschland war der Film lange Zeit nur auf VHS zu haben, dann ab 18 freigegeben und in einer Szene geschnitten. Inzwischen ist der Film als Elite Fighter III von dem Label Imperial Pictures erschienen, vertrieben durch Infopictures. Wie vielleicht an dem Review bemerkt, handelt es sich bei Elite Fighter III um einen eigenständigen Film. Eben “Perfect Target”. Elite Fighter II ist eigentlich der Bernhardt Streifen “Black Sea Raid” und Elite Fighter I einer der besten Bernhardt Filme überhaupt: „True Vengeance“ aka „Power Force“. Alle bei Imperial Pictures erschienen und vertrieben durch Infopictures.

© McClane

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Copyright aller Filmbilder/Label: Imperial Pictures/Infopictures__FSK Freigabe: ab 18__Geschnitten:Nein__Blu Ray/DVD: Nein/Ja

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