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Pig (Videokritik)

Originaltitel: Pig__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 2021__Regie: Michael Sarnoski__Darsteller: Nicolas Cage, Alex Wolff, Adam Arkin, Cassandra Violet, Julia Bray, Elijah Ungvary, Beth Harper, Brian Sutherland, David Shaughnessy, Gretchen Corbett, Sean Tarjyoto u.a.

Wir haben das neueste Drama mit Nicolas Cage für euch in einer ausführlichen Videokritik besprochen. Darin erfahrt ihr unter anderem, was „Pig“ mit „John Wick“ gemeinsam hat und warum er trotzdem ein ganz anderer Film geworden ist.

Video: Kritik zu „Pig“ mit Nicolas Cage

Von einem Mann und seinem Trüffelschweinchen

Pig mit Nicolas Cage DVD Cover

In “Pig” will Nicolas Cage sein entführtes Trüffelschwein wiederbeschaffen.

Einsiedlerisch lebt Rob in den Tiefen der Wälder rund um die Stadt Portland im Bundesstaat Oregon. Seine abgerockte Waldhütte bar jedweder ziviler Errungenschaften wie Strom, fließend Wasser oder Fernwärme teilt er sich mit einem niedlichen Trüffelschwein. Mit dem geht er tagtäglich auf die Suche nach Trüffeln. Die Knollen, die sich Rob und sein Schweinchen nicht selbst schmecken lassen, verkaufen sie an Amir.

Amir ist ein junger Mann, der Rob einmal in der Woche besucht und sich mit dem Verkauf der Trüffel, die er von Rob billig einkauft und teuer weiterverkauft, ein einträgliches Geschäft aufgebaut hat. Dabei haut Amir Rob sichtlich immer wieder über die Ohren, doch Rob stört das nicht weiter. Er genießt sein ruhiges Leben in Abgeschiedenheit. Damit soll es jedoch jäh vorbei sein.

Denn eines Nachts lässt das ängstliche Quietschen seines Schweinchens Rob hochfahren. Kurz darauf fliegt die Tür auf und Rob wird niedergeschlagen. Benommen nimmt er zumindest wahr, dass sein Schweinchen gepackt und in ein grünes Auto verfrachtet wird. Als Rob am nächsten Morgen wieder zu sich kommt, beginnt er alle Hebel in Bewegung zu setzen, um sein Schweinchen wieder zu bekommen. Mit dem herbeigerufenen Amir begibt er sich auf eine Reise in seine eigene, schmerzliche Vergangenheit.

Schaut in das Drama mit Nicolas Cage hinein

„Pig“ ist einfach saustark!

„Pig“ ist nach „Joe“, „Mandy“ und „Die Farbe aus dem All“ ein weiteres Leuchtfeuer im Nicolas-Cage-Spätwerk. Cage darf in dem Drama um einen Mann und sein Schweinchen, angesiedelt in der Welt des hochklassigen Kochens, mit feinstem Mimenspiel, subtilen Gesten und bar jedes Overactings so richtig glänzen.

Am Ende steht ein Drama, das im besten Sinne absolut eigenartig ist und mit Motiven beginnt, die man so schon gesehen zu haben glaubt und die vermeintlich in eine ganz bestimmte Richtung führen müssen. Doch dann wird „Pig“ zu etwas komplett anderem. Statt eines blutigen Rachefeldzuges erleben wir, wie ein vom Leben zurückgezogener, gebrochener Mensch in die Welt zurückkehrt, die ihn einst gebrochen hat. Ganz allmählich erfahren wir, was die Gründe für Robs Rückzug von der Welt waren. Und sind dabei immer aufgefordert, manche Puzzleteile des großen Ganzen selbst zu ergänzen.

Nebenbei geht es in „Pig“ um echte Liebe: Zu anderen Menschen… zu einem Tier. Es geht um Abschiede. Um Aufarbeitung. Um Verstehen. Und um eine Suche nach etwas, das dem eigenen Leben vielleicht einen Sinn gibt. All das wird bar jeder Hektik transportiert, ist grandios gespielt, arbeitet mit einer edlen Finsteroptik, setzt dazu schöne klassische Musik als Kontrapunkte und trifft rundweg mitten ins Herz.

8 von 10

Die deutsche DVD / Blu-ray zum Film kommt am 19. November 2021 von Leonine und ist mit einer FSK 16 ungeschnitten.

In diesem Sinne:
freeman

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Copyright aller Filmbilder/Label: Leonine__Freigabe: FSK 16__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Ja/Ja

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