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Robo Warriors – Die Schlacht der Kampfgiganten

Originaltitel: Robo Warriors__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 1996__Regie: Andrew Ian Barry__Produzent: Cirio H. Santiago__Darsteller: James Remar, Kyle Howard, James Tolkan, James Lew, Dennis Creaghan, Bernard Kates, Terry Markwell, James With, Anthony Ogunsanya, Rudy Vic Del u.a.
Robo Warriors Roboteraction DVD Cover

Cirio H. Santiago produzierte “Robo Warriors”.

2036 wird unsere Erde von ein paar fieswichtigen Aliens, den Teridaxx, erobert. Der dabei geführte Krieg entsprach nicht der bisher gekannten Norm. Brachten die Aliens doch gewaltige Kampfroboter mit, denen die Menschen ihrerseits ihre Roboter, sogenannte Roboter-Gladiatoren, entgegenwarfen. Dennoch unterlag die Erde.

Die letzte Hoffnung lag auf einem im Dschungel versteckten Roboter namens Earthbot, der mit Ray Gibson an Bord, dem besten Robo Warrior der Erde, in der Lage hätte sein können, die Aliens zu vertreiben. Eine kleine Truppe von Widerstandskämpfern unter Führung von Ray Gibson schickte sich darum an, den Roboter zu reaktivieren. Doch die Widerständler wurden von den Aliens und deren Kampfroboter aufgerieben. Gibson verschwand spurlos.

Jahre später findet Zach, Sohn eines Kameraden von Ray, heraus, dass Ray noch lebt. Er macht sich auf eigene Faust auf, den Widerständler zu finden und ihn zu überreden, den Roboter zu finden und gegen die Aliens anzutreten. Doch Ray, der sich selbst die Schuld am Tod von Zachs Vater gibt, hat keinen Bock auf die Heldennummer. Als Zach beschließt, alleine gen Kampfroboter aufzubrechen, rührt sich bei Ray Gibson ein letzter Hauch Verantwortung.

Schaut in die Cirio-H.-Santiago-Produktion hinein

So richtig losgelassen haben riesige Roboter Stuart Gordon nach dessen „RobotJox“ wohl nie. Also steuerte er einige Elemente für „Robo Warriors“ zum Skript bei. Wirklich besser macht das die infantile Story, die nicht nur aufgrund ihres kindlichen Helden teilweise wie ein Kinderfilm anmutet, nicht. Ganz viel macht zudem keinerlei Sinn.

Wofür braucht man beispielsweise den Riesenroboter, der im Dschungel herumliegt, wenn man doch die Teridaxx genannten Aliens auch so ziemlich easy um die Ecke bringen kann. Und warum die Drehbuchautoren Zach nicht einfach zu Gibsons Sohn gemacht haben, fragt man sich auch recht früh im Film. Es hätte der ohnehin kaum vorhandenen Dynamik der beiden Helden untereinander ganz sicher nicht geschadet. Wirkliche Spannung kommt nie auf und so manche Szene wirkt doch reichlich zugeschwafelt. Auch die von den Aliens ausgehende Bedrohlichkeit kommt nie beim Zuschauer an, einfach weil sie im Grunde genommen keine wirkliche Rolle für „Robo Warriors“ spielen.

Dafür machen die Riesenroboter durchaus Laune. Alles kein „Transformers“-Standard, was die Effektqualität angeht, aber in seiner Mischung aus Rückprojektionen und erstaunlich gelungenen Man-in-a-Suit-Effekten liebenswert antiquiert und mit Sinn für trashige Details in Szene gesetzt. Zahlreiche Blitzeffekte und Explosionen gibt es als Kirsche auf die Torte obendrauf. Auch die Kameraarbeit befeuert den gelungenen Gesamteindruck mit Perspektiven, die die behaupteten Dimensionen der Roboter bei ihren insgesamt zwei Fights glaubhaft bebildern.

Abseits der Robo-Action wird dann auch der Boden für die zumindest recht hart wirkende FSK 16 Freigabe des Filmes gelegt. In diversen Ballereien darf der eine oder andere winzige Bloodpack platzen und die Aliens sind recht gnadenlos unterwegs. Weitgehend steigt die Action in hübschen Dschungelsettings und wird von Regisseur Ian Barry („Die Kettenreaktion“) vernünftig bebildert.

Darstellerisch wuchtet sich James Remar („Defender – Der Schutzengel“) als Ray Gibson im Standgas durch den Streifen. Sein junger Co-Star Kyle Howard spielt da als Zach deutlich engagierter auf. Als fieser Alien ist James Lew („Aftershock“) im etwas billig rüberkommenden Alien-Make-up immer gut zu erkennen. Leider darf er von seinen Actionman-Qualitäten kaum Gebrauch machen. Nicht einmal im einzigen Martial-Arts-Fight des Streifens darf er ran.

„Robo Warriors“ oder: Ein Film ohne Zielgruppe

Für Kinder ein wenig zu düster/hart. Für Erwachsene zu öde. Zudem aus heutiger Sicht technisch gnadenlos überholt. Häufiger kommt so die Frage auf, wem man heutzutage noch empfehlen würde, „Robo Warriors“ zu goutieren. Zumal sich kaum ein Trashfan mit der langweilig erzählten Story anfreunden können wird.

Obendrein kommen die einzigen netten Momente, die Robo-Fights, viel zu kurz. Hier wäre ein höheres Aufkommen ratsam gewesen. Interessant ist zumindest, dass Cirio H. Santiago („Equalizer 2000“) für diesen Film als Executive Producer am Wirken war. Er wird vermutlich so manch nettes philippinisches Dschungelsetting für den Film vorgeschlagen haben.

04 von 10

Die deutsche DVD kommt mit einer FSK 16 Freigabe ungeschnitten unter anderem von Splendid und der Deutsche Austrophon GmbH. Diverse Kanäle auf Youtube haben den Film zudem meist kostenlos im Angebot.

In diesem Sinne:
freeman

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Copyright aller Filmbilder/Label: Deutsche Austrophon GmbH__Freigabe: FSK 16__Geschnitten: Nein__Blu-ray/DVD: Nein/Ja

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