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Schwarzer Freitag

Originaltitel: Black Friday__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 1940__Regie: Arthur Lubin__Darsteller: Boris Karloff, Stanley Ridges, Bela Lugosi, Anne Nagel, Anne Gwynne, Virginia Brissac, Edmund MacDonald, Paul Fix, Murray Alper, John Kelly, Joe King, Jack Mulhall u.a.

Schwarzer Freitag Banner

Schwarzer Freitag

Mediabook Cover C von “Schwarzer Freitag” unter dem Originaltitel “Black Friday”

Ein Gefühl der Ungerechtigkeit übermannt den Betrachter, wenn Boris Karloff (“Die Mumie“) im Prolog als Verurteilter den Gang zum elektrischen Stuhl antritt. Das Gefühl mag immer noch von seiner Paraderolle herrühren; als Frankensteins Monster hatte er ein knappes Jahrzehnt zuvor schließlich einer Kreatur Leben eingehaucht, die sich dadurch auszeichnete, nicht Herr der eigenen Taten zu sein. Und obwohl Karloff zwischen „Frankenstein“ und „Schwarzer Freitag“ in fast 50 (!) weiteren Produktionen zu sehen war, klingt immer noch das Echo des Mitleids nach, das man einst für die unglückselige Frankenstein-Schöpfung empfand.

Dr. Ernest Sovac (Karloff) jedenfalls, so wird behauptet, soll seinen guten Freund, Professor George Kinsley (Stanley Ridges), ermordet haben. Dem Journalisten einer Zeitung, die als einzige immer neutral über ihn berichtet hatte, drückt der gutmütig wirkende Sovac auf seiner letzten Meile sein Tagebuch in die Hand, dessen Inhalt in der folgenden Stunde zur Filmhandlung ausgebreitet wird, bevor der Epilog schließlich zur Ausgangssituation zurückkehrt. Eine typische Klammergeschichte, in der nichts so ist, wie es anfangs erscheint.

Dabei verrät „Schwarzer Freitag“ seine wahre Natur schon früh. Der Spinning-Newspaper-Effekt ist es, mit dem sich ein Portal in die Dimension der B-Movies öffnet. Die sich drehende Zeitung mit Schlagzeilen, wer kennt sie nicht zumindest als satirisches Konzentrat aus den „Simpsons“, taucht als ein frühes Signal dafür auf, dass wir es nicht mit einem seriös geschriebenen und ruhig inszenierten Dead-Man-Walking-Drama zu tun bekommen werden, sondern mit einer tollkühnen Mischung aus reißerischem Krimi und psychologischem Horrorfilm, deren selten erforschte Überschneidungspunkte sich zum zentralen Merkmal von Arthur Lubins Regiearbeit ausformen werden. Allerhand Genre-Merkmale trägt sie in sich, ist dabei aber alles, nur kein lupenreines Genre-Werk.

Bela Lugosi

Alleine schon zu sehen, wie Bela Lugosi (“Dracula“) als finster grinsender Gangster in einer kleinen Nebenrolle verschwendet wird, führt zu einem seltsamen Verzerrungseffekt der Hierarchien und Erwartungen, zumal er es ist, der neben Karloff auf dem Plakat als zweite Kraft beworben wird, die Kürze seines Auftritts nach der Umbesetzung völlig ignorierend. Im Karussell des Casting-Prozesses rutschte er aus dem Sattel, als die Besetzung der Figuren für die Befindlichkeiten und Fähigkeiten Karloffs neu rotiert werden musste, so dass wir diesmal leider nicht in den Genuss des direkten Zusammenspiels zweier Horror-Ikonen ihrer Zeit kommen, wie ursprünglich mit den beiden zentralen Figuren Sovac und Kinsley angedacht. Gewissermaßen spiegelt die finale Rollenverteilung damit bereits die damalige Position der beiden Stars in Hollywood sowie ihre Bewertung in der Presse und bei der Kritik, sollte Lugosis von Stolz und Überzeugung gelenktes Spiel doch zunehmend zur Outsider-Kunst geraten, die sich im System am Ende mit ein paar Brocken am Wegesrand zufrieden geben musste, ungeachtet der Verkultung, die ihr lange Zeit später widerfahren würde.

So wird also Karloff, ungeachtet der eigentlich mit höherem Aufwand versehenen Rolle von Stanley Ridges, zum alleinigen Star in einem Konstrukt, das eigentlich eine Zwei-PS-Maschine hätte werden sollen, während von seinem Kompagnon aus seligen Horror-Tagen lediglich die eindringlichen Phantombilder weniger Sekunden intensiven Starrens zurückbleiben. Abgesehen von den beiden großen Namen im Cast und ihrer ureigenen Ausstrahlung bildet sich der Horror-Anteil von „Schwarzer Freitag“ vor allem in den abenteuerlichen Ausschweifungen dessen ab, was sich das Drehbuch von Curt Siodmak an medizinischer Vorstellungskraft leisten würde. Einerseits ist das exemplarisch für Universal, das zu jener Zeit einen Nährboden zu legen begann für Filmstoffe, die sich keines noch so hanebüchenen Einfalls schämten, aber doch ist es wieder nicht puristisch und altmodisch genug, um etwa den sensationsgierigen Fortsetzungen und Crossovers der hauseigenen Klassiker zu ähneln. Hier geht es nun um die Transplantation von Gehirnzellen eines Kriminellen in den Kopf eines aufrichtigen Gelehrten. Gehirn- und Körpertausch also, ein Motiv, das uns in den Folgejahrzehnten in den unterschiedlichsten Ausprägungen immer wieder begegnen würde; nicht zufällig schrieb Siodmak zwei Jahre später den Roman „Donovan’s Brain“, der 1953 unter gleichem Namen verfilmt werden sollte.

Schaut in den Trailer

Eigentlich ist „Schwarzer Freitag“ aber kein typischer Mad-Scientist-Schlock, der in erster Linie niedere Instinkte bedienen will, sondern vielmehr ein dramatischer Gangsterstreifen mit Noir-Anleihen, der immer wieder Zugang zur Psychologie seiner Charaktere sucht, indem er mit den Identitäten seiner Hauptfiguren spielt. Der Gangsterfilm war als Subgenre zu jener Zeit durch die Einführung des Hays Codes in seiner Ausdruckskraft bereits gedrosselt, befand sich aber gerade mit Werken wie „Chicago – Engel mit schmutzigen Gesichtern“ (1938) oder „Die wilden Zwanziger“ (1939) in einer immer noch lautstarken Spätphase. Karloff war in dieser Stilrichtung bei weitem nicht unbewandert, hatte er doch unter anderem in Howard Hawks „Das Strafgesetzbuch“ (1931) bereits einen garstigen Gefängnisinsassen gespielt und in „Scarface“ (1932) einen irischen Gangster. Vor allem aber „Die Rache des Toten“ (1936) von Michael Curtiz weist massive Ähnlichkeiten mit der vorliegenden Mixtur aus Gangster- und Horrorfilm auf, wurden darin doch ebenfalls die Überschneidungspunkte zwischen Monster und Kriminellem gesucht und letztlich in dem Umstand gefunden, dass die Protagonisten in beiden Genres äußeren Umständen ausgeliefert sind, die sich ihrer Kontrolle entziehen.

Boris Karloff

Auch bei Arthur Lubin ist dies ein zentraler Punkt, denn die klassische Gut-Böse-Verteilung mag in der Anlage der geschriebenen Figuren schlummern, vermischt sich in der laufenden Geschichte aber zu Momenten, die aus ethischer Sicht schwierig einzuordnen sind. Obgleich Karloffs Gesicht manches Mal so dämonisch ausgeleuchtet wird wie in Karl Freunds „Die Mumie“, spielt er letztlich einen Mann auf Abwegen, der sich immer wieder in moralisch uneindeutige Situationen manövriert. Ähnlich ambivalent steht es um seinen Kollegen Stanley Ridges, der als Schauspieler lediglich seinen Körper bereitstellt, um zwei gegensätzlichen Figuren als Hülse zu dienen. Wischt man die naive Faszination des Drehbuchs für den menschlichen Denkapparat einmal beiseite, ergibt sich aus der Prämisse ein durchaus spannender, weil schwer zu be- oder gar verurteilender Ablauf.

Sich „Schwarzer Freitag“ als Duell der Classic-Horror-Giganten vorzustellen, das er hätte werden können, ist sicherlich mindestens so interessant wie das tatsächliche Ergebnis. Bela Lugosi ist in seiner Rolle völlig verschenkt und seine Auftritte verärgern gar, weil sie aufzeigen, um wie viel intensiver das Ergebnis mit ihm in der Position von Stanley Ridges ausgefallen wäre, nicht nur aufgrund der zu erwartenden Dynamik im Zusammenspiel mit Boris Karloff. Dennoch ist Arthur Lubin ohne viel Wirbel und Brimborium ein stellenweise durchaus fesselndes Charakterstück gelungen, dessen psychologische Fragestellungen die volle Stunde bei Laune halten, auch wenn das Drehbuch dem B-Kino nur allzu offensichtlich verpflichtet ist und das fundamentale Grauen einer Mary Shelley längst nicht mehr die Tragfläche bildet, sondern vielmehr die Stilblüten bildende Fantasie endloser Serien von Groschenheften.

06 von 10

Informationen zur Veröffentlichung von “Schwarzer Freitag”

Limited Collector’s Edition #47

Man kommt einfach nicht umhin, die Parallelen zu einem Titel zu registrieren, den Wicked Vision kurze Zeit zuvor als Teil 44 ihrer Collector’s-Edition-Reihe verwerteten. „Die lebenden Leichen des Dr. Mabuse“ mit Vincent Price, Peter Cushing und Christopher Lee war schließlich auch schon ein Treffen der größten Horrorikonen ihrer Zeit, bei dem nur leider zwei der drei Stars in kleinen Nebenrollen verheizt wurden. „Schwarzer Freitag“ ist aus filmhistorischer Warte nun genau die gleiche Sorte Film, nur eben der vorhergehenden Generation entstammend. Auf dem Plakat noch als großes Aufeinandertreffen von Boris Karloff und Bela Lugosi vermarktet, muss sich Letzterer am Ende mit einem besseren Cameo zufrieden geben und dem Zuschauer wird die ersehnte Kombination verwehrt, bestreiten die beiden Legenden am Ende doch keine einzige Szene miteinander.

Dabei ist „Schwarzer Freitag“ ein durchaus erlebenswerter Film, der hauptsächlich im Rahmen von Karloff-Lugosi-Retrospektiven wahrgenommen und in diesem Kontext schwächer bewertet wird als er es vielleicht verdient hat, kann er doch durchaus gewisse Qualitäten vorweisen. Universal selbst mühte sich im DVD-Zeitalter der 00er Jahre hier und da um eine Verbreitung des Streifens, bei uns erschien er 2008 über Concorde im Rahmen einer „Bela Lugosi & Boris Karloff Edition“-DVD-Edition gemeinsam mit „Der Rabe“, „The Black Cat“, „Tower of London“ und „The Invisible Ray“. 2019 kam dann eine Blu-ray aus dem Hause Shout auf den amerikanischen Markt, die im Wesentlichen die Basis bildet für die vorliegende deutsche Veröffentlichung.

Die Verpackung

Mediabooks

“Schwarzer Freitag erscheint in drei verschiedenen Mediabook-Varianten.

Diese bleibt natürlich den wesentlichen Merkmalen der „Collector’s Edition“-Reihe treu und erscheint als Blu-ray/DVD-Set in drei verschiedenen Mediabooks, jeweils limitiert auf 333 Stück. Diesmal wurden keine neuen Motive gezeichnet, sondern man bediente sich aus dem ausreichenden Bestand existierender Originalposter, mit denen drei durchaus hübsche Cover-Varianten entstanden sind. Alle Motive sind sich darin einig, dass eigentlich Karloff und Lugosi die Hauptrollen innehaben sollten; Stanley Ridges wird auf den Plakaten ähnlich viel Unrecht zuteil wie Lugosi bei der Rollenverteilung, was aber daran liegen könnte, dass die Poster bereits gedruckt waren, bevor die Plätze in der Produktionsphase getauscht wurden. Auf Cover A dominiert eine Collage aus Grundfarben gegenüber dem eigentlichen Motiv, das ohne seine Farben recht unauffällig wäre. Der gelbe Schriftzug, das grüne Gesicht Karloffs, das rote Gesicht Lugosis und der blaue Hintergrund ergeben aber eine Kombination, die gleich ins Auge fällt, quasi als eine Art Kontrast zur Schwarzweiß-Epoche, aus der dieser Film stammt. Cover B wird ebenfalls von den Köpfen Karloffs und Lugosis dominiert, die allerdings hier mit dem Tuschestrich wie aus einem Comic vereinfacht, gleichwohl proportional ausgewogen dargestellt sind. Das Highlight setzt hier ein dreieckiger Ausschnitt auf Höhe der Augenpartien der Darsteller, in dessen Bereich die Farben heller gesetzt sind – ein hübscher Bezug auf die sowohl bei Lugosi als auch bei Karloff oft angewandte Chiaroscuro-Ausleuchtung im Augenbereich. Das hier besprochene Cover C wiederum verfolgt einen ganz anderen Ansatz: Es basiert auf einer Fotografie, die einstmals als Poster diente, wurde aber mit sorgfältigem Strich zu einer Zeichnung verfeinert, deren viele Schatten und deren monochromes Farbspektrum im Rostrot-Bereich sich wie eine Hommage an den Film Noir lesen lassen. Dass Karloff im Vordergrund mit Arztkittel eine Spritze hält und Lugosi dahinter eine Bleispritze, deutet auf die ungewöhnliche Verknüpfung von Mad-Scientist- und Gangsterfilm hin. Auf den ersten Blick mag das Motiv unscheinbar sein, es ist aber ganz wunderbar aufbereitet und vielleicht wird es dem Film auch am ehesten gerecht.

Das Booklet

Im Innenteil breiten sich hinter den transparenten Plastiktrays der Discs auf beigefarbenem Hintergrund die Tuschezeichnungen der Darsteller von Cover B aus, was durch das vortreffliche Layout richtig schön zur Geltung kommt. Als Frontcover des 24-seitigen Booklets dient das unbearbeitete Motiv, das als Grundlage für Cover C verwendet wurde. Diesmal ist es an Robert Zion, den Innenteil mit Text zu füllen. Den Redakteur von „35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin“ haben wir unter anderem bereits im Audiokommentar zu „Bloody Mama“ kennengelernt, diesmal liefert er den Essay „Über Legenden des Kinos – Arthur Lubins SCHWARZER FREITAG (Black Friday) von 1940“. Er ist wohl hier wirklich der richtige Mann am richtigen Platz, hatte er doch noch Gelegenheit bekommen, Drehbuchautor Curt Siodmak einen Jahr vor dessen Tod kennenlernen zu dürfen. Das lesenswerte Ergebnis des Zusammentreffens kann man im zweiten Kapitel nachlesen, zuvor dreht sich jedoch alles um Karloff, Lugosi und das von der Öffentlichkeit oft missverstandene Verhältnis zwischen den Beiden. Anschließend gibt es noch einen Exkurs in den Film Noir und den Versuch, das vorliegende Werk in dessen Definition einzuordnen – eine äußerst treffende Beobachtung, sind in den Bildkompositionen von „Schwarzer Freitag“ doch bereits viele Eigenschaften des Film Noir anzutreffen.

Bild und Ton

Im Disc-Menü der Blu-ray wird uns zunächst ein Besuch von Film-Gangster Red Cannon angedroht, wenn wir die Rechtehinweise nicht befolgen, während das Wicked-Vision-Logo in Schwarzweißfilm-Ästhetik eingetaucht wird. Wie üblich empfiehlt es sich, direkt mit dem Hauptfilm einzusteigen, bevor man zu den Extras abwandert, um ein möglichst unvorbelastetes Seherlebnis zu ermöglichen. Präsentiert wird ein 2K-Transfer, der im wahrsten Sinne Licht und Schatten bietet: Die Beleuchtung des Films ist durchaus bemerkenswert und erlaubt manch faszinierendes Schattenspiel und die Akzentuierung bestimmter Bildausschnitte. Der Transfer wird diesen Eigenschaften durch den klaren Kontrast absolut gerecht. Umgekehrt mangelt es in vielen, wenn auch nicht allen Einstellungen ein wenig an Schärfe und Brillanz. Das Grain ist je nach Szene unterschiedlich stark ausgeprägt und vor allem in Innenszenen dominant, während es außen am Tage oft fast unsichtbar wird. Es gibt wesentlich schönere Abtastungen von Filmen aus dieser Epoche, doch das von Shout übernommene Bild erfüllt seinen Zweck.

Auf Tonebene ist zu wählen zwischen dem englischen und deutschen Monoton in einer DTS-HD-Master-Audio-Zweikanalabmischung. Beide Fassungen leiden unter einem Zischen bzw. Hintergrundrauschen, die deutsche mehr noch als die englische, vergleichbar dem Knistern einer Vinylplatte – kaum jedoch laut genug, um den Filmgenuss ernsthaft zu stören. Dialoge sind auch in der englischen Version immer noch gut verständlich, in der deutschen ohnehin, da die Synchronisation natürlich lauter abgemischt ist als die am Set aufgenommene O-Ton-Spur. Untertitel stehen in Deutsch und Englisch zur Verfügung.

Der Audiokommentar

Constantine Nasr, Produzent und Regisseur unzähliger Filmdokumentationen, nahm 2019 für die Shout-Disc einen Audiokommentar auf, der für diese Edition als dritte Tonspur übernommen werden konnte und sogleich ebenfalls deutsch untertitelt wurde. Sein Redefluss verrät, dass er offensichtlich nicht frei spricht, sondern vorab aufbereitete Notizen oder Halbsätze vorträgt, was zu einer hohen Informationsdichte, aber wenig Bezug zum Geschehen auf dem Bildschirm führt. Das Verhältnis zwischen Karloff und Lugosi wird ebenso beleuchtet wie die Regiearbeit Lubins, das Drehbuch Siodmaks oder die Einschränkungen durch den Hays Code. In gewissen Momenten wiederum wird dem Leinwandgeschehen dennoch viel Aufmerksamkeit zuteil, wenn Nasr etwa beim Referieren über den Schnitt darauf aufmerksam macht, das Karloffs Fliege beim Aussteigen aus dem Wagen eine andere Farbe hat als beim Einsteigen.

Die Extras

Bonus

Karloff und Lugosi Erzfeinde? Sieht auf diesem Foto nicht danach aus.

Auch bei den Video-Extras ist der Kommentator wieder beteiligt, denn bei der 17-minütigen Episode über „Schwarzer Freitag“ aus der Doku-Reihe A Good Game: Karloff & Lugosi bei Universal führte Nasr Regie. Der Schwerpunkt der Beleuchtung ist recht einseitig auf die Besetzungsproblematik des Films fokussiert. Im Zuge dessen beleuchtet sie das Verhältnis der beiden Konkurrenten bzw. Kollegen und geht der Frage nach, wie ihr Verhältnis zu einander gewesen sein mag. Gerne hätte man diesem Feature auch eine Stunde lang gelauscht, um noch weitere Hintergründe über die Produktion zu erfahren.

Joe Dante bemüht sich in seinem Trailer from Hell einmal mehr, den Betrachtungsgegenstand kurz und knapp in seiner Gesamtheit zu erfassen, während im Hintergrund der Trailer läuft. Er kommt zum Schluss, dass „Schwarzer Freitag“ eigentlich eher einem Warner-Brothers-Gangsterfilm als einem Universal-Horrorfilm gleiche; weiterhin geht er verstärkt auch die Promotion-Arbeit zum Film ein, die letztlich untrennbar mit seiner Wirkung verknüpft ist. Zusätzlich ist auch der Originaltrailer an Bord, und in der mit Musik unterlegten Bildergalerie werden zur Abrundung in sieben Minuten eine ganze Menge sehenswerter Promo-Fotografien, Aushangbilder und Poster bereitgestellt.

Gegenüber der Shout-Disc fehlt somit lediglich die halbstündige „Inner Sanctum Mystery Radio Hour“ mit Boris Karloff, die allerdings auch keinen konkreten Bezug zum Hauptfilm hat. Innerhalb der „Collector’s Edition“-Reihe ist „Schwarzer Freitag“ trotz der einmal mehr sorgfältigen und qualitativ hochwertigen Aufbereitung sicherlich eine ähnliche Randerscheinung wie in den mächtigen Filmografien von Boris Karloff und Bela Lugosi, es macht deswegen aber nicht weniger Spaß, sie zu entdecken.

Sascha Ganser (Vince)

Bildergalerie

Schwarzer Freitag

Karloff dreht seine letzte Meile.

Schwarzer Freitag

Vin Diesels Großvater hatte es damals auch schon drauf.

Schwarzer Freitag

Face / Off – Im Körper des Professors.

Schwarzer Freitag

Seine Rolle mag klein sein, Spaß hatte Bela Lugosi aber anscheinend trotzdem.

Schwarzer Freitag

Peng!

Schwarzer Freitag

Noiriger kann man Schatten kaum an die Wand werfen.

Schwarzer Freitag

Wer zwei Persönlichkeiten in seinem Gehirn hat, sieht eben doppelt.

Schwarzer Freitag

“Ich hoffe, du hast deine Badehose dabei!”

Sascha Ganser (Vince)

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Copyright aller Filmbilder/Label: Wicked Vision__Freigabe: FSK16__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Ja/Ja

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