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Skyscraper

Originaltitel: Skyscraper__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 1996__Regie: Raymond Martino__Darsteller: Anna Nicole Smith, Richard Steinmetz, Branimir Cikatiæ, Calvin Levels, Jonathan Fuller, Lee de Broux, Deirdre Imershein, Charles M. Huber, Deron McBee u.a.
Skyscraper

Diese DVD beherbergt beide Anna-Nicole-Smith-Action-Superhämmer, die sie je gedreht hat!

Anna Nicole Smith is back! Diesmal gibt sie eine versierte Hubschrauberpilotin, die eines Tages unwissentlich einen fiesen Lump herumkutschiert. Der sucht in ganz Los Angeles die Bauteile für irgendeine Steuerungseinheit zusammen, die laut seiner Aussage das Machtgleichgewicht der Welt verändern werde. Als Annas Nicoles Carrie endlich Lunte riecht, ist es längst zu spät. Zusammen mit zig anderen Geiseln ist sie in einem Hochhaus gefangen, in dem nun das typische Stirb Langsam-Rip-Off abläuft.

Hier direkt mal eine Entwarnung an alle Anna-Nicole-Fans da draußen: Bis es soweit ist und die Action im Film anläuft, war Anna Nicole schon einmal ordentlich nackig. Nach einer erfrischenden Dusche ließ sie sich nämlich von ihrem Schatz ordentlich durchnudeln. Danach ist es dann aber erst einmal eine Weile Essig mit nackter Haut. Da Regisseur Raymond Martino („To the Limit“) aber weiß, wonach die Fans von Anna Nicole Smith dürsten, darf sie mitten in der Handlung in einem eigentlich ziemlich unpassenden Moment auch mal tagträumen.

In ihrer Fantasie nutzt sie mit ihrem Freund ein gemütliches Picknick für eine ausführliche Outdoor-Nummer. Nur um kurz darauf noch einmal die Moppen rauszuholen, als ein Fieswicht sie von hinten nehmen will. Kurzum: Den findigen Produzenten von PM-Entertainment ist nicht entgangen, wen sie hier als Star angeheuert haben. Das haben sie nach der „To the Limit“-Pleite wohl auch dem Regisseur geflüstert und ihm befohlen, zum einen eine geradlinigere Geschichte abzuspulen und zum anderen Frau Smith mehr in den Fokus zu rücken.

Anna Nicole Smith nackt

Anna Nicole Smith verbraucht alles Wasser in dem belagerten Hochhaus, damit die Lumpen verdursten!

Was diesmal auch richtig gut klappt. Zwar wirkt das Playboy-Bunny in den meisten (angezogenen) Actionszenen komplett überfordert und auch das mit dem Schauspiel will einfach nicht so wirklich klappen, aber sie wirkt doch deutlich präsenter und wie die Herrin im eigenen Filmhaus. Zudem nimmt sie der „Der Alte“-Star Charles Huber extrem aus der Schusslinie, indem er als Oberlump noch mieser spielt als sie. Seine Handlanger wurden anscheinend ebenfalls dazu angehalten, so erbärmlich wie möglich zu spielen, damit Frau Smith nicht gar so schlecht abschneidet. Und das klappt ganz gut…

Wichtiger ist diesmal allerdings die Action. Denn in „Skyscraper“ ist sie definitiv gegenwärtiger als in der vorhergehenden Anna-Nicole-Smith-Filmgurke. Gleich die erste Actionszene macht dabei richtig Druck und haut neben fetten Explosionen auch druckvolle Ballereien sowie eine große Crashszene, bei der ein PKW durch einen Laster brettert, raus. Direkt darauf folgt eine weitere kleine Actionszene, bei der ein Auto bildschirmfüllend explodieren darf. Hernach ist die Action zwar kleiner skaliert, da es sich meist um Mano-a-Mano-Duelle in dem Hochhaus handelt, aber sie weiß dank blutiger Treffer-Effekte und kleinerer Kickereien nach wie vor zu unterhalten.

Anna Nicole Smith nackt

Anna Nicole Smith auf der Suche nach dem Ninja-Kampfanzug. Leider gibt es nur welche mit Mörderausschnitt.

Leider sind einige Szenen (etwa eine Hubschrauber-Explosion) Stock Footage, das obendrein genauso bereits in „To the Limit“ vorkam. Ein Modelleffekt ist schnell als ebenjener enttarnt und hier und da wirkt die Action wie der gesamte Film ein wenig schnarchig. Vor allem in dem Stirb-Langsam-Abschnitt wird „Skyscraper“ nämlich nie so wirklich zwingend, verheddert sich in manchen Szenen ungünstig und entwickelt so durchaus spürbare Tempoprobleme. Die pomadigen Monologe von Charles Huber verschärfen das Problem mit zunehmender Laufzeit nur.

Dafür wirkt „Skyscraper“ insgesamt wertiger in Szene gesetzt. Das Bürohochhaus-Setting funktioniert ziemlich gut und toppt die abgeranzten „To the Limit“-Sets mühelos. Und auch sonst kann „Skyscraper“ in fast allen Belangen „To the Limit“ übertrumpfen. Anna Nicole Smith wirkt hier als Actionheldin deutlich präsenter (auch wenn ihr „Ich will ein Baby“ Gekeife schon arg grenzwertig ist) und ihre Actionszenen sind deutlich schöner anzusehen. Das gilt im Übrigen auch für die Softsexszenen, die in „Skyscraper“ doch deutlich geschmackssicherer daherkommen und nicht so schmuddelig in Szene gesetzt wurden wie in „To the Limit“. Diesem Aufwärtstrend sollte aber kein Actionfilm mehr nachfolgen. Zumal man auch explizit festhalten sollte, mit welcher Gurke man „Skyscraper“ hier vergleicht! Die zeitgenössische Kritik nahm den Film denn auch genauso auseinander wie das Actionfilm-Debüt von Anna Nicole Smith. Die hatte danach keinen Bock mehr aufs Genre und der Traum von einer neuen Actionheldin war nach zwei Filmen ausgeträumt.

In Deutschland gab es bislang nur Cut-Fassungen des Filmes zu bestaunen. Ein ungeschnittenes Bootleg sollte hier Abhilfe schaffen, ist aber freilich Filmfans nicht zu empfehlen. Der Rezension lag ein Anna Nicole Smith DVD Double Feature aus den USA von dem Label Sunland Studio zugrunde, dass den Film uncut präsentiert und noch den Film „To the Limit“ bereithält.

In diesem Sinne:
freeman

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