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Stadt der Gewalt – Shinjuku Incident

Originaltitel: San Suk Si Gin__Herstellungsland: Hongkong__Erscheinungsjahr: 2009__Regie: Derek Yee Tung-Sing__Darsteller: Jackie Chan, Naoto Takenaka, Daniel Wu, Xu Jinglei, Masaya Katô, Fan Bingbing, Jack Kao, Ken’ya Sawada, Tôru Minegishi, Paul Chun, Lam Suet, Chin Kar-Lok, Ken Lo u.a.
Stadt der Gewalt

Mit dem Crime-Drama “Stadt der Gewalt” wagt Jackie Chan eine Abkehr von seinem Starimage

Jeder Actionstar muss sich mit der Frage auseinandersetzen, wie lange er den virilen Haudrauf geben kann. Clint Eastwood oder Sylvester Stallone gingen klug damit um und setzten sich in ihren Filmen mit dem Altern auseinander, andere wie Steven Seagal machten einfach weiter wie bisher. Besonders schwierig ist dies natürlich bei einem Akrobatikgenie und Kung-Fu-Clown wie Jackie Chan, der mit Filmen wie „Stadt der Gewalt“ und „The Foreigner“ eigentlich eine gute Lösung fand, dazwischen aber immer wieder gewohnte Sparte zu bedienen versuchte.

„Stadt der Gewalt“ ist, trotz einiger Actionszenen, nämlich ein sehr untypisches Jackie-Chan-Vehikel, noch untypischer als seine ernst angelegten Cop-Reißer „Hard to Die“ und „New Police Story“. Denn der Film von Derek Yee Tung-Sing („One Nite in Mongkong“) ist in erster Linie ein Drama um Kriminalität und Armut, in dessen Zentrum der Chinese Tietou (Jackie Chan) – in manchen Synchronfassungen auch Steelhead genannt – steht, der mit anderen Migranten via Frachter nach Japan reist. Der Grund dafür ist eine Frau, die von ihm verehrte Xiu Xiu (Xu Jinglei). Rückblenden reißen die Vergangenheit an: Ein einfaches Glück im Dorf, der Wunsch nach einem besseren Leben, die Verlockung Japans, wo Xius Großmutter lebt und sie eventuell zu Geld kommen könnte. Die Stoßrichtung ist bald klar: Es geht um eigentlich gute Menschen, die durch die Umstände verändert werden.

Tietou jedenfalls reist der Angebeteten hinterher, nachdem der Kontakt abbricht. Schon die Ankunft zeigt, dass ihm in Japan nichts geschenkt wird: Der Frachter sinkt kurz vor der Küste, am Strand überwältigt Tietou einen Polizisten, damit er und die anderen nicht eingefangen werden, in Tokio angekommen kommt er bei Landsleuten unter, mit denen er sich in großer Zahl ein kleines Haus teilen muss. Knete verdienen sie meist mit Schwarzarbeit, wenige lassen sich auf Gaunereien wie den Handel mit gefälschten Telefonkarten ein. „Stadt der Gewalt“ spielt in den 1990ern, da funktionierte solche Geschäfte noch, in der Zeit vor Handy-Flatrates und billiger Mobiltelefonie.

Tietou organisiert bald die kriminellen Geschäfte, um das Leben für sich und seine Landsleute im Shinjuku-Bezirk der japanischen Hauptstadt zu verbessern. Bald müssen sie jedoch feststellen, dass die Unterwelt fest in der Hand der Yakuza zusammen ist. In dem Zusammenhang sieht Tietou auch Xiu Xiu wieder – sie ist inzwischen Ehefrau eines hochrangigen Yakuza…

„Stadt der Gewalt“ verzichtet – nicht nur in seinen Actionszenen – auf die zwei zentralen Star-Eigenschaften Jackie Chans, nämlich Kung-Fu-Akrobatik und Humor. Wenn gekämpft wird, dann sind dies meist harte Schlägereien, in denen sich die Kontrahenten mit Fäusten, improvisierten Hiebwaffen und Schwertern gegenseitig drangsalieren. Sie sind effektiv darauf aus dem anderen Schaden zuzufügen oder ihn zu töten, da wird nicht viel rumgehopst und rumgealbert. Seltener kommen Schusswaffen zum Einsatz. Einzig und allein die Tatsache, dass es überhaupt einige Actionszenen gibt, darunter einen dramatischen, schweißtreibenden Showdown, ist dann vielleicht ein Zugeständnis an das Starimage Jackie Chans, aber auch andere Gangsterfilme wie Brian de Palmas „Scarface“ oder „Im Vorhof der Hölle“ verfügen über Finale, die Actioncharakter haben.

Gerade „Scarface“ kann durchaus als Referenzpunkt für „Stadt der Gewalt“ gelten, schließlich erzählen beide Filme die Geschichte eines Migranten, der in einem anderen Land aus der Not heraus in die Kriminalität abrutscht, sich aber schnell als geborener Gangsterboss erweist. Gleichzeitig kann man hier aber auch die Unterschiede zu anderen Gangsterfilmen ersehen: Wo Tony Montana dem Machtrausch erlag und daran zugrunde ging, da ist Tietou immer um einen Wertekodex bemüht.

Jeder Coup soll eigentlich nur seinen Leuten helfen oder eine Notlage lösen, immer will Tietou eigentlich nicht tiefer in den Sumpf hineinrutschen, obwohl dies genau das ist, was ihm passiert. Tietou denkt an den Ausstieg und über das Sesshaftwerden nach, erlässt Regeln wie jene, dass Drogenverkauf tabu ist, aber natürlich funktioniert dies weder im amerikanischen noch im Hongkong-Gangsterfilm, das mussten schon die Corleones feststellen. Manchmal mag diese Figurenzeichnung leicht inkonsequent wirken, da Tietou zwar immer das Richtige tun will, andrerseits jedoch auch eiskalte Mafiamorde begeht, doch insgesamt können Regie und Drehbuch die Geschichte eines Mannes, welcher der Gewalt nicht entkommen kann und besser in kriminellen Geschäften ist als ihm lieb ist, glaubwürdig erzählen.

Stadt der Gewalt

Tietou (Jackie Chan) will ein besseres Leben mit seiner großen Liebe, findet aber nur den Weg in die Kriminalität

Nun mag Jackie Chan („Vanguard“) kein Robert de Niro sein, doch er schlägt sich ziemlich gut in dieser ernsten Rolle, die so manchen Bruch zu seinem Leinwandimage besitzt. Waren Chans Figuren sonst immer eher keusch, Sex- und Nacktszenen in seinen Filmen weitestgehend verpönt, so sieht man ihn hier beim bedeutungslosen Sex mit einer Prostituierten. Das sonstige Ensemble liefert auch durchaus starke Leistungen ab, vor allem Naoto Takenaka („Notwehr“) als altgedienter Inspektor, Masaya Kato („Kingdom“) als aufstrebender Yakuza und Fan Bingbing („Skiptrace“) als Frau an Tietous Seite, die aber die ewige Nummer zwei hinter seiner unerreichbaren alten Liebe bleibt. Einzig und allein Daniel Wu („Tomb Raider“) als Bruder des Protagonisten overactet teilweise sehr derbe, vor allem im Schlussdrittel des Films. In weiteren Rollen sind bekannte Gesichter wie Ken Lo („Paradox“) und Lam Suet („Invincible Dragon“) zu sehen.

Von diesem starken Ensemble getragen ist „Stadt der Gewalt“ ein Werk, das den Gangsterfilm keinesfalls neu erfindet und in erster Linie Bekanntes gut bedient. Es gibt den netten Mitläufer, der eigentlich nicht für die Kriminalität gemacht ist, aber dennoch bezahlen muss, es gibt die Ränkespiele und Bandenkriege, es gibt die Freunde, die über Geld und Macht zu Feinden werden, um nur einige Topoi aufzuzählen, die „Stadt der Gewalt“ abgrast, wenn auch auf meist souveräne Weise. Derek Yees Film schwächelt nur in der Hinsicht, dass er seine Zeitsprünge nicht immer sauber markiert und man von daher nicht immer so genau weiß wie viel Zeit manchmal zwischen zwei Szenen vergangen ist und man erst später merkt, wie sich die Situation und die Kräfteverhältnisse im Gefüge der Unterwelt verändert haben.

So ist „Stadt der Gewalt“ dann in erster Linie als relativ radikaler Ausreißer in Jackie Chans Filmographie außergewöhnlich, da er auf die zentralen Trademarks des Kung-Fu-Clowns und Martial-Arts-Akrobaten verzichtet. Ansonsten ist er die Geschichte von Aufstieg und Fall eines Gangsters, klassisches Material eben, das durchaus gelungen aufbereitet wird, aber doch eher das Genre recht souverän mit kleinen Schnitzern bedient als ihm neue Facetten abzugewinnen.

© Nils Bothmann (McClane)



Mit “Stadt der Gewalt – Shinjuku Incident” distanziert sich Jackie Chan vom Image des Kung-Fu-Clowns

2004 hatte Jackie Chan unter großem Jubel der Fangemeinde das unrühmliche Hollywoodkapitel beendet und war beginnend mit „New Police Story“ für einige Filme in die Heimat Hongkong zurückkehrt. Nach kurzem US-Rückfall mit „Rush Hour 3“ 2007 und der halbamerikanischen Produktion „The Forbidden Kingdom“ 2008 ist er in seinem neuen Film „Shinjuku Incident“, hierzulande „Stadt der Gewalt“ betitelt, wieder im asiatischen Rahmen unterwegs – und vollführt eine spektakläre stilistische Abkehr von seinem Image und bisherigen Erfolgsrezept, die noch weit über den seinerzeit als untypisch ernstes Drama herausgehobenen „New Police Story“ hinausgeht.

Stadt der Gewalt

In einigen Synchronfassungen heißt Jackies Figur Steelhead

Anfang der 90er-Jahre: Jackie spielt einen Mann mit dem klangvollen Namen Steelhead, der zusammen mit weiteren gigantischen Schiffsladungen chinesischer Flüchtlinge auf der Suche nach seiner Verlobten illegal nach Japan immigriert, dort Anschluss an Schicksalsgenossen aus der Heimat findet und sich zunächst mit niederen Tagesjobs über Wasser hält. Als er erst einem Polizisten und dann einem hohen Yakuza das Leben rettet und seine Leute mit brutalen Gangs und Gangsterbossen in Konflikt geraten, findet sich Steelhead in den Verstrickungen des organisierten Verbrechens wieder – alsbald steigt er selbst auf in der mafiösen Unterwelt Tokios…

„Shinjuku Incident“ ist ein ganz und gar ungewöhnliches Jackie-Vehikel, das die Vergangenheit hinter sich lässt und stilistisch wohl auf lange Sicht den Weg in die Zukunft des ehemaligen Kung-Fu-Clowns weist. Freilich brachte Jackie abseits des Hollywood-Klamauks um den Millenniums-Wechsel schon immer auch ernste Seiten in seine Filme mit ein, agierte nicht nur in Actionkomödien, sondern auch Actiondramen und zeigte Ambitionen der Schauspielkunst und Düsternis erst jüngst in aller Deutlichkeit mit „New Police Story“ – doch „Shinjuku Incident“ versteht sich nicht nur als seriöses Drama ohne Comedy-Hampelei, sondern verzichtet darüber hinaus auch noch auf das doch alle Jackie-Streifen einende Martial-Arts-Element. Auf Kampfkunstakrobatik konnte man bislang noch in jedem seiner Filme bauen, unabhängig vom Drumherum – hier wird dem Zuschauer selbst die verwehrt. Obwohl sich reichlich Gelegenheit böte.

„Shinjuku Incident“ beginnt als Immigrantendrama nicht ohne humoristische Momente, das zeigt, wie sich Steelhead mit niederen Jobs herumschlägt und Anschluss findet an andere chinesische Einwanderer, beschreibt deren Leben, Leiden und Konflikte mit der stets drohend lauernden Polizei. Durch zunächst kleine, dann zunehmend größere Ausmaße annehmende Auseinandersetzungen der Protagonisten mit der örtlichen Gangsterwelt wandelt sich der Streifen schließlich auf recht schleichende und subtile Weise zur Crimestory, deren Atmosphäre sich konsequent verdüstert und Härte sich konsequent steigert, ehe er als teils beinahe epische Dimensionen annehmendes Yakuza-Drama endet, das Steelheads Aufstieg und Fall im organisierten Verbrechen portraitiert, der an seinem Versuch, das Gute in sich zu bewahren und sich den übelsten Seiten des Geschäfts zu erwehren, schließlich zugrunde geht.

Obwohl der Film mit 120 Minuten eine stattliche Länge aufweist, wäre gerade im letzten Drittel, das seine Stärke aus den inneren Konflikten Steelheads bezieht, sogar noch etwas mehr Ausführlichkeit dem Eindruck zuträglich gewesen. „Shinjuku Incident“ bärge durchaus Potential für ein handfestes Epos.

Stadt der Gewalt

Jie (Daniel Wu) ist der ewige Pechvogel

Jackie Chan („Bleeding Steel“) trägt den Film mit einer wackeren schauspielerischen Leistung und hat ebenfalls überzeugende Costars zur Seite. Der neugewonnene Ernst des ehemaligen Martial-Arts-Comedykaspers überzeugt durchweg und macht keinen unstimmigen Eindruck, lediglich in den durchaus gegebenen Actionmomenten wünscht man sich bisweilen den alten Jackie zurück: Wenn er Frauen vor Straßenschlägern rettet oder sich wild herumsäbelnder Yakuza-Horden erwehrt, wären ein paar schick choreografierte Martial-Arts-Einlagen schön und der Atmosphäre des Films auch nicht abträglich gewesen.

So bleibt den Fightmomenten Highlightcharakter größtenteils verwehrt, wenn auch Regisseur Derek Yee Tung-Sing („Triple Tap“) im großen Finale einige edle Zeitlupenmomente auspackt und das Hauen und Stechen (man hantiert in der japanischen Unterwelt bevorzugt mit Schwertern) stets mit einem angemessenen Härtegrad würzt. Inszenatorisch und optisch spielt „Shinjuku Incident“ ohnehin in einer hohen Liga, weiß die Atmosphäre tristen Arbeitertums genauso stimmig zu transportieren wie hippen Clublebens und klassischer Gangsterszenarien, denen ein kraftvoller Score zusätzlich zugute kommt.

Fazit: Mit „Shinjuku Incident“ distanziert sich Jackie Chan völlig vom Image des Kung-Fu-Clowns und mimt überzeugend die Hauptrolle in einem gegen Ende an epischen Dimensionen kratzenden Immigranten- und Gangsterdrama. Wer keine Actionschauwerte gewohnter Facon erwartet, wird von einem souverän inszenierten, düsteren, harten und teils emotional-dramatischen Unterweltthriller made in Hongkong, angesiedelt in Japan, überzeugt werden.

© Ed_Hunter



“Stadt der Gewalt” hat eine enorm aufrüttelnde Wirkung

Wenn eine Stadt, ein Organismus, ein System Gewalt gebiert, reicht es oftmals nicht aus, das Individuum zu betrachten, das diese Gewalt ausübt. Derjenige, der schlägt, raubt und mordet, mag nur die ausführende Hand sein, im Charakter grundsätzlich vielleicht sogar herzensgut, ist aber immer noch dem Prinzip des Fressens und Gefressenwerdens untergeben. Man muss also schon die Makroebene studieren, um zu verstehen, wieso Menschen sich in bestimmten Szenarien auf bestimmte Art und Weise verhalten.

„Stadt der Gewalt“ ist ein Makrofilm. Er behandelt das japanische Szenario um die illegale Migration von Chinesen. Dabei beginnt er beim Einzelnen und geht auf das System über, und zwar nicht ohne Thesen zu stellen, wo die Rasseunruhen ihren Ursprung haben und wie sie sich zu einem Problem ihrer Größenordnung haben entwickeln können.

In den Flanken dreht Derek Yee Tung-Sing („Sword Master“) einen großen, blockbusterähnlichen Film mit den großen Bildern eines gestrandeten Passagierschiffes und den von Zeitlupen veredelten letzten Zügen, doch seine große Stärke sind die ebenso leisen wie variablen Töne in der Filmmitte: Kleine, dreckige Sets, ambivalente Charaktere, die in ihnen hausen und vor allem die Vermeidung einer cineastisch sich aufplusternden Dramaturgie vom Schlage „Infernal Affairs“. So gewinnt der Regisseur zunächst einmal Glaubwürdigkeit, denn in die Nähe von Superhelden oder Superschurken wagt sich der Film nie.

Stadt der Gewalt

Tietou ist ein Individuum in einem System, das Gewalt gebiert

Dabei ist es ein aus künstlerischer Sicht riskantes Unterfangen, den ausführenden Produzenten Jackie Chan auch als Hauptdarsteller einzusetzen; ein Unterfangen allerdings, das hätte glücken können. Chan bringt als weltbekannter „Nice Guy“ alle Anlagen dafür mit, zu zeigen, wie das System sogar die selbstlosesten Menschen zur Gewalt führen kann. An mancher Stelle verfehlt die Besetzung tatsächlich nicht ihre Wirkung. Wenn der Hongkong-Superstar eine Szene spielt, in der er aus purer Langeweile und Wehmut Sex mit einer Prostituierten hat, beispielsweise. Oder, wenn er ganz verdutzt seinen Freund fragt: „Sind wir jetzt eine Triade?“ Szenen, in denen deutlich wird, was deutlich werden soll: Der Mensch ist als Individuum in erster Linie dem Kollektiv verpflichtet, weil er ein soziales Wesen ist. Und so passt er sich seiner Umgebung an.

Einzig Chans schauspielerische Grenzen verhindern es, dass er als Idealbesetzung bezeichnet werden kann, allerdings ist das kein ganz unwichtiger Punkt – auf Distanz betrachtet wirkt er dann doch eher wie ein Fremdkörper, wenn auch einer, der sich streckenweise mit Erfolg zu integrieren weiß.

Des Filmes größte Stärke ist zugleich auch seine größte Schwäche: So intensiv dem Zuschauer das Migrationsproblem auch bewusst gemacht wird durch die wechselnden Ansätze, die ein so vielseitiges Bild zeichnen, so sprunghaft legt sich leider auch die Handlung nieder. Nach einer Stunde ist bereits ein kompletter Film gezeigt, bevor ein zweiter folgt. Das Drehbuch ist vollgepumpt mit Ereignisketten, deren Schnelligkeit in der Abfolge so manche Wandlung absurd radikal erscheinen lassen. Dazu gehört sicherlich diejenige von Daniel Wus Figur, denn Wu („Into the Badlands“) droht am Ende Johnny Depps Hutmacher Konkurrenz zu machen.

Von seiner aufrüttelnden Wirkung jedoch und vor allem der objektiven, kaum direkt Stellung beziehenden Perspektive der Erzählung können viele Filme, die ähnliche Thematiken aufgreifen, nur träumen. „Stadt der Gewalt“ ist der angemessen nüchterne Versuch, gesellschaftliche Entwicklungen nachzuzeichnen – fern aller Martial Arts- oder Kino-Spirenzchen. Zweier Dinge also, für die Hauptdarsteller Jackie Chan („Kung Fu Yoga“) eigentlich seit den Anfängen seiner Karriere steht, die er aber, ohne mit der Wimper zu zucken, opfert. So etwas macht man, wenn man am Taschenmessermedium Film noch mehr Funktionen entdeckt als nur die Klinge der Unterhaltung.

Starke:

© Sascha Ganser (Vince)

NewKSM hat „Stadt der Gewalt“ hierzulande auf Blu-Ray und DVD veröffentlicht, der in der ungekürzten Fassung ab 18 Jahren freigegeben wurde. Die Einzel-DVD hat nur Trailer als Extras, auf der Doppel-DVD und den Blu-Rays gibt es Deleted Scenes, Interviews, ein Making Of, eine Bildergalerie und ein Behind the Scenes.

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Copyright aller Filmbilder/Label: NewKSM__FSK Freigabe: ab 18__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Ja/Ja

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