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The Last Ship (Season 2)

Originaltitel: The Last Ship (Season 2)__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 2015__Regie: Jack Bender, Peter Weller, Mario Van Peebles u.a.__ Produzent: Michael Bay u.a.Darsteller: Rhona Mitra, Adam Baldwin, Eric Dane, Tommy Savas, Kevin Michael Martin, Chris Sheffield, Hope Olaide Wilson, Ben Cho, Amen Igbinosun, Charles Parnell u.a.
The Last Ship

Die Nathan James ist zurück und versucht nach wie vor die Welt zu retten: “The Last Ship” Season 2.

Wir erinnern uns: Während die Nathan James, ein amerikanischer Zerstörer, am Nordpolarkreis unterwegs ist und eine geheime Forschungsmission erfüllt, reißt ein urplötzlich auftauchender Virus den Rest der Welt ins Verderben. Als die Besatzung der Bedrohung gewahr wird, beschließt sie, ein Serum gegen den Virus zu finden und die verbliebenen Reste unserer Zivilisation zu bewahren.

Fiese Russen, missgünstige Profiteure der Pandemie, Piraten und anderes Lumpengesindel machen den Mannen um Captain Tom Chandler die selbst auferlegte Rettungsmission alles andere als leicht. Dennoch gelingt es der Crew, einen Antivirus zu kreieren. Als sie in Baltimore vor Anker gehen, um das Gegenmittel unter die Leute zu bringen und dessen Massenproduktion sicherzustellen, geraten sie in eine Art Hölle auf Erden…

Genau hier setzt Staffel 2 der von Michael Bay produzierten Actionserie „The Last Ship“ an und bringt die Ereignisse zu einem schlüssigen Ende, bevor man eine neue Bedrohung für die Nathan James installiert…

Auch wenn’s dir nicht gefällt: Du bist Noah und dieses Schiff ist deine Arche!

Der Episodenführer zu Staffel 2 von „The Last Ship“

 

Episode 1: Stadt im Chaos

Die Sicherheitskräfte von Baltimore kapern die Nathan James und wollen das Serum gegen den Virus in die Finger bekommen. Tom Chandler schließt sich darum mit Rebellen zusammen, um einerseits sein Schiff zu befreien und andererseits die machtbesessene Bürgermeisterin der Stadt auszuschalten.

Episode 2: Kampf ums Schiff

Der Kampf um die Nathan James geht weiter und Baltimore soll befreit werden. Immerhin sollen die Labore der Stadt baldmöglichst die Massenproduktion des Serums gegen den Killervirus garantieren.

Episode 3: Die Auserwählten

Chandler und seine Mannen finden im verlassenen Weißen Haus Hinweise darauf, dass weltweit ein Verbund geheimer Labore existiert, die allesamt in der Lage wären, Massen des Serums herzustellen. Diese will Chandler sofort mit Proben und Ausrüstung versorgen. Derweil zeichnet sich am Horizont eine neue Bedrohung ab. „Die Auserwählten“ beginnen das Land zu spalten. Sie sind immun gegen das Virus und sehen sich als eine Art Herrenrasse, die es verdient habe, alleine in dieser komplett auf den Kopf gestellten Gesellschaft zu leben.

Episode 4: Neue Hoffnung

Auf einem riesigen Lazarett-Schiff stoßen Chandler und die Auserwählten erstmals brachial aufeinander…

Episode 5: Achilles

Achilles ist der Name des Atom-U-Bootes, mit dem Kampfeinheiten der „Auserwählten“ unterwegs sind und das verbliebene Restgleichgewicht der Welt massiv bedrohen. Das erste Ziel ihrer gefährlichen Bewaffnung: Die geheimen Labore, die zur Massenproduktion des Serums gebraucht werden.

Episode 6: Dem Feind auf der Spur

Tom Chandler und einige seiner Mannen schleusen sich in eine Enklave der Auserwählten ein. Derweil forscht Dr. Rachel Scott an einer Variante des Serums, das über die Luft verbreitbar ist…

Episode 7: Allein unter Wölfen

Die Auserwählten haben einen Politiker in ihrer Gewalt, der entsprechend der natürlichen Rangfolge der Präsident der Vereinigten Staaten wäre. Der immer noch undercover in der Enklave agierende Chandler will den Politiker befreien und auf die Nathan James bringen.

Episode 8: In Sicherheit

Chandler wird damit konfrontiert, wie gründlich und perfide die Hirnwäsche durch die Auserwählten bei ihren „Opfern“ ausfallen kann.

Episode 9: Die Last der Verantwortung

Rachel Scott arbeitet weiter an einem flüchtigen Serum und benötigt hierfür Süßwassermuscheln. Auf der Suche nach ebenjenen geraten Tom Chandler und Co. an Kopfgeldjäger, die im Auftrag der Auserwählten handeln.

Episode 10: Aus den eigenen Reihen

Während die Nathan James gen New Orleans unterwegs ist, hat Rachel Scott die Idee, den Antivirus wie eine ansteckende Krankheit etwa durch Berührung zu verbreiten. Sie forscht massiv in diese Richtung, während Chandler und seine Mannen das Kommunikationssystem der Auserwählten knacken. Doch Sieger bleiben die Auserwählten, denen es gelingt, einen massiven Propagandakrieg gegen die Nathan James aufzurollen.

Episode 11: Das Netzwerk

Um die Propagandamaschine der Auserwählten zu zerstören, muss die Nathan James das Kommunikationsnetzwerk der Auserwählten angreifen…

Episode 12: Vernichtet sie!

Chandler beschließt, das Angriff die beste Verteidigung ist. Er will das U-Boot der Auserwählten stellen und versenken.

Episode 13: Vereinigung

Rachel Scott scheint es gelungen zu sein, das Serum “ansteckend” zu machen. Doch die Auserwählten planen einen perfiden Rundumschlag gegen die Heiler…

Pathetische Acion in Serie – Mit am Ruder: Michael Bay, Mario Van Peebles und Peter Weller

Der ersten Staffel von „The Last Ship“ war es erst gegen Ende gelungen, den Procedural-Charakter einigermaßen abzuschütteln. Dementsprechend verliefen alle Folgen bis dahin recht ähnlich: Die Nathan James traf auf ein Problem, bewältigte es und tuckerte weiter. Der handlungsübergreifende Story-Arc wurde eher in homöopathischen Dosen gereicht und ließ die Serie wenig zusammenhängend wirken. Konnte man nun meinen, dass mit den letzten Teilen der ersten Staffel das Schiff endlich auf Kurs war und die Macher das große Ganze deutlicher im Fokus hatten, wirkt die zweite Staffel nun sogar noch zerfahrener!

Dabei schließt sie zunächst direkt an den Cliffhanger der Vorgängerstaffel an und macht richtig Action! „The Last Ship“ rast hierbei von Shootout zu Shootout und von Spannungsmoment zu Spannungsmoment. Die ersten beiden Episoden wirken im Verbund mit der letzten Folge von Staffel 1 wie ein großer Actionfilm, in dem beständig etwas passiert. Das Problem: Am Ende von Episode 2 („Kampf ums Schiff“) sind alle großen Probleme ausgeräumt. Man könnte auch sagen, dass die ersten beiden Episoden der zweiten Staffel die erste Staffel abschließen und richtig rund machen.

The Last Ship

Tom Chandler (Eric Dane) ist Chef der Brücke der Nathan James.

Mit dem Problem, dass „The Last Ship“ nun die nächsten Episoden braucht, um eine neue Bedrohung zu etablieren und die eigentliche Handlung weiter zu entwickeln. Urplötzlich verfällt „The Last Ship“ wieder in alte Muster. Sprich: Die Nathan James legt wieder irgendwo an, es rumpelt ordentlich und die Nathan James legt jubilierend wieder ab. Das hat schon bei Staffel eins ganz gut funktioniert und machte ebenjene zum Mindless-Fun für zwischendurch. Es sei an dieser Stelle auch nicht zu stark kritisiert, der Gesamtspannung ist dieser Rückfall in alte Muster aber schon abträglich.

Mit Episode 9 schwenkt die Serie dann noch einmal um. Die Episoden beginnen nun wieder deutlich schlüssiger ineinander überzugehen und der durchgehende Spannungsbogen wird deutlich spürbarer herausgearbeitet. Hier ist man dann auch an dem Punkt, wo es einem als Zuschauer schwer fällt, eine zeitliche Lücke zur nächsten Episode zu lassen. Witzigerweise ist genau diese Neuausrichtung von einem unserer Actionhelden inszeniert wurden: Peter Weller („Robocop“)! Während er optisch in der etablierten Serie keine Akzente setzen kann, bringt er „The Last Ship“ nun zumindest handlungstechnisch wieder deutlicher auf Kurs. Und er macht in der Action, die in Staffel 2 deutlich aufgebohrt wird, endlich mal wieder Gebrauch von der bis dahin sträflich vernachlässigten Nathan James. Sprich, er verwickelt ein Bodenkommando in eine fette Ballerei und lässt die Geschütze der Nathan James für die Schauwerte sorgen. Etwa eine fette Autoexplosion.

The Last Ship

Der Zerstörer in Action!

Mario Van Peebles („Defender – Der Schutzengel“) führte im Übrigen bei der direkt anschließenden 10. Episode Regie und hält die Nathan James nun gekonnt auf Kurs. Seine Arbeit an der Serie verdichtet die Dramaturgie und etabliert vor allem den Propagandakrieg zwischen den Auserwählten und der Nathan James.

Während die Serie, wie soeben dargestellt, dramaturgisch also ordentlich schlingert und gefühlt immer noch ihre Identität sucht, wurde an einigen anderen Schwachpunkten der Vorgängerstaffel ordentlich nachjustiert. Dabei fällt vor allem auf, dass man Eric Dane alias Tom Chandler deutlich mehr Freiräume zuschanzt, in denen er seinen Charakter stärker in Richtung charismatischer Chef rücken kann und diese Möglichkeit dankbar annimmt. Vermutlich hat er selbst auf diese Entwicklung gepocht, ist er doch seit Staffel 2 ausführender Produzent der Serie. Auch ein paar der Nebencharaktere dürfen endlich mehr Profil entwickeln. Zwar sind sie nach wie vor alle ein wenig zu glatt, zu treu und zu perfekt, aber sie wirken doch deutlich lebendiger als in Staffel 1.

The Last Ship

Einige neue Charaktere bevölkern Staffel 2 der Actionserie.

Ein echter Pluspunkt ist die Etablierung eines greifbaren Bösewichtes. Der kann seine Bedrohlichkeit zwar nie vollends ausspielen, einfach weil Chandler und Co. zu selten mit ihm zusammenrasseln, im Vergleich zu den diffusen und immer neuen Bedrohungen aus Staffel 1 ist diese Konzentration auf einen Finstermann und seine Gefolgsleute allerdings ein echter Gewinn.

Wo „The Last Ship“ in der zweiten Staffel ebenfalls deutlich zulegt, ist die Action. Und das in allen Abteilungen! Als da wären:

1. Laufzeit: Ganze Episoden sind reine Action-Einlagen, in denen von Anfang bis Ende geballert, gekämpft und gesprengt wird.
2. Aufwand: Handgemachte Explosionen und ein grandioses Duell zwischen einem Schiff und einem U-Boot gehören zum Repertoire der zweiten Staffel.
3. Settings: Zu den gewohnten Settings rund um die Hauptschauplätze (Ankerplätze der Nathan James und die Nathan James selbst) gesellen sich für Serien exotische Schauplätze wie eine Ölbohrinsel, die man ebenfalls fachmännisch zerlegt!
4. Brutalität: Mit Blut wird in Staffel 2 nicht mehr gegeizt. Es setzt harsche Kopfschüsse, Kehlenschnitte und ähnliche Nicklichkeiten. Beim brachialen Fight in einer Großküche werden Besenstiele, Gabeln und Messer in feindliche Körper getrieben. Das 50mm Geschoss der Nathan James darf einen ganzen Menschen zerstören und und und. Das Schöne: So gut wie alle Effekte wirken handgemacht.

The Last Ship

Tom Chandler – ein echter Patriot!

Kurzum: Die zweite Staffel von „The Last Ship“ bietet noch mehr Action fürs Heimkino, punktet mit fetten Produktionswerten und einer sauberen Inszenierung und legt im Verlauf der Staffel ordentlich an Spannung und Intensität zu. Leider braucht es eine ganze Weile, bis die Nathan James in Staffel 2 richtig auf Spannungskurs ist. Pathos und Patriotismus tropfen der Serie nach wie vor aus jeder Pore und man muss schon sehr aufpassen, dass man beim Fahnengruß der Schiffsbesatzung nicht auch auf einmal in der heimischen Stube strammsteht. Leider meint die Serie genau diese Momente auch ein deutliches Stückchen zu ernst. Ironische Brechungen sucht man hier vergebens, wie Humor allgemein eher eine stark untergeordnete Rolle spielt. Kann man sich damit arrangieren, wird man von Staffel 2 genauso nett unterhalten wie von Staffel 1.

Die deutsche DVD/Blu-ray zu Staffel 2 erscheint am 29. Juli 2017 von Polyband und ist mit einer FSK 16 Freigabe ungeschnitten. Die bild- und tontechnisch brillanten Datenträger haben auch einige Extras (Making Of, Behind the Scenes Featurettes zu jeder Episode und Interviews) an Bord, die allerdings doch sehr werbelastig geraten sind.

In diesem Sinne:
freeman

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Copyright aller Filmbilder/Label: Polyband__Freigabe: FSK 16__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Ja/Ja

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