| Originaltitel: Safe House__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 2025__Regie: Jamie Marshall__Darsteller: Hannah John-Kamen, Holt McCallany, Ethan Embry, Lewis Tan, Brian Van Holt, Lucien Laviscount, Michael Bradway, Adam Levy, Jasmine Luv u.a. |
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In „Safe House“ geraten Agenten verschiedenster Behörden aneinander.
Es ist kein guter Tag für Los Angeles. Gleich an zwei Schauplätzen tobt der Terror: Zum einen wird die Wagenkolonne des Vizepräsidenten angegriffen. Zum anderen geraten die Agenten verschiedenster Behörden direkt vor dem Rathaus unter Feuer. Dem Chaos entkommen nur wenige und sie folgen dem für derartige Ausnahmesituationen geltenden Protokoll. Dieses sieht vor, sich in ein nahe gelegenes Safe House zurückzuziehen.
Anderson ist der Housekepper von einem dieser Safe Houses. Und er bekommt von einigen Personen „Besuch“. Diese arbeiten für das FBI, Homeland, das Verteidigungsministerium und den Personenschutz des Vizepräsidenten. Und zwei von ihnen tragen jeweils ein Geheimnis mit sich herum. Ein Geheimnis, das die Sicherheit der gesamten Welt gefährdet.
Als die gesamte Stadt unter Kriegsrecht gestellt und das Safe House abgeriegelt wird, liegen die Nerven vollends blank. Was sich noch verschärft, als plötzlich von außen Söldner in die Räumlichkeiten einbrechen und nicht gewillt zu sein scheinen, Gefangene zu machen. Der Überlebenskampf hat begonnen.
Actionthriller mit Rätsel-Komponente
Schon kurz nach dem Ende des Vorspannes heftet ein Schlingel eine Haftbombe an ein Fahrzeug der Wagenkolonne des Vizepräsidenten. Selbige explodiert wuchtig und zerreißt den Wagen. In einem anderen Auto der Kolonne zieht der Fahrer eine Knarre und feuert auf die Insassen. Nur Agent Choi überlebt und richtet den Fahrer. Er steigt aus der Karre und gerät mitten ins Feuer. Von allen Seiten wird die Wagenkolonne unter Feuer genommen. Irgendwann gelingt es Choi, zu entkommen.
Parallel dazu fallen Schüsse am Rathaus von Los Angeles. Gas wird freigesetzt. Die Agenten sterben wie die Fliegen. Nur Agentin Owens entkommt mit ihrem verletzten Kollegen und Freund Agent Reeves. Diese drei Überlebenden finden sich flott am titelgebenden Safe House ein, das Anderson überwacht. Der Kriegsveteran ist Hektik gewohnt. Trotzdem ist diese Situation auch für ihn komplett neu. Zumal alsbald die gesamte Stadt und auch sein Safe House abgeriegelt werden.
Zuvor finden sich noch der CIA-Agent Halton und der Homeland-Agent Sorello in dem Safe House ein. Früh greift Misstrauen um sich. Die Agenten sind sich zudem untereinander wenig grün. Spannungen bauen sich auf. Nun wird obendrein etabliert, dass zwei Figuren MacGuffins mit sich tragen. Einer davon wird früh enttarnt, während um den zweiten sehr lange ein Geheimnis gemacht wird. Leider bekommt man dessen Sinn nie wirklich glaubwürdig in die Story implementiert.
Bislang sind kaum 15 Minuten vergangen und „Safe House“ ist bereits richtig am Rollen. So geht kompaktes Erzählen. Und der Actionthriller gönnt sich ab sofort kaum Ruhepausen. Unvermutet schnell schlagen erste Angreifer zu. Das führt zu weiteren, sehr kompetent in Szene gesetzten Actionszenen. In denen werden trockene Headshots ebenso verteilt, wie versiert gesetzte Hiebe und Tritte in taff choreographierten Kampfszenen.
Als Kirsche auf der Torte dürfen die gekillten Angreifer dann auch noch explodieren, was für viel Chaos sorgt und den netten Schauplatz zunehmend mehr in Schutt und Asche legt. In den kurzen Szenen zwischen den Attacken steigen kurze Dialoge, die einem die Charaktere näher bringen oder der Story Vorschub leisten.
Der Fokus liegt dabei überdeutlich auf der Story-Entwicklung, die Charaktere sind dem Drehbuch von Leon Langford („Hot Seat“) nicht soooo wichtig. Was aber insofern nicht weiter stört, weil sie trotzdem ordentlich funktionieren. Das resultiert daraus, dass sich ihre Darsteller wirklich mühen. So bin ich zwar kein großer Fan von Hannah John-Kamen („Ant-Man and the Wasp“), hier macht sie aber einen soliden Job. Und mit Holt McCallany („Cash Truck“) als Halton und vor allem Ethan Embry („Chase“) als Sorello hat sie zwei top aufgelegte und spielfreudige Co-Stars an Bord, die diverse Szenen stehlen.
Doch auch Lewis Tan („Mortal Kombat“) als Choi, Lucien Laviscount („Last Contact“) als Anderson und Michael Bradway als Reeves spielen ihre Rollen sauber runter. Wobei vor allem Lewis Tan mit seinen starken Martial-Arts-Einlagen dem Zuschauer in Erinnerung bleibt. Mit Brian Van Holt („Boneyard“) und Brett Cullen („Joker“) runden zwei weitere bekannte Gesichter in netten Nebenrollen den Cast ab.
Jamie Marshall, der als Regisseur bislang noch nicht weiter aufgefallen ist, dafür aber bereits die Second Unit von Krachern wie „Face/Off“, „Starship Troopers“ oder „Criminal Squad“ besorgte, lässt seinen Actioner sehr wertig aussehen. Bei normalen Lichtverhältnissen herrscht eine schöne Farbigkeit vor. Sobald es dunkler wird, übernimmt ein Komplementärfarbenlook. Der Schauplatz überzeugt, wird ordentlich bespielt und zerstört. Und auch die anfänglichen Actionszenen an freier Luft werden weitgehend sauber umgesetzt und bieten auch dank Drohnenflügen eine hübsche Dynamik auf. Zudem hat „Safe House“ einen wirklich hübschen Actionscore abbekommen.
Apropos Action: Selbige wurde von Ramin Sohrab und Arnold Chon („MR-9“) choreographiert und koordiniert. Beide liefern hier wirklich ordentlich ab und hauen vor allem in den starken Fights ordentlich einen raus. Traurigerweise fehlt es ein wenig an Härte. So zeitigen etwa in den Fights genutzte Messer kaum auffällige Wirkungen in Form fieser Wunden.
Und leider wirken alle im Film aufgefahrenen Explosionen etwas cheesy. Am eigentlichen Schauplatz des Safe Houses funktionieren sie allerdings deutlich besser als bei den beiden größer skalierten Actioneinlagen rund um den Wagenkonvoi und das Rathaus. Hier sieht man die CGI-Herkunft zu überdeutlich. Gleiches gilt für die Ballereien. Bei den größeren Actionszenen stammen alle Mündungsfeuer und Trefferwirkungen aus dem Rechner, im Safe House kommt dann eine handgemachte Umsetzung zum Tragen.
„Safe House“ bietet feine Action an einem unterhaltsamen Plot
Hat sich „Safe House“ an seinem eigentlichen Schauplatz eingegroovt, erinnert er immer wieder mal an den Scott Adkins Actioner „Take Cover“. Nur dass „Safe House“ eine etwas komplexere Story erzählt, die er auf mehr Schultern verteilt. Davon abgesehen, nehmen sich beide Filme nicht viel und sind jeder für sich wahrlich unterhaltsam.
Action, Kameraarbeit, Musik, Schauspiel: „Safe House“ wirkt zudem in zahlreichen Sparten extrem wertig und schaut aus, als habe er ein mehr als ordentliches Budget gehabt. Leider schwächelt der Film ausgerechnet in seiner Action hier und da. Sie könnte durchaus härter ausfallen und setzt ab und an zu stark auf nicht so gelungene CGIs.
Und wo wir gerade beim Meckern sind: Mir hat die Story des Filmes an und für sich gut gefallen. Einzig, man kommt ihr und ihren Geheimnissen zu schnell auf die Schliche. Ein Knalleffekt in Richtung Finale wäre toll gewesen. Doch der bleibt leider aus. Zumindest haben die aufgefahrenen Motive unvermutet aktuelle Bezüge. Trotzdem hat man am Ende das Gefühl, ein wenig unbefriedigend aus dem Film geworfen worden zu sein. Dennoch gibt es von mir starke:
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Die deutsche DVD / Blu-ray kommt von dem Label Splendid Film und ist mit einer Freigabe ab 16 ungeschnitten. Ihr könnt den Actionfilm auch streamen.
In diesem Sinne:
freeman
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Zur Filmdiskussion bei Liquid-Love
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