| Originaltitel: Lion Fist__Herstellungsland: Lion Fist__Erscheinungsjahr: 2026__Regie: Taim M. Adams__Darsteller: Mathis Landwehr, Keith Cooke, Gary Daniels, Kurt McKinney, Brice Akuesson, Yanlong Li, Konstantin Lindhorst, Lucian Roucka, Artur Sorokin, Julin Täubner, David Yeung u.a. |
Video: Kritik zu „Lion Fist – Kampf der Champions“ mit Gary Daniels
Wir haben den neuen Retro-Martial-Arts-Actioner „Lion Fist – Kampf der Champions“ für euch angeschaut und verraten euch in unserer Videokritik, was der Film mit Mathis Landwehr, Gary Daniels und Kurt McKinney kann.
Einer gegen alle!

Mathis Landwehr (links) trifft auf das Tier Brice Akuesson in „Lion Fist“.
Joe kommt nach vier Jahren Haft endlich wieder frei. Diese hatte er unschuldig verbüßt. Um zu garantieren, dass sich seine drogensüchtige Freundin um das gemeinsame Kind kümmern kann, deckte er sie und nahm die Schuld für eines ihrer Drogendelikte auf sich. In den Jahren der Haft hat sich viel verändert. So hat seine ehemals große Liebe seine Konten leergeräumt und einen neuen Freund namens Butch. Und sie erklärt Joe, dass der gemeinsame Sohnemann Wyatt schwer erkrankt sei und eine enorm teure Behandlung benötige.
Zwar hat Joe einen Job in einem Stahlwerk gefunden, doch 50.000 Dollar kann er nicht mal eben locker machen. Eines Tages begegnet er jedoch der aparten Mei. Die eröffnet ihm, dass in Joes neuem Heimatstädtchen alsbald ein hoch dotiertes Kampfsportturnier anstehe. Das Schöne: Meis Vater Wu ist ein ganz besonderer Kampfsportmeister, der sich nach einigem Hin und Her breitschlagen lässt, Joe auf das Turnier vorzubereiten.
„Lion Fist“ bietet gelungene Retro-Martial-Arts-Action
„Lion Fist“ nach einem Drehbuch von Sean David Lowe und Keith W. Strandberg („Karate Tiger“) richtet sich wie Lowes Vorgängerarbeit „The Last Kumite“ ganz offensiv an ein Publikum, das mit Videothekenkloppern der 80er- und 90er-Jahre groß geworden ist. Alle anderen werden mit dem Actionfilm vermutlich nicht wirklich viel anfangen können. Der Film ist auch kein „The Raid“ oder „The Furious“. Er will den Martial-Arts-Film also nicht neu erfinden.
„Lion Fist“ setzt vielmehr auf seine Vorbilder, nutzt deren Klischees, folgt deren Handlungsverläufen und etabliert entsprechende Figuren mit entsprechenden Mindsets. Wenn hier die Cops bei der Verhaftung fieser Lumpen beschließen, die Waffen und Handschellen wegzulegen und stattdessen alle Gegner umzutreten, atmet das den Geist der Videothekengülle von anno dazumal. In Szenen wie diesen, allgemein in allen von Mike Möller („The Expendables 4“) choreographierten Actioneinlagen sowie in den ausgiebigen Trainingssequenzen, ist „Lion Fist“ ganz bei sich und macht einfach riesigen Spaß.
Zudem sieht der Film gut aus, klingt dank der von Stan Bush mitgeschriebenen Filmmusik klasse, hat mit Gary Daniels („Delta Force One: The Lost Patrol“), Kurt McKinney („Sworn to Justice“) und Keith Cooke („Black Creek“) gute Altstars, mit Brice Akuesson ein Tier von einen Bösewicht und mit Mathis Landwehr („Immigration Game“) einen tollen Hauptdarsteller. Leider lässt „Lion Fist“ aber auch Körner liegen. Ein Drogenhändler-Subplot findet nicht sonderlich organisch zum Rest der eigentlich angenehm geradlinig erzählten Story, der Bösewicht wird zu spät etabliert und der Turniermodus des Filmes setzt ebenfalls zu spät ein und weist doch einige Defizite auf – so fühlt sich der Turnierverlauf leider arg random an. Und es fehlt dem Film leider rundweg an Spannung.
Actionfans sei diese Hommage ans Genre trotz diverser Problemherde definitiv empfohlen. Denn wie bei „The Last Kumite“ spürt man auch bei „Lion Fist“, dass hier viel Herzblut und Genre-Liebe hineingeflossen ist.
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Ab dem 10. September 2026 könnt ihr „Lion Fist“ digital erstehen. Am 17. September 2026 erscheint er von Capelight Pictures als limitiertes Mediabook (UHD + Blu-ray) und als Standalone Blu-rays und DVDs. Als Extras gibt es ein Interview mit Kurt McKinney und Keith Cooke, ein Musikvideo zu Stan Bushs „Heart of a Lion“, eine Behind-the-Action-Featurette, eine Behind-the-Scenes-Featurette, Kampfszenen-Vorvisualisierungen, entfallene Szenen sowie Teaser und Trailer. Der wenig brutale und erst recht nicht sonderlich blutige Film ist mit einer Freigabe ab 16 ungeschnitten.
In diesem Sinne:
freeman
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