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Im Visier der Macht

Originaltitel: Mata__Herstellungsland: Frankreich__Erscheinungsjahr: 2026__Regie: Rachel Lang__Darsteller: Eye Haïdara, Joséphine Japy, Raphaël Personnaz, Hakim Jemili, Pierre-Antoine Billon, Juliette Chaigneau, Chloé Jouannet, Alexander Kuznetsov, Mélanie Laurent, Alwina Brion u.a.
Im Visier der Macht Artwork

Mata (vorn) steht ungünstig „Im Visier der Macht“.

Mata und Antoine sind angeblich im Dienste einer NGO im Niger unterwegs, um hier das Funktionieren von Logistikketten für Pharmaerzeugnisse zu inspizieren. In Wirklichkeit aber sind die beiden Mitglieder des französischen Auslandsgeheimdienstes. Sie sollen helfen, Geiseln aus den Händen von Terroristen zu befreien. Doch so richtig kommen die beiden nicht voran.

Eines Tages wird ein Konvoi, mit dem sie unterwegs sind, angegriffen. Schüsse brechen. Während die schwer verletzte Mata in Ohnmacht fällt, verschleppen die Angreifer Antoine. In Frankreich wird Mata wieder aufgepäppelt. Doch im Fall von Antoine darf sie nicht mehr ermitteln. Nach einer Versetzung soll sie eine junge Spionin ausbilden.

Für ihren Schützling zieht Mata schnell einen Fall an Land, der auf zig verschiedenen Umwegen mit dem Verschwinden von Antoine verknüpft zu sein scheint. Kann sie ihren Kollegen und Freund retten?

Schaut in den Film hinein

Der Wahrheit auf der Spur

„Im Visier der Macht“ klingt auf dem Papier nach einem spannenden Actionthriller aus dem Umfeld internationaler Spionage und Gegenspionage. Das Ergebnis hingegen gerät sperrig. Lässt seine Hauptfigur immer wieder an Vorgesetzten, Vorschriften und machtpolitischen Winkelzügen scheitern. Als Zuschauer entwickelt man schnell das Gefühl, dass Mata bei ihren Ermittlungen überhaupt nicht vorankommt. Auch will der Storystrang um die ihr aufgebrummte Auszubildende nie richtig anrollen und Fahrt aufnehmen.

Mehr und mehr wird Mata demontiert. Auf zermürbende Art und Weise werden ihr immer wieder ihre Grenzen aufgezeigt. Es wird gar angedeutet, dass ihre eigenmächtigen Ermittlungen das Leben von Antoine extrem gefährden, weil die Behörden schon deutlich weiter sind als die Heldin. Abgesehen davon, dass also auch Geheimdienste von Bürokratie erdrückt werden, erfährt man über sie nicht viel Neues. Das sorgt nicht eben für Spannung. Zumal das Tempo des Streifens unerquickend langsam ist.

Eye Haïdara spielt Mata

Eye Haïdara spielt die im Original titelgebende Mata. © 2026 NOLITA CINEMA – CHEVALDEUXTROIS – WRONG MEN – FRANCE 3 CINEMA – MARVELOUS PRODUCTIONS.

Auch die Auflösung lässt die Synapsen nicht knacken. Sie bestätigt nur ein paar zu Beginn des Streifens eingeblendete Zeilen rund um das Thema Wahrheit. Dementsprechend sitzt man einfach nur mit der Schulter zuckend vor dem Abspann. Braune Mehlsuppe, ein Karneval in Basel, irgendwelche russische Boxer und eine geheimnisvolle Dame namens India – nichts davon hat dem Film irgendetwas gebracht.

Leider lanciert „Im Visier der Macht“ auch kaum Momente, die dem ständigen Gefühl der Leere entgegenwirken könnten. Der Angriff auf den Konvoi von Antoine und Mata fördert keinerlei spektakuläre Bilder zutage. Eine Keilerei zwischen Mata und ein paar Lumpen in einer Hotelküche entwickelt keinerlei Wucht und wirkt in Teilen gar lustlos. Andere Actionmomente passieren irgendwo im Off und wir fahren mit Mata nur am Ergebnis vorbei. Eine finale Actionszene endet in grauer Restlichtverstärkersuppe.

Mata umkreist von Vorgesetzten.

Ihre Vorgesetzten machen es Mata nicht eben leicht, ihren Freund zu befreien. © 2026 NOLITA CINEMA – CHEVALDEUXTROIS – WRONG MEN – FRANCE 3 CINEMA – MARVELOUS PRODUCTIONS.

Eye Haïdara kann für all das nichts. Sie spielt ihre Mata auf den Punkt. Lässt den Zuschauer spüren, wie es in ihr brodelt, erlaubt sich aber nur wenige Momente, dem sichtbar Raum zu geben. Die Charaktere und Schauspieler um Eye Haïdara zeichnen sich durch Kälte und Gefühlslosigkeit aus. Bindungen baut man hier zu niemandem auf. Auch Joséphine Japy kommt als auszubildende Spionin nicht wirklich beim Zuschauer an.

„Im Visier der Macht“ verpufft

Der in technischer Hinsicht von Regisseurin Rachel Lang einwandfrei umgesetzte Thriller zehrt vor allem von der starken Performance der Hauptdarstellerin Eye Haïdara. Deren Mata wäre man gerne durch einen taffen Überlebenskampf gefolgt, an deren Ende die Befreiung Atoines gestanden hätte. Doch es kommt ganz anders. Wir schauen den Mühlen beim Mahlen zu, erleben eine Heldin, die kein Stück vorankommt, und erleben die bürokratische Seite von Geheimdiensten – ausgebremst und beeinflusst von zahlreichen Seiten. Natürlich kann man so etwas auch mal filmisch umsetzen, es sollte dann aber doch etwas mitreißender und inspirierter ausfallen als im obendrein sehr offen endenden „Im Visier der Macht“.

04 von 10

Am 26. Oktober 2026 startet der ab 12 freigegebene Thriller von Atlas Film in seine ausschließlich digitale Auswertung.

In diesem Sinne:
freeman

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Copyright aller Filmbilder/Label: Atlas Film__Freigabe: FSK 12__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Nein/Nein, nur digital

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