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The Cycle – Die Wiederkehr

Originaltitel: The Cycle__Herstellungsland: Großbritannien, USA__Erscheinungsjahr: 2026__Regie: Jordan Downey__Darsteller: Deborah Ann Woll, Jeffrey Donovan, Gretchen Corbett, Will Hochman, Dana Millican, Jack Doolan, Phillip Andre Botello, Trevor Newlin, Don Keith Opper, Danika Golombek u.a.
The Cycle - Die Wiederkehr DVD Cover

Leider ist das deutsche Cover von „The Cycle – Die Wiederkehr“ ein fieser Spoiler.

In einem Küstenstädtchen wurden zwei grausam zugerichtete Leichen aufgefunden. Unweit des Tatortes findet die Polizei eine weitere Leiche. Diese scheint jedoch bereits seit einiger Zeit tot zu sein. Die Umstände geben irgendwann so viele Rätsel auf, dass man die forensische Anthropologin Meg hinzuzieht. Dies hat allerdings auch einen persönlichen Grund, denn die dritte Leiche scheint ihr Vater zu sein!

Meg tangiert dies wenig. Immerhin verschwand ihr Vater spurlos aus ihrem Leben, als sie gerade einmal vier Jahre alt war. Sie und ihre Mutter haben ihn infolgedessen erfolgreich aus ihrem Leben verdrängt. Entsprechend geht Meg den Job wie jeden anderen an und bemerkt diverse Seltsamkeiten.

Bei einem eigenartigen Zwischenfall im örtlichen Leichenschauhaus verschwindet plötzlich der tote Körper von Megs Vater – nur um wenig später an einem neuerlichen Tatort unter ähnlichen Umständen wie kurz zuvor wieder aufzutauchen. Was geht hier nur vor?

Schaut in den Film hinein

Starker Horror mit coolen Handmade-Effekten

Vorweg: Ich werde versuchen, diese Kritik so spoilerfrei wie möglich zu halten. Leider verrät euch bereits das Cover der deutschen DVD/Blu-ray, was „The Cycle“ für knapp 60 Minuten nicht verraten mag. Diese bebildern nämlich klassische Ermittlungsarbeit. Die Cops im Film putzen Klinken und Meg geht wissenschaftlich an die Tätersuche heran. Wie ihre Kollegen in der Krimiserie „Bones“ offenbart Meg hier immer mal wieder auch leicht nerdige Seiten.

Dann macht Regisseur Jordan Downey auf Alfred Hitchcock und nimmt uns einen zuvor ordentlich aufgebauten Charakter, den man nie als Opfer gesehen hätte, einfach weg. Der Schock sitzt tief, „The Cycle“ jedoch ist da noch nicht ansatzweise bereit, zu offenbaren, wo er hinwill. Die düstere Bebilderung mit ihren kalten Farben ist einem da schon längst in die Knochen gekrochen. Und der Film bolzt noch mehr Atmosphäre: Brücken enden hier stimmungsvoll im Nebel. Nebel hüllt Küstenabschnitte ein und verdeckt die Sicht auf nahende Gefahren. Das ruhige Erzähltempo sorgt für nur noch mehr passige Stimmung. Langweilig wird „The Cycle“ aber nie.

Deborah Ann Woll („Escape Room“) als Meg und Jeffrey Donovan („Cash Truck“) als Kleinstadt-Cop Marks funktionieren prächtig in ihren Rollen. Und sie haben eine tolle Chemie miteinander. Auch die Darsteller um die beiden spielen stark auf und bekommen einige gute Einzelmomente zugeschanzt. Dieser Film ist absolut auf Kurs und der Zuschauer beginnt bereits konkret zu ahnen, was das Geheimnis von „The Cycle“ ist.

Nach etwa 60 Minuten spricht ein Charakter es dann laut aus. „The Cycle“ legt nun richtig los. Präsentiert eine großartig getrickste Verwandlungsszene. Produzent Patrick Magee war auch für die Effekte im Film zuständig und hat offensichtlich auf handgemachte Effekte bestanden. Mit Animatronics und „Men in a Suit“-Effekten wird hier dem Handwerk der Special Effects gehuldigt. Und es sieht fantastisch aus. Erinnert an einen ganz großen Beitrag des Genres – kopiert gar manchen Moment desselben großartig.

Und das Mysterium des Filmes darf nun auch richtig loslegen. Es wird herzhaft gesplattert. Manches Opfer wird wunderbar schlotzig hergerichtet. Körperteile gehen verloren, der rote Lebenssaft fließt. Etwas nachteilig gerät die hektische Bebilderung der Action. Die schluckt Details, ist aber sichtlich auch notwendig, um die ohne CGIs umgesetzte Gefahr etwas mehr zu dynamisieren. Die wirkt nämlich in ihren animatronischen Momenten etwas steif. Dafür ist das Sounddesign der Bedrohung herrlich gruselig.

Schön ist, dass sich „The Cycle“ auch um die Mythologie ihres Mysteriums Gedanken gemacht hat. Denn die Figur ist nicht gar so klassisch angelegt wie ihre Umsetzung. Hier gibt es einige Abweichungen von der bekannten Lore. Und die funktionieren gut und sind mal wirklich was Anderes.

Obschon das Tempo in Richtung Finale immer mehr anzieht, bleibt „The Cycle“ durchgehend stimmungsvoll erzählt. Regie und Drehbuch brechen die etablierte Atmosphäre nicht zu sehr auf, setzen nicht auf schnelle Schocks oder eine reine Schlachtplatte. So gerät dann sogar der Showdown angenehm stimmungsvoll und punktet mit beinahe schon schön zu nennenden Bildern. Einzig die Szene vor dem Abspann empfand ich als überflüssig in Richtung möglicher Fortsetzungen gedrückt.

„The Cycle – Die Wiederkehr“ bietet prächtigen Horror

Der Horrorfilm von Jordan Downey lässt sich lange Zeit, seine Figuren und sein Mysterium ordentlich aufzubauen. Dies flankiert er mit einer atmosphärisch dichten technischen Umsetzung. Auf das langsame Erzähltempos muss man sich allerdings einlassen können, was auch und vor allem dank guter Darsteller problemlos funktioniert.

Nach 60 Minuten dreht „The Cycle“ dann richtig auf. Präsentiert hervorragende Effekte, spannende Einzelszenen und ordentlich Geschmodder. Zudem wertet er die altbekannte Mythologie seiner Gefahr um interessante Facetten auf. Das Ergebnis ist ein Film, der nur auf dem deutschen Cover und in seiner Inhaltsbeschreibung vertraut klingen mag, ansonsten aber ordentlich frisches Blut in sein Subgenre pumpt.

07 von 10

„The Cycle“ startete am 05. November 2026 in seine digitale Auswertungskette und ist bei den diversen Streamern zu kaufen und zu leihen. Am 03. Dezember 2026 erscheint er uncut und ab 16 freigegeben auf DVD und Blu-ray von Tiberius Film.

In diesem Sinne:
freeman

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Copyright aller Filmbilder/Label: Tiberius Film__Freigabe: FSK 16__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Ja/Ja

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