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Dragon Fury

Originaltitel: Dragon Fury__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 1995__Regie: David Heavener__Darsteller: Robert Chapin, T.J. Storm, Chona Jason, Richard Lynch, Karen Anderson, Trisha Berdot, Dana Blenkin, David Heavener, Dudley Hood, Christel Khalil u.a.

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Dragon Fury DVD Cover

Schwerter und Vokuhilas dominieren „Dragon Fury“.

In der Zukunft wird die Menschheit von einer fiesen Seuche in Atem gehalten. Es halten sich zudem hartnäckige Gerüchte, dass die AAMA, eine Organisation, die die Reste unserer Welt regiert, eine Mitschuld an der Verbreitung der Seuche haben könnte. Grund genug, um Vokuhila-Maniac Mason in die Vergangenheit des Jahres 1999 zu entsenden. Er erhält den Auftrag, ein frisch entwickeltes Heilmittel gegen die Seuche zu finden, bevor es bei einem gewaltigen Erdbeben verschüttet wird.

Mason hat für seinen Auftrag gerade einmal 36 Stunden Zeit. Das Blöde: Die AAMA hat von den Plänen erfahren und entsendet zwei Killer, die Mason unerbittlich jagen. Zum Glück kann auch Masons kampfstarke Gefährtin Regina durch die Zeit reisen und ihrem Holden beistehen – und sich mit ihm ein wenig die überflüssige Zeit vertreiben. Die Rettung der Menschheit eilt ja nun nicht sonderlich.

Action mit T.J. Storm und viel Gekeile

Die Geschichte von „Dragon Fury“ mag einigermaßen geradlinig klingen, macht aber keinen wirklichen Stich. Warum etwa Mason nach dem Zeitsprung einer Amnesie anheim fällt, während die restlichen Zeitspringer keinerlei Probleme haben, bleibt ein Rätsel. Warum Masons Verfolger ihn mit irgendeiner Apparatur orten können, ohne dass dieser irgendwie verwanzt wäre, erfährt man ebenfalls nicht. Und was spannend daran sein soll, wenn der Held die erste Hälfte des Streifens nur in einem Bett herumliegt, bleibt auch ein Geheimnis des Drehbuchs.

„Dragon Fury“ macht das Beste daraus und folgt einfach den Verfolgern Masons. Die laufen in der Vergangenheit immer wieder irgendwelchen Kerlen über den Weg, die sich mit ihnen wemmsen wollen. Und das macht man dann eben auch. Dabei darf vor allem T.J. Storm („Kickboxer – Die Vergeltung“) zeigen, was er an coolen Moves drauf hat.

Derweil hat Mason irgendwelche Flashbacks, in denen seine Familie gemeuchelt und er zu einem „Drachen“ ausgebildet wird. Vermutlich hat Regisseur und Drehbuchautor David Heavener einmal zu oft den ebenfalls 1995 gedrehten „Crying Freeman“ angeschaut. Der Sinn der Flashbacks bleibt rätselhaft. Vermutlich ist der Streifen nur so auf seine gerade mal 70 Minuten Nettolaufzeit gekommen. Ist Mason dann irgendwann dank Hypnose und salbungsvollen Gequatsches seiner Ärztin wieder halbwegs klar in der Birne, entwickelt „Dragon Fury“ trotzdem keinen wirklichen Zug.

Stattdessen pimpert Mason erst einmal seine Regina. Dann klöppelt er sich mit seinen Verfolgern und irgendwann fällt ihm ein, dass da ja noch was war. Immerhin gilt es eine fiese Variation der Streptokokken zu vernichten. Immer wieder erwähnen die handelnden Figuren, wie viel Zeit ihnen noch bleibe, Spannung erzeugt aber nicht einmal das.

Zumindest darf T.J. Storm dann im Finale noch ein paar Sicherheitsbeamte umnieten und kommt es endlich zu dem Fight, auf den der Film so – nunja – „intensiv“ hingearbeitet hat. Mason-Darsteller Robert Chapin vs T.J. Storm. Und der Kampf gerät ganz ordentlich. Allgemein muss man festhalten, dass man den Darstellern ansieht, dass sie keine Martial-Arts-Neulinge sind. Die haben ein paar hübsche Moves drauf. Wobei jene von Chapin und Storm überdeutlich herausragen.

Das größte Problem der Action ist, dass „Dragon Fury“ nicht nur turbo billig aussieht, er war es auch. Und so schaut man hier zahlreichen Actioneinlagen zu, bei denen man immer wieder denkt: Vielleicht hätte man die und die Szene noch einmal drehen sollen? Dabei hätte man gleich mal die Kamera etwas anders hinstellen und vielleicht noch eine zweite Kamera zu Rate ziehen können? Kurzum: Es fehlt einfach komplett an Sorgfältigkeit und an Ideen, mehr zu präsentieren, als lange Einstellungen, in denen viele Moves verkackt werden.

Dementsprechend wirkt die Action immer mal wieder einfallslos, fantasielos, hilflos gar. Und sie entwickelt keinen Impact. Selbst dann nicht, wenn man sich mit Schwertern beharkt und dabei – eher schlecht als recht getrickst – Rüben runtersäbelt. Obendrein steigt die Action – wie der gesamte Film – in wahrlich abgeranzten Sets. Hier kommt nirgendwo Stimmung auf. „Dragon Fury“ versucht das mit Farbkorrekturen einzufangen, die allerdings einfach nur schäbig aussehen und teils sogar ins Rosane kippen!

„Dragon Fury“ hat nicht viel zu bieten

Was am Ende bleibt, ist ein Film, bei dem zumindest die Martial-Arts-Fähigkeiten der beiden Hauptdarsteller positiv auffallen. Ein weiterer absoluter Pluspunkt ist Chona Jason, die als Regina insgesamt drei Mal mit einer Lust aus den Klamotten springt, die einfach nur begeistert. Schauspielen kann sie, wie der Rest des Casts, für keinen Cent. Nicht einmal Kultfiesfresse Richard Lynch („One Man Force“) hat als Fieschef von AAMA irgendwie Bock gehabt, hier irgendwas von seinem Können zu zeigen.

Außerdem sieht „Dragon Fury“ richtig hässlich aus und er erzählt seine Story auf die langweiligst mögliche Art und Weise. Actionfans bekommen zur Ablenkung zumindest einige Fights, die aber durchgehend verbotcht sind. Zumindest einen Großlacher hat der Film. Denn aus irgendeinem nie erwähnten Grund darf man beim ersten Mal nicht mit Oberteil durch die Zeit reisen. Während ich lachend „aber die Hose ist okay“ bei mir dachte, hatte Regina die Brüste auch schon ausgepackt, ging durch die Zeitmaschine, landete oben ohne in der Vergangenheit im Bett eines soeben vermählten Paares und sorgte direkt für dessen Scheidung. Mehr solche Gags und man hätte mit dem Film direkt seinen Spaß. Stattdessen wundert man sich, dass es tatsächlich einen zweiten Teil von „Dragon Fury“ gibt! Die Trailer hierzu sehen sogar noch billiger aus als der soeben besprochene Film.

03 von 10

„Dragon Fury“ wurde bislang nur geschnitten auf VHS veröffentlicht. Das Label From the Vault steuerte im Juli 2026 nach und brachte den Film in zwei Fassungen auf DVD heraus. Dabei wurde lediglich eine VHS digitalisiert und leider nicht einmal wirklich nachbearbeitet. Vor allem Schärfe findet man hier in keinem Frame. Enthalten sind die US-Fassung und die deutsche Videofassung. Die deutsche Videofassung präsentiert dabei ein paar alternative Handlungsszenen mehr, die aber keinerlei neue Erkenntnisse (eher noch mehr Leerlauf) bringen.

In diesem Sinne:
freeman

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Copyright aller Filmbilder/Label: From the Vault__Freigabe: FSK 18__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Nein/Ja

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