Actionfilme, Actionstars und einfach Action satt

300: Rise of an Empire

Originaltitel: 300: Rise of an Empire__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 2014__Regie: Noam Murro__Darsteller: Sullivan Stapleton, Eva Green, Lena Headey, Rodrigo Santoro, Jack O’Connell, David Wenham, Andrew Tiernan, Caitlin Carmichael, Hans Matheson, Callan Mulvey, Scott Burn u.a.
300: Rise of an Empire"

Martialisches Männerkino: “300: Rise of an Empire”!

Themistokles ist mit Herz und Seele Athener. So ist es für ihn Ehrensache, seinen Stadtstaat gegen die Heerscharen der ins Land einfallenden Perser zu beschützen. Bei der Schlacht von Marathon schlägt er mit seinen Soldaten die Invasoren empfindlich und tötet deren Anführer. Dessen Sohn gerät darüber derart in Wut, dass er alles Menschliche von sich abstreift und zu einer Art Gottheit aufsteigt. Als Xerxes fällt er zehn Jahre später wieder in Griechenland ein. Im Gepäck eine gigantische Flotte unter der Führung Artemisias. Eine Griechin, gedemütigt und misshandelt von ihren eigenen Landsleuten und nun voller Hass gegen ihre eigene Heimat. Erneut hat Themistokles nicht vor, seine Heimat einfach so dem einfallenden Millionenheer zu überlassen. Er versucht, das aufgesplitterte Land zu einen und gegen die Perser in den Krieg zu ziehen.

Doch die anderen griechischen Stadtstaaten ziehen nicht mit und geben ihren jeweiligen eigenen Interessen den Vorrang. So ist es an einigen wenigen, das gesamte Land zu verteidigen. Da wären die 300 Spartaner um Leonidas, die an den Thermopylen wie Löwen kämpfen und dem Hinterland notwendige Zeit verschaffen. Und vor Athen ist es erneut Themistokles, der vornehmlich mit der Athener Flotte die Schiffe Artemisias ausbremsen will. Wie Leonidas scheint er auf verlorenem Posten zu kämpfen…

„300: Rise of an Empire“ gelingt das Unglaubliche: Der Film schafft es scheinbar mühelos, seinen Vorgänger zu übertreffen. Die Gründe hierfür sind vielfältiger Natur:

Zum einen begeistert die Story des Streifens weitaus mehr als jene von „300“: „300: Rise of an Empire“ schafft größere Zusammenhänge als die Story um Leonidas und webt obendrein deren wichtigste Eckpunkte gekonnt in seine eigene Geschichte ein. Lena Headey („Dredd“) und David Wenham („Herr der Ringe“) als einzige darstellerische Überbleibsel des Vorgängers schaffen weitere gelungene Anknüpfungspunkte an „300“. Kleine, aus „300“ entlehnte Szenen von Gerard Butler intensivieren den Eindruck nur noch.

Des Weiteren erhalten die Figuren ein menschlicheres Antlitz: „300: Rise of an Empire“ versteht es ziemlich gut, deutlich greifbarere Charakter zu entwerfen, als es dem Vorläufer gelungen ist. Die diskussionswürdigen Phrasen rund um den schönen Tod weichen vollkommen aus dem Film, beziehungsweise sie werden sogar leicht ironisiert aufgrund der Reaktionen der Athener auf diese Einstellung der Spartiaten. Dass die Athener zusätzlich als Bauern, Kaufmänner und Co. gezeichnet werden und nicht als übermenschliche Superkrieger (Auch wenn sie wiederum genauso aussehen!), macht sie allgemein zugänglicher und erhöht das Identifikationspotential. Und der umsichtig agierende, sehr souveräne Charakter des Themistokles mag zwar ein wenig zu hilfreich und gut sein und auch ein wenig zu glatt, aber er punktet doch deutlich mehr als der teils etwas fanatisch rüberkommende Leonidas.

Zudem treten die Bösen aus dem Schatten: Endlich erfahren wir, wie Xerxes zu dem wurde, wer er ist. Weitaus faszinierender jedoch geriet die Figur der Artemisia. Auch sie wird mit ausreichend Background versorgt, um ihre Motivation für ihr Handeln zu verstehen. Grandios verkörpert von einer megasexy Eva Green mutiert die Figur der Flottenchefin zusehends zum Showstealer und zum Schurken von grandiosem Format, der sogar Xerxes locker an die Wand drückt.

Die Action rockt einfach noch brachialer: Wo „300“ aufgrund der immer gleichen Kampfsequenzen repetitiv wurde, dreht „300: Rise of an Empire“ vollkommen auf. Es gibt keine Füllszenen mehr zwischen der Action. Alles, was an Story essenziell ist, darf stattfinden und dem Zuschauer kurze Verschnaufpausen bieten. Diese Momente tendieren allerdings straight gegen Null. Stattdessen bekommt man unfassbare Bilder auf die Netzhaut gebrannt. Schon die Schlacht von Marathon wartet mit brillant choreographierten Actionsequenzen auf, in denen vor allem Themistokles mit Bewegungsabläufen punkten darf, wie man sie in dieser Komplexität auch in diversen Eastern noch nicht gesehen hat. Zudem macht die Eingangssequenz schon deutlich, dass der Film in Sachen Gewalt einige Schippen drauf gepackt hat. Hier wird verstümmelt und abgemurkst, dass es nur so scheppert. Zwischendrin spritzen die fantastisch und beinahe wunderschön animierten Blutfontänen und angetrieben wird das Ganze von einem unfassbar treibenden Score. Dann setzt es Schauwert um Schauwert. Wenn sich in den folgenden Szenen Schiffe ineinander bohren, andere an Felsen zerschellen und wieder andere explodieren, klappt die Kinnlade ob der gebotenen Brillanz der Bilder mühelos gen Erdboden. Hier bekommt man tatsächlich mal wieder Bilder geboten, die man so noch nie gesehen hat, zumal zu dem Film eine Vorlage in Form einer Graphic Novel noch fehlt. Es fällt zudem schwer, zu sagen, welche Szene am meisten rockt, weil jeder Szene etwas Individuelles hat und nicht wie ein Ei dem anderen gleicht. Einzig in den Kaperkämpfen wiederholt sich die Action minimal, allerdings niemals in dem Maße wie bei „300“.

Die Inszenierung von „300: Rise of an Empire“ beeindruckt mehr: Was Regisseur Noam Murro von Zack Snyder übernahm, ist die stark CGI-lastige Optik des gesamten Unterfangens. Erneut wurde überwiegend vor Greenscreens gedreht, was den Machern volle Kontrolle über die Backgrounds und Settings gab. Und über die Jahre haben die Macher derartiger Filme freilich mehr Gespür für die Technik entwickelt. Und das sieht man „Rise of an Empire“ definitiv an. Der Film ist einfach nur fantastisch anzuschauen. Er ist düsterer, kälter als „300“, aber genauso effektverliebt und durchzogen von wunderschönen Zeitlupenstudien voller Eleganz und Raffinesse. Die Kamerafahrten sind aufgrund der offeneren Settings freilich ebenfalls deutlich beeindruckender geraten und die 3D Technik funktioniert richtig gut! Sie versetzt einen in mancher Schlacht mitten ins Kampfgetümmel und hat hier einiges an Pop Out Effekten zu bieten. Da ragen Waffen in den Zuschauerraum, spritzt das Blut in die ersten Reihen und kullern Köpfe über den Kinoboden. „300: Rise of an Empire“ nutzt den Jahrmarkt-Aspekt der Technik brachial aus, punktet aber auch mit irre räumlichen Szenerien. Highlight ist hierbei die Szene, wenn Xerxes zu seinen Untertanen spricht. Hier stellt sich sogar kurz ein leichtes Schwindelgefühl ein!

In Sachen Schauspielkunst sind beide Filme gleichauf: Themistokles Darsteller Sullivan Stapleton („Strike Back“) macht einen sehr guten Job und die Mannen um ihn herum funktionieren genauso, wie es die 299 um Leonidas taten. Highlight ist freilich Eva Green („Dark Shadows“) als Artemisia, während Rodrigo Santoro als Xerxes ab dem Zeitpunkt, wo er zu Xerxes wird, zu glatt wirkt. Lena Headay … nun ja, sie stört zumindest nicht so, wie sie es in „300“ noch tat.

Unterlegen ist „300: Rise of an Empire“ dem Vorgänger eigentlich nur in einer Sache: Der Film blendet das Dekadente, das Widerliche, das Körperlich-Deformierte dessen aus, was rund um Xerxes in „300“ noch stattfand. Groteske Kriegskreaturen, deformierte Liebesdienerinnen, Rauschzustände,… Kurzum: Das Abgedrehte verschwindet weitgehend aus dem Franchise. Was ich persönlich etwas schade fand.

Davon abgesehen ist „300: Rise of an Empire“ Überwältigungskino in seiner reinsten und pursten Form. Der Film lanciert Bilder, die man in dieser Form noch in keinem Film gesehen hat. Am meisten begeistern dabei die irren Seeschlachten, die nichts von dem üblichen Kanonengeballer plus Enterhakengewerfe haben, das einem sonst in den Sinn kommt, wenn man an Seeschlachten denkt. Auch begeisternde taktische Finessen kommen in diesen Momenten zum Zug. Der unfreiwillige Humor des Vorgängers weicht einem grimmigen, durchaus gewollten Humor und in allen Belangen legt der Film einfach diverse Schippchen auf Zack Snyders Vorgängerfilm drauf. Das Ergebnis ist ein Epos aus Blut und Schweiß mit der wohl sexiesten Eva Green aller Zeiten, die auch noch eine erstaunliche, in einem US-Actionfilm so ebenfalls noch nicht gesehene Sexszene zu bewältigen hat und mit tollen Doppel-D Vorzügen in 3D punktet (*schmunzelt*). Und das Wichtigste: Die Story hält diesmal deutlich mehr mit den Schauwerten mit. Die Verflechtungen mit dem Vorgängerfilm machen Laune, die Figuren wirken deutlich menschlicher und die größere Tragweite der Ereignisse gefällt und lässt hoffen, dass ein eventueller dritter Teil das Ganze noch größer und umfassender aufzieht. Kurzum, ich habe eigentlich so gut wie nichts an dem Film zu mäkeln. Vielleicht trübt aber auch der gerade auf meinen Ohren hämmernde Score von Junkie XL meine Sinne, dessen Kalaschnikow-Salven in Musikform den Film unaufhörlich voran peitschen und jetzt, auch ohne den Film vor Augen, die spektakulärsten Szenen wiederauferstehen lassen. Überwältigung der Sinne in Vollendung…

Der Film ist seit dem 31. Juli 2014 auf DVD und Blu-ray von Warner Brothers im deutschen Handel erhältlich. Die FSK 18 freigegebene Fassung ist dabei uncut.

In diesem Sinne:
freeman


……


300: Rise of an Empire

Zack Snyders Schlachtplatte erhält einen Nachfolger: „300: Rise of an Empire“

Nach seinem Indie-Regiedebüt „Smart People“ war es lange Zeit still um Noam Murro, danach bot man ihm gleich zwei prestigeträchtige Projekte an: Zuerst „Stirb langsam 5“, bei dem er allerdings zugunsten des „300“-Sequels „300: Rise of an Empire“ ausstieg.

Wobei „Rise of an Empire“ weniger eine direkte Fortsetzung darstellt, sondern viel eher parallel zur Thermopylenschlacht aus dem Vorgänger erzählt wird. König Leonidas tritt daher auch nur in Ausschnitten aus „300“ auf, Königin Gorgo (Lena Headey) erzählt den Prolog und ist dabei hin und wieder zu sehen, tritt im späteren Film aber nur noch kurz auf. Stattdessen ist die Geschichte um den athenischen Heerführer Themisto- kles (Sullivan Stapleton) gestrickt, der bereits während der persischen Invasion unter Xerxes’ Vater Darius (Igal Naor) vor zehn Jahren den Sieg errang, indem er einen Überraschungsangriff führte und König Darius persönlich mit einem Pfeil tötete.

Doch nicht nur Themistokles‘ Vor- geschichte, auch die seiner Gegner wird erzählt: Xerxes (Rodrigo Santoro) gab sich nach dem Verlust seines Vaters schwarzer Magie hin, die aus einem folgsamen Sohn den riesenhaften, eigenwillig gestylten und machthungrigen Gottkönig des Vorgängerfilms machte, während die Befehlshaberin der persischen Flotte, Artemisia (Eva Green), eigentlich Griechin ist, von ihren eigenen Landsleuten aber als Sklavin gehalten und misshandelt wurde, bei den Persern Obhut fand und schließlich zu einem der Generäle König Darius’ wurde. „300: Rise of an Empire“ gibt den persischen Gegnern mehr Charakter und Motive, versucht damit zumindest teilweise nicht die gleichen Angriffspunkte wie der Vorgänger zu bieten, dessen einfaches Welt- und Gegnerbild als fremdenfeindlich interpretiert wurde. Wobei klar sein muss: Die Rollen von Gut und Böse verteilt das Sequel immer noch eindeutig.

Während Xerxes an Land gegen die 300 Spartaner kämpft, führt Artemisia die persische Seemacht gegen die griechische Flotte unter Themistokles in den Kampf. Beide Heerführer sind schon aufgrund ihrer Vorgeschichte darauf bedacht den Sieg um jeden Preis zu erringen…

300: Rise of an Empire

Themistokles (Sullivan Stapleton) führt die athenische Flotte an

„300: Rise of an Empire“ ist ein Film, dessen Qualitäten man eigentlich in einem Satz zusammenfassen kann: Wer den Vorgänger mochte, der wird auch hier seine Freude haben, wer diesen nicht mochte, der wird auch beim Sequel nicht glücklich. Die Akzentverschiebungen sind nur graduell, ästhetisch kopiert Noam Murro den Stil Zack Snyders, der lieber „Man of Steel“ drehte und das Sequel nur als Drehbuchautor und Produzent betreute, und inhaltlich erzählt die Fortsetzung erneut die Geschichte einer Handvoll tapferer Helden im Kampf gegen eine Übermacht. Artemisia selbst macht dies in einem Gespräch mit Themistokles noch einmal deutlich: Um einen toten Griechen aufzuwiegen, muss er tausend Perser ins Jenseits befördern, für jedes zerstörte griechische Schiff hundert persische versenken. Comiczeichner Frank Miller gab den Filmemachern Ideen mit auf den Weg, an der im Abspann erwähnten Graphic-Novel-Vorlage „Xerxes“ arbeitet er aber derzeit noch.

Vielleicht ist das auch der Grund weshalb Xerxes trotz der Betitelung der Graphic Novel im Sequel selten vorkommt. Mehr Raum wird den Gegnern Themistokles und Artemisia gewährt, wobei auch diese wenig Tiefe erhalten und über den Prolog hinaus kaum charakterisiert werden. Zumindest gesteht der Prolog aber Artemisia mehr Background zu als Themistokles, der einfach nur als tapferer, aufopferungsvoller Soldat erscheint. In einer symptomatischen Szene treffen sich die Feinde zum Gespräch, welches in ein animalisches, an eine Kampfszene gemahnendes Liebesspiel übergeht, welches zeigt, das auch „300: Rise of an Empire“ den Schmuddeltouch des Vorgängers beibehält: Der Film wühlt gern im Dreck, schlachtet (angedeutete) menschliche Abgründe in erster Linie für ein düsteres Spektakel aus, das sich voll und ganz seinen leicht pubertären Phantasien eines total krass unangepassten Mainstreamfilms hingibt.

300: Rise of an Empire

Seine Gegnerin: Artemisia (Eva Green)

Nicht nur die tonale Ausrichtung, auch die Optik orientiert sich klar am Vorgänger. Wo Snyder vor allem mit dem abwechselnden Einsatz von Slow und Fast Motion arbeitete, da übernimmt Murro nur die exzessiven Zeitlupen, ansonsten bleibt die comicartige Optik mit hervorragend animierten Szenarien, beeindruckenden (oft computergestützten) Kamerafahrten und bildgewaltigen Massenszenen erhalten. Tatsächlich ist dies auch einer der Hauptreize von „300: Rise of an Empire“, da Murro wirklich beeindruckende Szenen auf die Leinwand zaubert, etwa wenn eine lange Kamerafahrt über eine sturmgepeitschte See und die darauf befindlichen Schiffe fährt und gemeinsam mit einem Schiff einen Wellenberg hinunter saust.

Zweite Hauptattraktion des Films ist, wie schon bei „300“, die Action: Es wechseln sich reine Seeschlachten zwischen Schiffen und Nahkämpfe (etwa beim Entern) ab, wobei „300: Rise of an Empire“ seine Scharmützel zu variieren weiß. Immer neue Taktiken führen sowohl Perser auch als Athener ins Feld (von Rammstrategien bis hin zu Spezialschiffen und besonders ausgerüsteten Kampftruppen), wodurch die eher simple Abfolge von immer deftigeren Actionszenen nicht langweilig wird. In den gut choreographierten Kampfszenen wurde der Härtegrad dem Vorgänger gegenüber noch einmal angehoben, es gibt abgetrennte Körperteile, zertretene Köpfe und ähnliche Scherze en masse, womit „300: Rise of an Empire“ auch hier auf dem Grat zwischen derber Schmuddel-Exploitation und edel aussehendem Mainstreamkino dahinschreitet. Das Comickonzept spiegelt sich dabei dann auch in der wenig realistischen Umsetzung der Kampfszenen wider, etwa wenn Athener von meterhohen Klippen auf ein Schiff hüpfen ohne sich dabei auch nur abzurollen, geschweige denn die Beine zu brechen.

300: Rise of an Empire

Königin Gorgo (Lena Headey) trauert um ihren Leonidas

Wie schon der Vorgänger ist „300: Rise of an Empire“ allerdings auch ein reichlich simpler Film. Die Invasionsgeschichte und das politische Umfeld (hier: die angestrebte Einigung der Stadtstaaten Griechenlands) betten das Hack-and-Slay in einen erzählerischen Rahmen, doch der Action kommt die meiste Aufmerksamkeit zu. Dementsprechend sind auch eigentlich alle Figuren bis auf Themistokles, Artemisia und Gorgo lediglich Abziehbilder, die manchmal noch durch ihre Funktionen ansatzweise charakterisiert werden (etwa der Spion oder sein Sohn, der in den Kampf ziehen möchte), letztlich aber vollends egal bleiben.

Daher ist es auch kein Wunder, dass nur wenige Darsteller Raum zur Entfaltung bekommen. Immerhin: Sullivan Stapleton („Gangster Squad“) ist, ähnlich wie Gerard Butler beim Vorgänger, ein noch weitestgehend unbeschriebenes Blatt, kann aber ebenfalls in der markigen Rolle des Leading Man überzeugen. Eva Green („Cracks“) dagegen gibt sich manchmal etwas dem Overacting hin, macht ansonsten aber einen ganz guten Job, während Lena Headey, mittlerweile die wohl führende Darstellerin Hollywoods im Bereich des phantastischen Films und Fernsehens (siehe „Dredd“, „Game of Thrones“, „The Purge“, „Terminator: Sarah Connor Chronicles“ usw.), in jeder ihrer Szenen den Film an sich reißt. Rodrigo Santoro („The Last Stand“) darf kurz als noch unveränderter Xerxes etwas schauspielern, danach vor allem markig böse aus der CGI-gepimpten Wäsche schauen, während von den Nebendarstellern allenfalls Callan Mulvey („Zero Dark Thirty“) und Jack O’Connell („Harry Brown“) als Vater-Sohn-Gespann ein paar Akzente setzen können.

„300: Rise of an Empire“ ist eine Schlachtplatte, die sich gewaschen hat, die ebenso bildgewaltig wie gewalttätig daherkommt, massig phantasievolle Action bietet und sein Gehacke mit enormem Tempo in einen einfachen, aber funktionierenden Plot presst. Freilich ist das Ganze bisweilen etwas dumpf, in seiner auf cool getrimmten Rohheit etwas pubertär und ohne große Finessen im Bereich von Story oder Charakteren. Im Grunde genommen wie der ähnlich stilvolle Vorgänger, auch wenn sich leichte Abnutzungserscheinungen zeigen. Die Weichen für einen möglichen dritten Teil stellt das Ende allerdings trotzdem.

„300: Rise of an Empire“ startet am 6. März in den deutschen Kinos und ist in der ungekürzten Form ab 18 Jahren freigegeben.

© Nils Bothmann (McClane)

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Copyright aller Filmbilder/Label: Warner__FSK Freigabe: ab 18__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Nein/Nein, ab 6.3.2014 in den deutschen Kinos

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