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African Kung-Fu Nazis (Videokritik)

Originaltitel: African Kung-Fu Nazis__Herstellungsland: Deutschland, Ghana, Japan__Erscheinungsjahr: 2020__Regie: Sebastian Stein, Samuel K. Nkansah__Darsteller: Andrews Ntul Mensah, Yoshito Akimoto, Elisha Okyere, Sebastian Stein, Marsuel Hoppe, Walker Bentil Boateng, Chinedu Nkechi u.a.

Was wäre wohl passiert, wenn Hitler den zweiten Weltkrieg überlebt hätte? Wäre er nach Ghana gereist, um hier mittels seiner irren Karate-Skills und einer magischen Blutflagge das Land zu unterwerfen und sich eine Armee aus Ghan-Ariern aufzubauen? Vielleicht. „African Kung-Fu Nazis“ geht genau dieser brennenden Frage auf den Grund und wir stellen euch sowohl die hübsche deutsche Aufmachung als auch den Film selbst in einem Video ausführlich vor.

Video: Naziploitation satt in „African Kung-Fu Nazis“

Hitler will von Ghana aus die Welt erobern

African Kung-Fu Nazis DVD Cover

Hitler will mal wieder die Welt erobern. Mit dabei: Die “African Kung-Fu Nazis”.

Hitler hat den zweiten Weltkrieg überlebt. Mit seinem Achsenmacht-Buddy Tojo Hideki reist er in einem U-Boot gen Ghana, um selbiges mit Hilfe einer magischen Blutflagge zu kolonialisieren. Dank ihrer enormen Karate-Mächte altern Hitler und Tojo über die Jahre kein Stück und kommen mit ihrer Gehirnwäsche der Ghanaer gut voran. Bald haben sie eine gewaltige Armee aus sogenannten Ghan-Ariern zusammengestellt und streben, natürlich, nach der Weltherrschaft.

Nur ein paar Martial-Arts-Kämpfer stehen den Lumpen noch im Wege. Dabei vor allem die Kampfsportschule des Black Snake Stils. Doch eines Tages macht Hitler bei einem Blitzangriff die Schule platt und killt auch deren Meister. Dessen Lehrling Addae beschließt, seinen Meister zu rächen. Die beste Gelegenheit bietet ein von Hitler veranstaltetes Martial-Arts-Turnier. Um dieses gewinnen zu können, muss Addae jedoch sein Kung-Fu noch deutlich verbessern. Er geht bei verschiedenen Meistern in die Lehre.

Durchwachsener, aber unterhaltsamer Trash: „African Kung-Fu Nazis“

Wenn ihr mit Naziploitation ebensowenig anfangen könnt wie mit dem Rumgehampel alter Kung-Fu-Schinken und obendrein auf feingeistigen Humor steht, dann ist „African Kung-Fu Nazis“ definitiv nicht euer Film. Wer allerdings schon bei dem dämlichen Titel kichern muss, der dürfte hier genau das bekommen, wonach sein Trash-Filmherz verlangt. Die niedrig budgetierte Hommage an alte Kung-Fu-Kracher macht definitiv Spaß, die Kampfsportszenen sind erstaunlich nett in Szene gesetzt und die ghanaischen Darsteller stecken sichtlich ihr Herzblut in den Film.

Dementsprechend kann man mit den „African Kung-Fu Nazis“ durchaus eine nette Zeit verbringen. Irgendwann beschleicht einen aber definitiv das Gefühl, dass hinter der grundlegenden Idee eigentlich noch viel mehr Potential für noch viel kaputteren Trash gesteckt hätte. Nennen wir es das „Iron Sky“-Problem.

05 von 10

Die deutsche Veröffentlichung kommt von Busch Media und ist mit einer FSK 18 ungeschnitten. Die DVD kommt eher schmucklos daher, wohingegen die Blu-rays zum Film in einem netten Mediabook stecken und tolle Extras mitbringen. Etwas seltsam wirkt leider die Schnodder-Synchronisation im angedeuteten Rainer-Brandt-Stil. In der Folge sprechen alle Ghanaer Bayerisch und der Held heißt Horst. Was haben wir gelacht…

In diesem Sinne:
freeman

Was meint ihr zu dem Film?
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Copyright aller Filmbilder/Label: Busch Media__Freigabe: FSK 18__Geschnitten: Nein__Blu-ray/DVD:Ja/Ja

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