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Bloodfist VIII: Trained to kill

Originaltitel: Bloodfist VIII: Trained To Kill__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 1996__Regie: Rick Jacobson__Darsteller: Don ‘The Dragon’ Wilson, John Patrick White, Jillian McWhirter, Warren Burton, Donnie Hair, Richard Farrell u.a.
Bloodfist VIII: Trained to Kill Deutsches Cover

Don Wilson gibt wieder “Vollgas” in “Bloodfist VIII: Trained to kill”.

Chris’ Vater Rick ist ein konservativer Mathematiklehrer an Chris’ Schule und zu schüchtern und langweilig, um ein Vater zu sein, zu dem ein Sohn stolz aufblickt. Zumal, wenn der Sohn der komplette Gegensatz des Vaters zu sein scheint und gerade seine rebellische Phase hat. Als Rick dann plötzlich mir nichts, dir nichts vier Killer vor Chris’ Augen unschädlich macht, ist die Überraschung groß.

Wer ist sein Vater? Eine berechtigte Frage, kann der Mann, der eigentlich nie da war, um Chris zu erziehen, doch superduper Karate und agiert auch sonst wie ein Könner seines Fachs. Die Lösung dieses Rätsels ist denkbar einfach: Rick war ein CIA Agent. Der nun offensichtlich von seiner Vergangenheit eingeholt wird.

Ricks CIA-Vorgesetzter bittet ihn, wieder bei der CIA einzusteigen. Doch Rick hat kein Interesse. Gemeinsam mit Chris wird er an einen sicheren Ort verfrachtet. Kaum dort angelangt, hat man schon das nächste Killerkommando am Arsch. Dieses kann man zwar ausschalten, weiß aber, dass man in den USA nicht mehr sicher ist. Also auf nach Irland.

Seltsamerweise passt dies dem CIA gar nicht und auf einmal hat Rick nicht nur irgendwelche Bad Asses am Arsch, sondern auch seine eigenen Vorgesetzten. Was wird hier gespielt?

Schaut in den Don-Wilson-Actioner hinein

Und vor allem, wen juckt das? Insbesondere bei einem Film wie diesem: Zurückgegelte Haare und eine Brille und schon wird aus Don ‘the Dragon’ Wilson Don ‘der Lehrer’ Wilson. Dass ich nicht lache. Obendrein unterrichtet er an einer Schule, in der alle Schüler an der Dawson’s-Creek-Krankheit zu leiden scheinen und eher 30 denn 16 Jahre alt sind. Aber umgedrehte Basecaps machen immer wieder aufs Neue um Jahre jünger.

Die eigentliche Story ist dann ungefähr genauso “kreativ” und lanciert ein “Agent wird von der Vergangenheit eingeholt” Klischee nach dem anderen. Ohne dem Ganzen auch nur eine neue Seite abgewinnen zu können. Schnell kommt so bei „Bloodfist VIII: Trained to Kill“ Langeweile auf. Was auch an dem geringen beziehungsweise arg schlecht inszenierten Actionaufkommen liegt, für das die Story ja nur den Kit darstellen sollte.

Don ‘the Dragon’ Wilson („Ring of Fire“) ruled in „Bloodfist VIII: Trained to Kill“ mit lachhafter Frisur alles weg. Wie man ihm so einen toten Hund auf den Kopf legen konnte, weiß wohl nur der große Haargott im Himmel. Zumindest wirbeln die Haare immer lustig im Gesicht herum, so dass Wilsons stocksteifes Gesicht gar nicht auffällt.

Wie bei den meisten seiner Filme gilt auch hier: Wilson mag ein guter Turnierkämpfer sein und es im Grunde wirklich drauf haben, aber er versagt auf ganzer Linie in dem Bereich, der für einen Film wie „Bloodfist VIII: Trained to Kill“ wichtig ist: Er ist kein Showkämpfer. Wilson wirkt ungelenk, langsam, unelegant und es scheint, als verrichte er Schwerstarbeit, wenn er einmal zu einem Kick ansetzt.

Das Ergebnis ist schlicht übel anzuschauen. Das Gebotene mag realistischer sein als manch hohes Bein von Van Damme, aber eben auch deutlich langweiliger. Das gilt auch für den Rest der Action, die man kaum als solche bezeichnen kann. Das Ganze ist viel zu statisch inszeniert, fährt langweilige Einstellungen auf und beschränkt sich auf Endlosgeballer und simpel zu Boden fallende Bösewichter. Blutbeutel sind ebenfalls Mangelware.

“Bloodfist VIII: Trained to Kill” kann nix

Highlight, weil ein Ausbund an Spannung und Komik (ersteres ist eine Lüge, zweiteres unfreiwillig), ist eine in Zeitlupe inszenierte „Meine Munition ist alle. Ich lade nach. Huch, mein Gegner kommt auf mich zugerannt. Ich verfalle in Stress und stecke das Magazin falsch herum in die Waffe, während der Kerl abspringt und mir vor die Brust tritt“-Szene. Dagegen sind Komödienklassiker wie „Hot Shots“ oder „Die Nackte Kanone“ todtraurige Beziehungsdramen.

Was am Ende bleibt, ist ein ziemlich armer Actionfilm mit unsympathischem Helden, hanebüchener Story und altbackener Langweileroptik. Da hat Don Wilson mit Regisseur Rick Jacobson schon deutlich bessere Filme auf den Weg gebracht. Man denke zum Beispiel an Lion Strike.

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Die deutsche FSK-16-DVD von MVW ist geschnitten. Uncut gibt es „Bloodfist VIII: Trained to Kill“ bei den meisten seiner Fernsehausstrahlungen und auf der RC1 von New Concorde.

In diesem Sinne:
freeman

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Copyright aller Filmbilder/Label: MVW__Freigabe: FSK 16__Geschnitten: Ja__ Blu-ray/DVD: Nein/Ja

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