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Robert Rodriguez und Rosa Salazar über “Alita: Battle Angel”

Alita: Battle Angel mit Rosa Salazar

Rosa Salazar, die in “Alita: Battle Angel” mittels Motion Capture “spielt” präsentierte ihren Film in Berlin. Copyright: Actionfreunde.de

Es war eine lange Reise, bis der Wunschfilm von James Cameron endlich die großen Leinwände erblicken durfte. Exakt 20 Jahre nachdem er sich die Rechte an dem Film gesichert hatte, hat sein Kumpel Robert Rodriguez den Film vollendet. Diesen stellte er am 30. Januar 2019 gemeinsam mit den Hauptdarstellern Rosa Salazar und Christoph Waltz sowie Produzent Jon Landau den deutschen Journalisten vor und beantwortete dabei viele Fragen. Die interessantesten Fakten haben wir hier für euch zusammengetragen.

Robert Rodriguez über die Entstehung von “Alita: Battle Angel”

„Alita: Battle Angel“ war 20 Jahre in der Mache. James Cameron und Jon Landau haben sich die Rechte 1999 gesichert und begannen etwa fünf Jahre daran zu arbeiten. Dann hatte James ein fast fertiges Skript, das er umsetzen wollte. Es schlossen sich aufgrund der Erfolge rund um „Avatar“ einige Jahre an Leerlauf an. […] Ich wurde im Jahr 2015 involviert. […] James und ich sind schon lange Freunde und wir versuchten schon vor „Alita: Battle Angel“, gemeinsam Filme zu machen. In diesem speziellen Fall fragte ich als Fan, was aus James’ Rechten an „Battle Angel Alita“ werden würde, weil er so beschäftigt mit dem „Avatar“-Franchise war. Er antwortete, dass er keine Chance habe, den Manga „Battle Angel Alita“ so umzusetzen, wie es ihm vorschwebe. Er habe einfach zu viel zu tun.

Trotzdem wollte er mir zeigen, was er bereits an Vorarbeit für den Film geleistet hatte. Als Fan war ich extrem aufgeregt, seinen Drehbuchentwurf und seine Skizzen zu sehen. Ich konnte nicht ahnen, wie viel Arbeit er da schon reingesteckt hatte. Das Drehbuch war fantastisch. Aber er hatte es nie beendet. Ich sah, dass da noch Arbeit reingesteckt werden musste. Um James zu überzeugen, dass ich der Richtige für den Job war, bat ich ihn, mir den Sommer Zeit zu geben, damit ich das Skript in seinem Sinne vollenden könnte. Meine Aufgabe war, um die 60 Seiten rauszunehmen, ohne die Geschichte oder die Charaktere zu opfern. Das tat ich und schickte ihm das Ergebnis zu. Er liebte es. Jon Landau liebte es. Sie waren von meiner Schnelligkeit überrascht und sagten: Wir lieben es, lass es uns so angehen.

Also es war definitiv eine lange Reise. Und damit sind wir beim Kern der Sache: Einer starken Geschichte. Denn du verschwendest nicht so viel Zeit und Ressourcen für eine Story, die nichts taugt. Und die Story von „Alita: Battle Angel“ ist zeitlos.

Alita: Battle Angel Pressekonferenz

Steven Gätjen moderierte die Pressekonferenz mit (v.l.) Christoph Waltz, Rosa Salazar, Robert Rodriguez und Jon Landau. © Twentieth Century Fox / Foto: Sebastian Gabsch

Jon Landau über den Schöpfer des Mangas “Battle Angel Alita”: Yukito Kishiro

Als wir beschlossen hatten, die Rechte an der Vorlage zu erwerben, flog James Cameron nach Japan und traf sich mit Kishiro San. Und er verpflichtete sich ihm gegenüber, dass wenn wir den Film machen würden, wir keine glatte Hollywood-Version des Stoffes abliefern würden. Wir würden eine filmisch möglichst genaue Interpretation seiner Arbeit präsentieren. Und über die Jahre hinweg machten wir Yukito zu einem Teil des Herstellungsprozesses. Wir teilten mit ihm die ersten Artworks, wir teilten mit ihm das Drehbuch in seinen verschiedenen Versionen und wir teilten mit ihm erste geschnittene Szenen.

Einer der größten Nervenkitzel, der mit ihm zu tun hatte, war, als er unsere Sets in Austin, Texas besuchte. Er war zuvor noch nie außerhalb von Japan gewesen. Wir liefen von draußen in unser 9000 Quadratmeter großes Set von Iron City zu dem Ort, wo die Straßen-Motorball-Szene gedreht werden würde. Kishiro, der kein Mann großer Worte ist, sagte kein Wort. Aber das Lächeln auf seinem Gesicht sagte alles. Wir liefen durch eine Welt, von der er nie geglaubt hätte, dass sie eines Tages real sein würde.

Letztes Wochenende flog ich nach Tokio und zeigte ihm den gesamten Film. Er belohnte mich mit der Aussage, dass wir unser Versprechen gehalten hätten, seine Vision der Welt, die er kreiert hatte, nicht zu verfälschen. Zudem sei der Film emotionaler geworden, als er jemals geglaubt habe. Und sein Motorball und seine Actionszenen seien in einem Maß zum Leben erweckt wurden, wie er es sich nie erträumen konnte.

Galerie: Die Macher und Stars von “Alita: Battle Angel” in Berlin

Alita: Battle Angel und seine Macher
Robert Rodriguez präsentierte seinen Film in Berlin.
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Rosa Salazar und Jon Landau über die feministische Seite von “Alita: Battle Angel”

Rosa Salazar: Ich würde Alita als Heldin umschreiben. Sie wurde nicht mit besonderen Fähigkeiten geboren. Diese erwirbt und entdeckt sie erst auf ihrem Weg. Das passiert, während einer Reise in ihr Inneres. Es ist diese Reise, die sie mächtig und zur Heldin macht. Für mich steht Alita dabei für alle benachteiligten Menschen. Nicht nur Frauen. Alle Menschen, die mit Benachteiligung konfrontiert sind, sollten in unserem Film eine gewisse Befriedigung finden können.

Alita: Battle Angel mit Jon Landau und Robert Rodriguez

Jon Landau, rechts neben Robert Rodriguez, hatte richtig viel zu erzählen. © Twentieth Century Fox / Foto: Sebastian Gabsch

Jon Landau: James Cameron wird von zeitlosen Storys angezogen. Das war schon immer so. Es ist egal, wann die Geschichte spielt und wann sie erzählt wird. Kishiro schuf eine zeitlose Story mit universellen Themen. Themen, die relevant sind. Wie Rosa bereits erwähnte, sehen wir Alita nicht als Held mit Superkräften, wir sehen sie als normalen Held einer Story. Was sie zugänglicher macht. Und ich denke, wir alle sehen den Film als Statement für starke Frauen. Aber nicht nur für Frauen. Sondern für alle, die, wie Alita es im Film sagt, von sich selbst denken, sie seien unbedeutend. Wir alle kennen das Gefühl. Aus unserem täglichen Leben. Aber unser Film zeigt, dass jeder einzelne die Fähigkeit hat, daran etwas zu ändern – für sich, andere und die ganze Welt.

Robert Rodriguez über Alitas große Manga-Augen

Als James Cameron mir seinen Skript-Entwurf zeigte, zeigte er mir auch seine unzähligen Ideen zum Look des Filmes. Eine Skizze überraschte mich dabei am meisten. Sie zeigte Alitas Körper: Mit Armen wie aus Porzellan und mit diesen großen Manga-Augen. Da dachte ich bei mir: Wow, das hat er also vor! Er will einen fotorealistischen Manga-Charakter kreieren, wie wir es noch nie zu sehen bekommen haben. Er wollte dem Original-Manga absolut treu bleiben. Mir wurde sofort klar, dass es so gar nicht möglich war, Alita von einer normalen Schauspielerin spielen zu lassen.

Ich erkannte zudem, dass das Beibehalten des Manga-Charakters von Alita etwas zu dem Film hinzufügen würde. Denn wie sagt man so schön: Die Augen sind das Fenster zur Seele. Und bei Alita sind diese Fenster so groß, dass man ihre Menschlichkeit nur noch besser sehen kann. Sie fühlt sich so noch menschlicher als menschlich an. Und wenn man genau so etwas bei einem CGI-Charakter schafft, dann ist das einfach nur großartig und gibt uns ein visuelles Element, das uns von anderen Filmen abhebt.

James Cameron steht auf so etwas. Ob es die Wassersäule in „The Abyss“ ist, der Flüssigmetall-T-1000, das Sinken der „Titanic“ oder die Welt von „Avatar“. Sein Anteil daran, dem Zuschauer etwas zu zeigen, was er noch nie zuvor gesehen hat, war schon vor Alita immens. Er ist da ungeheuer mutig. Das lässt dich einfacher in die Charaktere eintauchen. So fühlen sie sich an, als wären sie wirklich da. Kurzum: Durch diese großen Augen bekommst du so viel mehr an Emotionen.

Weta Digital erklärte mir, dass in einem Auge von Alita mehr Details wären, als in der kompletten Figur von Gollum aus „Herr der Ringe“.
(Jon Landau)

Christoph Waltz und Jon Landau über die Parallelen zwischen Alitas Welt und unserer Welt

Christoph Waltz: „Alita: Battle Angel“ ist natürlich eine Geschichte über uns heute. Über unsere Welt. Dafür eignet sich Science Fiction so gut. […] Welche Ebene sollen wir besprechen? Technik und Menschen? Sehr gut! Nehmen wir das Thema Cyborgs. Wir hatten mit einem Herren zu tun, der für eine Firma arbeitet, die Sensoren herstellt, die eines Tages ins menschliche Nervensystem eingeklinkt werden sollen, um darüber künstliche Gliedmaßen nicht nur bewegen, sondern durchs Gehirn kontrollieren zu können. Das ist Gegenwart. Ist das gruselig? Da müssen Sie jemanden fragen, der nur einen Arm hat. Für uns ist es unheimlich, das heißt aber noch lange nicht, dass es gruselig ist. Für jemanden, der es wirklich gebrauchen kann, ist es eine technologische Entwicklung, die mehr als nur wertvoll ist. Der Vorschlag von Elon Musk, Sensoren dieser Art in ein Gehirn zu verpflanzen, um über artifizielle Intelligenz den Menschen zu perfektionieren, das halte ich für kindisch.

Alita: Battle Angel mit Christoph Waltz

Glänzte mit süffisantem Humor: Christoph Waltz. © Twentieth Century Fox / Foto: Sebastian Gabsch

Jon Landau: Ich denke, das es in unserer Verantwortung als Filmemacher liegt, Science Fiction im Speziellen als Metapher für die Welt, in der wir leben, zu nutzen. Und ich denke, dieser Film ist eine großartige Möglichkeit, uns auf uns selbst blicken zu lassen und zu schauen, wir wir unser Leben leben. Und wie wir realisieren, was für uns wichtig ist. Es geht nicht darum, auf sich zurückgeworfen ein einsames Leben zu leben. Es geht darum, Menschen zusammen zu bringen. Zum Beispiel verliebt sich in unserem Film ein Mensch in einen Cyborg. Ein Mensch, der auf ebenjene immer heruntergeblickt hat, sie zerstörte und daraus einen Vorteil zu ziehen versuchte.

Christoph Waltz über seine Arbeit an “Alita: Battle Angel”

James Cameron hat all das entwickelt, hat sich Gedanken gemacht, weil er den Film ja selbst machen wollte, und hat ihn dann an Robert weitergegeben. Der hat dann seine Version daraus gemacht. Ich habe natürlich mit James Cameron gesprochen, aber der hat sich nie in den Film eingemischt. Robert Rodriguez war nun einmal der Regisseur. Ich arbeite sehr gerne sehr direkt mit dem Regisseur, weil er den Film macht. Was er aus dem zugrundeliegenden Material macht, ist seine Sache, nicht meine.

Meine Arbeit an „Alita: Battle Angel“ hat sich also von klassischer Filmarbeit überhaupt nicht unterschieden. Wir haben sehr genau gearbeitet, wie man immer genau arbeitet, egal, ob man jetzt im Theater einen Klassiker probiert, oder einen schönen Film machen will. Man darf dabei das Resultat nicht direkt auf die Arbeit übertragen. Zumindest was uns als Schauspieler betrifft. Wir haben gemacht, was wir immer machen. Motion Capture oder nicht, das ist ein Detail, das überhaupt keine Rolle spielt, für das, was Schauspieler untereinander machen. Sich ehrlich zueinander zu verhalten.

Rosa Salazar über ihre Vorbereitung auf die Rolle

Ich musste ungefähr drei Monate kämpfen, bis ich die Rolle hatte. Dann habe ich das ungefähr eine Stunde gefeiert. Dann sagten Jon Landau, James Cameron und Robert Rodriguez auch schon: Okay, toll, morgen früh um 8 Uhr startest du mit dem Training. […] Ich war ohnehin schmal und fit, aber es war trotzdem ein harter Kampf. Ich habe fünf Monate lang jeden Tag ungefähr 2,5 – 3 Stunden trainiert. Meist einen Mix aus verschiedensten Martial-Arts-Kampfsportarten, um daraus ein Gemisch zu kreieren, das Panzerkunst würde repräsentieren können.

Alita: Battle Angel mit Rosa Salazar

Kommender Star: Rosa Salazar. © Twentieth Century Fox / Foto: Sebastian Gabsch

Ich bezeichne Panzerkunst gerne als Null-Schwerkraft-Kampfkunst. Natürlich kann ich die Gravitation nicht überwinden, aber wir gaben unser bestes. Wir machten etwas Muay Thai, etwas Adlerklaue und ganz viel Kickboxen. Ich wollte meine Ausdauer trainieren. […] Nicht nur um durch den Tag zu kommen, sondern auch um die Martial-Arts-Sequenzen abdrehen zu können.

Irgendwann sagte mir ein Freund, er habe da diese großartige Rolle für mich. ‘Du wirst drei Wochen in Modena in Italien drehen, Pasta essen und Kostüme von Vera Wang auftragen. Du wirst jeden Tag die schönsten Landschaften genießen können. Was sagst du?’ Ich sagte nur, dass ich nicht kann. […] James Cameron und Co. meinten zwar, ich solle den Job annehmen und ihn genießen. Aber ich habe es nicht getan. Ich wollte meinen Fokus nicht verlieren und das, was ich mir bis dahin angeeignet hatte, nicht sabotieren. Und ich wollte als Alita nicht nur gut aussehen, ich wollte großartig sein! Das Training formte nicht nur meine Physis, sondern half mir auch, die Kriegerin zu werden, die Alita ist.

Christoph Waltz zum Unterschied zwischen Pinocchio und “Alita: Battle Angel”

Man könnte die Frage auch auf Frankenstein erweitern. Bei Frankenstein wird totes Material genutzt, um mit Leben zu experimentieren. Genauer: Das Ziel ist, totes Material zu beleben. Pinocchio hingegen ist ein Holzjunge, der sich dank Magie in eine Art Jungen verwandelt. Meine Rolle, Ido, hingegen findet in Alita einen Geist und gibt ihm einen Körper. Das Leben ist schon da. Und das ist ein großer Unterschied.

Bevor wir sie kennenlernen, war sie ein Krieger, eine Kugel, die von einer Waffe abgefeuert wird. Sie hat keine Ahnung von Menschlichkeit.
(Robert Rodriguez)

Robert Rodriguez über den coolen Bar-Fight

James Camerons Skript sah da diesen knapp zehnminütigen Bar-Fight vor. Hier möchte Alita, die sich gerade in ihrer rebellischen Phase befindet, beweisen, was sie drauf hat. Dabei beißt sie natürlich mehr ab, als sie kauen kann. Die Szene zu drehen, dauerte etwa zehn Tage. Ich suchte vorher im Internet nach den Top Ten der bisher gedrehten Bar-Fights. Und ich war geschockt. Ich rief James an und erklärte ihm, dass vier von denen von uns stammten! „Desperado“, „From Dusk Till Dawn“ und „Terminator 1 und 2“. Wir mussten uns quasi selbst toppen. Mir war aber auch der gesamte Aufbau der Szene wichtig. Wie die Charaktere eingeführt werden und wie dann das „kleine Mädchen“ mit den Robotern den Boden aufwischt.

Alita: Battle Angel von Robert Rodriguez

Robert Rodriguez gab sich bei der Pressekonferenz zu “Alita: Battle Angel” sehr gesprächig. © Twentieth Century Fox / Foto: Sebastian Gabsch

Robert Rodriguez, Christoph Waltz, Jon Landau und Rosa Salazar über das Einfangen von Gefühlen mittels Motion Capturing

Christoph Waltz: Das war kein Motion Capture, das war Emotion Capture… *lachen*

Jon Landau: Als wir damit begannen, den Film zu machen, haben wir uns nicht auf die Technik, sondern auf das Casting fokussiert. Wen würden wir finden, der diesen Charakter spielen kann? Wenn die Leute zu mir sagen: ,Jon, du bist nun schon 20 Jahre in das Projekt involviert, bist du froh, dass du so lange gewartet hast, auch um die richtige Technologie zu entwickeln?’ Dann sage ich ‘Nein! Ich bin froh, dass wir so lange gewartet haben, weil es uns so möglich war, Rosa Salazar zu finden!’ Sie ist es, die den Unterschied ausmacht.

Robert Rodriguez: Durch die ganze Technik, die Rosa tragen muss, ist klar, dass das Publikum glaubt, dass es schwer sei, die richtigen Emotionen zu liefern. Aber das wichtigste ist tatsächlich das Casting. Als ich Christoph und Rosa castete, saßen sie in meinem Büro an einem kleinen Tisch und probten. Und man konnte die Beziehung zwischen beiden spüren. Sie sind so feine Schauspieler, dass die Emotionen einfach da sind. Hat Rosa dann den Motion-Capture-Anzug an, besteht beim Dreh kein Unterschied. Rosa und Christoph wissen, wie sie sich für den Film connecten müssen. Sie haben eine sofortige Verbindung und wir mussten das nur noch einfangen.

Die Spezialeffekte verbessern das nur noch. Immerhin konnte ich so aus Rosa einen „fremdartigen“ Charakter machen, den so niemand darstellen / verkörpern kann. Die Technologie ist so gut geworden, dass man irgendwann vergisst, dass sie überhaupt da ist. Genau dann kann Technik kaum noch besser werden. Sie unterbricht den Fluss der Arbeit und der Schauspielleistungen nicht. Ansonsten wäre es wie eine Bühnen-Performance, bei der ständig jemand die Kostüme richtet. Es würde den Zauber brechen. Die Technologie ist heute an einen Punkt, wo sie den Zauber nicht mehr bricht. Sie ist unmittelbarer geworden. Und das ist der Grund, warum du in der Lage bist, die Performance/Gefühle auf der Leinwand zu sehen. Was du siehst, ist, was am Set gespielt wurde.

Alita: Battle Angel mit Rosa Salazar und von Robert Rodriguez

Der Regisseur und seine Muse. Robert Rodriguez mit Rosa Salazar. © Twentieth Century Fox / Foto: Sebastian Gabsch

Jon Landau: Und wir sprechen nicht von Green-Screen-Sets. Wir sprechen von echten Sets. Als Robert Rodriguez „Sin City“ pitchte, war das alles vor Green Screens entstanden. Er hat da einen phänomenalen Job abgeliefert. Aber bei „Alita: Battle Angel“ wollten wir die Performances mit Hilfe echter Sets erden. Idos Labor… wir haben es komplett gebaut. Wenn Alita mit Ido hier auf der Couch sitzt, spielten Rosa und Christoph diesen zärtlichen Moment miteinander in einem echten Set. Ich denke, auch das macht den Unterschied aus.

Rosa Salazar: Ich finde es toll, dass es all diese großen Actionfilme gibt, in denen ganze Stadtteile in die Luft gejagt werden. Das ist großes Popcorn-Kino. Aber es berührt einen nicht, so lange die Story nicht funktioniert und die Beziehungen der Figuren nicht funktionieren. Es ist toll, wenn die Leute sagen, wow, der Film war toll und die Action war so verrückt… und ich habe auch geweint. Das heißt für mich, dass wir unseren Job einfach gut gemacht haben.

Robert Rodriguez über eventuelle Fortsetzungen von “Alita: Battle Angel”

Es gibt viele Alita Mangas. Es sind mindestens neun oder zehn. Und wir erzählen den Anfang der Geschichte. Und es gibt noch so viel zu erzählen. Wir blieben bislang nah dran an der Originalgeschichte, erzählten aber nur aus Buch 1 und 2 und entnahmen Elemente aus den Bänden 3 und 4, wo es viel um Motorball ging. Diese Bücher enthielten für mich die besten Elemente einer Genesis-Geschichte…

Es gibt, und das deutet der unterhaltsame Blockbuster selbst überdeutlich an, also definitiv noch viel mehr aus der Welt von „Alita: Battle Angel“ zu erzählen. Damit ging eine durchaus lebendige Pressekonferenz zu Ende. Nun gilt es, in die Kinos zu strömen und in Alitas Welt einzutauchen. Es lohnt sich.

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