Actionfilme, Actionstars und einfach Action satt

Snake Eater 3

Originaltitel: Snake Eater III: His Law__Herstellungsland: Kanada__Erscheinungsjahr: 1992__Regie: George Erschbarmer__Darsteller: Lorenzo Lamas, Minor Mustain, Tracey Cook, Holly Chester, Tracey Hway, Scott Bigelow, Mark Camacho u.a.
Snake Eater 3

Diesmal legt sich Lorenzo Lamas mit kriminellen Bikern an: „Snake Eater 3“

Nach verbrecherischen Hillbillies („Snake Eater“) und miesen Drogenhändlern („Snake Eater’s Revenge“) geraten in „Snake Eater 3“ kriminelle Biker ins Visier des rabiaten Helden.

Jack Kelly (Lorenzo Lamas), auch Soldier genannt, ist Ex-Mitglied der Snake Eater Einheit und arbeitet wie in den Vorgängern als Cop. Einen Raubüberfall vereitelt er zu Beginn des Films, in dem er sich selbst als Räuber ausgibt, mit dem Täter streitet und diesen schließlich in einer Situation erschießt, die gerade noch so als Notwehr durchgeht. Daneben ist jemand wie Dirty Harry fast schon vorschriftsgetreu, aber derartig überzogene Macho-Attitüden kennt man ja bereits aus den Vorgängern.

Natürlich kommt der Zwischenfall in die Nachrichten, Jack wird dafür mal wieder suspendiert, inklusive Anschiss vom Chef, Abgeben von Knarre und Marke und allem, was sonst dazu gehört. „Snake Eater 3“ lässt kein Klischee aus, doch die übertriebene, hypermaskuline Art bringt wieder eine gewisse Ironie ins Spiel, sodass man das Macho-Gehabe und die Stereotypen mit einem gewissen Augenzwinkern sehen kann.

Doch ein Ehepaar, dessen Tochter von Bikern entführt und missbraucht wurde, wendet sich an Jake, er solle doch bitte mit der Gang abrechnen. Anfangs lehnt Jack ab, entschließt sich dann aber doch auf eigene Faust zu ermitteln…

Regisseur George Erschbarmer schafft es auch im dritten Teil der „Snake Eater“-Reihe den Unterhaltungswert zu halten, ein herausragender Film ist aber auch bei diesem Anlauf nicht geglückt. Die Geschichte gibt erneut wenig her, episodenhaft zofft sich Jack mit den Bikern, die ihm alsbald ans Leder wollen, große Ermittlungsarbeit gibt es nicht und zum Schluss sind alle Übelwichte tot. Auch sonst hat „Snake Eater 3“ die gleichen Schwächen wie die anderen Filme der Trilogie (das dämliche Frauenbild ist mal wieder zum Weglaufen), ist aber genauso wie diese überraschend kurzweilig erzählt.

Snake Eater 3

Sorgt mit gezückter Wumme für Gerechtigkeit: Jack ‘Soldier’ Kelly (Lorenzo Lamas), ein waschechter Snake Eater

Hinzu kommt das bereits erwähnte Quäntchen Humor, denn ganz ernst gemeint scheinen die „Snake Eater“-Filme ja nicht zu sein (zumindest will ich’s hoffen). Jack ist zu Macho um wahr zu sein, ein Mann, der noch richtig in die Fresse haut, wenn die liberalen Weicheier diskutieren, schön verbildlicht in der Szene, in der sich Jack mit ein paar Rockern boxt, die ein biederes Pärchen belästigen. Jack lässt markige Oneliner ab, wobei die Sprüche schon sehr rabiat und etwas menschenverachtend sind, aber das ist nun mal der Stil der „Snake Eater“-Filme. Ein paar Gags kann „Snake Eater 3“ sogar auch verbuchen, u.a. die „You wouldn’t hit a girl?“-Szene.

„Snake Eater 3“ ist etwas weniger geschlossen erzählt als die Vorgänger, aber dafür actionreicher als der zweite Teil. Jack haut, tritt und schießt sich mit den bösen Klischeebikern und natürlich kommen auch eine Spezialfähigkeiten zum Einsatz, z.B. wenn er Motorräder zu Sprengfallen umfunktioniert oder einen Bösewicht beim Pinkeln elektrisiert. Ansonsten gibt es kurze, sehr blutige Shoot-Outs und rabiate Prügeleien, vor allem die erwähnte Kneipenschlägerei macht etwas her. Wie schon in den Vorgängern ist die Action leicht nicht ausufernd, gerade der Showdown könnte etwas länger sein, aber gelungen inszeniert.

Lorenzo Lamas gibt zum dritten Mal den Machohelden mit den markigen Sprüchen und dies auf ähnlichem Niveau wie in den Vorgängern. Wrestler Scott ’Bam Bam’ Bigelow darf als Rocker mittun, zwar klischeehaft, aber charismatisch, ansonsten sind die Darsteller wenig einprägsam, leider auch der Oberbösewicht.

Etwas schwächer als Teil eins, etwas besser als Teil zwei: „Snake Eater 3“ führt die Reihe ordentlich fort, ist aber eher was für hartgesottene Genrefans. Er ist doof, wenig originell, aber macht auf seine überzogene Art Spaß, ist relativ flott erzählt und bietet rabiate Action. Keine Genrehighlight, aber solide Kost.

Knappe:

© Nils Bothmann (McClane)



Der Schlangenfresser ist noch einmal zurückgekehrt für sein finales Abenteuer. Im zweiten Sequel arbeitet er nun nicht mehr als Cop sondern als Privatdetektiv. Ein Ehepaar engagiert ihn, weil ihre Tochter nach Monaten total verstört wieder zuhause auftaucht. Sie wurde von einer Bikerbanke über Monate auf einem Roadtrip misshandelt. Gemeinsam mit einem Freund geht Soldier gegen die Bande vor und räuchert das Schmuggler-Nest der Biker aus.

Snake Eater 3

Gelegentlich braucht selbst Soldier mal Hilfe

Der dritte und letzte Teil der “Snake Eater”-Reihe ist in allen Belangen besser als der zweite. Mehr Witz, mehr Action und ein besserer Sidekick für Lamas.

Der Kumpel von Soldier ist wirklich sehr cool, gar kein Vergleich zu Speedboat aus dem zweiten Film der mit seinen blöden Gags nur genervt hat. Er hat viele coole Sprüche auf Lager, teilt auch gut aus und passt super zu Lamas. Mit den Beiden hätte ich gerne noch einen Film gesehen. Dazu gibt es auch wieder eine coole Kneipenprügelei wie im ersten Teil und endlich wieder einige schöne Ballereien, die man im zweiten Teil so vermisst hat sowie einen tollen Showdown.

Die Story ist erneut reichlich abstrus, es gibt bescheuerten Dialoghumor und die Bikerbande ist schön klischeebeladen. Besonders schräg ist, wie sich die vergewaltigte Tochter verhält. Sie will Soldier direkt an die Wäsche, steigt bei fremden Leuten ins Auto um mit denen zu schlafen und noch mehr. Das ist alles sehr seltsam, aber sie ist nun einmal verstört durch den Roadtrip.

Witzig für Wrestlingfans: Scott ‘Bam Bam’ Bigelow ist einer der Biker.

Schade das nach diesem Teil Schluss war, auf dem Niveau hätte ich mir noch gerne 1-2 Filme angesehen. Lockeres nettes Teil und beste Unterhaltung.

Nachdem „Snake Eater 3“ bisher nur in Kanada auf DVD erschienen war, veröffentlicht NSM den Film nun auch im deutschsprachigen Raum. Während das 18er Video von Starlight war geschnitten war, ist die ungeprüfte DVD nun uncut, bietet den Film in deutscher und englischer Sprachfassung sowie ein wenig Bonusmaterial.

© C4rter

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Copyright aller Filmbilder/Label: NSM __FSK Freigabe: ungeprüft__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Nein/Ja

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