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Death Connection

Originaltitel: Blood of the Innocent aka Beyond Forgiveness__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 1994__Regie: Bob Misiorowski__Darsteller: Thomas Ian Griffith, Joanna Trzepiecinska, Rutger Hauer, John Rhys-Davies, Aleksander Wysocki, Artur Zmijewski u.a.
Death Connection

Thomas Ian Grifftih jagt Rutger Hauer in “Death Connection”

Marty wird einen Tag vor seiner Hochzeit unter den Augen seines Bruders Frank erschossen. Frank kann daraufhin zwar fast alle Bäddies über den Haufen ballern, der mutmaßliche Anführer entkommt allerdings mit einem Koffer. Die Polizei von Chicago macht daraufhin keine großen Anstalten, den Drahtziehern auf die Schliche zu kommen und so nimmt Frank dies selbst in die Hand. Einer der von ihm gestellten Ganoven hatte einen polnischen Pass und so bricht Frank denn auch unvermittelt gen Ostblock in die hintersten Provinzen auf.

Erste Nachforschungen lassen ihn in ein Wespennest der russischen Mafia stechen. Diese hat Warschau in ihrer roten Faust und reagiert auf Franks Nachstellungen recht impulsiv, was ordentlich Collateralschaden zur Folge hat. Den Killer seines Bruders kann er dann zwar recht schnell stellen, doch Frank kommt nicht so recht zur Ruhe. Denn längst würde er lieber den Köpfen der Russenmafia das Handwerk legen und nicht nur den kleinen Fischen. Also bleibt er in Warschau und deckt die Machenschaften eines Organhändlerringes auf …

Death Connection

Thomas Ian Griffith in Action

Das Flair der Ostblockstaaten und die Nutzung desselben in vielen B-Filmen geht mir persönlich zumeist vollkommen ab. So auch hier. Die Tristheit der immer recht abgerissenen Schauplätze langweilt und verpasst “Death Connection” einen recht trashigen Charme, ein Eindruck, den die zumeist potthässlichen Ostblockdarsteller mühelos verstärken. Es ist zwar gut und schön, dass den Produktionen durch das Ausweichen auf die Ostblockstaaten relativ geringe Kosten entstehen, allerdings sollte man das vielleicht auch mal nutzen, um an Orten zu drehen, durch die die Russenpanzer damals nicht 30 000 mal gerollt sind. Denn ob man es glaubt oder nicht: Nicht ganz Osteuropa sieht aus wie ein abgerissener Hinterhof. Die Optik des Streifens macht ansonsten einen recht akzeptablen Eindruck und liegt auf solidem Direct to Video Niveau. Die Story von “Death Connection” kommt derweil sehr dünn daher und transportiert im Grunde nur die übliche Rachestory. Lustig ist, dass der Film nach der Hälfte der Laufzeit seine eigentliche Handlung bereits komplett abgewickelt hat und nun einen ganz anderen – in den ersten 15 Minuten nur zaghaft angerissenen – Handlungsstrang aufbaut und verfolgt. So bekommt man zwar im Grunde zwei Filme zum Preis von einem, der Gesamteindruck wirkt allerdings eher zerfahren denn schlüssig …

Death Connection

En Garde! Rutger Hauer, als Bösewicht selten anfechtbar.

Thomas Ian Griffith, John Rhys-Davies und Rutger Hauer in einem Film … quasi ein Gipfeltreffen der B-Stars … hier hätte man allerdings wahrlich mehr draus machen können/sollen! Thomas Ian Griffith, in seinen bekannteren Rollen meistens mit langen Haaren agierend, überrascht mit einem echt stylishen, graumelierten Kurzhaarschnitt, der ihm ein sehr cooles Äußeres verleiht. Leider darf der riesige Kerl in diesem Film so gut wie nichts von seinen Martial Arts Fähigkeiten auffahren und sorgt lieber für einen erhöhten Bleianteil in der Luft. Was immer wieder bei Griffith auffällt, ist, dass der Mann durchaus zu schauspielerischen Einlagen in der Lage ist und sich damit wohltuend vom Gros der B-Recken abhebt. Zu echten A – Weihen hat es leider nie gereicht, weil sich Hollywood auf den vom Typ her sehr ähnlichen Michael Wincott verlegte, der ihm fortan ein ums andere Mal die Rollen vor der Nase wegstibitzte (“The Crow”, “1492”). John Rhys-Davies hat eine eher kleine Rolle als polnischer Inspektor abbekommen, muss aber wahrlich absolut nichts zeigen. Rutger Hauer spielt den Dr. Lem und damit den Oberbäddie des Filmes. Leider wirkt er seltsam unmotiviert und lässt nichts von seinem diabolischen Charme aufblitzen, der seine Bösewichter sonst auszeichnet. Dies ist insofern schade, da Griffith als Good Guy absolut überzeugt und auch sehr sympathisch rüber kommt und damit einen echten Gauner von Format als Gegenspieler verdient hätte.

Death Connection

Kickt hoch und gut: Thomas Ian Griffith

Die Action beschränkt sich auf die bereits erwähnten Ballereinlagen, die ordentlich inszeniert wurden und auch den einen oder anderen netten Bluteffekt zur Folge haben. Ganz selten darf Griffith kicken, macht dies aber auf ordentlich choreographierte Art und Weise. Auch der eine oder andere kleine Feuerball strebt gen Himmelszelt, besonders viel Hektik kommt allerdings niemals auf. Obendrein wurde die Action recht sparsam über den Film verteilt, was vor allem der Mittelteil und damit auch das Sitzfleisch des Zuschauers heftig zu spüren bekommen.

Was bleibt ist absolut solide Ostblock B-Action mit einem sympathischen Hauptdarsteller, einem unterforderten Rutger Hauer und nett inszenierten Actioneinlagen …

Die deutsche DVD von UV Video kommt uncut und liefert akzeptable Bild- und Tonwerte …

In diesem Sinne:
freeman

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