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Back to Even – Die letzte Rechnung zahlt der Tod

Originaltitel: Back to Even__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 1988__Regie: Rod Hewitt__Darsteller: Lorenzo Lamas, Michael Paré, Angela Jones, Heidi Thomas, Shauna Sand, Herb Mitchell, Monty Bane, Bo Brundin, Chris Byrne, Joseph Carberry, Vito D’Ambrosio u.a.
Back to Even mit Michael Pare und Lorenzo Lamas DVD Cover

Michael Paré und Lorenzo Lamas geraten in „Back to Even“ aneinander.

Mitch arbeitet in einer Druckerei als Vorarbeiter und kann davon gut leben. So gut, dass er problemlos seinem größten Laster, dem Glücksspiel, nachgehen kann. Um die Gefährlichkeit seiner Passion wissend, setzt er immer nur niedrige Beträge und geht dabei so sehr auf Nummer sicher, wie es eben geht. Eines Tages jedoch versetzt ihm das Leben gleich mehrere Leberhaken.

Zum einen gerät sein Vater mit seinem Arm in eine Druckerpresse, worauf sein Sohn höchstselbst ihm den Arm abtrennen muss, um zu verhindern, dass der Herr Papa eingeklemmt verblutet. Dann erfährt er von seinem Buchmacher Boyle, dass ein Kollege in seinem Namen eine hochdotierte Wette platziert habe. Mitch schulde Boyle nun 20.000 Dollar.

Da Mitch diese Summe niemals auftreiben könnte, bietet er seinem windigen Buchmacher einen Deal an. Ihm sind seit einiger Zeit Blüten aufgefallen, die eine hohe Qualität aufweisen und nur von Profis als unecht erkannt werden. Mitch will Boyle die dafür notwendigen Druckplatten und die entsprechenden Materialien und Maschinen zur Verfügung stellen, damit der sich mehr als 20.000 Dollar drucken kann.

Lahmer Thriller mit Lorenzo Lamas und Michael Paré

Wer sich von einem Film mit Lorenzo Lamas und Michael Paré in den Hauptrollen einen schnarchigen Thriller erhofft hat, der möge sich gerne melden. Leider ist bei „Back to Even“ genau dieser Fall eingetreten und die Gründe dafür sind äußerst mannigfaltig. Da wäre zunächst das zwischen hilflos und schnarchig mäandernde Drehbuch zu nennen, das es nicht für eine Sekunde schafft, so etwas wie eine spannende Geschichte zu erzählen.

„Back to Even“ ist im Gegenteil komplett vorhersehbar, extrem langsam in seiner Anmutung und bar jedweder irgendwie aufregender Ereignisse. Turboschnell macht sich Langeweile breit. Was auch daran liegt, dass die Figuren nichts taugen. Weder erfährt man irgendetwas Interessantes über sie noch tun sie irgendetwas Interessantes. Was sich auch in den darstellerischen Leistungen niederschlägt. Lorenzo Lamas („Final Round“) habe ich selten so gelangweilt durch einen Film schlafwandeln sehen.

Und obschon Michael Paré („America is Sinking“) deutlich beseelter spielt und einen besseren Zugriff auf seine Figur hat als Lamas, kommt er nicht gegen das Drehbuch an, das seinen Boyle zeitweise wie einen Volldepp agieren lässt. Die Darsteller rund um die beiden Stars lassen sich nie beim Spielen erwischen und haben durchweg egale Charaktere abbekommen.

Und obschon Lamas und Paré auch Erfahrung in Sachen Action haben (der gemeinsame „Desert Force“ sei genannt), macht Regisseur Rod Hewitt („Killing Yakuza“) nichts daraus. Im Gegenteil: Bis auf zwei schwache Explosionen und einem luschigen Sprung von einem Dach in einen Müllcontainer gibt es hier nichts zu holen.

Und auch optisch langweilt sich der Film munter durch. Reichlich misslungen wirkt ein Krankenhaus-Setting, in dem es aufgrund der Verletzung des Vaters zu viele Szenen gibt. Ansonsten dominieren karge Sets und leere Gebäude, eingefangen in drögen und schmucklosen Bildern. Vollkommen egal: die Musik zum Film. Warum auch Spannung auf der Tonspur machen, wenn es im Film keine gibt?

„Back to Even“ ist nicht einmal Falschgeld wert

Natürlich sind Geschmäcker immer verschieden und was mir missfällt, kann anderen gut runtergehen. Bei „Back to Even“ muss ich aber wirklich sagen, dass ich mir kaum vorstellen kann, wie man gepolt sein oder welche Präferenzen man haben muss, um diesen Versuch eines Thrillers unterhaltsam zu finden. „Back to Even“ ist eine komplett vorhersehbare, unspannende, langweilige und höhepunktlose Schlaftablette von einem Film. Selbst Fans der beiden Hauptdarsteller dürften hier eine bittere Pille zu schlucken bekommen. Jene von Lorenzo Lamas noch etwas mehr als jene von Michael Paré.

01 von 10

Die deutsche DVD zum Film kommt sowohl von Ascot Elite als auch von Splendid Film und ist mit einer Freigabe ab 16 ungeschnitten.

In diesem Sinne:
freeman

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Copyright aller Filmbilder/Label: Splendid Film__Freigabe: FSK 16__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Nein/Ja

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