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Phönix – The Warrior

Originaltitel: Phoenix the Warrior__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 1988__Regie: Robert Hayes__Darsteller: Persis Khambatta, Kathleen Kinmont, Peggy McIntaggart, James Emery, Sheila Howard, Nina Jaffe, Courtney Caldwell, Skyler Corbett, Laurie de Nuccio, Linda Santo u.a.
Phönix The Warrior DVD Cover

In “Phönix – The Warrior” sprechen die ganz großen Argumentationsverstärker.

Irgendwann in ferner Zukunft: Die Menschheit hat sämtliche Atomwaffen abgerüstet und findet trotzdem einen Weg, sich zu vernichten. Man startet einen bakteriologischen Krieg, dem zunächst alle Männer und irgendwann auch die Frauen anheim fallen. Nur einige wenige Frauen überleben und werden fortan beherrscht von einer besonders garstigen Dame. Diese benötigt die Energie junger Männer, um quasi ewig zu leben.

Um das zu schaffen, befruchtet sie Frauen mit den Samen aus einer Samenbank und saugt die Energie der Neugeborenen in sich auf. Doch eine Brüterin mit Namen Keela schafft es, zu fliehen. Sie kreuzt den Weg der Sandläuferin Phönix, die Keela fortan durch dick und dünn begleitet und ihr mehr als einmal die Haut rettet. Doch beide dürfen sich niemals zu sicher fühlen, denn ihre Verfolger sind ihnen stets auf den Fersen.

Schaut in den Endzeit-Trash hinein

Hach ja, Story egal, filmische Umsetzung egal, Darsteller egal, alles egal. „Phönix – The Warrior“ ist ein Film mit leichtgeschürzten Mädels, die permanent viel zu große Waffen herumwuchten, viel Stumpfsinn aufsagen, dekorativ schwitzen und Action machen wie die Männer. Irgendwie. Doch vor allem ist „Phönix – The Warrior“ so ein Film, bei dem man als Mann einfach mal gerne am Set gewesen wäre.

Wie haben die wohl die dilettantisch choreographierte Action inszeniert? Wer hat wohl in mühsamer Kleinarbeit die Wellblechhütten des „Mad Max“ Klons errichtet? Wer kam auf die Idee, die Unterkunft der Oberbösen mit Cellophanfolie auszukleiden? Warum erinnert der Kopf der Oberbösen an einen „case-gemoddeten“ PC, nur ohne Lichteffekte? Was werden die gigantischen Explosionen im Finale gekostet haben? Und wie viel Stoff hat den Kostümbildnern bei diesem Film zur Verfügung gestanden? Sicherlich nicht viel. Hihihi.

Schade ist allerdings, dass „Phönix – The Warrior“ aus diesen offenkundig trashigen Ansätzen nicht viel zu machen versteht. Die Handlung kommt zwar flott ins Rollen, scheint aber irgendwie kein wirkliches Ziel zu haben. Die einen flüchten, die anderen jagen, zwingende Aktionen fehlen aber durchgehend.

Zwar versucht Robert Hayes (dieser Film ist seine einzige Langfilm-Regiearbeit, bekannt ist er vornehmlich als Stammkameramann von Jesse V. Johnson u.a. „The Last Sentinel“) seine Handlung immer in Bewegung zu halten, doch an den „Haltepunkten“ fällt ihm nicht viel Interessantes ein. Ein paar „Gladiatorenkämpfe“ hier, etwas Geballer da, ein Schäferstündchen darf auch nicht fehlen und zwischendurch tanzen ein paar nackte Ischen unterm Wasserfall.

In der Action gibt es dann viel zu lachen. Das Waffenhandling der weiblichen Darsteller ist durch die Bank eine wundervolle Lachnummer, die Fightszenen sind ein schlechter Witz und das zum Einsatz kommende Schnitt-Gegenschnitt-Verfahren macht einen als Zuschauer irgendwann regelrecht aggressiv. Wenn die Ladys dann nach endlosem Geballer auch mal treffen, setzt es amtliche, topp umgesetzte Bluteffekte. Davon hätte „Phönix“ gerne mehr präsentieren dürfen.

Die größten Pluspunkte von „Phönix – The Warrior“: Babes mit Riesenwummen

„Ich freue mich jetzt schon, wenn der Kleine mal groß ist…“ Das schmachtet eine dick bemoppte junge Dame angesichts eines kleinen männlichen Hosenscheißers. Frauen, sie können halt doch nicht ohne uns Männer. Zumindest diese positive Erkenntnis habe ich aus dem statisch und langweilig bebilderten Zukunftsactioner mitgenommen. Positiv in Erinnerung bleibt auch der sexy Body von Lorenzo Lamas’ Ehefrau Kathleen Kinmont („C.I.A. Codename Alexa“), die als Sandläuferin Phönix ein wunderbar knappes Lendenschurz-Arrangement tragen darf.

Davon abgesehen hat „Phönix – The Warrior nicht viel zu bieten. Die Action ist gurkig, die Handlung sich selbst zu ernst nehmender Müll, die Darsteller definieren sich rein über ihre Körbchengröße und die beständig vor sich hin dudelnde Synthesizermucke lässt einem irgendwann echt die Ohren bluten. Dazu kommt die spektakulärste Schnellschwangerschaft aller Zeiten und ein Kerl, der der Einfachheit halber den Namen Guy trägt. Genial, oder? Und dennoch, der Chauvi in mir, der will den Film gar nicht mal so übel finden! Warum? Ja, verdammt noch eins: Babes mit Riesenwummen! Ok, Babes mit Föhnfrisuren und Riesenwummen, aber hey, wer wird denn hier kleinlich sein?

04 von 10

„Phönix – The Warrior“ kommt von dem Label Spirit Media und hat ein grandioses Cover aufzubieten, das mit dem Streifen im 80s-Look wirklich gar nichts zu tun hat. Die DVD ist mit einer FSK 18 uncut.

In diesem Sinne:
freeman

Was meint ihr zu dem Film?
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Copyright aller Filmbilder/Label: Spirit Media__Freigabe: FSK 18__Geschnitten: Nein__Blu-ray/DVD: Nein/Ja

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