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Predator versus Spider-Man: Jagd auf die Spinne

Predator versus Spider-Man Artwork

„Predator versus Spider-Man“ konfrontiert die nette Spinne von nebenan mit einem fiesen Serienkiller aus dem All. Copyright: Panini Comics

New York befindet sich im eisernen Griff einer brutalen Hitzewelle. Diese lässt die Menschen mehr und mehr durchdrehen. Entsprechend schwingt Peter Parker respektive Spider-Man von Tatort zu Tatort und versucht alles, das Chaos einzudämmen. Ein Stromausfall, der die gesamte Metropole erfasst, ist dabei alles andere als hilfreich. Da erspäht Peter einen Tatort mit besonders bestialisch zugerichteten Leichen.

Diese hängen gehäutet von der Decke und ihnen fehlen verschiedenste Gliedmaßen. Wenig später findet Peter ähnlich brutal behandelte Leichen an anderen Tatorten. Verfolgt er einen Serienkiller mit Trophäen-Fetisch? Was Peter nicht ahnen kann, der Leser aber längst weiß: Ein Predator geht in New York um. Ein von seinem eigenen Volk verstoßenes Exemplar, das von seinen Artgenossen gejagt wird.

Als dementsprechend weitere Yautia in New York auftauchen, wird es hektisch. Zumal sie selbst einen berühmten Jäger an den Hacken haben, mit dem Spider-Man mehr als nur auf Kriegsfuß steht.

Marvel-Held im Kampf gegen fiese Predatoren

Das Setting von „Predator versus Spider-Man: Jagd auf die Spinne“ ist „Predator“-Fans vertraut. Bereits in „Predator 2“ machte ein Yautia eine US-Metropole (Los Angeles) in einer irren Hitzephase unsicher. Den Ideen von „Predator versus Wolverine“ oder „Predator versus Black Panther“ folgend, schlüpft nun mit Spider-Man aber ein Marvel-Held in die Rolle des menschlichen Helden, der im Vorbild noch von Danny Glover gespielt wurde.

Bei Spideys Gegner handelt es sich um ein besonderes Exemplar der Yautia. Ein Bad Blood. Also ein Predator, der die Heiligkeit der Jagd nicht ehrt und der seine Artgenossen mit seinem Tun provoziert. Entsprechend jagen diese den Yautia und wollen ihn auslöschen. Was die Anzahl der Predatoren in dem Comic auf insgesamt vier erhöht.

Doch die Hauptrolle hat trotz allem Peter Parker alias Spider-Man inne. „Predator versus Spider-Man: Jagd auf die Spinne“ ist geradlinig aus seiner Sicht erzählt. Was die Predatoren umtreibt, ist für die Story nicht von Relevanz. Im Falle des „Bad Bloods“ ist es sogar so, dass der Predator zu einer richtigen Horrorgestalt gemacht wird, die aus dem Dunkel hervorbricht, zig Menschlein killt und hernach wieder ins Dunkel verschwindet.

Obendrein wird der fiese Predator wie eine Bestie gezeichnet, die im „Vorbeigehen“ Gesichter von den Schädeln zerrt und sich diese wie ein zweites Gesicht über die Visage zieht. Das „Texas Chainsaw Massacre“ lässt grüßen. Und die Zeichner Marcello Ferreira und Jay Leisten inszenieren dies mit Lust am blutigen Detail, die teilweise verstörende Panels zeitigt. Krass. So derb hat man den Predator im Grunde noch nie wüten sehen.

Die eigentliche Story schreitet derweil in hohem Tempo voran, ist durchaus spannend und bringt neben Peters Boss beim Daily Bugle auch MJ und einen alten Bekannten glaubhaft ins Spiel. Alle bekommen ein paar interessante Momente zugeschanzt, wobei Peters Boss Jameson aber weitgehend arg überzeichnet und nervig wirkt.

Das Artwork arbeitet mit kräftigen Farben und gerät spätestens ab dem Stromausfall sehr düster. Der Fokus liegt auf Horrormotiven und dichter Atmosphäre. Auch die angesprochene Hitze wird optisch stimmig mittels gelbbrauner Panels zelebriert. Sowohl Spider-Man- als auch Predator-Fans bekommen zudem diverse Elemente geboten, die ikonisch für die jeweilige Figur sind. Die Predatoren etwa pflücken Schädel samt Wirbelsäule, das Neon-Grün ihres Blutes knallt ordentlich, typische Waffen kommen ebenso zum Einsatz wie die Predator-Vision, der Schulterblaster darf große Löcher reißen und am Ende droht die Bombe am Arm eines Predators ganz New York zu zerstören. Da wird schon ordentliche Fan-Services geboten. Und die Yautia-Visagen sind wie gewohnt individuell angenehm hässlich ausgestaltet. Einzig die Tatsache, dass es wirkt, als seien die Predatoren seltsam leicht zu besiegen, hat ein Geschmäckle.

„Predator versus Spider-Man: Jagd auf die Spinne“ ist ein horrorlastiges Crossover

Die von Benjamin Percy ersonnene Story von „Predator versus Spider-Man: Jagd auf die Spinne“ macht den Predator zu einer richtigen Horrorgestalt. Das tut der Figur gut und hat eine Geschichte zur Folge, die angenehm hart wirkt, eine starke Horror-Atmosphäre aufbaut und ein paar garstige Panels aufzubieten hat. Im Zuge dessen wird auch Peter Parker etwas straighter und weniger sprücheklopfend in Szene gesetzt. Das Ergebnis ist angenehm ernst, liest sich flott weg und bietet kurzweilige Unterhaltung. Die creepy Atmosphäre macht den Band in meinen Augen zur bisher besten „Predator versus Marvel-Helden“-Story.

08 von 10

Informationen zur Veröffentlichung von „Predator versus Spider-Man: Jagd auf die Spinne“

In Amerika erschien das Crossover in Form von vier Einzelheften. In Deutschland fasste Panini Comics die vier Hefte in einem Sammelband zusammen und garnierte alles mit einer Cover-Galerie und Infos zu den Machern.

Predator versus Spiderman: Jagd auf die Spinne
Originaltitel: Predator vs. Spider-Man
Von Benjamin Percy (Autor), Marcelo Ferreira + Jay Leisten (Zeichnungen)
Taschenbuch: 108 Seiten, Deutsch
Verlag: Panini Verlags GmbH
Auflage: 1. Edition (21. April 2025)
ISBN-13: 978-3741648403
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In diesem Sinne:
freeman

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