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Operation: 12 Strong

Originaltitel: 12 Strong__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 2018__Regie: Nicolai Fuglsig__Produktion: Jerry Bruckheimer u.a.__Darsteller: Chris Hemsworth, Michael Shannon, Michael Peña, Navid Negahban, Trevante Rhodes, Elsa Pataky, William Fichtner, Rob Riggle, Taylor Sheridan, Austin Stowell u.a.
Operation: 12 Strong Deutsches Plakat

Hoch zu Ross gegen Raketenwerfer und Panzer: “Operation 12 Strong” wirft ein Schlaglicht auf ein unbekanntes Kapitel im Krieg gegen die Taliban.

Wer sich von “Operation: 12 Strong” aufgrund des Backgrounds seines Regisseurs als Dokumentarfilmer eine minutiöse, historisch genaue und wertneutrale Abhandlung über eine der ersten amerikanischen Missionen in Afghanistan nach dem 9. November 2001 erhofft hat, braucht an dieser Stelle eigentlich nicht mehr weiterlesen und kann den Film ohne großes Vertun reuelos aus seinen Gedanken streichen.

Denn “Operation: 12 Strong” ist vielmehr eine typisch amerikanische, mit allen Möglichkeiten des US-Blockbusterkinos arbeitende Ode an eine Handvoll Männer, die entgegen aller Widerstände zu Helden wurden. Zu derartiger Heldenverehrung kann man stehen wie man will, dem Autor dieser Zeilen jedoch bescherte das filmische Ergebnis aus der Jerry-Bruckheimer-Schmiede („Prince of Persia“) einen unterhaltsamen Zeitvertreib.

Auch und vor allem wegen seiner alles andere als uninteressanten, bis vor wenigen Jahren noch als streng geheime Verschlusssache geltenden Story. Diese berichtet von einer Abordnung Green Berets, die wenige Tage nach dem Angriff auf New York tief im Taliban-verseuchten Afghanistan nach Verbündeten suchen, um der allgegenwärtigen Bedrohung, die etwa von einem Bin Laden ausgeht, Herr zu werden.

Vor Ort wird den Soldaten schnell klar, was für eine herkulische Aufgabe vor ihnen liegt. Denn den einen Verbündeten gibt es in dem Land nicht. Vielmehr eine ganz Ansammlung von Clans, die miteinander im Clinch liegen und im Grunde erst einmal geeint werden müssten, um gegen die Taliban losschlagen zu können. Doch selbst wenn das gelänge, wäre ein Siegeszug angesichts der unkoordiniert agierenden und lächerlich bewaffneten Afghanen eher fragwürdig…

Schaut in “Operation: 12 Strong” hinein

Das Bild der technologischen Lücke wird in der obschon klischiert dargereichten und dennoch mitreißend und spannend durchgezogenen Handlung von “Operation: 12 Strong” häufiger bemüht. An der Spitze stehen die hochgerüsteten Green Berets, die mit einem lächerlichen Funkspruch gigantische Bombenteppiche erzeugen können. Dann kommt lange nichts. Dann sind die Taliban an der Reihe, mit ihren Panzern, vollautomatischen Waffen und Raketensystemen, die aus der Zeit ihres Krieges gegen die Russen übriggeblieben sind. Es folgt wieder lange Zeit nichts, bis dann die afghanischen Clanmitglieder mit ihren Kalaschnikows kommen, die sie bevorzugt hoch zu Ross abfeuern.

Infolgedessen kommen einem immer wieder altbekannte Western-Motive in den Sinn, etwa wenn Indianer mit Pfeil und Bogen auf ihren Pferden gegen die befestigten Forts der Weißen anreiten. Ein Motiv, das vor allem die Action von “Operation: 12 Strong” beherrschen wird. Obwohl diese erst nach etwa 60 Minuten figurenverortender Laufzeit losbricht, mausert sie sich doch schnell zum eigentlichen Highlight des Filmes. Wenn hier großformatige Explosionen den Kinosaalboden erbeben lassen, fragt man sich sofort, wann man solche Gigaexplosionen zuletzt abseits des Superheldengenres zu sehen bekam.

Operation: 12 Strong mit Chris Hemsworth

Die Amerikaner suchen nach 9/11 nach Verbündeten im Kampf gegen die Taliban.

Doch zurück zu der Action hoch zu Ross: Die ist mal richtig genial geworden! Die Einlagen, in denen die Green Berets mit ihren Verbündeten durch die gegnerischen Reihen reiten, zwischen Panzern hindurchhuschen und nebenbei tödliche Salven aus ihren automatischen Waffen verballern, atmen eine ungeahnte Dynamik. In der Folge braucht Regisseur Nicolai Fuglsig keinerlei Wackelkamera oder Schnittgewitter. Er lässt die Kamera einfach hinter, neben oder über den Green Berets herfliegen und bekommt so von ganz alleine richtig energiegeladene Actionszenerien. Denn ein Huschen von Deckung zu Deckung oder ein von langer Hand geplantes Vorgehen in absichernder und kontrollierter Special-Forces-Manier ist hier gar nicht möglich.

Vor allem im lang und breit zelebrierten Showdown wird munter am Bodycount geschraubt, sorgen wuchtige Explosionen für Schauwerte und weichen die Helden auf dem Rücken der Pferde vor Panzergeschossen aus, während über ihnen auf ihre letzte Stellung abgeschossene Raketen hinweg zischen. Was wie der feuchte Traum eines Actionchoreografen und pure Erfindung zugunsten des Spektakelwertes klingt, ist im Übrigen historisch belegt. Die hier abgefeierten Green Berets waren seit geschlagenen 60 Jahren die erste amerikanische Einheit, die wieder mit Pferden in Einsätze ritt!

Operation: 12 Strong Soldaten in Action

Die Explosionen in dem Kriegsactioner “Operation: 12 Strong” lassen den Kinosaal erbeben.

Apropos historisch belegt: Wie eingangs bereits erwähnt, darf man sich von “Operation: 12 Strong” keine sonderlich kritischen Momente erhoffen. Dass die Taliban hundertprozentig nicht nur russische Waffensysteme nutzen, wird flott unter den Teppich gekehrt. Die Verbindungen zwischen den USA und den Taliban während des Stellvertreterkrieges gegen die UdSSR werden wohlwissend verschwiegen. Zumindest wird der Patriotismus, der in ähnlich gelagerten Filmen ja gerne mal jedwede Grenzen sprengt, einigermaßen im Rahmen gehalten.

Zumindest wenn man die naive Zeichnung der amerikanischen Verbündeten als archaisch bewaffnetes Kanonenfutter halbwegs ausblenden kann. Das fällt immer dann leicht, wenn Navid Negahban als sehr charismatischer Anführer General Dostum wiederholt zum Showstealer mutiert und auch mal für nachdenkliche Momente im Film sorgt, wenn er beispielsweise die ganze Crux des Krieges gegen die Taliban auf afghanischen Boden zusammenfasst:

„Wenn ihr euch aus dem Konflikt stehlt, werdet ihr als Feiglinge dastehen. Bleibt ihr im Land und kämpft in diesem Krieg, werdet ihr mehr und mehr zu den Feinden ganz Afghanistans werden.“

Operation: 12 Strong mit Chris Hemsworth hoch zu Ross

Chris Hemsworth reitet als Green Beret gegen Panzer an.

Was am Ende bleibt, ist ein Kriegsfilm, der eine bislang nicht erzählte Story des Kriegs in Afghanistan gegen die Taliban präsentiert. Aufgrund der ordentlich aufspielenden Darsteller rund um das Triumvirat Chris Hemsworth („Thor – Tag der Entscheidung“), Michael Shannon („Man of Steel“) und Michael Pena („Herz aus Stahl“) und der spannenden Grundsituation wird man direkt in den toll bebilderten Streifen hineingezogen. Der erhält vor allem von den zerklüfteten Felslandschaften New Mexicos, die Afghanistan doubeln, seinen erdig braunen Farbanstrich und triggert nicht nur dank des näher rückenden Winters und den zugehörigen rauen und kalten Bildern ein permanent unterschwelliges Unbehagen beim Zuschauer. Nach einer längeren Anlaufphase, in der “Operation: 12 Strong” einiges zu erzählen hat, startet der Film in eine deutlich actionreichere zweite Hälfte, bei der vor allem der Showdown mit seiner enormen Dynamik absolut zu begeistern versteht.

Wer also ein Herz für aufwändige Action hat und über Pathos, Patriotismus, breit ausgestelltes Soldatentum, etwas überdrehende Heldenmucke und holprig eingebundene Nebenmissionen, die den Erzählrhythmus des Filmes durchaus ins Stottern kommen lassen, hinwegsehen kann, der sollte dieser unverhohlenen Heldenverehrung aus amerikanischen Landen definitiv eine Chance geben. Alle anderen sollten ja jetzt schon längst nicht mehr lesen…

6 von 10
In diesem Sinne:
freeman



“Operation: 12 Strong” – technisch perfekte Action, die nicht richtig packt

Operation: 12 Strong

Chris Hemsworth mit seiner Filmgattin, die gleichzeitig seine echte ist: Elsa Pataky

Reale Kriegserlebnisse mit einigem zeitlichen Abstand als aufwändiges Spektakel verfilmen, das war für Produzent Jerry Bruckheimer ein erfolgreiches Rezept, als er 2001 mit „Black Hawk Down“ punktete. 17 Jahre später schlägt nun “Operation: 12 Strong” in eine ähnliche Kerbe.

Grundlage des Films ist, wie bei „Black Hawk Down“, ein Tatsachenbesteller, in diesem Falle „Horse Soldiers“ von Doug Stanton, das eine frühe, aber wenig bekannte Militäroperation gegen die Taliban in den Nachwehen von 9/11 beschreibt. Ted Tally („Das Schweigen der Lämmer“) und Peter Craig („Blood Father“) destillieren daraus ein Script, das allerdings zu Beginn mit einer dicken Ladung Heldenverehrung aufwartet, wenn die im Film skizzierten Soldaten angesichts der schrecklichen Ereignisse des 11. September 2001 nichts lieber wollen als direkt für ihr Vaterland in den Krieg zu ziehen. Besonders hart trifft es Captain Mitch Nelson (Chris Hemsworth): Ein beliebter und geschätzter Anführer seiner Einheit, dem es aber an Kampferfahrung mangelt und der zudem um einen Schreibtischjob gebeten hatte um der Familie näher zu sein, weshalb er eigentlich nicht mit in den Einsatz soll. Doch dank des Engagements seiner Kameraden darf der Mann dann doch an die Front und seine Einheit anführen, wie es sich für einen Vollblutpatrioten gehört, der im amerikanischen Genrekino ja gern gesehen ist.

Das restlichen Figureninventar wird dann weniger gut eingeführt: Mitchs Frau Jean (Elisa Pataky) und Tochter Maddy (Marie Wagenman) stärken dem Mann den Rücken, auch wenn sie ihn natürlich ganz dolle vermissen werden, so wie auch die Frauen der anderen Soldaten immer wieder damit umgehen müssen, dass die Männer in den Krieg ziehen werden, woran sich keine so wirklich gewöhnen kann. Zumindest, soweit es uns die Einblicke in das Familienleben des alten Kämpen Hal Spencer (Michael Shannon) und des gut aufgelegten Sam Diller (Michael Peña) zeigen – die einzigen zwei Mitglieder von Nelsons Einheit neben Ben Milo (Trevante Rhodes), die ansatzweise so etwas wie eine Charakterisierung erfahren. Vom Rest bekommt man bestenfalls am Rande ein oder zwei Charakterzüge mit.

Mitch und seine elf Jungs reisen nach Afghanistan, wo sie mit technischem Knowhow und Zielmarkierungen für amerikanische Luftschläge Rebellengruppen gegen die Taliban unterstützen sollen, die gemeinsam die Northern Alliance bilden. Dummerweise ist die Allianz eine fragile, weshalb Mitch sein diplomatisches Geschick einsetzen muss…

Operation: 12 Strong

Nicht vom Rücken eines Pferdes, auch mit beiden Beinen am Boden müssen die US-Soldaten ihren Mann stehen

Actionreiche Kriegsfilme über jüngere Ereignisse in den Wintermonaten des Kinojahres – “Operation: 12 Strong” führt eine Tradition der letzten Jahre fort, die unter anderem „Lone Survivor“, „American Sniper“ und „13 Hours“ hervorbrachte. Für die Regie heuerte Bruckheimer den Dokumentarfilmer und Kriegsberichterstatter Nicolai Fuglsig an, der optisch jedoch vor allem Jerry-Bruckheimer-Kino abliefert: Perfekt durchkomponierte Bilder, die nicht mehr ganz so stark dem Videoclipstil früherer, vor allem aus der Werbe- und Musikvideobranche stammender Zöglinge Bruckheimers verhaftet sind, aber dennoch ebenso edel wie imposant. Krieg ist hier eher begrenzt dreckig, was vielleicht auch daran liegen mag, dass die Einheit die Gegner oft aus der Ferne markiert, ehe die Luftwaffe zuschlägt. Natürlich kommen sie dabei auch mal unter Beschuss, die afghanischen Verbündeten stürzen sich eh mit Elan ins Getümmel und teilweise geht es nicht ohne Eingreifen der amerikanischen Elitesoldaten, die zur Durchquerung des unwegsamen afghanischen Geländes auf Pferden reiten mussten.

So ist es auch kaum verwunderlich, dass gerade die actionreichen Gefechtsszenen zu den Stärken von “Operation: 12 Strong” zählen. Mit enormen Aufwand bekriegen sich da große Menge von Statisten, feuern die Hauptdarsteller aus allen Rohren, fliegt die Pyrotechnik in die Luft und werden Panzer, MG-bestückte Jeeps und natürlich reitende Soldaten in die Schlacht geschickt. Mit einer Bruckheimer-typischen technischen Perfektion fesseln die Scharmützel in den Sessel, werfen den Zuschauer fast so sehr mitten ins Geschehen wie das hauseigene inszenatorische Vorbild „Black Hawk Down“ und gipfeln in einem ausladenden Showdown, der dramaturgisch und inszenatorisch auch das klare Highlight des Films ist – hier muss Nelson über weite Strecken waghalsig vom Rücken seines Pferdes inmitten eines chaotischen Schlachtfelds kämpfen, was nicht gerade alltäglich im Kriegs- und Actionfilm ist.

Operation: 12 Strong

Ben Milo (Trevante Rhodes) lernt die Bräuche der Afghanen besser kennen

Dummerweise ist das Dazwischen zwischen den Schlachten weitaus weniger packend ausgefallen – vielleicht auch deshalb, da man bereits nach kurzer Recherche weiß, dass die Operation ein Erfolg war und alle US-Soldaten lebend zurückkehrten. Ein weiterer, im wahrsten Sinne des Wortes distanzierender Faktor ist der, dass die amerikanischen Soldaten sich möglichst aus den Kampfhandlung heraushalten und die Ziele aus der Ferne markieren – nicht unbedingt der heroischste Akt, sodass man nur selten mit den Kämpfern mitfiebert, wenn diese mal wirklich in Gefahr geraten. Zudem muss sich das Team mehrfach trennen, was den Tatsachen entsprechen mag, doch dummerweise sind die Einzelschritte des Vorgehens nicht immer gut erklärt, was die Spannung etwas herausnimmt. Oft werden dabei jene Teams, die gerade nicht mit Mitch durchs Land ziehen, stiefmütterlich behandelt, was diesen Plotsträngen auch nicht gerade gut tut.

So muss vor allem der kernige Held, der hier sowohl als harter Fighter als auch als findiger Verhandler präsentiert wird, den Film zusammenhalten. Das nutzt “Operation: 12 Strong” immerhin für ein interessantes Zusammenspiel zwischen ihm und General Dostum (David Negahban), dem Anführer jener Rebellengruppe, mit der Mitch zusammenarbeitet. Der hat anfangs wenig Respekt vor dem kampfunerfahrenen Anführer, doch gewinnt ihn nach und nach. Die Interaktionen der beiden wägen auch das Für und Wider des amerikanischen Einsatzes ab, legen moralische Dilemmata offen, gerade mit Blick auf die Geschichte amerikanischer Beeinflussungsversuche im Nahen Osten, und zeigen das Aufeinandertreffen zweier Weltanschauungen. Das mag zwar nicht an Vorbilder wie „Lawrence von Arabien“ heranreichen, bereichert “Operation: 12 Strong” aber doch um einige Nuancen und kritische Momente, die dem Film durchaus gut zu Gesicht stehen – den unheimlichen patriotischen Anfang und die entsprechende Grundausrichtung des Films gleicht es aber nicht vollends aus.

Operation: 12 Strong

Harter Hund: Hal Spencer (Michael Shannon) ist der erfahrenste Soldat in Nelsons Einheit

Es gibt markante Details, die ebenfalls hängen bleiben. Da wäre ein Auftritt von Taylor Sheridan („Sons of Anarchy“), der hier einen CIA-Mann gibt, der durch die Lande zieht, alle möglichen Warlords mit Geschenken und Versprechungen an die USA binden will und eine ziemlich abgeklärte Sicht auf das Geschehen hat. Leider taucht diese Figur nie wieder auf. Dann wäre da noch die Figur eines kindlichen Stammeskriegers, dessen Aufgabe der Personenschutz von Ben ist. Der wundert sich über diese verkehrte Welt, wird aber von Spencer darüber aufgeklärt, dass die Kriegertruppe um Dostum es sich nicht leisten kann, dass ein Amerikaner unter ihrem Schutz verstirbt und deshalb jedem eine Art Bodyguard zuteilt. Und natürlich ist da die Rivalität der Rebellenclans, die alle für einen Angriff auf eine strategisch wichtige Stadt geeint werden sollen. Das sind immer wieder interessante Ansätze, die “Operation: 12 Strong” aber nie zu einem wirklich packenden Ganzen zusammenschmieden kann, zumal es den meisten Figuren an Tiefe mangelt, als dass man wirklich um sie bangen würde.

Den Darstellern kann man dabei keinen Vorwurf machen. Chris Hemsworth („Blackhat“) beweist mal wieder, dass er auch abseits seiner Thor-Rolle als kerniger Held mit Köpfchen Sympathien sammeln kann, während Michael Shannon („Premium Rush“) als tougher Mentor und Michael Peña („Ant-Man“) als fröhlicher Mitstreiter zwar nur Standardrollen spielen, diese aber mit Leben zu füllen wissen, ähnlich wie Trevante Rhodes („Westworld“). Für weitere Akzente sorgen Rob Riggle („Kiss & Kill“) und William Fichtner („Elysium“) als markige Gesichter in den Vorgesetztenreihen, während Elsa Pataky („Fast & Furious 8“), übrigens auch im realen Leben Hemsworths Ehefrau, nur Staffage ist, die dem Helden moralische Unterstützung gibt. Dafür darf der sonst auf Nebenrollen abonnierte David Neghban („American Assassin“) als charismatischer Clanführer stark aufspielen und dabei manchen der großen Namen auf die Plätze weisen.

Insofern ist “Operation: 12 Strong” schauspielerisch wie technisch auf hohem Niveau, bietet aufwändige wie einprägsame Schlachtszenen und versucht dem Zuschauer alle Details der Operation beizubringen, die eine fragile Allianz miteinander verfeindeter Gruppen gegen die Taliban ins Feld schickte. Dummerweise kann “Operation: 12 Strong” nie einen vernünftigen Spannungsbogen daraus destillierten, verliert sich manchmal im Kleinklein seiner Einzelansätze und trägt (gerade zu Beginn) eine ganz schön dicke Portion Pathos und Patriotismus auf. Das mag mancher andere US-Kriegsfilm auch machen, aber auch davon waren schon welche packender als der hier.

© Nils Bothmann (McClane)

“Operation: 12 Strong” läuft am 8. März 2018 in den deutschen Kinos an, kommt vom Concorde Filmverleih und ist mit einer FSK 16 Freigabe ungeschnitten.

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Copyright aller Filmbilder/Label: Concorde Filmverleih__Freigabe: FSK 16__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Nein/Nein, ab dem 8.3.2018 in den deutschen Kinos

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