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24 Hours To D-Day – Schlacht der Entscheidung

Originaltitel: 24 Hours To D-Day__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 2024__Regie: Monroe Robertson__Darsteller: Eric Roberts, Andrew Colford, Chris Cleveland, David Chamberlain, Crew Morrow, Ian Reier Michaels, Jens Lucking, Maximilian Schulze, Landon Jacob Lee, Nick Annunziata u.a.
24 Hours To D-Day mit Eric Roberts DVD Cover

Eric Roberts erlebt die „24 Hours To D-Day“.

„The Asylum“ versucht mal wieder, Veteranen des Zweiten Weltkrieges ein filmisches Denkmal zu setzen. Fraglich ist, ob die „24 Hours To D-Day“ wirklich als Huldigung verstehen.

Einen Tag vor der Invasion der Alliierten in der Normandie steht die gesamte Aktion auf der Kippe. Um die Invasion einzuläuten, müssen Fallschirmjäger die wichtigste Infrastruktur rund um den vorgesehenen Landepunkt der alliierten Truppen vernichten, damit die hier befindlichen Deutschen von ihrem Nachschub abgeschnitten werden. Um die Flugzeuge der Fallschirmjäger an ihren Landepunkt zu geleiten, braucht es jedoch eine Signalbarke. Vor allem, weil in der Gegend Nebel nur zu gerne die Sicht behindert.

Die Signalbarke, eine Art elektronisches Leuchtfeuer, soll von der 82. Airborne Division in der Aktion Neptun vor Ort eingerichtet werden. Doch die Flugzeuge der Einheit werden abgeschossen. Das Schicksal der Soldaten ist ungewiss. Erst recht, ob sie noch in der Lage sind, die Barke zu installieren. Die alliierten Fallschirmjäger richten sich schon darauf ein, blind zu agieren. Was sie nicht ahnen: Vier Soldaten der 82. Airborne Division haben überlebt und geben alles, die Signalbarke ordnungsgemäß im von den Nazis besetzten Frankreich zu platzieren.

Schaut in den Film hinein

The-Asylum-Kriegsfilm mit Eric Roberts

Was eigentlich nach einer spannenden und epischen Zweiter-Weltkriegs-Story klingt, wird von „The Asylum“ in mal eben 80 Minuten Nettolaufzeit durchgespielt. Man sollte sich also von der Hoffnung verabschieden, hier einen „großen“ Kriegsfilm zu sehen. Was bei dem Produktionsstudio hoffentlich eh keiner getan hat. Und „24 Hours To D-Day“ kann es immer noch kleiner: Da stolpern vier US-Soldaten durch einen Laubwald, der kein Ende nehmen will. Zeichen der Zivilisation hat es kaum. Als sei Frankreich 1944 noch nicht von der Menschheit erschlossen worden.

Verfolgt werden unsere Helden von zwei(!!!) Nazis. Einer von beiden ist gar ein Oberst(!!!). Geraten die Amerikaner mit anderen Nazis aneinander, sind es auch selten mehr als zwei. Deren Uniformen wirken zudem wenig authentisch und sind immer blütenrein. Und es entsteht schnell der Eindruck, dass die wenigen Nazis ganz Frankreich ohne militärisches Gerät wie Panzer, Kanonen oder ähnliche Krachmacher halten konnten. Da wird der Zweite Weltkrieg schon seltsam verniedlicht.

Die Story selber wird komplett spannungsfrei erzählt. Immer wieder erklären unsere Helden, wie sehr die Zeit dränge – es bleibt aber immer die Zeit für „The Asylum“-typisches Geschwätz. Und anstelle sich dabei weiter fortzubewegen, was ja manchen Menschen durchaus möglich sein soll, hocken unsere Helden in „24 Hours To D-Day“ während ihres Sinnlosgebrabbels meist im Unterholz und halten Ausschau nach ihren Verfolgern. Letztere schaffen es trotz gefühlten tausend Stopps der Amis nie, aufzuschließen. Labern sich vermutlich auch permanent eine Bulette ans Ohr.

Würde Regisseur Monroe Robertson („Planetquake“) nicht permanent eine Karte mit den Fortschritten der vier Amerikaner einblenden, man würde nicht glauben, dass sie sich überhaupt vorwärts bewegen. Um es nicht gar zu langweilig werden zu lassen, gibt es auch immer mal wieder Action. Diese ist meist turboschnell vorbei und macht keinerlei Laune.

Die Darsteller hätten ein Waffentraining gut vertragen können. Auch etwas Training in Sachen Verhalten im Kampf wäre nicht schlecht gewesen. Highlight ist ganz klar, wenn die Amerikaner im Schussgefecht ausgerechnet hinter der Signalbarke in Deckung gehen. Ich dachte, die ist so wichtig? Hier fühlt man sich vom Film dann doch leicht verarscht.

Damit die blütenreinen Uniformen nicht dreckig werden, darf auch kein Blut spritzen. Meist schreien die Deutschen also „Ihr scheiß Amis“ und fallen dann tot um. So geht Action! Irgendwann explodiert mal ein Auto und eine Scheune geht in Flammen auf. Hier zaubern dann, ihr ahnt es, die CGI-Experten von „The Asylum“. Und die versagen auf ganzer Linie. Auch die Flugzeuggeschwader, Flottenverbände oder ein Lager der Amerikaner kommen komplett aus dem Rechner und sehen genauso aus. Hier durfte wirklich nichts auch nur den Hauch von Aufwand ausstrahlen.

Auch sonst weiß der Film technisch kaum zu überzeugen. Das Schönste sind Stockaufnahmen von Landschaftsstrichen, die nicht wirklich europäisch wirken. Der Rest ist schrecklich scheußlich farbkorrigierte, kontrastlose, digitale Bildersuppe, die einen früh annervt. Zudem ist der Bildermatsch immer von Nebelschwaden durchflutet. Ich will nicht wissen, wie viel des Budgets für diesen Clou draufgegangen ist. Jedenfalls macht der Nebel den Optikbrei nur noch undurchsichtiger.

Im CGI-Lager der US-Truppen schiebt dann Eric Roberts („Space Sharks“) seinen Dienst als General. Der labert dank der schrecklichen Synchronisation nur noch mehr Mist und ist in immerhin fünf kurzen Auftritten zu sehen. Sein Sinn für die Story geht hart gegen Null. Die restlichen Darsteller spotten jeder Beschreibung, labern nur Dünnes und können keine Action. „The Asylum“ at it’s best.

„24 Hours To D-Day“ zieht dem Krieg die Zähne

„24 Hours To D-Day“ zeichnet wirklich ein seltsames Bild von der Bestie Krieg: Demnach ist man in kriegerischen Zeiten viel im Wald unterwegs, hat trotzdem immer saubere Klamotten an,.labert viel schlecht synchronisierten Schrott („Fußspuren! Das sind nicht von deutschen Stiefeln!“), guckt immer mal angestrengt auf Landkarten, schießt und trifft nichts, lächelt Verletzungen weg, will keine gegnerischen Zigaretten rauchen und bekommt eine Menge Spezialeffekte zu sehen, die echt scheiße rüberkommen.

Eindrücklichere Eigenarten, wie die Brutalität des Krieges, spart „The Asylum“ inzwischen aus. Splatter ist anscheinend nicht mehr deren Ding. Gute Unterhaltung aber auch nicht. Klar zu erkennen an diesem langweiligen, absolut unbeholfen in Szene gesetzten, in der Action heftig durchscheiternden Stinker.

01 von 10

Die deutsche DVD / Blu-ray zum Film erschien am 23. Mai 2025 von „The Asylum“ und Lighthouse Home Entertainment. Der Film ist ungeschnitten ab 16 freigegeben, wobei die Freigabe sehr überzogen wirkt. Ihr könnt den Film auch streamen.

In diesem Sinne:
freeman

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Copyright aller Filmbilder/Label The Asylum / Lighthouse Home Entertainment__Freigabe: FSK 16__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Ja/Ja

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