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Bloodfist 2

Originaltitel: Bloodfist II__Herstellungsland: Philippinen, USA__Erscheinungsjahr: 1990__Regie: Andy Blumenthal__Darsteller: Don Wilson, Rina Reyes, Joe Mari Avellana, Robert Marius, Maurice Smith, Timothy D. Baker, James Warring, Rick Hill, Steve Rogers, Monsour Del Rosario u.a.
Bloodfist 2 Blu-ray Cover

Endlich erscheint „Bloodfist 2“ in Deutschland! Und dann direkt auf Blu-ray!

Jake Raye lebt seit den Ereignissen in „Bloodfist“ ein normales Leben als Fighting Champion einer Kickbox-Promotion. Eines Tages gerät er dabei an einen Gegner, der sich einfach nicht besiegen lässt. Was Jake nicht ahnt: Sein Gegner wird in den Kampfpausen gedopt. Irgendwann reicht es Jake und er packt die Samthandschuhe weg. Er verpasst seinem Gegner einen brachialen Kick. Diesmal geht der zu Boden – und er steht nie wieder auf.

Jake ist davon so geschockt, dass er das Kickboxen an den Nagel hängt. Jahre später kontaktiert ihn sein ehemaliger Manager und Freund Vinny. Er stecke in Manila in Schwierigkeiten. Jake bricht unversehens gen Philippinen auf. Doch vor Ort gerät er von einer Keilerei in die nächste. Irgendwann wird er überwältigt und landet mit anderen Fightern in einem Boot zur Insel des reichen Geldsackes Su.

Der offenbart den Fightern, dass sie in einem tödlichen Turnier kämpfen sollen. Was er verschweigt: Eigentlich dient das Turnier dem Verticken neuester Steroide, die in seinem Auftrag entwickelt werden. Seine gedopten Fighter sollen die besten Fighter der Welt gnadenlos besiegen und so Werbung für seine Entwicklung machen. Keine Frage, dass die sich das nicht bieten lassen.

Schaut in den Film hinein

Gekicke mit Don „The Dragon“ Wilson

Die Story von „Bloodfist 2“ funktioniert erstaunlich gut. Der Film kommt schnell von A nach B, hält sich nicht mit Nebensächlichkeiten auf und wird dementsprechend nie langweilig. Große Überraschungen bekommt man dabei nicht geboten. Das Gewese um die Steroide ist schon das Originellste an diesem Actionfilm von Regisseur Andy Blumenthal. Der lieferte mit „Bloodfist 2“ im Übrigen seinen ersten und einzigen Film ab.

In dem fokussiert er dankenswertweise extrem auf Action. Dementsprechend gerät Don Wilson („Futurekick“) beinahe atemlos in schnell aufeinanderfolgende Kampfszenen. Auf den Auftaktkick in einem professionellen Kampfring folgen diverse Kickereien in den Straßen von Manila. Wilson präsentiert sein für ihn typisches, immer etwas lahm wirkendes Moveset. Zumindest setzt es in den Manila-Brawls immer mal ein paar hübsche Kicks.

Auf der Insel von Su angelangt, gerät Wilsons Jake erneut immer wieder in Trouble. Und da hat das Turnier noch nicht einmal begonnen. Sobald dies steigt, ist dann Daueraction bis zum Abspann angesagt. Denn aufgrund der Aufmachung als Werbeaktion für Sus Steroide folgt das „Turnier“ keinem wirklichen Muster. Eigentlich müssen immer nur Buddys von Jake gegen die gedopten Fighter von Su ran. Meist mit tödlichen Folgen für die Verlierer.

Hier bemüht sich „Bloodfist 2“ durchaus um Abwechslung. Das gelingt vor allem aufgrund der verschiedenen Kampfstile von Jakes Mitstreitern. Von Shōtōkan-Karate über Taekwondo bis zum militärischen Hand-to-Hand-Combat reicht die Bandbreite. Witzigerweise sieht man die stilistischen Unterschiede im eigentlichen Showdown besser als in dem „Turnier“. Ebenjenem fehlt es irgendwie an Ideen, an Schmackes und wirklich coolen Momenten. Zumindest hat Don Wilson hier einen coolen Mano-a-Mano-Fight gegen den cool kickenden Maurice Smith („Sci-Fighter“).

Sind die Fighter dann auf freiem Fuß und nehmen sich Sus Henchmen vor, läuft die Action deutlich runder und verschafft etwa dem Taekwondo-Kämpfer bessere Szenen als Don Wilson. In dem Finish setzt es auch Geballer. Das zeitigt platzende Bloodpacks, allerdings bleibt der Bodycount hier eher verhalten. Stattdessen werden die Lumpen eben vornehmlich kaputt getreten.

Optisch wird all das an solider DtV-Optik gereicht. Dem Vorgänger waren allerdings eindrucksvollere Bilder von den Philippinen gelungen. Von denen bekommt man in Sus Anwesen nämlich gar nichts mehr zu sehen. Zumindest macht selbiges durchaus etwas her. Die Kampfarena funktioniert und es sind zahlreiche Besucher vor Ort, die für eine entsprechende Soundkulisse sorgen. Ziemlich schwach geriet der Score.

„Bloodfist 2“ haut ganz nett rein

Der Actionfilm „Bloodfist 2“ macht eigentlich nicht viel verkehrt. Don Wilson wird hier in zahlreiche Fights gezwungen, in denen er durchaus liefert. Man würde sich mal spektakulärere, filmischere Moves von ihm wünschen, aber er haut hier schon vernünftig rein. Und er spielt seinen Jake auch ordentlich runter.

Die Nebendarsteller um ihn herum, meist wieder zahlreiche mit Wilson befreundete Martial-Arts-Experten (darunter auch „Karate Tiger“-Star Timothy D. Baker („Out for Blood“)), machen ebenfalls einen soliden Job und sorgen in der Action mit ihren Fähigkeiten für Abwechslung. Der solide gefilmte Film ist zudem ordentlich erzählt, lässt keinen Leerlauf aufkommen und weiß Actionfans gut zu unterhalten. Zudem gefiel mir Teil 2 besser als der Vorgänger.

06 von 10

„Bloodfist 2“ ist bislang noch nie in Deutschland erschienen. Erst am 5. Juni 2026 veröffentlicht Shamrock Media eine Blu-ray. Diese Review beruht auf der DVD, die in der in den Niederlanden erschienen DVD-Box „Bloodfist Collection“ von A-Film enthalten ist. Hier ist der Film ab 16 freigegeben und kommt in einer Bildqualität auf gutem VHS-Niveau.

In diesem Sinne:
freeman

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Copyright aller Filmbilder/Label: Shamrock Media__Freigabe: FSK 18__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Ja/Nein

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