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Dirty Money – In tödlicher Gefahr

Originaltitel: Peril__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 2000__Regie: David Giancola__Darsteller: Michael Paré, Morgan Fairchild, Jayson Argento, Thom Christopher, L.R. Davidson, Steve Eastin, John James u.a.
Dirty Money - In tödlicher Gefahr mit Michael Pare DVD Cover

In “Dirty Money – In tödlicher Gefahr” mimt Michael Pare die tödliche Gefahr.

Terrys Ehemann leidet an einer Erkrankung, deren Behandlung extrem teuer ist. Weder können sie oder ihrer beider Familien das Geld aufbringen noch will irgendeine Versicherung den Betrag vorschießen. Die Verzweiflung schlägt sich bei beiden alsbald mehr und mehr Bahn. Da erinnert sich Terrys Ehemann an seinen Bruder. Der soll vor Jahren eine Menge schmutziges Geld erbeutet und vor seinem Tod versteckt haben.

Gemeinsam mit Terry beschließt er, alten Spuren zu folgen und den „Schatz“ zu heben. Doch bei der Suche kommt es zu einem Zwischenfall. Terrys Mann kracht in einen tiefen Schacht und sie ist außer Stande, ihn daraus zu befreien. Zudem droht in den Schacht eindringendes Wasser ihren Ehemann zu ertränken. Sie stürzt los, um Hilfe zu besorgen. Dabei läuft sie Vincent über den Weg.

Ein aus einer Irrenanstalt entflohener Psychopath, der Terry als Geisel nimmt und sie in immer neue, aussichtslose Situationen bugsiert. Nicht ahnend, dass seine Geisel sowohl auf einem Haufen Geld als auch auf glühenden Kohlen sitzt, droht ihr Mann doch langsam, aber sicher zu ertrinken.

Schaut in den Thriller mit Michael Pare hinein

„Dirty Money“ ist schon ein derbe konstruiertes Stück Film, das auf der einen Seite reichlich absurd rüberkommt, andererseits aus der wild zusammengestückelten Handlung durchaus eine gewisse Spannung bezieht, die über so manche Ungereimtheit im Plot hinwegsehen lässt. Dennoch bekommt man auch schnell zu spüren, dass weder Drehbuch noch Regisseur so richtig wissen, wie man eigentlich Spannung generiert.

Wann immer etwa der Film zu Terrys allmählich absaufenden Ehemann blendet, denkt der Zuschauer bei sich: „Ach ja, da war ja noch was“. Ganz zu schweigen davon, wie lange „Dirty Money“ braucht, um den Joker des steigenden Wasserspiegels endlich zu zünden. Kurzum: Da war definitiv mehr drin.

Darstellerisch ist „Dirty Money“ relativ schwierig zu bewerten. Zum einen bekommt man diverse, sehr unbedarfte Schauspielleistungen zu sehen. Terrys Mann etwa wird von Denver Clan Star John James gotterbärmlich schlecht gespielt und als echter Vollidiot angelegt, der von alleine nichts auf die Kette bekommt. Und auch Terry wird von einem Soap-Star gegeben: Morgan Fairchild. Die wirkt mit ihrer Föhnfrisur und dem barbiehaften Äußeren in diesem Thriller als Woman Next Door vollkommen fehlbesetzt und spielt stocksteif.

Michael Pare („4Got10“) hat derweil sichtlich Spaß an seiner schurkischen Schurkenrolle. Ab und an ist er zwar im derben Overacting-Modus unterwegs, davon abgesehen erbringt er mühelos die beste Schauspielleistung im Film.

In technischer Hinsicht ist „Dirty Money“ kreuzlangweilig geraten. Es gibt keinerlei optische oder akustische Höhepunkte zu verzeichnen. Kleinere Highlights bilden nur die Ballereien im Film, die im Vergleich zu dem ansonsten biederen Thriller erstaunlich ruppig rüberkommen. Und auch kleinere Autoverfolgungsjagden machen kurz und unvermutet mal Druck.

„Dirty Money“ bietet kaum gelungene Unterhaltung

Wenn „Dirty Money“ doch insgesamt so mutig gewesen wäre, wie bei seiner Story. Hier wird konstruiert, dass sich die Balken biegen. Und das bis in den Showdown hinein, wo mancher Charakter auf einmal feststellen darf, dass er die gleiche Krankheit wie Terrys Ehemann hat, nur um das Finale irgendwie mit Spannung zu versehen. Das macht ganz oft keinen Sinn und lässt einen auch die Augen verdrehen, langweilig wird „Dirty Money“ so aber nicht.

Dafür sind bis auf Michael Pare alle Darsteller mies, gibt es reichlich grottige Dialoge, ganz viele egale Charaktere und eine biedere technische Umsetzung, die nur in den selten aufkommenden Actionszenen mal ein wenig aus der Deckung kommt. Für Pare-Komplettisten durchaus brauchbar, der Rest greift lieber auf seine echten Klassiker zurück.

04 von 10

Die deutsche DVD zum Film erschien von ems und ist mit einer Freigabe ab 16 ungeschnitten.

In diesem Sinne:
freeman

Was meint ihr zu dem Film?
Zur Filmdiskussion bei Liquid-Love

Copyright aller Filmbilder/Label: ems__Freigabe: FSK 16__Geschnitten: Nein__Blu-ray/DVD: Nein/Ja

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