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Rogue Warfare Trilogie

Rogue Warfare 3 – Ultimative Schlacht

Originaltitel: Rogue Warfare: Death of a Nation__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 2020__Regie: Mike Gunther__Darsteller: Stephen Lang, Will Yun Lee, Chris Mulkey, Bertrand-Xavier Corbi, Jermaine Love, Fernando Chien, Essam Ferris, Rory Markham, Ali Olomi, Jessica Trainham u.a.
Rogue Warfare 3 DVD Cover

“Rogue Warfare 3” hält die Qualität der vorhergehenden Teile!

Daniel hat nach den endlosen Monologen des Anführers der „Schwarzen Masken“ einen nicht genauer einschätzbaren psychischen Schaden genommen. Dennoch erinnert er sich zumindest rudimentär an die Pläne des Fieswichtes. Saringasbomben wolle dieser zünden. Natürlich muss dem Laberkopf nun so schnell wie möglich das Handwerk gelegt werden. Blöderweise lässt er sich nicht einfach so finden. Und mit dem Suchen, das wissen wir seit Teil 2, haben es die Helden der „Rogue Warfare“-Trilogie nicht so.

Dementsprechend sind unsere Spezialisten knappe 60 Minuten „Rogue Warfare 3 – Ultimative Schlacht“ damit beschäftigt, den Lump und seine Handlanger zu suchen. 60 Minuten, in denen nichts, aber auch gar nichts passiert. Also abgesehen davon, dass der Anführer der „Schwarzen Masken“ wieder endlose Monologe in die Wüstenei brubbelt. Irgendwann erinnern sich dann unsere Helden und deren Stab, dass man ja auch moderne Technik und das gute alte „Suchen und Finden“-Spiel anwenden könnte, um die Fieswichte vor der Ausführung ihres ultimativ bösen Planes auszuschalten.

Schaut in Teil 3 von “Rogue Warfare” hinein

Ihr ahnt es: Nach 60 Minuten ist das endlich vollbracht und die „ultimative Schlacht“ startet durch. Abgesehen vom Setting einer alten Armybase ist die nun folgende Schlacht auch kein Stück ultimativer als jene zuvor. Weder werden die Lumpen brutalst abgeschlachtet noch sterben die Helden blutige Heldentode. Die Action bleibt auf dem bislang gewohnten, eher luschigen Level.

Rogue Warfare 2 DVD Cover

Der Labersack will die Welt mit seinen Ergüssen erfreuen. Yeah!

Soll heißen: Die Helden setzen Kopfschuss um Kopfschuss und die Fieswichte halten nur zu gerne ihre verblendeten, immer maskierten Birnen hin. In Deckung gehen Gut und Böse hinter aufgestapelten dünnen Holzkisten, die bei Kontakt sofort umkippen, aber NATÜRLICH Geschosse problemlos aufhalten. Der eine oder andere Held darf sogar mal mit einem Messer zu Werke gehen. Dabei wird er von seinem Opfer immer ehrwürdig beobachtet. Sieht man ja nicht alle Tage, wie man selbst abgestochen wird. Eine größere Explosion sorgt mal für Eyecandy, das war es dann auch schon.

Rogue Warfare 3 Action

*Peng* *Peng* Ihr seid tot!!!

Immer wieder zündet „Rogue Warfare 3“ mitten in der Action absolut antiklimaktische Momente und nimmt so auch noch zusätzlich Tempo raus. Wer sich bis hierher durchgequält hat, ahnt sicher auch, wie diese Momente aussehen könnten: Genau, der Bösewicht labert und labert und labert. Ist die Actionszene dann durchgestanden, atmet man als Zuschauer schon durch. Denn bis zu diesem Moment war es ein harter Kampf… gegen den Schlaf, gegen die Langeweile, gegen Hörstürze. Aber ein vierter Teil ist zum Glück nicht geplant, wenigstens etwas.

„Ultimative Schlacht“ ist zum Glück das Ende

Am Ende ist Teil 3 genauso öde wie all seine Vorgänger. Interessanterweise schien den Machern ausgerechnet zum Ende hin das Budget ausgegangen zu sein. Anders sind die vielen recycelten Schnittbilder aus den vorhergehenden Teilen irgendwie nicht zu erklären. Selbst der in den Teilen zuvor majestätische Drohnenflug beim Vorspann bedient sich bei den vorhergehenden Filmen. Was da wohl schiefgelaufen ist? Vermutlich eine Menge, wie beim Rest der Trilogie.

01

Die deutsche DVD / Blu-ray zum Film kommt von Tiberius Film / Sunfilm. Mit einer FSK 16 Freigabe ist der Film ungeschnitten. Das Finale der Trilogie wartet gar mit einem 15-minütigen Making-of auf.

Fazitatorisches Fazit zur “Rogue Warfare”-Trilogie

Auf der einen Seite mutet es schon verwegen an, wenn ein vor allem als Stuntman bekannter (und extrem geschätzter) Mann (zuletzt besorgte er die Stunts in “Bad Boys For Life“) beschließt, sein Opus Magnum in Sachen Action zu drehen. Was rockt mehr, als ein viereinhalb Stunden langer Werbeclip für das eigene Können? Blöderweise ist das Ergebnis nun nicht wirklich als Werbeclip geeignet, denn „Rogue Warfare“ beweist im Grunde nur eines: Dass Mike Gunther mal lieber bei seinen Leisten geblieben wäre. Denn von der vollumfänglichen Inszenierung einer packenden Story mit darin eingebetteter Daueraction hat er keinerlei Ahnung.

Dabei fährt ihm vor allem die grundsätzliche Anlage der Umsetzung total in die Parade. Es mutet im Nachhinein überhaupt nicht schlau an, die Trilogie – vermutlich aus Kostengründen – back to back, also am Stück, umzusetzen. Denn Gunther gehen so die Erfahrungswerte abgeschlossener Einzelfilme verloren. So spürt man innerhalb der Trilogie keinerlei Entwicklung. Weder wird der Schnitt ökonomischer noch die Kamera dynamischer, die Action steiler, die Musik pathetischer oder die Handlung besser. Von der Schauspielführung ganz zu schweigen.

Und mir kann auch keiner erklären, dass er, wenn er Teil I mit einem gewissen Abstand noch einmal betrachtet hätte, um sich auf die Dreharbeiten von Teil II vorzubereiten, dem Bösewicht auch nur eine weitere Kacksekunde mehr Screentime zum Labern gegeben hätte. Alleine die Existenz und Ausgestaltung dieser Figur beweist, dass Gunther in Zukunft lieber weiter Stunts entwickeln sollte. Als Actionfilmregisseur kann man ihn, so leid es mir tut und so sehr ich sein Engagement hochschätze, einfach nicht ernstnehmen.

In diesem Sinne:
freeman

Rogue Warfare 1 Rogue Warfare 2

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Copyright aller Filmbilder/Label: Sunfilm / Tiberius Film__Freigabe: FSK 16__Geschnitten: Nein__ Blu-ray/DVD: Ja/Ja

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