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Genetic Code

Originaltitel: DNA__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 1997__Regie: William Mesa__Darsteller: Mark Dacascos, Jürgen Prochnow, Robin McKee u.a.
Genetic Code

Mark Dacascos auf Predator Jagd in “Genetic Code”

Ein Doktor mit dem vertrauenserweckenden Namen Ash hat jahrelang daran gearbeitet, das Enzym eines bestimmten Käfers zu entschlüsseln, das verschiedenste Krankheiten heilen kann – freilich auch Aids. Eines Tages bekommt er Besuch von Doktor Carl Wessinger, der das Enzym bereits entschlüsselt hat, dem es aber an weiteren Käfern fehlt, um seine Forschungen fortzusetzen. Also fragt er Ash und der hilft ihm neue Käfer zu finden. Doch Wessinger hintergeht Ash und macht sich mit den Käfern aus dem Staub. Zufällig findet er dann noch einen Außerirdischen, belebt ihn mit den Käfern wieder und versucht ihn zu klonen, um ihn als Waffe zu verkaufen. Selbstverfreilich hat Ash da etwas dagegen und zieht mit der CIA Agentin Claire Sommers los, um Wessinger kalt zu stellen und nebenbei den halben Dschungel abzufackeln.

Mei, was ein Schmarrn. Der Film bedient sich munter in der Filmgeschichte. Beginnt er noch wie “Indiana Jones” mutiert er bald zu einer Art “Jurassic Park”, um dann zu einem “Alien jagt Leute durch Tunnelsysteme” zu werden und am Ende einen Showdown zu präsentieren, der 1:1 aus “Predator” geklaut wurde. Nunja, dass ein Film, der für ein besonderes Effektunternehmen die Muskeln spielen lassen soll, keine Story braucht, hat ja schon George Lucas mit seinem “Star Wars Episode 1” hinlänglich bewiesen. Hier steht KNB hinter dem Unternehmen, also die Effektfirma von Kurtzman, Berger und Nicotero, die wahrlich keine unbeschriebenen Blätter im Genrefilm sind. Dementsprechend geht’s auch gut ab: es gibt ein paar schön hergerichtete Leichen zu bestaunen und einmal darf es sogar richtig splattern. Ansonsten beschränkten sie sich auf die Creature-Effekte, die immer dann überzeugen, wenn da nen Männel im Gummianzug steckt, die CGIs dagegen sind einfach nur erbärmlich.

Das Figureninterieur ist einfach nur köstlich. Mark Dacascos nimmt man den Arzt nicht so recht ab und so überzeugt er eigentlich nur in den physisch anspruchsvollen Szenen. Ansonsten lässt er seinen Charme spielen, den er unzweifelhaft hat und ist auch der einzige Grund, der den Film wirklich über die Runden rettet. Seinem Charme kann offensichtlich auch die CIA Agentin nicht widerstehen, denn sie fotografiert den Mark in einer Tour. Am Anfang denkt man noch, die führt Böses im Schilde, doch bald merkt man, die is voll rollig. Ansonsten kämpft sie den ganzen Film über mit dem Arsch frisst Hose Phänomen, was an sich nicht verkehrt wäre, wenn sie nur ne gescheite Kiste hätte … Traurig. Jürgen Prochnow ist einfach nur der Hammer. Der haut genial doofe Sprüche raus und gibt so richtig mit Verve den Bösewicht. Auch schön ist die Tatsache, dass in einem B-Film halt doch andere Regeln existieren und somit nervende Kinder auch abgeschlachtet werden dürfen. Und das Kind dieses Filmes hat es echt verdient, rennt es doch PERMANENT garantiert in die andere Richtung als der Rest der Figuren.

Naja, im Grunde genommen hilft aber alles Schönreden nicht viel. Der Film ist Trash, das beginnt bei der Story, geht über die grottigen CGIs, schließt sämtliche Figuren ein und macht auch vor der Action nicht halt. Dacascos darf nicht einmal kicken! Das einzig Eindrucksvolle sind die Explosionen. Da wird echt der halbe Regenwald geplättet und es werden Feuerbälle präsentiert, die genauso schön voluminös daherwabern wie einst in “Rambo 2”. Dacascos Fans können durchaus einen Blick riskieren, Trashfans auch, alle anderen sollten einen Bogen um den Film machen.

Empfohlen sei hiermit die DVD von dem Schweizer Label Atlantis, die den Film uncut im originalen 4:3 Format anbietet.

In diesem Sinne:
freeman

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Copyright aller Filmbilder/Label: Atlantis Film__FSK Freigabe: ab 16__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Nein/Ja

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Categorised in: Creature Feature, Reviews

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