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Morgan: Killer Doll

Originaltitel: Morgan: Killer Doll__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 2025__Regie: Jose Prendes__Darsteller: Shelby Wright, Bix Krieger, Michael Paré, Daniel Ballard, Rhonda Bankston, Kayla Fields, Sara Kamine, Colin Kane, Kylie Roseanne u.a.
Morgan: Killer Doll DVD Cover

In „Morgan: Killer Doll“ geht – der Titel deutet es an – eine Killerpuppe um.

„Morgan: Killer Doll“ ist ein Mockbuster von „The Asylum“, der im Umfeld der Fortsetzung des unerwarteten Horrorhits „M3gan“ auf den Weg gebracht wurde. Mit dem insgesamt unterhaltsamen, actionlastigen „M3gan 2.0“ hat der Streifen aber nicht viel gemein. Vielmehr erinnert er an klassischen Puppenhorror, wie ihn zuletzt „Annabelle“ oder „The Boy“ zelebrierten. Die Geschichte geht so:

Als Astrid scheinbar zufällig Darcy über den Weg läuft, ist sie hocherfreut. Die beiden waren in Kindheitstagen beste Freundinnen und verbrachten jede freie Minute miteinander. Doch seit dem Tod der Mutter von Darcy verloren sich die Mädchen aus den Augen. Um alte Zeiten wieder aufleben zu lassen, lädt Astrid Darcy zu ihrer bevorstehenden Geburtstagsfeier ein.

Was sie da im Gegensatz zum Zuschauer nicht weiß: Darcy hat soeben ihren Schlägervater abgestochen. Zudem scheint sie geistig diverse Problemlagen zu haben. Dazu gehört auch, dass sie extrem in Astrid verliebt ist und die Geburtstagsfeier nutzen will, um Astrid ihre Liebe zu gestehen. Doch es kommt alles ganz anders. Darcy wird von Astrids Freunden zutiefst gedemütigt. Infolgedessen überschüttet sie sich mit Benzin und zündet sich an.

Kurz darauf entwickelt ihr Geburtstagsgeschenk an Astrid ein höchst unheimliches Eigenleben. Eine „Morgan“ getaufte große Puppe beginnt nach und nach die Bekannten und Freunde von Astrid zu ermorden.

Schaut in den Thriller hinein

Auf M3gans Spuren

„Morgan: Killer Doll“ hat wahrlich große Probleme in die Puschen zu kommen. Regisseur und Drehbuchautor Jose Prendes („Monster Mash“) braucht erstaunlich viel Zeit, um seine klischeehafte, arg vorhersehbare und so schon zig Male gesehene Story zu etablieren. Vor allem das Gewese um Astrids und Darcys gemeinsame Vergangenheit gerät arg geschwätzig und dabei inhaltslos. Zumindest ist der Tod von Darcy erstaunlich gelungen in Szene gesetzt. Es wird nicht zu reißerisch und ein schöner Song untermalt die Szenerie.

Dann ist es auch endlich soweit, dass der Puppenhorror greifen kann. Dennoch wird der Streifen nicht wirklich interessanter. Weiterhin wirken das Tempo verschleppt und die Erzählung ungelenk. Auch und vor allem, weil „The Asylum“-typisch arg viel sinnlos dahergelabert wird. So bleibt die Schlagzahl von Killerpuppe Morgan extrem niedrig. Zumindest aber wurden die Kills handmade umgesetzt und fallen hübsch blutig aus. Ein Kill mit einem Baseballschläger gerät richtiggehend brutal.

In Richtung Finale will „Morgan: Killer Doll“ aber zuviel. Die hier getätigten Enthüllungen zünden nicht, die schier endlose Darreichung der Motive nervt und schnell beginnt man, den Überblick zu verlieren, wer hier warum am Ort des Geschehens auftaucht und sich umbringen lässt. Zudem darf der eigentliche Lump nach seinem Tod noch mehrere Male auferstehen. Wirklich kicken mag das alles nicht.

Zumindest mühen sich die Darsteller. Vor allem Shelby Wright („Heretics“) als Astrid und Bix Krieger („V/H/S/Beyond“) als Darcy kämpfen gegen das gewohnte No-Acting in „The Asylum“-Produktionen an. Wright entwickelt im Zuge dessen eine sympathische Heldin. Und Krieger gibt den gut funktionierenden Gegenpol, ohne zu sehr ins Overacting zu verfallen. Die restlichen Nebenfiguren geraten arg farblos und werden auch nicht wirklich gut gespielt.

Der größte Name im Cast gehört Michael Paré („Headless Horseman“). Der hat durchaus ordentlich Screentime, sitzt währenddessen aber zumeist auf dem immergleichen Stuhl am Esstisch herum und labert entweder mit einem Papagei oder mit seiner von Wright gespielten Filmtochter Astrid.

In Sachen Optik gibt es den vom produzierenden Billigheimerstudio gewohnten Digitalloook aufs Auge. Prendes bemüht sich um ein paar atmosphärische Shots, scheitert damit aber aufgrund der eher langweiligen Settings weitgehend. Festhalten möchte ich, dass ich das Design von Morgan als reichlich hässlich und einfallslos empfand (das Cover-Artwork entspricht nicht dem Aussehen von Morgan!) und ich bei der „Demaskierung“ laut lachen musste. Zumindest ist die Songauswahl zum Film erstaunlich gelungen.

„Morgan: Killer Doll“ ist stets bemüht

„Morgan: Killer Doll“ ist weiß Gott kein wirklich guter Film. Das Tempo passt nicht, die Erzählung verläuft höhepunktlos, es wird zu viel gequatscht, es fehlt an Spannung und erst recht an Versuchen, irgendeine Art von Eigenständigkeit zu entwickeln. Doch man muss dem Horrorfilm zumindest zugute halten, dass man von seinen Produzenten weitaus größere „Film“-Verbrechen gewohnt ist und von ihnen schon weitaus brachialer gefoltert wurde. „Morgan: Killer Doll“ geht für ein einmaliges Angucken durchaus in Ordnung – allerdings auch nicht mehr.

04 von 10

Der Film erschien von „The Asylum“/Lighthouse Home Entertainment auf DVD und Blu-ray. Ihr könnt den Film auch streamen. Mit einer FSK 16 ist er ungeschnitten.

In diesem Sinne:
freeman

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Copyright aller Filmbilder/Label: The Asylum / Lighthouse Home Entertainment__Freigabe: FSK 16__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Ja/Ja

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