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The Holy Virgin versus the Evil Dead

Originaltitel: Moh Sun Gip__Herstellungsland: Hongkong__Erscheinungsjahr: 1991__Regie: Tony Lou Chun-Ku aka Lu Chin-Ku__Darsteller: Donnie Yen, Pauline Yeung, Ken Lo, Ben Lam, Kathy Chow, Sibelle Hu, Robert Mak Tak-Law, Hsu Hsia, Lee Ho-Kwan, Chui Fat u.a.

Video: Kritik zu „The Holy Virgin Versus The Evil Dead“

Wir nehmen uns in unserer Videokritik den Film „The Holy Virgin Versus The Evil Dead“ zur Brust. Im Zuge dessen stellen wir euch den kuriosen Donnie-Yen-Streifen ausführlich vor, präsentieren euch die schöne Aufmachung der britischen Veröffentlichung und blicken auch auf die beiden Filme, die in Yens Filmographie „The Holy Virgin Versus The Evil Dead“ rahmen.

The Holy Virgin Versus The Evil Dead Videokritik

Klickt zum Anschauen der Videokritik zum Film einfach das Bild!

Category III Irrsinn mit Donnie Yen

The Holy Virgin Versus The Evil Dead Blu-ray Cover

Donnie Yen mischt mit beim Kampf der „The Holy Virgin Versus The Evil Dead“.

Zwischen 1991 und 1992 stand Donnie Yen für die Cheung Yau Production Company in Hongkong und Thailand für drei Filme vor der Kamera. Waren „Crystal Hunt“ und „Cheetah on Fire“ noch einigermaßen gewöhnliche Actionstreifen, spielt „The Holy Virgin versus the Evil Dead“ in einer ganz anderen Liga. Vermischt Action mit Fantasy, mildem Horror und einer gewaltigen Ladung nackter Asia-Girls.

Alles dreht sich um Professor Shiang. Der veranstaltet mit ein paar Studentinnen ein Barbecue, als ziemlich schräger Lump die Feier stört. Der reißt den Ladys mal eben die Klamotten vom Leib und bringt sie hernach genüsslich um. Am Ende hat nur Professor Shiang überlebt. Für die ermittelnden Cops macht ihn das schnell zum Verdächtigen Numero Uno.

Doch Shiang weiß es freilich besser. Warum der Lump, der seine Studentinnen tötete, fliegen konnte und Leuchteaugen hatte, kann er sich freilich auch nicht erklären. Gegen Kaution kommt er frei und beschließt, in seinem Fall selbst zu ermitteln. Er holt sich Hilfe in Gestalt eines befreundeten Privatdetektivs.

Parallel ermittelt Inspector Chun in dem Fall. Delikat: Der Inspektor pimpert in der Freizeit Shiangs Ex! Das ist dem jedoch herzlich egal. Er will seine Unschuld beweisen. Mithilfe einer Kuratorin findet Shiang bald heraus, dass die übersinnliche Lösung seines Falles in Kambodscha auf ihn wartet. Mit seinem Privatdetektiv-Freund, Inspector Chun und seiner Ex reist er in das Land. Hier liest unsere Heldentruppe flott Prinzessin White auf. Die weiß genau, was hier abgeht: Der mystische Monddämon will zu alter Kraft gelangen und braucht dazu viel jungfräuliches Blut.

Schaut in den Film hinein

„The Holy Virgin Versus The Evil Dead“ eskaliert nie richtig durch

Regisseur Tony Lou Chun-Ku („Killer Angels) kreuzt in „The Holy Virgin Versus The Evil Dead“ Fantasy-Mumpitz um Dämonen und Magie mit Action. Entsprechend wird durch die Kulissen geflogen, zischen Blitze über den Screen und gelten magische Schwerter als ultimative Waffe. Das klingt insgesamt aber aufregender, als der Film tatsächlich ist. Denn „The Holy Virgin Versus The Evil Dead“ bekommt seine Power einfach nicht auf die Straße. Ist die meiste Zeit eher erstaunlich geerdet. Das Drehbuch muss einfach zu viele Figuren händeln und hat dadurch eine Menge unnütze Szenen an Bord. Das Konstrukt kommt infolgedessen irgendwie nie so richtig ans Laufen.

Zudem ist problematisch, dass der Film als Vehikel für Donnie Yen („The Prosecutor“) kaum funktioniert. Dazu ist der Star zu wenig präsent und zeigt zu wenig von seinem Können. Obendrein versagt der Film auch als Category-III-Film, denn so schlimm ist das hier Gebotene nun wahrlich nicht. Weder der Sex- noch der Gewaltanteil sind irgendwie überbordend oder geschmacklos, wie man es von vergleichbaren Werken wie „Ebola Syndrome“ kennt. Zumindest gibt es verdammt viel nackte Haut zu sehen. Immerhin.

Und trotz viel Gemosers wird das Gebräu eigentlich nie langweilig. Vor allem das actionreiche letzte Drittel mit viel Geballer und Martial-Arts-Gekicke holt einige Kohlen aus dem Feuer. Auch zu kichern gibt es immer mal wieder etwas, wenn auch unfreiwillig. Der berühmt-berüchtigte Asia-Humor hält sich dabei erstaunlich in Grenzen. Das Ergebnis ist in seinen besten Momenten kurios und unterhaltsam, insgesamt aber doch eher nur echten Donnie-Yen-Fans zu empfehlen.

05 von 10

Der Film ist in Großbritannien in einer gelungenen Veröffentlichung erschienen. 88 Films brachte ihn auf Blu-ray in einem edlen Pappschuber heraus, der ein Poster und ein hübsches Booklet beinhaltet. Die Blu-ray enthält den Film in zwei Fassungen: Zum einen in der braveren Category-II-Fassung in toller Bild- und Tonqualität und zum anderen in der schmierigen Category-III-Fassung mit massig nackten Görls! Allerdings wurde die Category-III-Fassung aus verschiedenen Quellen restauriert und schwankt daher in der Bildqualität. Die Scheibe ist ab 15 freigegeben und hält noch zwei nette Interviews als Extras bereit.

In diesem Sinne:
freeman

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