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Angels Fallen – Warriors of Peace

Originaltitel: Angels Fallen: Warriors of Peace__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 2024__Regie: Ali Zamani__Darsteller: Denise Richards, Cuba Gooding Jr., Arifin Putra, Josh Burdett, Michael Teh, William McNamara, Caitlin O’Connor, Randy Couture, Ken Davitian. Mike Ferguson. Korrina Rico u.a.
Angels Fallen – Warriors of Peace DVD Cover

Himmel gegen Hölle in „Angels Fallen – Warriors of Peace“.

2020 versuchte „Angels Fallen – Der Kampf zwischen Gut und Böse“ auf der „God’s Army“-Prämisse aufzusetzen und einen Krieg zwischen oben und unten, zwischen Himmel und Hölle zu entfachen. Das funktionierte eher semi, war aber nicht ganz der erwartete Reinfall. Trotzdem überraschte es schon, als eine Fortsetzung angekündigt wurde. Auch weil die Story auserzählt wirkte. Nun ist es soweit und „Angels Fallen – Warriors of Peace“ erscheint auch in unseren Breiten.

Erzählt wird die Geschichte des Armee-Veteranen Gabriel. Seit der im Irak-Krieg Schlimmes erlebte, schreckt er regelmäßig aus Albträumen hoch. Entsprechend schlaftrunken schlurft er durch sein langweiliges Leben. Plötzlich steht eines Tages ein Typ namens Balthazar vor ihm. Der behauptet, von Gott gesandt worden zu sein. Gabriel müsse eine Streitmacht aufstellen, um gegen Erzengel Michael anzukämpfen.

Dieser habe die Tore zur Hölle verschlossen. Entsprechend könnten die verlorenen Seelen die Erde nicht mehr verlassen. Michael vereine diese Seelen zu einer Armee, um die Menschheit zu vernichten. Nach einigen Zweifeln nimmt Gabriel die ihm gestellte Aufgabe an. Er versammelt die ehemaligen Mitglieder seines Irak-Platoons um sich und sucht ein Bündnis mit den „Warriors of Peace“, die sich ebenfalls Michael entgegenstellen. Doch parallel rekrutiert Michael eifrig weitere gefährliche Kämpfer für seine Sache. Eine Konfrontation ist unausweichlich.

Schaut in den Fantasy-Actioner hinein

Vom ewigen Kampf zwischen Gut und Böse

„Angels Fallen – Warriors of Peace“ hat mit dem Vorgänger außer der grundlegenden Thematik und diverser gleichlautender Charakternamen nicht viel gemein. Wie bereits erwähnt, hatte der Vorgänger von 2020 seine Story recht rund auslaufen lassen. Entsprechend spannt die „Fortsetzung“ nun eine eigene Geschichte auf, die allerdings nicht wirklich neu anmutet.

Und wie beim Vorgänger hat sie so ihre Probleme. Während das eigentliche Anschieben der Story rund um Gabriel noch für Kurzweil sorgt und auch das Rekrutieren der Mitstreiter sowohl auf der guten als auch auf der bösen Seite gut funktioniert, fällt der Film ganz allmählich in ein seltsames erzählerisches Loch. Spätestens wenn die titelgebenden „Warriors of Peace“ aufgetrieben sind, verliert das Drehbuch von Ali Zamani, Chris Kato und Amanda Barton vollkommen an Schwung.

Ab sofort latscht die Heldenparty nur noch durch Georgien. Das liefert schöne Bilder, die zudem nicht im üblichen Ostblockduktus in mausgrau aufgenommen wurden, hat aber keinerlei dramaturgischen Zug mehr. Mehr noch: Man weiß gar nicht, was die da nun eigentlich genau machen. Ein paar Konfrontationen mit irgendwelchen Lumpen, eine Verfolgungsjagd und ein Fight gegen Dämonen sorgen zumindest dafür, dass das Tempo nicht komplett einschläft.

Cuba Gooding Jr. in Angels Fallen – Warriors of Peace

Cuba Gooding Jr. gibt Balthazar in „Angels Fallen – Warriors of Peace“.

Dass ein paar Figuren, die für den Handlungsvortrieb zuständig sind, sehr gerne besonders tiefsinnig daherschwafeln, ist auch nicht eben der Spannung oder der Erzählung zuträglich. Es sorgt eher dafür, dass wie beim Vorgänger schnell der Eindruck entsteht, „Angels Fallen – Warriors of Peace“ nehme sich selbst viel zu ernst.

Zumindest in Richtung Finale läuft der Film dann wieder runder. Versucht ein paar kleinere Twists einzubauen, die durchaus funktionieren, aber der ganzen Chose keine rechten Kicks mehr verpassen. Zumindest legt die Action noch einmal zu und läuft auch „Angels Fallen – Warriors of Peace“ insgesamt rund aus.

In Sachen Action setzt der Film gerne mal auf Bullet-Time, hat eine nette Verfolgungsjagd zwischen Motorrädern und Läufern an Bord und fokussiert ansonsten vornehmlich auf Fights – die nicht nur auf Geprügel setzen. Hier und da fliegen auch Wurfmesser oder Pfeile durch die Luft. Während die menschlichen Anhänger von Michael meist mit leicht dämonischem Make-up auflaufen, stammen die eigentlichen Dämonen aus dem Rechner. Und die sehen gar nicht mal übel aus. Sowohl was das Design als auch ihre Umsetzung angeht. Nur ihre Bewegungen muten seltsam an.

Denise Richards in Angels Fallen – Warriors of Peace

Denise Richards pausierte für den Film ihren Onlyfans-Kanal.

Bis auf Michael Teh als Gabriel gibt es vor der Kamera trotz einiger gleichlautender Charakternamen kaum wiederkehrende Gesichter aus dem Vorgänger zu verzeichnen. Die Hauptrolle hat Josh Burdett („WarHunt – Hexenjäger“) inne, der als Gabriel doch deutlich lebendiger rüberkommt als Houston Rhines im Vorläufer. Burdett wird von Darstellern gerahmt, die vor allem darunter zu leiden haben, dass das Drehbuch nichts über sie erzählen will. So bleibt einem einerseits viel Exposition erspart, andererseits sind einem die Gestalten auch reichlich egal. Vor allem die „Warriors of Peace“ bleiben absolut nichtssagend.

Zumindest Korrina Rico schmeichelt als Bogenschützin Leah dem männlichen Auge, kann aber nicht wirklich spielen. Interessant ist dafür die Wahl des Darstellers des Scharfschützen Trigger in Gabriels Team, wird der doch von „The Raid 2“-Star Arifin Putra durchaus nett verkörpert.

Ein Dämon im Fantasy-Actionfilm

Einer von Erzengel Michaels Dämonen.

Wie beim Vorgänger floss auch bei „Angels Fallen – Warriors of Peace“ einiges an Kohle in ein paar bekanntere Gesichter. So gibt Denise Richards („American Violence“) eine Art Q der himmlischen Seite. William McNamara („Surviving the Game“) ist als Roman zu erleben, Randy Couture („The Expendables“) darf sogar ein paar MMA-Moves zeigen, nur um hernach spurlos aus dem Film zu verschwinden, und Cuba Gooding Jr. („The Hit List“) spielt in drei bis vier Auftritten Balthazar und macht nicht den Eindruck, als habe er Bock auf den Film gehabt.

Zumindest hinter der Kamera blieben einige Schlüsselpositionen erhalten. Etwa Regisseur Ali Zamani, der wie beim Vorläufer auch am Drehbuch mitschrieb. Er verpasst seinem Film einen ganz okayen Look, der nur manchmal zu digital gerät. Ansonsten hat er dank dem georgischen Schauplatz ein paar tolle Settings aufzubieten, die er auch eindrucksvoll in Szene setzt. In der Action wird seine Bebilderung ein wenig dynamischer und es fliegt auch mal eine Drohnenkamera. Die Musikspur wird derweil mit religiösen Themen ganz ordentlich zugepflastert.

„Angels Fallen – Warriors of Peace“ ist weder göttlich gut noch höllisch schlecht

Dafür, dass auf diese Fortsetzung niemand gewartet hat, ist sie gar nicht mal so schlecht geraten. Leider fällt aber auch sofort auf, dass im Vergleich zu dem Erstling kaum Verbesserungen zu bemerken sind. Die Story von „Angels Fallen – Warriors of Peace“ hat beinahe die gleichen Problemherde wie der Vorgänger. Die Figuren wollen nicht verfangen, den Dialogen fehlt es an Witz und/oder Ironie und vor allem im Mittelteil hängt der Film doch gewaltig durch. Da helfen auch die zahlreichen namhaften Gesichter nicht weiter.

Zumindest versucht der Film häufiger, Action zu machen, ohne dass diese sonderliche Highlights setzen könnte. Die verwendeten CGIs bei den Dämonen-Fights sind okay und die menschlichen Stuntmen geben sich ebenfalls Mühe. Aber leider geht hier niemand All-In. Ein gewaltiger Pluspunkt ist der Drehort Georgien, der unverbrauchte und beeindruckende Settings liefert. Nur darum geht es bei einem Actionfilm halt nicht. Im Großen und Ganzen komme ich so für den Fantasy-Actioner wie beim Vorgänger auf:

04 von 10

Die deutsche DVD / Blu-ray zum Film erscheint am 12. Februar 2026 von der Busch Media Group und ist mit einer Freigabe ab 16 ungeschnitten. Ihr könnt den Film auch streamen.

In diesem Sinne:
freeman

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Copyright aller Filmbilder/Label: Busch Media Group__Freigabe: FSK 16__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Ja/Ja

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