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The Base II – Das Todestribunal

Originaltitel: Guilty as Charged__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 2000__Regie: Mark L. Lester__Darsteller: Antonio Sabato Jr., James Remar, Duane Davis, Yuji Okumoto, Melissa Lewis, Elijah Mahar, Emilio Rivera, Johnny Urbon, William Jones, Deron McBee, Randy Mulkey u.a.
The Base II - Das Todestribunal

In “The Base II” lässt Mark L. Lester dieses Mal Antonio Sabato Jr. anstelle von Mark Dacascos ermitteln

Mit „The Base II“, ursprünglich ohne Bezug zu „The Base“ nur „Guilty as Charged“ betitelt, erzählt eine neue Geschichte um einen verdeckten Ermittler, der jedoch hier nicht mehr von Mark Dacascos als John Murphy verkörpert wird.

Der Auftakt spielt etwas auf den Vorgänger an, denn auch hier nimmt Sergeant Hawks (Antonio Sabato Jr.) bei einem Undercovereinsatz ein paar Soldaten hoch, die nebenher Waffen verticken, um in die eigene Tasche zu wirtschaften. Der Deal läuft nicht ganz sauber, es kommt zu einer nett gemachten Schießerei, nach deren Ende Hawks verhaftet, was überlebt hat, und der obligatorische Actionappetizer abgehakt wäre.

Doch im weiteren Verlauf bekommt Hawks es hier mit einer anderen Art von Gegner zu tun, nämlich der Einheit um Lieutenant Colonel Strauss (James Remar), die ihr eigenes Privattribunal abhält. Schuldige, die das Militärgericht aus verschiedenen Gründen nicht verurteilen kann, werden privat zu Tode gehetzt. Ganz neu ist die Idee nicht, wenn man an Filme wie „Ein Richter sieht rot“ denkt und auch Treibjagden gab es in Streifen wie „Harte Ziele“ oder „Night Hunter“ öfters, doch eine nette Abwechslung ist diese Art von Verbrechen schon.

Doch die Anzahl der seltsamen Todesfälle auf dem Stützpunkt erweckt natürlich Argwohn und man schickt Hawks, der sich dort als einfacher Soldat ausgibt. Schnell versucht er den Respekt von Strauss und dessen Truppe zu erlangen, um Beweise zu sammeln…

The Base II - Das Todestribunal

Sergeant Hawks (Antonio Sabato Jr.) muss sich beweisen, auch im Nahkampf

„The Base II“ ist qualitativ ähnlich wie der Vorgänger. Mit leicht anderen Stärken und Schwächen, aber nach sehr ähnlichem Muster. So dient auch hier ein Kampftraining als erste Bewährungsprobe, Hawks gönnt man erneut eine kleine Affäre usw. Wieder häufen sich die Klischees und wieder werden interessante Ansätze nur wenig verfolgt, obwohl gerade ein besonders interessanter Aspekt angerissen wird: Strauss und seine Truppe erledigen genau die Leute, hinter denen auch Hawks her ist und die nur durch Gesetzeslücken ihrer Strafe entgehen.

Doch wieder serviert Regisseur Mark L. Lester („Night of the Running Man“) straighte B-Kost, die dank eines ordentlichen Tempos kaum Längen aufweist. Extrem überraschende Wendungen darf man freilich nicht erwarten, aber immerhin ein paar kleinere Überraschungen, wie gewohnt wird es erst gegen Ende brenzlig, aber dafür dann richtig. Doch die Actioneinlagen sind gut verteilt, sodass es auch nicht stört, dass die leicht kritische Militärbetrachtung des Vorgängers unter den Tisch fällt und man der US Army nur noch mit Wohlwollen begegnet.

The Base II - Das Todestribunal

Lieutenant Colonel Strauss (James Remar) leitet das Todestribunal

Besagte Actioneinlagen sind in den Nahkämpfen weitaus weniger spektakulär als der Vorgänger, da hier kein Kämpfer vom Kaliber eines Mark Dascascos mitmischt, doch dafür setzt „The Base II“ verstärkt auf Schusswaffeneinsatz, vor allem bei den Treibjagden, die das selbsternannte Tribunal veranstaltet. Die fallen dann auch gut choreographiert und recht hart aus, wenngleich nicht ganz so blutig wie im Vorgänger. Nur der Showdown könnte etwas aufregender sein, doch insgesamt zeigt sich auch hier, dass Mark L. Lester sein Handwerk versteht.

Ein neuer B-Actionstar wird auch Antonio Sabato Jr. („The Big Hit“) nicht, doch die Hauptrolle schafft er hier ganz solide und macht einen recht ordentlichen Eindruck. Charismatischer sieht es dafür an der Front der Gegenspieler aus, wobei vor allem James Remar („Quiet Cool“) und Yuji Okumoto („Mean Guns“) noch bleibenden Eindruck hinterlassen können.

„The Base II“ ist letzten Endes auf ungefähr gleichem Niveau wie der erste Teil: Kein herausragender Genrefilm, aber solide B-Actionkost mit innovationsloser, aber gut erzählter Story und netten Actioneinlagen.

Die deutsche DVD kommt von Universal, ist ab 18 freigegeben und ungekürzt. In Sachen Bonusmaterial gibt es den Trailer und eine Bildergalerie.

© Nils Bothmann (McClane)

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Copyright aller Filmbilder/Label: Universal__FSK Freigabe: ab 18__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Nein/Ja

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