
Olga Kurylenko lässt es in B-Actionern wie „The Paradox Effect“ krachen. Copyright: Splendid Film.
Olga Kurylenko ist eine französische Schauspielerin ukrainischer Herkunft, die nach einer äußerst erfolgreichen, etwa zehnjährigen Model-Karriere beschloss, Schauspielerin zu werden. Mit „James Bond 007: Ein Quantum Trost“ gelang ihr ein großer Achtungserfolg, jedoch der große Push blieb aus. Uns Actionfans kann das insofern lieb sein, dass Olga Kurylenko sich danach vermehrt in Richtung taffer B-Actionfilme orientierte.
Vom Model zur Schauspielerin
Olga Kurylenko wurde am 14. November 1979 als Olga Kostjantyniwna Kurylenko in der ukrainischen Großstadt Berdjansk geboren. Sie wuchs als Kind geschiedener Eltern in ärmlichen Verhältnissen bei ihrer Mutter, einer Kunstlehrerin, auf. Diese ermöglichte ihrer Tochter trotzdem ein Sprach- und Kunststudium, Klavierunterricht und den Besuch einer Ballettschule.
Bei einem Besuch in Moskau wurde die 13-jährige Olga Kurylenko in der U-Bahn von einem Model-Scout angesprochen. Dieser vermittelte ihr eine Model-Ausbildung und zeigte ihr ganz neue Möglichkeiten auf. Mit 16 zog sie nach Paris, um hier Kunst zu studieren. Parallel unterzeichnete sie einen Model-Vertrag bei der Agentur Madison, was ihre Model-Karriere gehörig vorantrieb.
Sie schaffte es auf die Cover von berühmten Zeitschriften wie „Vogue“, „Elle“ oder „Marie Claire“ und wurde zum Gesicht von Marken wie „Bebe“ und „Clarins“. Einem Auftritt in dem Musikvideo zu Seals „Love’s Divine“ und einer kleinen Rolle in der Serie „Largo Winch“ folgte ihr Langfilmdebüt. Olga Kurylenko hatte längst die französische Staatsbürgerschaft angenommen und drehte in ihrer neuen Heimat 2004 „L’Annulaire“ aka „The Ring Finger“. Ihr erster Filmauftritt forderte zahlreiche sehr freizügige Momente von ihr, brachte ihr aber auch gute Kritiken.
Olga Kurylenko als Camille in „James Bond 007: Ein Quantum Trost“

„James Bond 007: Ein Quantum Trost“ wird Olga Kurylenkos größter Hit. Copyright: Universal Pictures / MGM
2006 beschloss Olga Kurylenko, das Modeln zugunsten einer Karriere beim Film aufzugeben. Und der Start ließ sich durchaus gut an. Kleineren Rollen in „Paris, je t’aime“ (2006) oder „Die Schlange“ (2006) folgten bald längere Auftritte in den hart gesottenen Spieleverfilmungen „Hitman“ (2007) und „Max Payne“ (2008). Obschon sie in diesen Filmen über den Status des freizügigen Sidekicks des Helden nicht hinaus kam, empfahl sie sich damit für das Bond-Franchise.
Die Macher von „James Bond 007: Ein Quantum Trost“ waren nämlich auf der Suche nach einem taffen Bond-Girl und wurden in Olga fündig. 2008 durfte sie sich unter der Regie von Marc Foster und an der Seite von Daniel Craig einem breiteren Publikum vorstellen und nutzte diese Möglichkeit eindrücklich. Leider wurde der Bondfilm nicht wirklich zum Karriere-Booster für Olga. Die tauchte nach ihrem Bond-Auftritt nämlich nur noch sporadisch in Blockbustern respektive in Kinofilmen auf.
Dafür wurde die Taffheit ihres Bond-Girls Camille zu Olga Kurylenkos neuem Markenzeichen. In „Centurion“ (2010), „Die Logan Verschwörung“ (2012), „The November Man“ (2014) und „Momentum“ (2015) durfte sie ordentlich austeilen. Rollen in den Kinofilmen „To the Wonder“ (2012), „7 Psychos“ (2012) oder in dem Tom-Cruise-Hit „Oblivion“ (2013) verlangten ihr auch andere Seiten ab. Auch der spannende „A Breath Away“ (2018), das Kriegsdrama „15 Minutes of War“ (2019) oder der Thriller „Bay of Silence“ zeugten von dem Willen, sich nicht allzu sehr auf einen Rollentypus festlegen zu lassen.

Olga Kurylenko ist in „Vanishing“ einem Killer auf der Spur. Copyright: Eurovideo
B-Action, Taskmaster und Jesse V. Johnson

Olga Kurylenko im brutalen Actioner „The Courier“. Copyright: Splendid Film
Dennoch ist etwa ab 2019 eine eindeutige Tendenz in Kurylenkos Filmografie in Richtung straighter B-Action auszumachen: „The Courier“ (2019), „Sentinelle“ (2021), „The Princess“ (2022), „High Heat“ (2022) und der „Paradox Effect“ (2024) sprechen dahingehend eine eindeutige Sprache. 2021 gelang Olga Kurylenko mit „Black Widow“ noch einmal ein echter Kinohit, wenngleich sie in diesem Film zumeist komplett unter ihrer Wargear verschwindet. In „Thunderbolts*“ hat sie 2025 ihre Rolle des Taskmasters aus dem Marvel-Abenteuer erneut aufgenommen.
2022 arbeitete sie erstmals mit dem Regisseur Jesse V. Johnson zusammen. Dieser dirigierte sie seitdem durch insgesamt drei Filme. In „White Elephant“ (2022) überzeugte sie an der Seite von Michael Rooker und Bruce Willis, in „Boudica“ (2023) gab sie die gleichnamige, furchtlose Heerführerin der Kelten und in „Chief of Station“ (2024) spielte sie an der Seite von Aaron Eckhart und Daniel Bernhardt.
Obschon wir im Zeitalter der Serien leben, hat sich Olga Kurylenko bislang eher selten auf Engagements für TV-Formate eingelassen. Eine eindrückliche, sehr sexy Ausnahme bildet die in den 1950er Jahren spielende Serie „Magic City“ (2012 – 2013). In der spielte Olga Kurylenko die Frau von Ike Evans, der sich mit Hilfe der Mafia den Traum von einem Luxushotel in Miami erfüllte. Zuletzt war sie auch in den Miniserien „Treason“ (2022) und „Of Money and Blood“ (2023 – 2024) zu sehen. Ein richtiger Serienhit fehlt ihr allerdings noch.

In „Chief of Station“ lässt die Schauspielerin nichts anbrennen. Copyright: Gabor Kotschy / Capelight Pictures
Das Privatleben der Schauspielerin
Olga Kurylenko spricht fließend Russisch, Englisch und Französisch und lebt inzwischen in London. Sie war zwei Mal verheiratet. Doch sowohl der Ehe mit dem Modefotografen Cedric van Mol (2000 – 2004) als auch jener mit dem Unternehmer für Mobiltelefonzubehör Damian Gabrielle (2006 – 2007) war kein Glück beschieden. Mit dem Schauspieler und Journalisten Max Benitz hat sie einen gemeinsamen Sohn, der 2015 zur Welt kam und Alexander Max Horatio heißt.
Diese Filme von Olga Kurylenko muss man kennen
Ihr habt Lust bekommen, Olga Kurylenkos Werk zu entdecken? Dann solltet ihr auf jeden Fall diese Filme kennen: James Bond 007: Ein Quantum Trost ### Oblivion ### The Ring Finger
Diese Filme lohnen eine Entdeckung
In diesen Filmen überzeugt Olga Kurylenko ebenfalls mit starken Leistungen, die Filme krachen ordentlich oder sind allgemein unbedingt eine Sichtung wert: White Elephant ### Hitman ### Centurion ### The Room ### The Princess
Filmografie von Olga Kurylenko
| Jahr | Filmtitel |
|---|---|
| 2001 | Largo Winch – Gefährliches Erbe (TV-Serie) |
| 2003 | Seal: Love’s Divine (Musik-Video) |
| 2005 | Der Ringfinger |
| 2006 | Le porte-bonheur (TV-Film) |
| Le serpent – Die Schlange | |
| Paris, je t’aime | |
| 2007 | Hitman – Jeder stirbt alleine |
| Suspectes (Miniserie) | |
| 2008 | À l’est de moi |
| James Bond 007: Ein Quantum Trost | |
| Max Payne | |
| Tyranny (TV-Serie) | |
| 2009 | Kirot aka The Assassin Next Door – Zwei Frauen schlagen zurück |
| 2010 | Centurion |
| 2011 | There Be Dragons |
| Verwundete Erde | |
| 2012 | 7 Psychos |
| Die Logan Verschwörung | |
| Magic City (TV-Serie) | |
| To the Wonder – Die Wege der Liebe | |
| 2013 | Oblivion |
| 2014 | Das Versprechen eines Lebens |
| The November Man | |
| Vampire Academy | |
| 2015 | A Perfect Day |
| Momentum | |
| 2016 | La corrispondenza |
| 2017 | Gun Shy |
| The Death of Stalin | |
| 2018 | A Breath Away |
| Johnny English – Man lebt nur dreimal | |
| Mara | |
| The Man Who Killed Don Quixote | |
| Vidocq – Herrscher der Unterwelt | |
| 2019 | 15 Minutes of War |
| Das Rätsel | |
| Everything You Didn’t Say (Kurzfilm) | |
| The Courier | |
| The Room | |
| 2020 | Bay of Silence |
| Romance aka Wonderland, the Girl from the Shore (Fernsehserie) | |
| 2021 | Black Widow |
| Paperless (Podcast-Serie) | |
| Sentinelle | |
| Vanishing | |
| 2022 | Fox Hunt |
| High Heat | |
| The Princess | |
| Treason (Miniserie) | |
| White Elephant: Der Mafia-Kodex | |
| 2023 | Boudica |
| Of Money and Blood (Miniserie) | |
| Tyler Rake: Extraction 2 | |
| 2024 | Chief of Station |
| Paradox Effect | |
| 2025
2025 2025 2025 2025 |
Shafted (TV Serie) |





