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Herrscher der Hölle

Originaltitel: The Dungeonmaster__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 1984__Regie: Charles Band, David Allen, John Carl Buechler, Ted Nicolaou, Peter Manoogian, Steve Stafford, Rosemarie Turko__Darsteller: Jeffrey Byron, Richard Moll, Leslie Wing, Gina Calabrese, Daniel Dion, Bill Bestolarides, Scott Campbell u.a.
Herrscher der Hölle

„Herrscher der Hölle“ ist ein episodenhafter Fantasy-Horror-Abenteuer-Mix von Charles Band und Co.

Immerhin hübsch bunt: Herrscher der Hölle

„Herrscher der Hölle“ gehörte zu den ersten Produktionen von Charles Bands Produktionsfirma Empire Pictures, war aber gewissermaßen formativ, denn fast alle der beteiligten Regisseure waren hier das erste Mal in dieser Form am Werk, danach aber vornehmlich für Bands Firmen Empire und Full Moon tätig. Die einzigen Ausnahmen sind Band selbst und Rosemarie Turko, für die es aber nach ihrem Erstling „Underground in L.A.“ der letzte Film bleiben sollte.

„Herrscher der Hölle“ beginnt mit einer Sequenz, die in manchen PG-13-Fassungen fehlte, wenn Protagonist Paul Bradford (Jeffrey Byron) durch eine verlassene Fabrikanlage streift und irgendwann eine halbnackte, willige Dame findet, die jedoch kurz vor dem Akt von Fantasymonstern entführt wird. Das entpuppt sich – dem Horrorklischeebuch folgend – als Traumsequenz, die auch nur halb so lang wäre, würde nicht die Hälfte davon in Zeitlupe passieren. Bei der besagten Frau aus dem Traum handelt es sich nicht um die Freundin von Paul, Gwen Rogers (Leslie Wing), doch das Schicksal der Traum-Else ist schon ein minder subtiles Vorzeichen für die folgende Handlung.

Paul ist Tech-Wizard, was wörtlich zu nehmen ist. In der naiven Computerbegeisterung der 1980er können er und sein treuer Rechner alles, weshalb er damit eine super Computerbrille entwickelt hat, die Ampeln auf grün schalten kann und Geldautomaten Zaster ausspucken lassen, wenn Paul sie nur mit der Sehhilfe auf der Nase anglotzt. Sein PC spricht sogar mit Frauenstimme zu Paul, was Gwen schon etwas eifersüchtig macht, aber dagegen hat Paul den Heiratsantrag in der Tasche, der alte Charmeur. Es könnte alles so schön sein, wenn nicht der Hexenmeister Mestema (Richard Moll) das Pärchen entführen würde.

Herrscher der Hölle

Was hat es mit der geheimnisvollen Frau in Rot auf sich?

Mestema sucht einen würdigen Gegner, weshalb Paul sieben Prüfungen bestehen muss. Gut, Herkules hatte damals zwölf davon, aber so viel Geld war im Hause Empire bestimmt nicht vorhanden, weshalb sich Paul an die Erledigung dieser sieben Quests macht…

Schaut euch den Trailer zu „Herrscher der Hölle“ an

Gerade einmal gute 70 Minuten läuft „Herrscher der Hölle“, im Original „The Dungeonmaster“ oder (in den längeren Unrated-Fassungen mit etwas mehr nackter Haut) „Ragewar“ genannt. Damit wären nach Adam Riese nur rund 10 Minuten pro Aufgabe übrig, aber wir haben ja noch nicht über Vor- und Abspann, die anfängliche Traumsequenz, die überlange Exposition und die zahlreichen Zwischensequenzen gesprochen. Darin ist Gwen an einen Felsen gekettet wie ein weiblicher Prometheus in Reizwäsche, während Paul und Mestema reichlich Blech über den Widerstreit von Wissenschaft und Magie labern und die Hintergründe des Ganzen ergründen. Beispielsweise dass Mestema das Pärchen nur aus Langweile entführte, weil er einen würdigen Gegner suchte, was die wahrscheinlich schnarchigste Schurkenmotivation aller Zeiten sein dürfte. Hinzu kommt noch ein bisschen Budenzauber, etwa wenn Held und Schurke relativ unmotiviert zwei animierte Drachen gegeneinander kämpfen lassen, was wohl eine Leistungsschau für die Effektabteilung von Empire im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten sein soll.

Herrscher der Hölle

Weil echte Drachen 1984 schon ausgestorben waren, musste man kurzerhand welche zeichnen.

So waren viele der beteiligten Regisseure, darunter John Carl Buechler („Freitag, der 13te – Jason im Blutrausch“), David Allen („Puppetmaster II“) und Ted Nicolaou („Subspecies“), davor (und manchmal auch danach) primär als Trickspezialisten und/oder Second-Unit-Regisseure tätig, oft für Charles Band. Viele durften ihre jeweilige Prüfungssequenz nicht nur in Szene setzen, sondern auch schreiben, doch sonderlich viel eigener Stil ist darin nicht zu erkennen.

Was wohl vor allem am Debütcharakter liegt, aber auch daran, dass kaum eine Geschichte richtig atmen kann. Selten dauert eine Episode länger als fünf Minuten und meist werden sie auf die gleiche Weise aufgelöst: Paul drückt einen Knopf am Computerarmband, in das sich sein getreuer Rechner mit der Frauenstimme verwandelt, und dieses löst dann die Probleme – in der Regel via Laserstrahl, mit dem man Zombies, Steingiganten und anderes Kroppzeug prima plattmachen kann. Das ist natürlich wenig aufregend, wenn der Held seine Allzweckwaffe immer bei sich trägt und diese nur in Ausnahmesituationen nicht oder nicht sofort funktioniert.

Immerhin dürfen die Masken-, Make-Up- und Trickspezialisten von Empire sich mal richtig austoben in den Episoden. Ein einer Eisgalerie erwachen lauter Figuren von Fabelwesen und historischen Persönlichkeiten zum Leben, was wie eine Vorübung für Anthony Hickox‘ wesentlich besseren „Waxwork“ wirkt, ein Steingigant verfolgt Paul in putzig-veralteter Ray-Harryhausen-Anmutung durch einen Canyon, ein Dämon namens Ratspit hetzt ihm putzige Zombieschurken auf den Hals.

Am ehesten Laune machen „Heavy Metal“ von Charles Band („Puppet Master: Axis Termination“), in der Paul seine Holde aus den Klauen der Glam-Metal-Band W.A.S.P. retten muss, die eine Horrorversion ihrer selbst spielen und die Episode mit ihrer Mucke unterlegen; die von Steve Stafford inszenierte und von Hauptdarsteller Jeffrey Byron geschriebene Serienmörder-Episode „Slasher“, die aus dem ewig gleichen Ablauf der Prüfungen etwas ausbricht; und „Desert Pursuit“ von Ted Nicolaou, die halbwegs aufwändige Action im „Mad Max“-Stil bietet. Besonders langweilig dagegen ist „Cave Beast“ von Peter Manoogian („Destroyers“) und noch dazu reichlich unsinnig, denn eigentlich besteht Paul die Prüfung nicht, aber es geht trotzdem weiter im Text.

Herrscher der Hölle

Wenn Dave Allen Stop Motion macht, guckt man sogar einem Steinklotz gerne beim Aufstehen zu.

So sind dann die zahlreichen Masken und Tricks der eigentliche Star. Sicher, man sieht dem Ganzen immer an, dass alles etwas kostengünstiger und weniger perfekt als bei Hollywood-Konkurrenz ist, aber einen B-Charme und Liebe zum Detail kann man den FX nicht absprechen. Weniger gut sieht es da im darstellerischen Bereich aus. Jeffrey Byron („Metalstorm – Die Vernichtung des Jared-Syn“) ist ein reichlich blasser Held, Gwen Rogers („Die Rückkehr des Unbegreiflichen“) verbringt viele ihre Szenen irgendwo angekettet, was in der Episode „Desert Pursuit“ ironisch angemerkt wird, aber ihre Untätigkeit und ihr mäßiges Schauspieltalent nur bedingt wettmacht. Richard Moll („Terminal Force“) erinnert vom Auftreten und von der Stimme an eine Kopie von Clancy Brown, ohne an dessen Begabung oder Charisma heranzukommen, kommt aber noch etwas besser weg als Byron und Rogers, aber wohl auch nur, weil sein Overacting sich ins Gedächtnis brennt.

„Herrscher der Hölle“ stellt durch seinen episodenhaften Charakter und die zahlreichen beteiligten Trickspezialisten das Dilemma vieler Charles-Band-Produktionen besonders gut heraus: Es gibt dort reichlich fähige FX-Leute, die mit kleinen Mitteln charmante Dinge auf B-Niveau kreieren können, doch selten war mal jemand da, der die Masken, Effekte und Einfälle mal in einen inszenatorisch oder erzählerisch aufregenden Rahmen bringen konnte. So hat „Herrscher der Hölle“ zwar besonders viele verschiedene Monster und Szenarien, ist dafür aber auch besonders langweilig, wenn gerade nicht die Trickspezialisten am Werk sind. Aber hübsch bunt ist er immerhin.

In Deutschland ist „Herrscher der Hölle“ bisher nur auf VHS erschienen bei CBS/Fox, ungekürzt ab 16 Jahren. Auf DVD und Blu-Ray gibt es ihn in den USA und Großbritannien.

© Nils Bothmann (McClane), Review vom 24. Februar 2024


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Vollgepackt und trotzdem langweilig

Herrscher der Hölle Banner

Herrscher der Hölle

„Herrscher der Hölle“ ist die Nr. 78 der „Limited Collector’s Edition“-Reihe.

Die Fantasy-Collage „Herrscher der Hölle“ dürfte seinerzeit nicht einfach als ein gewöhnlicher Anthologiefilm konzipiert worden sein, sondern auch als eine Art experimenteller Brutkasten, um Formate auszutesten und den weiteren Pfad der frisch gegründeten Produktionsfirma Empire Pictures zu bestimmen. B-Film-Mogul Charles Band gab zu diesem Zweck allerhand aufstrebenden Filmemachern die Möglichkeit, in Autorenschaft und Regie ein paar Minuten seines im Aufbau begriffenen Imperiums mitzuprägen. Damit sollte womöglich auch der Grundstein gelegt werden für weitere kreative Zusammenarbeit. Da man viele der unter Regie und Drehbuch gelisteten Namen heute automatisch mit Empire oder Full Moon verbindet, ist der Plan wohl aufgegangen.

Entstanden ist dabei aber – als Nebenprodukt sozusagen – zugleich ein akkurates Porträt des währenden Zeitgeists. Gebannt zwischen modernster Computertechnologie und altertümlicher Magie, folgt die Rahmenhandlung konsequent den Trends der damals gültigen Popkultur. Dazu muss sie lediglich von der schmucklosen Gegenwart aus ein Portal zur romantisierten Phantastik alter Zeiten beschwören, und zwar, indem sie einen beherzten Schritt in die Hi-Tech-Zukunft wagt. Diese temporale Verknüpfung ist wohl eines der typischsten Manöver des 80er-Storytellings.

Während die großen Kaliber wie Disneys SciFi-Saga „Tron“ (1982) und der Pen-and-Paper-Klassiker „Dungeons & Dragons“ offiziell als Wegweiser für die Entwicklung der Idee genannt werden, sind es kleinere („Evilspeak“, 1981) und mittelgroße Produktionen („Electric Dreams“, 1984; „L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn“, 1985), mit deren Holz hier realistisch betrachtet geschnitzt wird, auch wenn das Schnitzerei- und Klebehandwerk entsprechend der begrenzten Mittel bei „Herrscher der Hölle“ sogar nochmal zwei Nummern bescheidener ausfällt.

Herrscher der Hölle

Die Freundin sollte den Nerd besser nie fragen, woran er gerade denkt. Die Antwort könnte wenig schmeichelhaft ausfallen.

Einen verrückten Märchenonkel hindert man durch fehlendes Budget nämlich noch lange nicht daran, sein Seemannsgarn zu verbreiten. Bei der turbulenten Hüpferei durch die Dimensionen ist im Grunde schon die vergleichsweise nüchterne Ausgangssituation schwer zu glauben, in der man uns einen Computernerd (Jeffrey Byron) mitsamt eifersüchtiger Freundin (Leslie Wing) auftischt, die schmollend ihre Rivalität mit einem weiblichen Computerprogramm austrägt. Computernerd mit Freundin? Da sind die nachfolgenden Kröten wohl leichter zu schlucken, dachte sich Band, bevor er sein großes Plot Device mit dem schmucken Namen „X-CaliBR8“ aktiviert und den schnöden Wohnzimmer-Realismus gegen künstlich ausgeleuchteten Surrealismus eintauscht.

Richard Moll wiederum wurde vornehmlich dazu engagiert, in dieser an plastischen Objekten eher armen, dafür an diffusen Farbverläufen und Schwundriss-Bodenstrukturen reichen Dimension den überdrehten Allmächtigen abzuliefern, dessen ghulhafte Züge an all die Untoten der Filmgeschichte erinnern, die genau wie er in ihrer eigenen Zwischenhölle gefangen sind: Dracula, Dorian Gray, vielleicht sogar Vigo aus „Ghostbusters II“ (und ein bisschen von Christopher Lamberts Rayden aus „Mortal Kombat“ hat er auch). Die Langeweile, die er empfindet, ist das perfekte Sprungbrett ins Spielerische, das diesem Film dazu verhelfen soll, von einer Episode zur nächsten zu gleiten, ohne einen gröberen Stilbruch zu begehen, was aufgrund der radikal unterschiedlichen Abschnitte jedoch nicht immer nahtlos gelingt.

Herrscher der Hölle

Richard Moll macht dem Helden die Hölle heiß.

Womöglich liegt das auch am stocksteifen Jeffrey Byron, der im Grunde jede Szenerie mit der gleichen Ignoranz betritt, was vielleicht auch erklärt, weshalb seine Textzeile „I reject your reality and I substitute my own“ so markant im Ohr hängen bleibt; denn sie beschreibt im Grunde recht gut seine Herangehensweise an die Rolle. So wackelt er also zumeist als eine Art Museumsbesucher durch die einzelnen Abschnitte, um sich in den Zwischenepisoden seinen Pflichtvortrag vom grimassierenden Moll abzuholen, dessen dramatisch aufgerolltes Cape den Helden anscheinend nur mäßig zu beeindrucken weiß. Ein Bill Murray begegnete den drei Geistern der Weihnacht zwar mit ähnlichem Desinteresse, doch Bill Murray strahlte dabei in Massen aus, worüber Byron nicht im Geringsten verfügt: Charisma.

Also verlagert sich auch das Augenmerk des Zuschauers weg vom mentalen Kampf der beiden männlichen Leads (während die weibliche zumeist in extravaganten Outfits an einen Fels gefesselt in den Hintergrund verbannt wird) hin zur Ausgestaltung der einzelnen Passagen des Films. Die unbekannt gebliebene Regisseurin Rosemarie Turko greift mit ihrer Auftaktepisode „Ice Gallery“ schon ein wenig dem Feeling von Anthony Hickox‘ Horrorkomödie „Waxwork“ (1988) voraus, zieht aber bei den ausgestellten Puppen den Kürzeren und bleibt allenfalls durch die stimmungsvolle Eiswelt-Deko in Erinnerung, weniger durch die wenig gehaltvollen Gespräche, die dort inmitten ausgestopfter Genies und Wahnsinniger stattfinden.

Herrscher der Hölle

Gnom of Thrones.

Weiter geht’s mit dem Abschnitt, in dem Byron seinen großen Oneliner aufsagen darf, wobei der Adressat seiner Nachricht ein hässlicher, gehörnter Gnom ist, der in einer roten Höhle auf einem Thron sitzt, der wie ein Dinosaurier-Häufchen aussieht. Dass Effektspezialist John Carl Buechler hier den Regieposten innehat, verwundert nicht, fungiert der Gnom doch hier wie eine Signatur des Künstlers, der später schließlich auch die „Ghoulies“ (1985 – 1991), „Troll“ (1985) und weitere Kreaturen entworfen hat, die eindeutig den gleichen Vater haben. Was sich aber mehr als alles andere im Gedächtnis verhakt, ist das merkwürdige Gezüngel des Zombie-Wächter-Statisten, der hier den Hintergrund lebendig macht.

Beim W.A.S.P.-Konzert dachte sich Charles Band dann wohl, dass der Meister mal selbst Hand anlegen sollte, also führt er per Point-of-View-Shot durch eine gröhlende Meute hindurch zur Bühne, wo Nahaufnahmen des geifernden Gesichts von Blackie Lawless, das mitunter durch schauspielerische Anweisungen gesteuert wird („Mach es mir dämonisch! Ja, gib mir noch mehr!“), zu Alpträumen führen können. So wird dem Gebräu auch noch das stark mit Sword-and-Sorcery kompatible, aus den 80ern nicht wegzudenkende Element des Heavy Metal hinzugefügt, das sich vermutlich prima als Werbeträger eignete; ansonsten erfüllt die Einlage nämlich keine sinnvolle Funktion.

Herrscher der Hölle

Blackie Lawless von W.A.S.P. hat dank Charles Band eine ganz besondere Promo für sein Debütalbum mitgebracht: Einen Auftritt in einem Fantasy-Film.

Bei „Stone Canyon Giant“ kann man sich immerhin noch über die Stop-Motion-Künste eines Dave Allen erfreuen, obwohl er sicherlich auch schon aufregendere Arbeiten geliefert hat als den Steingiganten, der Laserstrahlen aus seinem Stirnrubin feuert. Panoramaeinstellungen der Landflächen und Kleinwüchsige in Fellunterhosen sollen Größenverhältnisse betonen, wirken letztlich aber als Klischees des 50er-Jahre-Abenteuerfilms nach.

„Slasher“ von Steve Ford passt mit seinen Terminator-Vibes stilistisch überhaupt nicht in diese Fantasy-Ahnenreihe; es ist beinahe so, als hätte jemand aus Versehen die falsche Filmrolle gewechselt. Peter Manoogians „Cave Beast“ unterscheidet sich bei Ausstattung und Kostümen nicht übermäßig von Buechlers Beitrag, könnte aber mit seiner „Versteck dich hinter Hindernissen und wirf mit Steinen auf die Trolle“-Mechanik das heimliche Vorbild unzähliger Shooter-Entwickler sein. Und Ted Nicolaou holt zum Abschluss mit „Desert Pursuit“ nochmal den „Mad Max“ aus der Rappelkiste, beziehungsweise den „Knight Rider“ im „Super Pursuit Mode“, nur dass hier Seifenkisten mit Aluminiumverkleidung zum Einsatz kommen anstatt eines aufgemotzten Pontiac Trans Am.

Herrscher der Hölle

Der Staub von „Mad Max“ hat sich noch nicht ganz gelegt, da kommt auch schon das Rip-Off daher.

Auf die Nettospielzeit gerechnet fällt allerdings erstaunlich wenig Laufzeit auf diese sieben Einspieler, so dass man trotz der vergleichsweise geringen Gesamtspielzeit eine gefühlte Ewigkeit mit Richard Moll in der Steinwüste verbringen muss. Wenn sich da mal nicht hin und wieder ein gemalter Blitz entladen oder gemalte Feuerdrachen am Himmel abzeichnen würden, dann wäre da wirklich tote Hose. Überhaupt ist es enttäuschend, dass es nie wieder so ästhetisch wird wie in dem mit Zeitlupe untermalten Prolog mit flatternden Laken und nackter Haut, der den Mund viel zu voll nimmt, wenn man ihn daran misst, was in der folgenden Stunde geliefert wird.

Als Demo für die kommenden Empire-Pictures-Taten erfüllt „Herrscher der Hölle“ immerhin seinen Zweck und entzückt in der Summe mit einer gewissen Vielfalt an stilistischen Einflüssen, die den Genrefilm der 80er von Science Fiction bis Fantasy in einer beachtlichen Bandbreite abbilden. Dass Effekte, Produktionsdesign und Kostüme (diese Stoffuniform des Helden!) eher im übertragenen Sinne Fantasie walten lassen, anstatt echte Illusion zu erzeugen, ist aus heutiger Sicht verschmerzbar. Weil das geistige Duell zwischen Computer-Experte und Schurken-Magier aber ähnlich leer bleibt wie die Kulisse, in der es stattfindet, wird es manchmal doch zäher als man meinen sollte bei einer dermaßen vollgepackten Odyssee.

04 von 10

Informationen zur Veröffentlichung von „Herrscher der Hölle“

Limited Collector’s Edition #78

Man ist versucht zu sagen, dies sei ein weiterer dieser zahllosen Videothekentitel, der es bei uns nie über Kassette hinausgeschafft haben; dabei lief „Herrscher der Hölle“ zwischen 1984 und 1985 durchaus in einigen ausgewählten US-Kinos. Trotzdem bekommt man natürlich VHS-Gefühle, wenn man sich die Werbeposter heute ansieht. Wie schön, dass wir in einer Zeit leben, in der selbst solche Kleinproduktionen mit frischen Restaurationen aufpoliert und für eine neue Zuschauerschicht zur Verfügung gestellt werden.

So gab es zwar bereits 2015 über Shout einen US-Release des Streifens auf Blu-ray, doch erst für die 2023er „Enter the Video Store“-Box von Arrow Video wurde eine 2K-Restauration vom originalen Kameranegativ angefertigt und darüber hinaus in drei Versionen präsentiert.

Weil Wicked Vision offizieller Charles-Band-Partner für den Vertrieb seiner Titel in Deutschland ist, überrascht es nicht, dass auch „Herrscher der Hölle“ in ihrem Programm gelandet ist. Da es sich jedoch nicht um einen Full-Moon-, sondern Empire-Titel handelt, wurde er ebenso wie „Arena“ und „Robotjox“, die ebenfalls aus der Arrow-Box übernommen wurden, in die „Limited Collector’s Edition“-Mediabook-Reihe aufgenommen – und macht da aufgrund seiner gewaltigen Ausstattung eine ziemlich mächtige Figur.

Die Verpackung

Besprechungsgegenstand ist Mediabook Cover A, das als einziges auf einem Original-Artwork basiert und in ähnlicher Form zum Beispiel auch bei der spanischen Blu-ray genutzt wird, aber auch etwa auf türkischen, arabischen oder französischen Postern. Für die vorliegende Edition wurde es aber noch einmal ordentlich herausgeputzt, indem Farbverläufe und Konturen nachgeschärft wurden. Sofern hier nicht mit KI nachgeholfen wurde, muss man eine qualitativ sehr hochwertige digitale Vorlage zur Verfügung gehabt haben. Der Kosmos im Hintergrund offenbart auf der matten Mediabook-Oberfläche jedenfalls eine Menge feiner Nuancen, obwohl die Fläche insgesamt sehr dunkel geraten ist, wodurch die leuchtenden Elemente, insbesondere die Energiestrahlen bzw. -Blasen umso feiner aufgelöst werden.

Der deutsche Titel überlagert zwar die Cover-Szene, lässt aber alles Wichtige durch das sinnvoll gesetzte Lettering intakt. Darüber hinaus ist der Schriftzug sein eigenes Highlight, weil er in glänzendem Spotlack von der matten Oberfläche hervorgehoben wird. Diese Akzente gibt es auch wieder auf dem Spine (Titel und Wicked-Vision-Logo) sowie auf dem Backcover (Screenshot-Montage und Info-Boxen). Da dieses Motiv als einziges eine Auflage von 444 Stück aufweist, darf man hier wohl vom Hauptcover sprechen.

Mediabooks

„Herrscher der Hölle“ erschien in drei teils extravaganten Mediabook-Varianten mit einer Gesamtauflage von 888 Stück.

Extravagant wird es auch bei Cover B, das von Chris Barnes angefertigt wurde, der auch schon bei „Robotjox“ seine Finger im Spiel hatte. Während die Collage selbst eher Mediabook-Standard bleibt, hebt es sich durch seine fluoreszierenden Farbverläufe irgendwo zwischen Sonnenaufgangs-Orange und Schwefelgrün hervor, die eine wahrlich hypnotische Wirkung erzielen. Der Filmtitel wurde im englischen Original „The Dungeonmaster“ belassen, der sich in altgermanischem Stil in die Horizontale ausbreitet.

Die Besonderheit dieses Motivs liegt darin, dass es sich über den Spine hinaus auf die Rückseite der Verpackung erstreckt, wo der Lost-Place-Charakter der dominierenden Flugzeugfriedhofkulisse noch weiter ausgearbeitet wird; zudem gibt es im oberen Bereich ein Wiedersehen mit den Himmelsdrachen. Leider liegt mir diese Variante nicht in physischer Form vor, aber es ist davon auszugehen, dass das Deckblatt hier für die Rückseite ausgelegt ist und sämtliche Credits und Spezifikationen ausführt, die bei den anderen Motiven direkt auf das Backcover aufgedruckt sind. Ob hier ebenfalls Spotlack-Applikationen zur Anwendung kommen, ist mir nicht bekannt. Die Limitierung dieser Variante beläuft sich auf 222 Stück.

Cover C ist dann noch für die Ralf-Krause-Enthusiasten unter den Sammlern. Wenig überraschend handelt es sich auch bei seiner Anfertigung um eine klassische Collage, nur dass er im Vergleich zu Barnes andere Schwerpunkte setzt. Gemessen an seiner Screentime ist W.A.S.P.-Frontmann Blackie Lawless wie schon auf dem Originalposter wieder sehr prominent in Szene gesetzt, auch der Züngel-Zombie scheint den Künstler beeindruckt zu haben. Den Rest teilen sich die drei Hauptdarsteller. Unter dem wiederum englischen Titelschriftzug erstreckt sich noch ein Kulissen-Triptychon, bestehend aus dem Flugzeugfriedhof, dem Gnom auf seinem Thron und der Stop-Motion-Steinskulptur von Dave Allen. Die bräunlich-rötliche Farbgebung wirkt fast monochrom; im ersten Moment würde man fast meinen, da stünde nicht „The Dungeonmaster“, sondern „Dragonheart“. Auch diese Variante ist auf 222 Stück limitiert, so dass wir rein rechnerisch auf eine Gesamtauflage von 888 Stück kommen.

Das Booklet

Das wohl prominenteste US-Motiv hat man sich für das Booklet-Cover aufgespart. Konzeptionell ist es wahrscheinlich das interessanteste von allen, stellt es die Kapitelstruktur doch symbolisch in einer Raster-Matrix dar, die in den Händen des dämonischen Zauberers liegt, der blau ausgeleuchtet mit dem verschlagenen Grinsekatzenblick der Katzenuhr aus „Zurück in die Zukunft“ über den Wolken hockt und hämisches Gelächter auszustoßen scheint. Muarharharharhar, kann man da nur sagen. Hinter den Disc-Trays erstreckt sich noch ein Szenenbild aus der Auftaktepisode „Ice Gallery“.

Wo sich Dave Jay, Autor von „Empire of the ‘B’s: The Mad Movie World of Charles Band“, im Booklet der „Enter the Video Store“-Arrow-Box über „Herrscher der Hölle“ äußert, ist es im 24-seitigen Wicked-Vision-Mediabook Stammautor Christoph N. Kellerbach, der das Sehvergnügen nachbegleiten möchte – und als Überschrift gleich mal Jeffrey Byrons Tagline in der deutschen Übersetzung „Ich lehne ihre Visionen ab, ich halte mich an meine Realität!“ auspackt. Ob man jedoch beim x-ten Charles-Band-Titel im Programm schon wieder unbedingt mit einer Charles-Band-Biografie einsteigen muss, ist doch eher diskussionswürdig; es ist schließlich davon auszugehen, dass ein Gros der Leserschaft bereits mit der Biografie in Berührung gekommen ist. Immerhin werden die Schwerpunkte so gesetzt, dass die comichaften Eigenschaften des Films sich darin widerspiegeln.

Auch danach bahnt sich der schematische Aufbau mit stetiger Einführung aller Schlüsselpersonen vor und hinter der Kamera an. Der ungewöhnliche Aufbau des Films verleitet den Autoren aber dazu, diesmal auch ein wenig den eigenen Aufbau zu variieren. So nimmt er ab Seite 7 die Kapitelstruktur des Besprechungsgegenstands an und hangelt sich von Episode zu Episode, um interessante Hintergrunddetails direkt am Fallbeispiel festmachen zu können. Spannenderweise konnte Kellerbach diesmal sogar einen Beteiligten für ein Interview gewinnen, das man nun in den Fließtext eingearbeitet nachlesen kann. Es ist David Karp, Bruder von Effektspezialist Michael Karp und Assistent für Effekte und Schnitt, der ein paar Insider-Blicke in die Produktionsabläufe bereitstellt. Nachdem alle Episoden umfassend behandelt wurden, werden der Veröffentlichung noch zwei Seiten spendiert (inklusive Titelsuche) und mit einem kurzen Fazit abgeschlossen, bevor die Booklet-Credits einrollen.

Schnittfassungen

Zur Blu-ray das Wichtigste vorab: Auch auf der deutschen Edition sind alle drei Schnittfassungen enthalten. Als Hauptfilm geführt und voreingestellt ist die mit knapp über 78 Minuten längste und vollständigste Fassung, die unter dem Namen „Pre-release“ bekannt ist und so bereits 2015 über Shout veröffentlicht wurde; im Bonusmaterial befindet sich ferner eine „internationale Fassung“ (ca. 77 Min.) sowie eine „US-Kinofassung“ (ca. 73 Min.). Bei Letztgenannter wurde gegenüber der internationalen Fassung der komplette Traum-Prolog und somit jegliche Nacktheit aus dem Film entfernt; darüber hinaus erscheint der Titel „The Dungeonmaster“ in den Credits anstatt des vorherigen Titels „Ragewar“, um einen Bezug zu „Dungeons & Dragons“ herzustellen. Die internationale Fassung wiederum ist gegenüber der Pre-Release-Fassung im Prolog ebenfalls leicht entschäft, auch an anderen Stellen ergeben sich minimale Unterschiede. Für eine exakte Gegenüberstellung der Differenzen ist der Direktvergleich bei Schnittberichte.com zu empfehlen, der außerdem noch einen Vergleich zur deutschen VHS anzubieten hat.

Das Bild

Dementsprechend konnte man auch beim Bildmaster auf die neue 2K-Restauration von Arrow zurückgreifen. Filmkorn sollte man schon mögen, denn davon gibt’s reichlich in den mit dunklen Hintergründen ausstaffierten und mit Kunstnebel dekorierten Kompositionen. Auffällig ist die verhältnismäßig große Homogenität in den Bildeigenschaften der unterschiedlichen Abschnitte, wenn man bedenkt, dass sieben Köche im Brei herumgerührt haben. Sicherlich hat die finale Passage mit dem Rennen durch die Wüste die schärfsten Aufnahmen zu bieten, das liegt aber eben auch daran, dass keine andere mit so viel Tageslicht gesegnet ist. Aber auch sonst dürfte sich die Zielgruppe über die satte Beleuchtung der Sets in sämtlichen Basisfarben kaum beschweren, verstärkt doch die in surreale Blau- Grün- und Rotfilter getränkte Optik den märchenhaften Charakter des Films.

Der Ton

Deutscher und englischer Ton kommt im wohlbekannten Format DTS-HD Master Audio 2.0. Die Musik liegt in der deutschen Fassung eine halbe Tonhöhe über der englischen. Die Eigenschaften des M&E-Tracks sind vergleichbar, den Unterschied in der Abmischung machen vor allem die Dialoge, die im Deutschen aggressiv nach vorne gemischt sind, was insbesondere in der „Zwischenhölle“ mit Richard Moll durch einen bewusst eingesetzten Hall-Effekt noch verstärkt wird. Das W.A.S.P.-Konzert klingt eher krachig / blechig. Über die Synchronfassung weiß die Synchronkartei nur zu berichten, dass Richard Moll mit Wolfram Schaerf besetzt wurde; andere Rollen werden nicht erwähnt, allerdings meint man zumindest die Knight-Rider-Veteranen Andreas von der Meden (Michael Knight / David Hasselhoff) und Hans Sievers (Devon Miles / Edward Mulhare) herauszuhören.

Die Audiokommentare

Abgesehen von den Tonspuren zum Film, die für alle drei Fassungen zur Verfügung stehen, finden wir noch zwei Audiokommentare über der Pre-Release-Version, von denen einer exklusiv in dieser Edition enthalten ist. Aus den UK importiert wurde hingegen der Kommentar der beiden „The Schlock Pit“-Betreiber Matty Budrewicz und Dave Wain, die Hauptdarsteller Jeffrey Byron, beziehungsweise dessen leicht verfremdete Telefonstimme, zu Gast haben. Vermutlich ist dieser Kommentar jüngeren Datums und wurde für die Arrow-Disc erstellt, zumal an einer Stelle auf den Tod der 2020 verstorbenen Kelly Le Brock verwiesen wird.

Budrewicz und Wain sind spürbar in ihrem Element und machen als Moderatoren einen guten Job, auch wenn sie gegenüber Charles Band und seinem Wirken mitunter eine über die Maßen einschmeichelnde Haltung einnehmen – ein Lied, in das dann auch der Gast mit einstimmt, dessen Erfahrungsberichte über Band sich allerdings weitgehend mit jenen anderer Kollegen deckt, die dem Produzenten einen offenen Gedankenaustausch und eine Bereitwilligkeit zu kreativer Freiheit attestieren. Für den ein oder anderen Gag ist zwischendurch ebenfalls Platz, so dass sich in der Dreierrunde schnell eine gute Chemie entwickelt.

Der exklusive Teil spielt sich im zweiten Kommentar zwischen Dr. Kai Naumann und Laurent Ohmansiek ab, die nach eigener Zählung zum vierten Mal gemeinsam einen Film begleiten. Eis muss hier also längst nicht mehr gebrochen werden, wodurch im Einstieg genug Zeit bleibt, mit dem Titelchaos aufzuräumen, das die Originalveröffentlichung begleitete.

Gegenüber dem ersten Kommentar reicht dieser natürlich weiter ins Feld der Interpretation hinein, die Motive werden in gesellschaftlich-politischer („Satanic Panic“) wie auch mythologisch-religiöser Hinsicht (von der Göttlichen Komödie bis zur Bibel) beleuchtet, um Parallelen hervorzubringen, die von den Kreativen hinter der Kamera teilweise vermutlich bewusst, teilweise zumindest unterbewusst in die Kulissen, Kostüme und Kreaturen eingearbeitet worden sind. Die Schlussfolgerungen klingen dabei nie zu abwegig, sondern werden immer mit sinnvollen Argumenten unterlegt. Und für die primitive Freude am Gummi-Trash der hässlichen Goblins haben die Beiden auch ein Herz – was will man mehr?

Die Extras

Auch vom Hauptfilm losgelöst gibt es noch einiges auf der Scheibe zu entdecken. Wie zum Beispiel das 2023er Interview (14 Min.) mit Hauptdarsteller Jeffrey Byron, das selbstverständlich unter dem Titel „I reject your reality and substitute my own“ läuft. Byron, der adrett mit Hemd und Weste vor einem Regal mit Büchern sitzt, setzt beim Casting-Prozess für „Metalstorm“ (1983) an, schildert dann, wie seine Karriere unter Charles Band Auftrieb bekommen hat, wie sich ihre Wege irgendwann trennten, bevor im Jahr 2020 aus dem nichts ein Anruf kam, der die Beiden beruflich wieder zusammenführte und für Byron das Ende einer langen Durststrecke als Schauspieler bedeutete, hatte er in den 2010ern doch lediglich an einem einzigen TV-Film mitgearbeitet.

Seither hat er in den 20ern wieder in drei Filmen und einer Miniserie mitgespielt, alle in derselben Rolle; eine weitere Serie ist bereits abgedreht. Aus der Dankbarkeit, die er Band gegenüber empfindet, macht er jedenfalls keinen Hehl. Nebenbei erfährt man im Interview aber auch ein paar zusätzliche Fun Facts zum Dreh von „Herrscher der Hölle“, auch wenn einige davon bereits im Audiokommentar zur Sprache kamen.

Extras

Unter den Extras befinden sich Interviews mit Hauptdarsteller Jeffrey Byron (o.) und Regisseur Peter Manoogian (u.).

Das 31-minütige Interview „Evolution of a Director“ mit Peter Manoogian stammt noch von der alten Shout-Blu-ray. In der Überschrift schwingt bereits ein wenig mit, dass der Regisseur des „Cave Beast“-Abschnitts sich hier vor allem mit der Frage auseinandersetzt, wie man als Filmemacher an den komplizierten Herausforderungen eines Low-Budget-Films wächst. Dieser Fragestellung weiß er mit einem großen Erfahrungsschatz zu begegnen, den er weit über seine Arbeit an „Herrscher der Hölle“ hinaus ausschöpft. Die Produktion dieses Features ist leider nicht ganz so ausgereift wie der Arrow-Beitrag mit Byron, weil Bild- und vor allem Tonqualität eher suboptimal ausfallen, inhaltlich hauen beide Beiträge aber in die gleiche Kerbe, nur eben einmal aus Sicht des Darstellers, einmal aus Sicht des Regisseurs.

In Sachen Promo-Material bekommt man den Trailer in vierfacher Ausfertigung, nämlich je einmal im Widescreen- und einmal im Open-Matte-Format als „The Dungeonmaster“ und dann gleich nochmal dasselbe in der längeren „Ragewar“-Ausführung. Dazu gesellt sich eine dreiminütige Bildergalerie, bei der alleine die vielen Poster schon ein Drittel der Laufzeit ausmachen. Der Rest ist gefüllt mit Artworks, Stills, Werbematerial und Mediencover.

Die DVD beinhaltet den Film und so gut wie alle Extras, inklusive der Audiokommentare; nur die Bonus-Fassungen bleiben aus Kapazitätsgründen der Blu-ray vorbehalten. Nicht unterschlagen werden sollte auch das hübsche Menü-Design, das diesmal Mini-Ketten als Navigationspunkte nutzt, die jede Hellraiser-Scheibe aufwerten würden. Wer übrigens geschickt genug mit den Ketten peitscht, kann auf der Blu-ray im Castlevania-Stil auf ein Easter Egg stoßen, das die Suche absolut wert ist. Wer einen Spoiler benötigt, möge sich bitte auf Seite zwei dieses Artikels begeben.

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Sascha Ganser, Review vom 16. April 2026

Copyright aller Filmbilder/Label: Wicked Vision / CBS/Fox__FSK Freigabe: ab 16__Geschnitten: Nein__Blu Ray/DVD: Ja/Ja

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