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Werewolves

Originaltitel: Werewolves__Herstellungsland: USA__Erscheinungsjahr: 2024__Regie: Steven C. Miller__Darsteller: Frank Grillo, Katrina Law, Ilfenesh Hadera, James Michael Cummings, Lou Diamond Phillips, Kamdynn Gary, Lydia Styslinger, Daniel Fernandez, James Kyson, Betzaida Landín, Sam Daly u.a.
Werewolves mit Frank Grillo

Werwölfe sorgen in „Werewolves“ für gewaltigen Trubel.

Vom Supermond spricht man, wenn der Mond auf seiner Umlaufbahn unserem Heimatplaneten am nächsten kommt. Vor einem Jahr hatte dies in der Welt des neuen Werwolf-Horror-Actioners „Werewolves“ verheerende Auswirkungen. Über eine Milliarde Menschen wurden in Werwölfe verwandelt und zogen eine Spur der Verwüstung über den Erdball!

Seitdem wurden die Vorgänge genauestens untersucht. Die wichtigste Erkenntnis: Wenn der Mond der Erde besonders nahe ist, kann sein Licht eine Mutation im menschlichen Genpool hervorrufen und den Menschen in einen Wolf verwandeln. Freilich wird auch nach einem Gegenmittel geforscht. Die Grundidee: Das Mondlicht gar nicht mit der Haut des Menschen in Kontakt kommen zu lassen.

Das Mittel soll beim aktuellen Supermond genauestens untersucht werden. Kann also noch keine breite Anwendung erfahren. Entsprechend können die Behörden den Menschen nur raten, sich für eine Nacht nicht dem Mondlicht auszusetzen. Also verbarrikadieren sich die meisten in ihren vier Wänden und harren der Dinge. Dazu gehören auch Lucy und ihr Töchterlein Emma. Das männliche Familienoberhaupt ist in der letzten Supermondnacht in seiner Profession als Ersthelfer ums Leben gekommen.

Dessen Bruder Wesley hilft Lucy, ihr Haus Werwolf-sicher zu machen. In der Nacht selbst kann er allerdings nicht zugegen sein, da er Teil des Wissenschaftlerteams ist, welches das Gegenmittel austestet. Als jedoch die Auswirkungen des Supermondes erneut für Chaos sorgen, sind weder Lucy noch Wesley irgendwie sicher.

Schaut euch den Trailer zu „Werewolves“ an

Werwolf-Action mit Frank Grillo und Lou Diamond Phillips

Regisseur Steven C. Miller, der zuletzt für Emmet, Furla und Oasis diverse kostengünstige B-Vehikel mit Actionstars wie Bruce Willis („Extraction“), Sylvester Stallone („Escape Plan 2: Hades“) und Nicolas Cage („Arsenal“) auf den Weg gebracht hatte, findet einen echt hübschen Dreh für seinen Werwolf-Film. Einen Dreh, der es ihm erlaubt, im Grunde die gesamte Werwolf-Mythologie beiseite zu schieben und sich bar jedweder Grenzen eine eigene Mythologie zu entwickeln.

Und so muss man hier nicht von einem Werwolf gebissen oder verletzt werden, um selber einer zu werden. Es reicht der pure Kontakt mit dem Mondlicht, das tatsächlich jeden – geeignete Prädisposition der Gene vorausgesetzt – verwandeln könnte. Entsprechend ist auch jeder Mitbürger, nein, jedes Familienmitglied eine potentielle Gefahr. Was per se eine schöne Grundlage für hübschen Horror bietet.

Doch Steven C. Miller schwebte gar nicht so sehr ein Horrorfilm vor. Er setzt eher auf eine Art Hybrid aus Action und Horror, wobei die Action definitiv den Schwerpunkt stellt. Zudem nutzt Miller seine Ausgangslage, um eine Art „The Purge“-Setting zu errichten. Denn hier wie dort, ist klar, dass eine bestimmt Nacht ultimativ tödlich ist und es somit schlau wäre, sich gut in seinen eigenen vier Wänden einzuigeln.

Frank Grillo und Katrina Law in Werewolves

Frank Grillo schlägt sich mit Katrina Law durch.

Und so übernehmen hier die Werwölfe die Rolle der Purger, die in die vermeintlich sicheren vier Wände der Bevölkerung eindringen wollen. Weil das vermutlich nicht den gesamten Film getragen hätte, entwerfen Regie und Drehbuch einen weiteren Handlungsstrang, der sich vornehmlich um das Heilmittel drehen sollte, aber alsbald ebenfalls in vornehmlich actionreiche Szenarios umschlägt. Das Ziel ist alsbald klar: Lucys Kampf um die eigenen vier Wände soll wieder mit den Ereignissen um Wesley zusammengeführt werden.

Und das klappt insgesamt richtig gut, wird an enorm hohem Tempo gereicht und müht sich beinahe durchgehend, flottes und vor allem kurzweiliges Entertainment zu bieten. Das Ergebnis hat so viel Schmackes, dass es ihm sogar beinahe gelingt, über alle möglichen Problemfelder hinweg zu holpern. Dennoch fällt freilich auf, dass hier manches nicht wirklich zu Ende gedacht wirkt und es vor allem in Bezug auf die Tatsache, dass ja alle handelnden Figuren bereits eine solche Supermondnacht erlebt haben, immer mal wieder logisch derb hapert.

Hinzu gesellt sich, dass es vor allem rund um Lucys Überlebenskampf immer wieder Klischees satt hagelt und sich die Figur teilweise reichlich dämlich verhält. Highlight ist ganz sicher, wenn sie auf gut Glück ihr eigenes Haus zusammenballert, in der Hoffnung, einen Werwolf zu treffen. Zum einen macht die denen so das Eindringen in das geschwächte Refugium nur leichter, zum anderen kommt so freilich auch das Mondlicht leichter ins Innere. Da darf man schon mal über die geistige Gesundheit der Figur spekulieren.

Ein Werwolf im neuen Horror-Actionfilm von Steven C. Miller

Die Werwölfe kommen als Man-in-a-Suit-Effekt.

Entsprechend ist der enorm actionreiche Part um Wesley der deutlich ergiebigere und auch interessantere. Zumal „Werewolves“ hier groß auffährt. Die Settings wechseln kontinuierlich, es kracht alle naselang, Gatling Guns lassen mit Bloodpacks versehene Werwölfe im Mondlicht tanzen, Autos krachen in Busse und überall züngeln (echte) Flammen in den Himmel. Klasse.

Ein weiteres Highlight sind die Werwölfe. Okay, die onscreen präsentierten Verwandlungen menschlicher Charaktere in Werwölfe sind nicht so schön anzusehen. Die Effekte geraten ein wenig zu künstlich und man sieht ihnen ihre digitale Herkunft zu sehr an. Sobald die Werwölfe dann aber in ihrem finalen Verwandlungsstadium Bambule machen, ist die Umsetzung via Man-in-a-Suit-Effekten in Kombination mit hervorragenden animatronischen Effekten rund um die Antlitze der Horrorikonen einfach spitze.

Hier haben sich die beiden Effektkünstler Alec Gillis („Starship Troopers“) und Tom Woodruff Jr. („Godzilla vs. Kong“) wahrhaft ausgetobt. Und dabei auch auf interessante Details geachtet, aufgrund derer sich die Kreaturen nicht wie ein Ei dem anderen ähneln. Und die Monster dürfen auch herzhafte Wunden reißen und viel Blut fließen lassen. Es wäre sicherlich deutlich mehr drin gewesen, doch sein R-Rating beziehungsweise seine Freigabe ab 16 in unseren Breiten hat sich „Werewolves“ definitiv verdient.

Darstellerisch gehört „Werewolves“ in erster Linie Frank Grillo („Black Lotus“). Der ist als Wesley der Part, der den Film antreiben und die beiden Hauptschauplätze immer mal wieder miteinander verbinden darf. Interessant ist freilich, dass seine Rolle prinzipiell schon stark an seine Auftritte im „The Purge“-Franchise erinnert.

Frank Grillo mit Gatling Gun in Werewolves

Frank Grillo darf nach „Boss Level“ wieder mit einer Gatling Gun hantieren.

An seiner Seite macht Katrina Law („Schachmatt“) als Tough Cookie und Mitarbeiterin von Wesley im Forschungsteam einen starken und einnehmenden Job. Als Anführer des Wissenschaftlerteams erleben wir zudem Lou Diamond Phillips („Get Fast“), der aber insgesamt etwas zu kurz kommt. Als Lucy wirft meines Erachtens Ilfenesh Hadera („Baywatch“) durchweg ein paar Emotionen zu viel in ihren Storypart und wusste mir im Großen und Ganzen nicht zu gefallen.

In technischer Hinsicht fällt an diversen Stellen auf, dass „Werewolves“ trotz seiner B-Movie-Ausrichtung wohl ein ordentliches Budget gehabt zu haben scheint. Zahlreiche Settings, viel Action und gute Effekte überraschen. Ab und an muss Regisseur Steven C. Miller aber auch mal tricksen. Da verschwinden Details im Nebel oder im Dunkel der Nacht und in der Action wird es ab und an mal ein wenig zu hektisch.

Prinzipiell hat der Regisseur seinen Film aber absolut im Griff und verpasst ihm einen schönen Düsterlook. Womit er es allerdings übertreibt, ist seine Vorliebe für Lens-Flare-Effekte. Mit denen ballert er gefühlt jede Einstellung zu. Für ordentlich Krawall sorgt der Score von The Newton Brothers, die ja schon bei „The Forever Purge“ zeigen durften, dass sie eine chaotische Nacht vertonen können.

„Werewolves“ hat Biss

Regisseur Steven C. Miller war es offenkundig wichtig, einen straffen Mix aus Horror und Action in Szene zu setzen. Entsprechend hat der Film auch kaum ein Gramm Fett zu viel auf den Rippen. Das ist eine große Stärke, in diesem Fall aber auch eine echte Schwäche. Denn mehrmals ertappt man sich im Film, dass man über die eine oder andere Figur doch gerne mehr erfahren hätte. Und immer wieder verschwinden Nebenfiguren sang- und klanglos aus der Handlung. Zudem fragt man sich diverse Male, ob es nicht schlauer und spannender gewesen wäre, die erste Supermond-Nacht zu präsentieren und den Zuschauer mit den Charakteren entdecken zu lassen, was hier eigentlich los ist.

Und trotzdem muss ich zugeben, dass seit gefühlten Ewigkeiten kein Creature Feature mehr mit so einem Tempo über den Screen gefegt ist. „Werewolves“ ist trotz kleiner Mängel und zahlreicher Klischees immer extrem unterhaltsam, sieht angenehm aufwändig aus, hat Spaß an seinen meines Erachtens cool designten Kreaturen und setzt auf eine Menge Action. Dazu gesellt sich ein kerniger Frank Grillo, der an der Seite der angenehm taffen Katrina Law mit Lust durch die Szenerien slidet, ballert und wrestlet.

Knappe:
07 von 10

In diesem Sinne:
freeman


……


Charmanter kleiner B-Reißer mit Steigerungspotential

Werewolves

„Werewolves“ ist eine Art „The Purge“ mit Werwölfen – und mit Frank Grillo und Lou Diamond Phillips

Werwölfe können gequälte Seelen sein wie in Universals „The Wolf Man“ und dessen zahlreichen Neuinkarnationen, es können reißende Bestien sein, es können starke Gegner im bleihaltigen Kampf sein, wie etwa die „Underworld“-Reihe, „Dog Soldiers“ und nun „Werewolves“ propagieren.

Der kleine B-Reißer hält sich nicht lange mit Vorgeplänkel ein, ein paar einleitende Texttafeln sowie ein Interview mit dem Wissenschaftler Dr. Aranda (Lou Diamond Phillips) führen schnell in das Szenario ein. Als im Vorjahr ein Supermond der Erde zu nah kam, verwandelte dessen Licht Menschen, die damit in Berührung kamen, für diese eine Nacht in Werwölfe, die wiederum unzählige andere Menschen töteten. Nun steht der nächste Supermond bevor, der Bevölkerung bleibt nur ein Einschließen für die Nacht. Später erfährt das Publikum noch, dass Menschen, die schon einmal verwandelt wurden, das Aufziehen des neuen Supermondes besonders spüren, aber ob sie anfälliger für Verwandlungen sind, darüber klärt der Film nicht so wirklich auf.

Hauptfigur Wesley Marshall (Frank Grillo) hilft derweil seiner Schwägerin Lucy (Ilfenesh Hadera) und deren Tochter Emma (Kamdynn Gary) beim Verbarrikadieren des Hauses für die Nacht. Franks Bruder ist nicht mehr, gehörte er doch zu den Ersthelfern, in der letzten Supermondnacht aufgrund ihrer Tätigkeit den Tod fanden, was vielleicht, vielleicht auch nicht ein kleiner Verweis auf 9/11 sein könnte. Während Wesley also nun das Familienheim verbarrikadiert, Fallen aufstellt und den Zaun unter Strom stellt, rüstet sich Lucys Nachbars Cody (James Michael Cummings) in Prepper- und Bürgerwehr-Manier mit Waffen und Munition aus, um Werwolf-Attacken begegnen zu können.

Obwohl der Ausnahmezustand in der Luft liegt, kann Wesley nicht bei Lucy und Emma bleiben. Der Ex-Soldat und jetzige Molekularbiologe will gemeinsam mit Dr. Aranda, Amy (Katrina Law) und weiteren Kollegen ein Mondlichtschutzspray aufs Exempel testen, um ein Gegenmittel für die Zukunft zu finden. Doch als der Mond aufgeht, bricht sowohl im Labor als in Lucys Wohngegend die Hölle los…

Werewolves

Wesley (Frank Grillo) und Amy (Katrina Law) müssen sich durchkämpfen

Dass sich „Werewolves“ ungeniert bei der „The Purge“-Reihe bedient, sieht man glasklar an der Prämisse – dass Frank Grillo die Hauptrolle in den „Purge“-Filmen „Anarchy“ und „Election Year“ spielte verstärkt den Eindruck ebenso wie die Tatsache, dass „Werewolves“ in den USA ebenfalls von Universal verliehen wurde. In Sachen Budget war man freilich hier weniger spendabel als bei der Vorbildreihe, der Politkommentaranteil ist geringer, aber durchaus vorhanden. Auch „Werewolves“ greift gegenwärtige Stimmungen auf. Während Wesley und seine Verbündeten nach der großen wissenschaftlichen Lösung für das Problem suchen, wollen Cody und ähnlich Denkende das Werwolf-Problem mit der Wumme aus der Welt schaffen – für sie sind die Verwandelten keine Menschen mehr und verdienen nicht mehr als eine Kugel. Natürlich wird am Ende des Films auch an den Händen von Wesley und Co. Blut kleben, doch diese töten in Notwehr, während andere lieber ihre niederen Instinkte ausleben wollen.

Doch ähnlich wie die „Purge“-Reihe will auch „Werewolves“ am Ende des Tages doch vor allem die Action-Horror-Sau rauslassen, weshalb solche Ansätze schnell in den Hintergrund treten. Das gestaltet sich alles erwartbar, wenn das Experiment natürlich nicht Plan verläuft, wenn Lucys Haus doch nicht ganz so sicher wie erwartet geschützt ist, hat aber auch wenig Fett auf den Rippen, denn B-Regisseur Steven C. Miller („64 Minutes – Wettlauf gegen die Zeit“) zieht seinen Film als straffen 90-Minüter durch, in dem der Überlebenskampf im Mittelpunkt steht. Natürlich muss man bei der Glaubwürdigkeit in mehrerlei Hinsicht Abstriche machen, etwa dass Frank nicht nur sowohl tougher, durchtrainierter Ex-Soldat als auch führender Dr. auf dem Feld der Molekularbiologie ist, sondern auch seine Kollegin Amy Ex-Soldatin ist, die in der gleichen Einheit diente wie er. Da muss Kollege Zufall schon einige Überstunden schieben, aber diesem B-Movie geht es ja in erster Linie um den Entertainment-Faktor.

Werewolves

Dr. Aranda (Lou Diamond Phillips) will ein Heilmittel finden

Allerdings kann sich das Drehbuch aus der Feder von Matthew Kennedy („Canary Black“) nicht immer entscheiden, ob es sich denn einfach nur auf das Wesentliche konzentrieren oder doch etwas mehr erzählen möchte. Insofern gibt es immer wieder Subplots, die zwar angefangen werden, aber dann doch im Nichts versanden. Etwa Amys Liebe zu dem Kollegen Myles (James Kyson), der in der letzten Supermondnacht verwandelt wurde und sich nun als Testperson für den Mondlichtschutz zu Verfügung stellt. Auf andere, aber ähnliche Weise ist es dann auch frustrierend, wenn (vermeintlich) wichtige Nebenfiguren teilweise etwas lapidar aus dem Film genommen werden – mehr als einmal glaubt man, dass diese noch einmal in irgendeiner Form auftauchen müssten, was sie aber nicht tun.

In seinen Kernkompetenzen liefert „Werewolves“ allerdings so weit wie es für seine Budgetverhältnisse möglich ist. Der Film spielt nominell in der ganzen Stadt, konzentriert sich praktisch aber auf wenige Sets, darunter eben Lucys Haus, das Labor oder eine bestimmte Straßenkreuzung. Für die Verhältnisse von Steven C. Miller ist das Ganze aber immer noch recht aufwändig, gerade man auf einen Auto-Bus-Crash oder die CGI-Effekte in den Verwandlungen schaut. Die Werwölfe werden aber nicht nur auf dem Rechenknecht animiert, sondern oft mit handgemachten Tricks in der Tradition von „The Howling“ oder „Wolfen“ zum Leben erweckt. Das hat nicht nur Old-School-Charme, sondern auch ein paar nette Ideen wie einen Rocker-Werwolf. Etwas Geschmadder mit abgerissen Köpfen, abgebissenen Gesichtern und ähnlichen Scherzen gibt es auch noch obendrauf.

Werewolves

Guck mal, wer da heult: Marodierende Werwölfe ziehen durch die Straßen

Bei der Action wechseln sich dann Licht und Schatten ab, was sich nicht nur auf die durchwachsene Ausleuchtung bezieht. So gibt es einerseits einige ziemlich coole Set-Pieces, allen voran jenen Moment, als Wesley und Amy in ein Gefecht zwischen Bürgerwehr-Typen und Werwölfen hineinplatzen, bei dem unter anderem eine Gattling Gun zum Einsatz kommt. Andere Einlagen sind andrerseits verschnitten und unübersichtlich, allen voran die Szene, in der das Werwolf-Experiment schief läuft und man zwischen Nebel, gleich aussehenden Hazmat-Suit-Trägern und gleich aussehenden Werwölfen nie weiß, wer sich gerade wo befindet oder was eigentlich vor sich geht. Ein Werwolf-contra-Werwolf-Fight ist zwar eigentlich ziemlich cool, aber leider arg schnell vorbei. So liefert „Werewolves“ zwar oft brauchbare Action-Horror-Einlagen ab, manchmal sogar mit veritablen Spannungspassagen (Versteckspiel mit den Werwölfen zwischen den Autos), lässt aber auch immer die Frage aufkommen, was mit mehr Budget und einer besseren Regie hieraus hätte werden können.

Der kernige Frank Grillo („Hounds of War“) passt dafür hervorragend in die Hauptrolle, auch wenn man ihm den kernigen Ex-Soldaten und Überlebenskämpfer wesentlich eher abnimmt als den brillanten Wissenschaftler. Aber als tougher Held mit Tat- und Feuerkraft kann er den Film auf seinen Schultern tragen. Guten Support gibt es von Ilfenesh Hadera („The Bricklayer“) und Katrina Law („Stiletto“), während Lou Diamond Phillips („Adverse“) kaum Screentime hat und daher wenig Eindruck hinterlässt. Kinderdarstellerin Kamdynn Gary („One Piece“) ist erfreulicherweise nicht nervig, der Rest vom Fest kaum der Rede wert, sodass die charmante Maskenarbeit den meisten Nebendarstellern eh die Schau stiehlt.

So bekommt man mit „Werewolves“ einen okayen kleinen B-Reißer präsentiert, der schon Dank des charismatischen Hauptdarstellers und der Prämisse punkten kann. Über einige Drehbuchschnitzer lässt sich hinwegsehen, doch leider liefert „Werewolves“ bei der erwarteten Action-Horror-Sause nicht vollends: Die Actionmenge ist steigerbar, nicht alle Einlagen sind optimal inszeniert, sodass mehr drin gewesen wäre – trotz charmanter, meist handgemachter Werwolf-Masken und -Kostüme.

„Werewolves“ erscheint bei Capelight ab 23. Januar 2025 auf DVD und Blu-Ray in Deutschland, ungekürzt ab 16 Jahren freigegeben. Im Stream ist er bereits erhältlich. Auf DVD und Blu-Ray gibt es Trailer als Bonusmaterial.

© Nils Bothmann (McClane)

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